Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Sonntag, 7. Juli 2019

Gebet zu Christus, dem Welterlöser



Göttlicher Heiland, Jesus Christus, Du bist unser Erlöser und Seligmacher. Du hat uns von dem Elend der Sünde befreit und aus der Finsternis des Heidentums gerettet durch Deine erbarmende Liebe und Deinen versöhnenden Opfertod. Wir danken Dir dafür, und wir verbinden mit diesem Dank die Bitte, lass auch jene, die dieses Glückes noch nicht teilhaftig geworden sind, bald daran teilnehmen.

Erbarme Dich unserer heidnischen Brüder und Schwestern, wie Du Dich unser erbarmt hast. Sende Deine Boten zu ihnen, damit sie ihnen das Licht des Evangeliums bringen. Erwecke heilige Missionare, Priester, Brüder und Schwestern, die mit der Liebe und dem Seeleneifer der Apostel hinausziehen in die fernen Länder, um den Armen die Reichtümer Deiner Gnade, den in Finsternis und Todesschatten Sitzenden das Licht Deiner beseligenden Lehre zu spenden. Verleihe ihren Worten Weisheit und Kraft, leite sie auf ihren gefahrvollen und mühsamen Wegen und segne alle ihre Opfer, damit sie reiche Ernte halten für Dich und Dein Reich. Amen.

(Aus: Betet, Brüder! Gebete für die Heidenmission. Von P. Dr. Otto Maas O.F.M., Laumann, 1937)

Sonntag, 23. Juni 2019

Gebet zur Bekehrung Japans

Kirche der sechsundzwanzig heiligen Märtyrer Japans in Nagasaki


O Maria, hellstrahlender Morgenstern, als du zuerst der Welt erschienest, hast du den nahen Aufgang der Sonne der Gerechtigkeit und Wahrheit angekündet, o leuchte milde den Bewohnern des japanischen Reiches, damit die Finsternis des Geistes bald verscheucht werde und sie den Glanz des ewigen Lichtes, Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn gläubig erkennen. Amen.


(300 Tage Ablass, Pius X., 8. Juli 1909 – Quelle: Hilf Seelen retten! von Pater Hermann Fischer SVD)

Sonntag, 2. Juni 2019

Wie schön der Kampf gegen den Teufel ist – Msgr. Félix Ridel M.E.P.

Msgr. Ridel, Missionsbischof in Korea (gestorben 1884; Quelle: Koreanische Bischofskonferenz)





Nach zweijähriger Arbeitszeit in der koreanischen Mission schrieb der spätere Bischof Ridel: 

„Der Feldzug wird lang und schwer sein, um so besser! Ist der Soldat nicht am liebsten im Gefecht? Ich ergreife meine Waffen, mein Panzerhemd, meinen Stahlhelm. Nun soll der Teufel kommen! Mein Herz jubelt und kann die Freude nicht fassen. Wenn sie alle die Reize, all das Entzücken kännten, das man in diesem Kampf gegen die Hölle findet, in diesem Fischzug der Seelen, wie viele Priester würden sich dem Werke der Missionen weihen!“

Sonntag, 12. Mai 2019

Was kannst du für die Missionen tun?


Vor kurzem habe ich in St. Ottilien in der Dublettenkammer das Buch „Der weltweite Ruf“ von Klemens Tilmann und Eduard Dietl gefunden, das 1962 veröffentlicht wurde. Es wurde geschrieben, um Jugendliche für die Missionen zu begeistern. Neben einem Missionsquiz enthält es auch eine Liste mit dem Titel „Was kannst du für die Missionen tun?“. Von den 37 Punkten gebe ich einige wieder, die auch in der schwierigen kirchlichen Lage von heute realisierbar sind.

  • Täglich für die Missionen beten.
  • Dein Geldausgeben, dein Tun und Arbeiten mit dem Leben und Arbeiten der Missionare vergleichen. Was setzen sie ein, was du?
  • So leben, dass du dich vor einem Neubekehrten nicht zu schämen brauchst.
  • So leben, dass du für einen suchenden Heiden Anstoß zur Bekehrung sein würdest.
  • Dein Missionswissen erweitern.
  • Mit anderen über die Missionen reden.
  • Den Pfarrer um Missionspredigten bitten.
  • Missionsbücher anschaffen und verleihen.
  • Die einzelnen Bitten des Vaterunsers als Missionsbitten Gott vortragen.
  • Missionsgeschichte studieren.
  • Andere dazu ermutigen, in die Missionen zu gehen.
  • Wenn Gott es will, selbst in die Missionen gehen.


