Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Montag, 2. April 2012

Religionsdiskussion zwischen einem katholischen Bischof und einem chinesischen Moslem (Teil 1)



Msgr. Fenouil, Apostol. Vikar von Yünnan (Südwestprovinz des Kaiserreiches), wäre vor einiger Zeit dem fanatischen Hass der dortigen chinesischen Muselmänner beinahe zum Opfer gefallen.
In Yünnan, besonders in der gleichnamigen Hauptstadt, sind die Mohammedaner sehr zahlreich, und der Prophet hat in Mekka kaum eifrigere Schüler, als die dortigen Marabuts. Mit viel Humor erzählt der ehemalige Oberhirt, wie sie mit ihren Bekehrungsversuchen selbst an ihn sich herangewagt.
Ohne eine Ahnung von der Erhabenheit, Heiligkeit und göttlich reinen Trostesfülle der wahren Religion Jesu Christi wähnt ihr verblendeter fleischlicher Sinn, dass den phantastisch lüsternen Seligkeitsverheißungen des falschen Propheten kein menschliches Herz sich verschließen könne.
Ruhig und mit mildem Ernst wies Msgr. Fenouil ihre lächerlichen Zumutungen ab und suchte ihrem lästigen Fanatismus möglichst auszuweichen. Die Marabuts hofften aber immer noch, ihren guten Freund, den Bischof, für sich zu gewinnen.
Eines Tages erhielt der Apostol. Vikar von einem reichen Muselmann unerwartet eine Einladung zum Abendessen. Eine abschlägige Antwort hätte seine sonderbaren Freunde beleidigt, was der Bischof vermeiden wollte; und so fand er sich zur festgesetzten Stunde ein.
Kaum hatte man Platz genommen, als einer der anwesenden Saïtes (der Ehrentitel chinesischer Moslems, welche die Pilgerreise nach Mekka gemacht), auch gleich eine Lanze gegen Msgr. Fenouil einlegte und zu einem Religionsgespräch überging.
Christus, so behauptete der Marabut, habe doch eigentlich nichts getan, um den Namen eines Erlösers zu verdienen, habe zudem ein schlimmes Ende gefunden und dergleichen mehr, was wir hier nicht wiederholen wollen.
Der Bischof trat hierauf mit Wärme für die Ehre des Welterlösers ein und entwarf ein Bild seines wundervollen, gottmenschlichen Lebens. „Aber, woher wissen Sie“, unterbrach ihn der Marabut, „dass Christus der Sohn Gottes ist?“ — „Weil Er selbst es gesagt und Gott seine Aussage durch Wunderzeichen bestätigt hat.“ Und nun zeigte der Bischof die unwiderstehliche Beweiskraft der Wunder Christi, insbesondere der Auferstehung.
„Aber,“ meinte der Marabut, „es gibt nichts Unklareres und Unvernünftigeres als eure Religion; denn sie zwingt euch, zu glauben, was ihr nicht seht, und anzunehmen was ihr nicht versteht.“ Ein solcher alberner Einwand verdiente eine tüchtige Abfertigung. „Erlauben Sie mir, zu fragen, ob Sie einen Urgroßvater hatten.“ — „Versteht sich; er war aber tot, als ich zur Welt kam.“ — „Ja, sind Sie dann aber auch gewiss, dass Sie einen hatten?“ — „Wie können Sie so etwas fragen?“ — „Nun wohl, dann glauben Sie ja selbst etwas, was Sie nicht sehen. Sie nehmen gewiss auch an, dass Sie eine Seele haben, die mit Ihrem Leibe verbunden ist, nicht wahr?“  — „Natürlich; das ist aber eine offenkundige Tatsache.“ — „Aber verstehen Sie auch wohl wie zwei verschiedene Wesen, wie Geist und Körper, zu einem Wesen sich verbinden können?“ — „Das will ich nicht behaupten.“ — „Nun wohl, Sie glauben also nach Ihrem eigenen Geständnis, was Sie nicht sehen, und nehmen auf Menschenwort hin, was Sie selbst nicht begreifen. Wie soll also der Glaube der Christen, der auf Gottes Wort sich stützt, etwas Unvernünftiges sein?“ — Den Anwesenden wurde es bei dieser Wendung des Religionsgesprächs unbehaglich.
Sie hatten vielleicht einen glänzenden Sieg erwartet und waren auf diese Niederlage nicht gefasst. Der Apostolische Vikar aber wollte die Gelegenheit nicht verpassen, um gegen den falschen Propheten einen Trumpf auszuspielen.
„Da ich“, so fuhr er fort „Ihre Einwände gelöst und Ihre Fragen beantwortet habe, so werden Sie mir nun auch eine Frage erlauben. Hat denn Euer Prophet auch nur durch ein einziges Wunder sich als Gesandter Gottes ausgewiesen?“ — „Ob er das wohl hat“, meinte der Marabut. „Wer weiß nicht, wie viele und staunenswerte Wunderzeichen er getan? Ich will nur eines anführen, das seinesgleichen nimmer hat.
Eines Abends spät, als die Ungläubigen (Juden und Christen) immer noch sich weigerten, die Lehre des Propheten Allahs anzunehmen, sprach Mohammed zu ihnen: ‚So sehet denn und glaubet. ‘ Und mit einer Bewegung seiner Hand teilte er den Mond in zwei Hälften, steckte eine davon in seinen Ärmel und ließ den anderen aufs Geratewohl in den leeren Raum hinabfallen.“ — „In der Tat“, erwiderte der Bischof, „das ist sehr stark; da muss man zur Zeit des Propheten wohl recht weite Ärmel getragen haben.“
Diese Antwort erregte allgemeine Heiterkeit, und das süßsaure Lächeln des Saïte darüber nach, wie er die Scharte wieder auswetzen und dem christlichen Bischofe eines versetzen könnte. — „Was denken Sie denn eigentlich“, so fragte er nach einer Weile, „ von unserem Mohammed, dem großen Propheten Allahs? Wo lassen Sie ihn in diesem Augenblicke sein, im Himmel oder in der Hölle?“
Das war eine recht heimtückisch pharisäische Schlinge.
Die Antwort auf die Frage war heikel und konnte verhängnisvoll werden. Nach einem kurzen inneren Gebet erwiderte der Bischof: „Es ist Ihre eigene Schuld, mein Herr, wenn Sie durch diese unausweichlich bestimmte Frage eine Antwort herausfordern, die Ihnen vielleicht minder angenehm sein dürfte; es ist aber meine Art nicht, Winkelzüge zu machen, wo es sich um Glaubenslehren handelt.
Sie wissen, meine Herren, dass ich Ihr Freund und Sie mir persönlich wert sind. Doch Gott allein ist unser Herr; ihm stehen alle Freunde dieser Erde nach, wo dies seine Ehre fordert. Mohammed ist in der Hölle, und dorthin gehen alle, die aus Verstockung Gott widerstehen bis zum Ende.“



(Aus: die katholischen Missionen, 1891)

Sonntag, 1. April 2012

Missionsarbeit in Sibirien


Eine Lemberger Zeitung veröffentlichte jüngst den Brief eines jener Priester, denen es in Sibirien gestattet ist, ihres heiligen Amtes zu walten. Wegen ihrer geringen Zahl sind dieselben beständig genötigt, auf Reisen zu sein und die Strecke von Tobolsk nach Kamtschatka und von Nertschinsk zum Polarmeer bei schneidender Kälte im Schlitten zurückzulegen.
So bringen es diese heldenmütigen Apostel zu Stande, unter unerhörten Mühen und Anstrengungen den verbannten Katholiken wenigstens einmal im Jahr den Trost der Religion zu bieten. Besonders gehören zu diesen Glücklichen die Gefangenen, welche zu Minenarbeiten verwendet werden.
Ferner segnen die Priester die Gräber jener ein, welche im Verlauf des Jahres starben. Es fehlt zwar gewiss nicht an katholischen Priestern, allein sie können mit wenigen Ausnahmen ihren Beruf nur im geheimen ausüben.
Der oben erwähnte Brief ist aus den Bergwerken von Zyrianow datiert. „Fortwährend“, so schreibt der Missionär, „bin ich in apostolischen Arbeiten tätig. Vor etwa zwei Monaten habe ich Tomsk verlassen, während dieser Zeit habe ich gegen 60 Gefangene Beicht gehört und Kinder getauft.
Nachdem wir von Tomsk weg waren, ging es gegen Kuzniec. Unser Besuch galt den Dörfern Tala und Plezkow, sowie einer Silbermine, die auf dem Weg lag. Dort wollte ich den Versuch machen, für die geistlichen Bedürfnisse der Gläubigen zu sorgen. Um von Kuzniec nach Biisk am Fuß des Altai zu gelangen, mussten wir die Akunaberge übersteigen.
Von Biisk über den Altai in der Richtung der chinesischen Grenze ist der Weg äußerst mühsam und beschwerlich. Gegenwärtig befinde ich mich an der Grenze Chinas, jedoch so erschöpft, dass ich mich kaum aufrecht zu halten vermag. Wegen des Regens und Schnees ist jeder Schritt auf den Bergen gefahrendrohend. Gott weiß, wann ich nach Tomsk zurückkehren werde. Augenblicklich bin ich 300 Meilen davon entfernt. Große Mühen harren meiner.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1889)