Mittwoch, 1. Mai 2019

Ein ernstes Wort

„Wer müsste größeres und lebendigeres Interesse nehmen an diesem herrlichen, weltumspannenden Werke (der Weltmission) als gerade der Klerus? Aber tut nicht oft die arme Dienstmagd, der schlichte Mann des Volkes mehr für die Missionen als der Herr Pfarrer und Kaplan?“

- P. Anton Huonder S.J., langjähriger Schriftleiter der katholischen Missionen in „zu Füßen des Meisters“, seinem Betrachtungsbuch für Priester.

Freitag, 12. April 2019

Zu den Aborigines in Westaustralien – Dom Columba Marmion wollte Missionar werden




Der selige Columba Marmion studierte vor seinem Eintritt in den Benediktinerorden in Rom am Irischen Kolleg sowie am Kolleg der Propaganda. Durch seinen Studienfreund François Moreau erfuhr er von dem Werk des Abtbischofs Rosendo Salvado OSB, der das benediktinische Leben in seiner Abtei New Norcia in Westaustralien mit der Mission unter den Ureinwohnern verband. Der Selige war sofort von diesem Apostolat begeistert – denn er fühlte sich sowohl zum Ordensleben sowie zur Mission hingezogen. Dies schrieb er auch im Jahr 1881 an den Bischof:

„Ich fühlte mich immer innerlich angesprochen, wenn ich etwas über die vielen Tausende von Menschen hörte oder las, für die Jesus sein Blut vergossen hat und die dahinleben, ohne ihn zu kennen. Als ich nun Einzelheiten über Ihre Missionstätigkeit las, erkannte ich, dass es genau das war, wozu ich mich berufen wusste. Es ging mein Wunsch in Erfüllung: Ich könnte Mönch werden, und dürfte zugleich an der Rettung verlassensten Seelen arbeiten, und zwar in Gehorsam.“

Sein Freund Moreau wollte zuerst zu Msgr. Salvado stoßen und trat zu diesem Zweck in Belgien in der Abtei Maredsous ein, um sich im benediktinischen Leben ausbilden zu lassen – derselben Abtei, von der Marmion später Abt wurde. Es ist nicht ganz sicher, wieso Columba Marmion nicht in die Missionen ging. Fakt ist, dass Moreau nach einem Jahr wieder austrat und so wahrscheinlich die Verbindung zu New Norcia einschlief. Doch bei seinem glühenden Seeleneifer ist es sehr wahrscheinlich, dass Columba Marmion dem Missionswerk weiter zugetan war.

Seliger Columba Marmion, bitte für die Missionen!


(Quelle: P. Raymond Thibaut: Columba Marmion. Ein Meister des Lebens in Christo. Buch-Kunstverlag Ettal)

Sonntag, 10. März 2019

Seliger Niels Stensen – Diasporabischof und Missionsfreund




Der größte Naturwissenschaftler des 17. Jahrhunderts, der selige Niels Stensen, war noch ein größerer Katholik. In Dänemark als Lutheraner geboren, bekehrte sich der große Wahrheitssucher bei seinem Aufenthalt in Florenz zum katholischen Glauben. Er wurde zum Priester und nur zwei Jahre später zum Bischof geweiht, um Apostolischer Vikar der Nordischen Missionen für Norddeutschland und Skandinavien  mit Sitz in Hannover zu werden – leider wird er in unserem Heimatland noch viel zu wenig verehrt.

Einer der Mitkonsekratoren bei der Bischofsweihe durch den heiligen Gregorius Barbarigo, der selbst großer Förderer der orientalischen Missionen war, war François Pallu, Chinamissionar und Mitbegründer des Pariser Missionseminars. Durch diesen erfuhr Stensen von den Nöten der auswärtigen Missionen. Er wurde der erste Kurator der großen Missionsstiftung des Paderborner Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg und schrieb an seinen Gönner und Freund Großherzog Cosimo III., dass vor allem China und die Tartarei „unseres Interesses“ wert sei.

Er betrachtete die Erfüllung des Missionsbefehls Christi auch als Kennzeichen der wahren Kirche und schrieb, dass die Reformatoren sich nicht für die Heidenmission interessierten, die Katholiken hingegen „continuerlich biss auff diese Stunde das evangelium geprediget unter den Heiden und Millionen Seelen von Heidenthumb zur allgemeinen Kirchen gebracht in Afrika, India, China und America“.

Seliger Niels Stensen, bitte für die Missionen!

(Quelle: Bierbaum, Faller, Traeger: Niels Stensen, Anatom, Geologe und Bischof, Aschendorff Verlag)