Samstag, 31. März 2012

Der Rosenkranz bei den Südsee-Insulanern


Joseph Mataafa, Oberhäuptling von Samoa, mit Rosenkranz um den Hals


Im Jahre 1837 langten die zwei ersten Missionäre auf den Inseln von Zentral- und Westozeanien, P. Bataillon auf Wallis und der ehrwürdige P. Chanel, dessen Seligsprechung unmittelbar bevorsteht [bereits heiliggesprochen], auf Futuna, mit je einem Laienbruder an. Mit der Sprache noch gänzlich unbekannt, mussten sie anfangs einer direkten apostolischen Tätigkeit sich gänzlich enthalten.
Da sie also zu den Menschen von Gott nicht sprechen, durften, verlegten sie sich um so mehr darauf, zu Gott von den Menschen zu sprechen. Die Waffe des lebendigen Wortes konnten sie nicht gebrauchen, aber die Waffe des Gebetes in Anwendung zu bringen konnte ihnen niemand wehren.
Sie griffen daher als wahre Mitglieder der Gesellschaft Mariä zur mächtigen, unbesieglichen Waffe des heiligen Rosenkranzes, und mit dieser Waffe in der Hand trugen sie einen glänzenden und glorreichen Sieg davon.
Als P. Chanel, dieser ehrwürdige Apostel und Märtyrer, den Rosenkranz in der Hand, die Ortschaften durcheilte und so den Boden seines Arbeitsfeldes mit Ave Marias gleichsam besäte und mit Gnaden betaute, da fragten sich neugierig die Insulaner untereinander: „Was bedeutet denn diese kleine Kette, welche diese Weißen immer in den Händen tragen? Was diese Körner, die stets durch ihre Finger gleiten, und was gar die Worte, welche sie an jemand richten, den man nicht sieht?“ Das waren auch die ersten Fragen, welche sie an die Missionäre richteten, sobald diese anfingen, ihre Sprache zu verstehen.
Die Beantwortung derselben bot den Missionären Gelegenheit, den Eingeborenen die erhabensten Geheimnisse der heiligen Religion auseinanderzusetzen und ihnen die notwendigsten Gebete zu erklären und beizubringen. Die Insulaner fanden Gefallen daran.
Bald verlangten sie auch solche Ketten zu besitzen und fingen an, zuerst in europäischen Melodien, dann aber in ihren langsamen und feierlichen einheimischen Weisen die Gesetze des heiligen Rosenkranzes zu singen.
Der heilige Rosenkranz war damals, wo diese Kinder der Wildnis noch nicht lesen konnten, ihre einziges Buch, so wie er auch ihre erste Predigt und die hauptsächlichste Veranlassung zu ihrer Bekehrung gewesen war.
Aber auch heute noch fährt der heilige Rosenkranz fort, bei den Insulanern seine seelenrettende Tätigkeit auszuüben, und obgleich jetzt Bücher in allen Sprachen der Insulaner vorhanden sind, ist dennoch der Rosenkranz das populärste Buch und der verständlichste Prediger, der beständig, auch wenn die Missionäre schweigen, in Tätigkeit ist und am meisten verlorene Schäflein dem Schafstall Christi zuführt.
Dieser Prediger hat eben das Eigentümliche, dass er nicht allein „pflanzt und begießt“, sondern auch zugleich bewirkt, dass „Gott das Wachstum verleiht“. Man singt ein Gesetz vor dem Unterricht und eines nach demselben. Man singt den Rosenkranz während der heiligen Messe, beim Gang zu den Sterbenden und bei Leichenbegängnissen.
Und was das Schönste ist, allabendlich, wenn das gemeinschaftliche Gebet in der Kapelle verrichtet ist, verfügen sich die einzelnen Familien in ihre Häuser und beten daselbst mit Lauter Stimme je ein Gesetz des Rosenkranzes, indem sie dabei ein Liede singen, welches das betreffende Geheimnis des Rosenkranzes zum Gegenstand hat.
Auf diese Weise üben diese Leute nicht nur einen beständigen lebendigen Rosenkranz, dessen Geheimnisse allmonatlich gewechselt werden, sondern auch ein beständiges lebendiges Apostolat.
Da nämlich die dortigen Häuser keine Mauern zum Abschluss haben und die Ozeanier mit voller Stimme beten und singen, kann man des Abends aus allen Wohnungen weithin die Ave Marias und die frommen Lieder erschallen hören, und so kommt es, dass auch solche, die noch nicht bekehrt sind, vom bloßen Hören der Lieder die Geheimnisse und Gebete der heiligen Religion kennen lernen.
In manchen Kirchen betet man jeden Sonntag alle 15 Geheimnisse des Rosenkranzes, fünf die Männer, fünf die Frauen, fünf die Kinder. Aber auch als Privatandacht wird der Rosenkranz eifrig geübt.
Ein Neubekehrter betete 15 Jahre lang täglich alle 15 Gesetze des heiligen Rosenkranzes für die Bekehrung seiner Frau und beklagte sich manchmal beim hochwürdigsten Bischof Lamaze, dass sein Gebet nicht erhört worden sei. Endlich bei einer seiner letzten Rundreisen sah der hochw. Bischof den betreffenden Neophyten mit seiner Frau, welche nun auch den Rosenkranz um den Hals trug. „Da ist sie nun endlich“, sagte der wackere Katholik; „sie ist getauft; täglich gehen wir zur heiligen Messe und beten gemeinschaftlich in unserer Hütte den Rosenkranz zum Dank für die Bekehrung. Aber nun musst du ihr auch einen größeren Rosenkranz geben; sie hat nur einen kleinen, und sie weiß, dass ich sie auf deinen Rat hin durch den Rosenkranz bekehrt habe.“
Unseren Lesern nicht unbekannt ist sicher auch der durch die Vorgänge auf Samoa berühmt gewordene Häuptling Mataafa.
Derselbe ist Katholik und durch Msgr. Eloy, dem Vorgänger des hochw. Bischofs Lamaze, zum Christentum bekehrt worden. Was man nun immer vom Mataafas politischer Stellung halten mag, er scheint persönlich ein guter Christ zu sein, was derselbe auch schon damit bewiesen hat, dass er bei dem Schiffsunglück zu Apia bei der Rettung der Verunglückten persönlichen und tätigen Anteil genommen hat. „Unser Feind Mataafa zeigte sich höchst edel“, schreibt von ihm der Obersteuermannsgast Fik von der „Olga“. „Er hatte Wachen aufgestellt, dass nicht gestohlen werde, und alle übrigen Kanaken mussten Hilflose retten. Einem Kanaken, welcher, statt Menschen zu retten, sich eine dahertreibende Kiste mit Tabak angeeignet hatte, soll einer der Häuptlinge den Kopf abgeschlagen haben.“
Von diesem Mataafa, der die Feindesliebe so edel übte, berichten die Missionäre, dass er jede Tage seit seiner Bekehrung den ganzen Rosenkranz betet und seit einem Jahr auch täglich den Schmerzhaften Rosenkranz hinzufügt und außerdem de Kreuzweg betet und der heiligen Messe beiwohnt, so oft die Nähe einer Kirche es ihm gestattet.
Man erinnert sich wohl noch, wie vor drei Jahren der hochw. Bischof Lamaze im Namen Sr.Heiligkeit des Papstes Leo XIII. der Königin von Wallis einen äußerst kostbaren Rosenkranz, dessen Körner aus Edelsteinen bestanden, als Geschenk überbrachte.
Der ganz Hofstaat und das ganze Volk war versammelt, als der hochw. Bischof in Begleitung der Offiziere eines französischen Kriegsschiffes denselben der Königin feierlich überreichte. Ehrfurchtsvoll küsste sei das Kreuz und ließ dann in ihrer Umgebung das wertvolle Geschenk von Hand zu Hand gehen. Dieser liebevolle Akt Sr. Heiligkeit hat nicht wenig dazu beigetragen, die Rosenkranzandacht bei den guten Insulanern noch zu vermehren.
Nicht mit Unrecht ist darum der hochw. Bischof und Apostolische Vikar stolz auf seinen Angehörigen, indem er glaubt, dass in dieser Beziehung seine lieben Insulaner eine hervorragende Stelle unter allen katholischen Christengemeinden der Welt einnehmen.
Indessen geben die kindlich Gesinnten Inselbewohner viel darauf, einen großen Rosenkranz zu haben, das sie gewohnt sind, denselben am Hals zu tragen, um sich immer als Kinder Mariä und der wahren Kirche ihres Sohnes zu bekennen.

(Aus : die Katholischen Missionen, 1889)

Sonntag, 25. März 2012

Ein heiliger Bischof in Kolumbien — Ezequiel Moreno y Díaz


Statue des heiligen Ezequiel Moreno y Diaz am Provinzialhaus der Rekollekten in Quezon City, Philippinen

Unter den zahlreichen Bischöfen, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Lateinamerika als Verteidiger der Kirche aufgetreten sind, befindet sich auch ein kanonisierter Heiliger: St. Ezequiel Moreno y Díaz.

Der heilige Ezequiel wurde 1848 als Sohn eines frommen Schneiders in Alfaro (La Rioja) geboren. Als 16-jähriger trat er im Nachbarort Monteagudo bei den Augustiner-Rekollekten (O.A.R.) ein, legte 1865 seine Ordensgelübde ab und wurde auf die Philippinen gesandt, wo er am 2. Juni 1871 in Manila die Heilige Priesterweihe empfing.


In den Jahren 1872-1885 wirkte er als Missionar auf den Inseln Palawan, Mindoro und Luzon unter der dort ansässigen heidnischen Bevölkerung und den weitverstreut lebenden Katholiken. Hier wirkte er auf zwei Gebieten, die den Rest seines Lebens eine besondere Rolle einnahmen: die Katechese und die Krankenpflege.
1885 kehrte er als Novizenmeister nach Spanien zurück, wo er sich besonders der Ausbildung zukünftiger Missionare widmete, um diesen seine eigene Liebe zur Ordensregel und dem Gehorsam zu vermitteln. Gleichzeitig fand er aber noch Zeit, in benachbarten Pfarreien auszuhelfen und den Bedürftigen beizustehen, denn 1887 kamen täglich rund 400 Obdachlose an die Klosterpforte, um sich ihre Mahlzeit abzuholen.


Sein endgültiges Wirkungsfeld betrat er 1888, als er sich nach Kolumbien einschiffte. Bis 1894 arbeitete er von Santafé de Bogotá aus an der Wiedererrichtung der alten Rekollektenprovinz, die in einigen Regionen des Landes seit der Unabhängigkeit 1821 brach lag. 1893 wurde er zum Apostolischen Vikar des neuerrichteten Vikariats Casanare ernannt. 


Trotz des anhaltenden Bürgerkriegs durchquerte er das gesamte Territorium, richtete Waisenhäuser für die heidnischen Indianerkinder ein, gründete katholische Vereine und förderte die Katechese. Trotz seiner Bischofswürde fungierte eine einfache Hütte als sein „Bischofspalast“.


Im Jahr 1895 wurde er zum Bischof von Pasto, einer Diözese im kolumbianisch-ecuadorianischen Grenzgebiet ernannt. In dieser Zeit tritt die Seite Morenos als Verteidiger der heiligen Religion hervor, gegen deren Einfluss auf Erziehung und Gesellschaft die Liberale Partei Kolumbiens den Aufstand probte und auch die liberalen Medien nicht mit Schmähungen gegen den heiligen Bischof sparten. Trotzdem wich er nicht zurück und geißelte die lauen Katholiken, die Parteigänger des Irrtums geworden sind:
„(…)Ihr könnt sicher sein, dass dieselbe Revolution, verschlagen wie ihr Anführer, bald jene verspotten und verachten wird, die ihr gedient haben oder sich auf die ein oder andere Weise mit ihr gutstellen wollten. Es ist ein Fehler, ein schreckliches Verbrechen gegen die Kirche und die Seelen, den Feinden Christi nachzugeben und ihnen sogar entgegenzukommen. Die als Klugheit und Mäßigung verschleierte Feigheit hat größere Verwüstung in der Kirche Gottes angerichtet als das Geschrei und die Angriffe der Glaubensfeinde.(…)“


Stets dankte er Gott für die Verfolgung. Als 1898 verschiedene Orden aus dem benachbarten Ecuador vertrieben wurden, gewährte er ihnen Unterschlupf in seinem Sprengel. Er pflegte ein gutes Verhältnis zum Bischof von Portoviejo, Msgr. Schumacher, und lobte dessen Kampf gegen die freimaurerische Revolution in Ecuador bei der Predigt zu seinem Requiem. 


Besonders unterstützte der hl. Ezequiel die Orden in seiner Diözese, wobei er natürlich seinem eigenen besondere Zuneigung erwies. Doch auch den Weltklerus förderte er und schickte sogar zwei Seminaristen für weiterführende Studien nach Rom. Eine große Liebe zeigte er für die Kranken, nach deren Befinden er sich bei seinen Hirtenbesuchen stets erkundigte.


Wie alle Heiligen führte er ein strenges Bußleben und verstärkte seine Abtötungen noch, um so von Gott die Rettung der Sünder zu erflehen. Auch förderte er die Andacht zum heiligsten Herzen Jesu.
Besonders augenscheinlich wurde seine Heiligkeit während der Krankheit, die zu seinem Tode führen sollte.
Im Jahr 1905 stellte man bei Moreno y Díaz bösartige Tumore in der Nase fest, wodurch er unter ständigen Schmerzen litt. Trotzdem änderte er sein tägliches Leben nicht und ging den üblichen Arbeiten nach. „Ich habe mich in die Hände Gottes übergeben. Sein Heiliger Wille geschehe“.


Sein Klerus drängte ihn, sich behandeln zu lassen, darum trat er den Weg nach Spanien mit dem Ziel Barcelona an, und man hoffte, dass ihn dort ein bekannter Chirurg erfolgreich operieren würde. Auf dem Weg durch seine Diözese ließ er es sich nicht nehmen, noch einmal zum Marienheiligtum Virgen de Las Lajas zu pilgern und einen Diakon zu weihen.


Als er in Madrid anlangte, war sein Zustand so schlecht, dass seine Ordensbrüder die Weiterreise nach Barcelona verbaten. Am 14. Februar wurde er aufgrund der komplizierten Lage des Tumors ohne Narkose an Nase und Gaumen operiert. Voll Ergebenheit und guter Laune ertrug er die schrecklichen Qualen. Auch ein zweiter Eingriff brachte nicht die erhoffte Heilung. Trotz seiner eigenen Krankheit munterte er die anderen Patienten auf und stand ihnen in
 ihrem Leid bei.


Angesichts des nahen Endes verließ er im Mai 1906 Madrid, um sich in Monteagudo auf den Tod vorzubereiten. „Ich gehe, um bei meiner Mutter zu sterben“, sagte er in Anspielung auf den von ihm innig geliebten Wallfahrtsort Virgen del Camino.
Am 19. August 1906 starb er im Rekollektenkloster in Monteagudo.

Schon 1910 wurde von der Diözese Pasto der Seligsprechungsprozess eingeleitet.
Am 1.
November 1975 wurde er selig, am 11. Oktober 1992 heiliggesprochen. Sein Leichnam ist unverwest.

(Quellen: u.a. http://de.gloria.tv/?media=185924&fullscreen=embeded, http://www.agustinosrecoletos.com/ )

Montag, 19. März 2012

Ein Benediktinerabt bei den Aborigines (Teil 2)


New Norcia Cricket Team

Fortgesetzt von hier


An ihrer Spitze steht der gute hochw. Bischof Salvado, unterstützt von einer Anzahl Benediktiner-Ordensbrüder, Priestern und Laien. Hier erhält man eine Vorstellung von den mittelalterlichen Klöstern mit ihrem Gebets- und Arbeitsleben in Kirche und Feld. Korn, Wein, Oliven, Feigen, alle Arten von Bodenerzeugnissen werden auf dem ausgedehnten Grundbesitz gezogen.
Eingeborene Australneger singen nicht bloß in der Kirche, lernen nicht bloß in der Schule, sondern sind auch Seite an Seite mit den Mönchen in Feld und Werkstatt beschäftigt, musizieren daneben in freien Stunden mit Geige und anderen Instrumenten im Missionsorchester und spielen Cricket. Die Missions-Elf, die gelegentlich nach Perth zu einem Wettspiel kommt, kehrt durchweg als Sieger nach Hause.
Die New-Norcia-Mission verdient eine viel eingehendere Schilderung, als zu geben die Zeit mir erlaubt. Ihre philanthropische und praktische Wirksamkeit unter den Eingeborenen erstreckt sich bereits über eine Generation.(…) Aus dem gesagten ersieht man, dass sie bereits Großes erreicht, gewiss mehr als irgend eine andere Einzelorganisation in Australien es vermocht hat. Das Grundprinzip des Werkes in New Norcia liegt darin, dass es über den bloßen Schul- und Religionsunterricht hinausgeht.
Ich sah einen Vollblut-Wilden des tiefgesunkenen australischen Typus aus dieser herrlichen Mission heraustreten in zivilisierte Leben nicht bloß als guten Christen, sondern als fachkundigen Telegraphisten.“
Diese Zeugnisse beweisen, was e i n Mann mit wahrhaft apostolischem Herzen zu leisten vermag. Von Anfang an war Salvado die Seele des Ganzen, die Stütze, der Lehrmeister, Führer und Vater seiner Ordensbrüder und seiner lieben Wilden.
Um die nötigen Mittel für die mehrmals dem Untergange nahe Mission und den Ersatz für die durch den Tod geschlagenen Lücken zu finden, durchzog er vier- bis fünfmal als Bettler und Werber die Länder Europas. Seitdem er 1867 die Leitung der eingegangen Diözese Port Victoria aufgegeben, weihte er bis zu seinem Ende seine ganze Kraft und Liebe seinem Werke und seinem kleinen, eigenartigen Sprengel.
Leider geriet die Schöne Niederlassung während der letzten Jahre in solch missliche Verhältnisse, dass ihr Fortbestand bedroht schien.
Um die Zukunft seiner Gründung zu sichern, reiste der bereits 85jährige Greis noch einmal nach Europa und betrieb den Anschluss seiner Abtei an die blühende Benediktiner-Kongregation von Subiaco.
Noch wohnte er in Rom der Kirchweihe von St. Anselm, dem großen Zentralsitz seines Ordens, und dem Generalkapitel seiner Kongregation bei mit dem Plane, demnächst mit frischen Truppen nach Australien zurückzukehren, als der Herr den müden, treuen Arbeiter zu sich in die ewige Ruhe rief.
Er starb am 27. Dezember im Kloster St. Paul vor den Mauern, im 86. Jahre seines Alters. Er war 60 Jahre Benediktiner, 54 Jahre Missionär und 51 Jahre Bischof gewesen. RIP.

(Aus: die katholischen Missionen, 1900)

Sonntag, 18. März 2012

Ein Benediktinerabt bei den Aborigines (Teil 1)


Dom Rosendo Salvado OSB

Fortsetzung hier

Msgr. Rosendo Salvado OSB, Bischof-Abt und Apostol. Präfekt von New Norcia, Titularbischof von Adriani und ehemaliger Bischof von Port Victoria in Westaustralien, verdient hier einen ehrenden Nachruf.
Neben den anderen großen Benediktinerbischöfen, Msgr. W.B. Ullathorne und John Polding, denen Australien so viel verdankt, wird auch Salvados Name stets rühmlich genannt werden.
Da wir früher über das hochinteressante Wirken dieses wahrhaft großen Mannes ausführlich berichtet haben, so fassen wir hier nur kurz die Hauptzüge noch einmal zusammen.
Salvado wurde geboren am 1. März 1814 am Festtage des hl. Rosendo, dessen Namen er in der Taufe erhielt, zu Tuy im spanischen Galicien. Mit 16 Jahren nahm er im Kloster zu Compostella das Kleid des heiligen Benedikt.
Bald darauf (1835) brauste durch die pyrenäische Halbinsel der Klostersturm. In Begleitung seines Ordensbruders und unzertrennlichen Gefährten P. José Serra suchte und fand der junge Mönch eine sichere Zufluchtstätte in der Benediktinerabtei Cava bei Salerno (Italien). Hier in stiller Einsamkeit reifte in beiden der Missionsberuf.
 Der Besuch des ersten Bischofs von Perth (Wesaustralien) in Rom lenkte ihre Blicke auf dieses ferne, in der ersten Entwicklung begriffene Südland.
Gregor XVI., selbst als Kamaldulenser ein Sohn des hl. Benedikt, billigte ihren Plan. „Vergesset nicht“, so sprach er bei der Abschiedsaudienz (5. Juni 1845), „dass ihr Söhne des hl. Benedikt seid, des großen Patriarchen, und bleibt eingedenk der berühmten Apostel der Vorzeit, unserer Brüder, die einst so viele Nationen und Völker bekehrt und in Werken und Künsten des zivilisierten Lebens unterrichtet haben.“
Am 14. September 1845 schifften sich die beiden spanischen Mönchen mit dem Bischof Brady ein, erreichten nach 130tägiger Fahrt Australien und zogen schon bald darauf mit dem Segen des Bischofs, das Bündel auf dem Rücken, den Wanderstab in der Hand, weiter nordwärts nach dem Victoria-Distrikt, um hier mitten in der Wildnis und unter Wilden sich niederzulassen.
Nun begann für die beiden jenes Leben opfervoller Entsagung, wie es so oft eine schwierige Neugründung begleitet, jenes ergreifende Ringen zweier mutiger Männer mit den Schrecken der Wildnis, mit Hunger, Not und Gefahr in allen denkbaren Formen, wie wir es früher ausführlich geschildert.
Hunderte hätten das angefangene, so oft zerstörte oder in Frage gestellte Werk wieder aufgegeben. Aber Salvado war ein Mann von eiserner Energie und Ausdauer. Die Frucht dieser Ausdauer war die Abtei von New Norcia mit ihrem Kran von Heimstätten bekehrter Australneger, einer wundersamen Oase in der Wüste.
„New Norcia“, so schreibt Kardinal Moran in seinem großen Werke History of the Catholic Church in Australia , „erinnert uns mit seinem umfangreichen wirtschaftlichen Betrieb, mit seinen 20.000 Schafen, 250 Pferden, 300 Stück Hornvieh an die großen mittelalterlichen Abteien.
Es hat 700 Acres (1 Acre = 40 Ar) umzäuntes Gartenland, auf welchem Reben, Orangen, Zitronen, Maulbeeren und andere Fruchtarten und alle Sorten von Gemüse im Überfluß gezogen werden und 70 Bienenstöcke stehen. Etwa 700 Acres sind unter den Pflug gebracht mit Weizen, Gerste und anderen Kornarten bestellt. 2000 Acres besitzt das Kloster als Freilehen, ca. 300.000 in Pacht.“
Sir Frederick Napier Broome, von 1883 bis 1890 Statthalter der Kolonie, berichtet über New Norcia: „Die spanische Mission New Norcia für Eingebornene im Victoria-Flachland, die der Regierung jährlich 1000 Pfund Sterling Pachtzins für ihr Weiderecht zahlt, ist eine der interessantesten Gründungen dieser Art auf der ganzen Welt. 




(Aus: die katholischen Missionen, 1900)

Samstag, 17. März 2012

Ein würdiger Sohn des hl. Alfons (Teil 2) — Aussätzigenpflege


Ein weiteres Vorbild der hochherzigen Nächstenliebe bietet uns die Tätigkeit Donders in Batavia, einem abgelegenen Orte, den die Regierung zum Aufenthalt für die Aussätzigen bestimmt hatte.
Im Beginne des Jahres 1856 trat er dort das Amt eines Seelsorgers an. Bald hatte er die Liebe und das Vertrauen all seiner Pflegebefohlenen gewonnen.
Wie der gute Hirt, der sein Leben für seine Schafe gibt, so kannte auch Donders keine Schonung seiner selbst bei der Sorge für die Aussätzigen. Nachdem er des Morgens vor ihnen das heilige Messopfer dargebracht und sich durch Gebet zu seinem Liebeswerke gestärkt hatte, besuchte er nacheinander alle seine Kranken. Furchtlos betrat der Diener Gottes die armseligen, niedern Hütten, die, wie er selbst berichtete, mehr Behausungen für Tiere als Wohnungen für Menschen glichen.
Mochte die Krankheit noch so abstoßend, der Geruch noch so ekelerregend sein, nichts konnte ihn davon abschrecken. Mit der Liebe einer Mutter nahm er sich der Ärmsten an, sorgte für ihre geistlichen Bedürfnisse wie für ihre leiblichen Nöte, machte die elenden Lagerstätten zurecht, reinigte die Wohnungen und verband mit größter Sorgfalt ihre Wunden.
Des Nachmittags setzte er die Besuche fort und des Abends gab er Unterricht im Katechismus. Daran schloss sich ein gemeinschaftliches Gebet, das mit dem Rosenkranz zu Ehren der Trösterin der Betrübten und einem negerenglischen Liede beendet wurde.
Im Jahre 1865 wurde die Kongregation des allerheiligsten Erlösers mit der Mission in Surinam betraut. Bereits vor 30 Jahren hatte unser Missionär noch als Student zweimal vergeblich um die Aufnahme in diese Kongregation nachgesucht. Nicht lange nach der Ankunft der Patres in Surinam erneuerte er, jetzt mit Erfolg, seine Bitte.
Er musste nun Batavia verlassen, um in Paramaribo die Prüfungszeit durchzumachen. Bereits nach achtmonatlicher Vorbereitung wurde er, mit Bewilligung des Generaloberen, am 24. Juni 1867 zur Ablegung der Gelübde zugelassen und bald darauf nach Batavia zurückgeschickt.
Am 13. August desselben Jahres betrat er wieder den ihm so teuren Boden, und alle Aussätzigen eilten voll Freude zum Landungsplatz, um ihren geliebten Hirten und Vater aus vollstem Herzen willkommen zu heißen.
Vielleicht hat nie ein Fürst, der nach glorreichen Siegen über alle seine Feinde ruhmgekrönt inmitten eines glänzenden Gefolges in feierlichem Triumph wieder in seine Hauptstadt einzog, ein solches Übermaß an Glück und Freude empfunden wie P. Donders, als er, umgeben von seinen lieben Aussätzigen, nun wieder dem ärmlichen Gotteshaus seine Schritte zulenkte.
Mit frischem Mut und erhöhtem Eifer setzte dann der Diener Gottes als würdiger Nachfolger des Erlösers sein schweres Opferleben in Batavia noch viele Jahre fort.
Bei all seinen Mühen und Arbeiten führte er ein Leben strenger Abtötung. Bis zu seinem 75. Jahre beobachtete er pünktliche alle von der Kirche und der Ordensregel vorgeschriebenen Fasten. Dreimal enthielt er sich in der Woche des Frühstücks, bis ihm beides vom Obern mit Rücksicht auf seine schwache Gesundheit untersagt wurde. Endlich nahte der Tag, an dem der Herr seinem treuen Diener den ewigen Lohn gewähren sollte.
Am letzten Tag des Jahres 1886, nach der Abendpredigt, fühlte sich P. Donders unwohl. In der Nacht vom 5. Auf den 6. Januar bat er um die heiligen Sterbesakramente, welche er mit der ihm eigenen feurigen Andacht empfing. Am Dreikönigsfeste richtete er noch mit schwacher Stimme an den ihn pflegenden Pater die Bitte: „Haben Sie die Güte, in meinem Namen meine Pfarrkinder um Verzeihung zu bitten. Legen Sie ihnen ans Herz, dass sie nach meinem Tode die gegebenen Ermahnungen befolgen, besonders jedoch, dass sie suchen sollen, zu erkennen, welch großes Übel die Sünde ist.
Nicht lange nachher schlummerte er in ein besseres Jenseits hinüber. 45 Jahre waren seit seiner Landung in Surinam verflossen; 25 hatte er als Weltpriester und 20 als Ordensmann unter den schwersten Mühen und Entbehrungen in der Mission gearbeitet und mit kurzer Unterbrechung 30 Jahre Hindurch sich dem Dienst der Aussätzigen gewidmet.



(Aus: die katholischen Missionen, 1901)