Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Mittwoch, 9. Januar 2013

Der „rote Papst“ schreibt an die katholischen Missionen

Willem Kardinal Van Rossum CSSR

Früher wurde der Präfekt der Propaganda Fide (Heute Kongregation für die Evangelisierung der Völker) wegen seiner weitreichenden Vollmachten auch „der rote Papst“ genannt. "Von jeher haben die Päpste daher die tüchtigsten und erlesensten Männer auf diesen Posten berufen", so die katholischen Missionen im Jahrgang 1918.
Von 1918 bis zu seinem Tod im Jahr 1932 hatte dieses Amt der holländische Redemptorist Willem Marinus Kardinal Van Rossum inne.
Nachfolgend ein Brief an 
die katholischen Missionen. Der aktuelle Präfekt (seit 2011) ist übrigens Fernando Kardinal Filoni, wohl eines der weniger bekannten Mitglieder des Kardinalskollegiums.




An die Redaktion und den Verlag der Zeitschrift „Die katholischen Missionen“

Sehr verehrte Herren!

War die großartige und gediegene Arbeit, welche die „Katholischen Missionen“ vor dem Krieg geleistet haben, schon überaus lobenswert, so verdienen sie noch viel, sehr viel mehr unser Lob, unsere Anerkennung und unseren Dank für das, was sie während des Krieges getan haben und besonders jetzt in den traurigen Umständen, in denen sich das deutsche Volk zur Zeit befindet.

Dass der Eifer für die Missionen erhalten bleibt, wie er früher in glücklicheren Zeiten war, ist zu einem großen Teil der tiefen, prinzipiellen Belehrung zu verdanken, welche die „Katholischen Missionen“ schon fast fünfzig Jahre lang den Katholiken Deutschlands über die wichtigsten Missionsfragen gegeben haben. Dass darum die Redaktion und der Verleger auch jetzt noch die Herausgabe der so hochinteressanten Zeitschrift fortsetzen, ist eine Tat, deren Verdienstlichkeit für die Missionssache und für die katholische Sache überhaupt nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Für den heldenmütigen Eifer und die Selbstlosigkeit, die hierzu von Ihnen gefordert wurden und die Sie in dieser Sache bewiesen haben, möchte ich Ihnen hiermit meinen innigstgefühlten Dank aussprechen.

Ich hege die feste Hoffnung, dass Sie bei den großen Opfern, welche Sie für die Weiterführung Ihrer so nützlichen Arbeit bringen müssen, von den Katholiken Deutschland, die ja immer so große Liebe für die Missionen an den Tag gelegt haben, kräftige und dauernde Unterstützung erhalten bis zu dem Tag, wo bessere Zeiten Ihre Arbeit wieder erleichtern werden.

Ich segne Sie, hochverehrte Herren, und bitte den allmächtigen Gott, Er möge Ihnen den Beistand Seiner Gnade schenken, auf dass die Früchte, welche die „Katholischen Missionen“ in den Seelen hervorbringen, verdoppelt und verzehnfacht werden.



Rom, Palast der Propaganda, den 6. November 1919 

 W.M. Kardinal van Rossum 
Präfekt.

(Aus: die katholischen Missionen, 1920)

Montag, 7. Januar 2013

Fest des heiligen Johannes Nepomuk Neumann

St. Johannes Neumann
Heute ist das Fest eines (leider wenig) bekannten heiligen Missionars und Bischofs, St. Johannes Nepomuk Neumann C.SS.R, Bischof von Philadelphia (1811-1860) und einer der vier heiliggesprochenen Redemptoristen. Eine englische Biographie ist hier zu finden.


Heiliger Johannes Neumann, bitte für uns!

Sonntag, 6. Januar 2013

Die Wahrheit über die katholische Mission in der Südsee



Als Nachtrag zu diesem Artikel noch ein Zitat über die Tätigkeit der katholischen Missionare auf Samoa, wo man sich wie fast überall in der Südsee mit einer starken oder zahlenmäßig gar überlegenen protestantischen Gemeinde konfrontiert sah. Auf Samoa wurden die einheimischen Bräuche von den Protestanten, nicht von den katholischen Missionaren verboten:

(…)Die englischen und amerikanischen Sekten, denen alle nichtkatholischen Samoaner angehören, haben durch übertriebene Strenge mehr geschadet als genützt. Der in Polynesien so beliebte harmlose Trank aus dem Saft der Kava-Wurzel, die kunstvolle Tätowierung des Mannes, der Blumenschmuck im Haar der Jungfrau — alles kam in den Kirchenbann. Unschuldige Tänze und andere harmlose, mit dem Volksleben verwachsene Gebräuche suchte man auszurotten.(…)“

(aus: die katholischen Missionen, 1919, S.175)

Samstag, 5. Januar 2013

Die katholischen Missionäre und die Sprachen der Einheimischen


„Es sind viele Sprachen auf der Welt, und keine davon ist ohne vernehmbare Laute. Wenn ich nun die Bedeutung der Worte nicht kenne, so bin ich dem Sprechenden ein Fremdling, und der Sprechende ist mir ein Fremdling“ (1 Kor. 14, 10 f).

Diese Sätze des Völkerapostels richten sich auch an die Glaubensboten bei fremden Völkern. Die Kenntnis ihrer Sprache ist die notwendige Voraussetzung, um als Lehrer der Völker, als Herold der frohen Botschaft zu wirken. Und je vollkommener er sie besitzt, desto leichter wird er den Zugang zu den Herzen der Eingeborenen finden und in lebendige Fühlung mit ihrem Sinnen und Denken treten.
Daher wurde die Pflicht der Sprachenlernung in den die Missionen betreffenden Verordnungen der Päpste, der Missionssynoden und der Propaganda immer wieder betont. Aber längst vor Entstehung der Propaganda hatten die Orden selbst in ihrer Gesetzgebung diesen wichtigen Punkt gebührend unterstrichen. Das war beispielsweise in der Gesellschaft Jesu der Fall. Schon der Stifter des Ordens hatte die Bedeutung des Sprachenstudiums vollauf erkannt und in seinen Satzungen diesbezügliche Anordnungen getroffen (Constitutiones S.J.P. IV, c. 12, n. 2 B).
Die theologische Wissenschaft, so führt er aus, könne heutzutage der Kenntnis des Griechischen und Hebräischen nicht entraten. Daher sollten in den Ordensschulen entsprechende Professuren eingesetzt werden. „Aber auch für andere Sprachen“, so fährt er fort, „wie für die chaldäische, arabische und die indische, sollen, wo immer sie als notwendig und nützlich zum vorgesteckten Ziele erscheinen und die betreffende Landesverhältnisse zu ihrer Erlernung drängen, entsprechend Lehrer eingestellt werden.“
Das Sprachstudium soll zumal in jenen Kollegien und Universitäten eifrig betrieben werden, in welchen die zukünftigen Missionäre jener Länder ihre Ausbildung erhalten.


Wiederholt kommen die Generalkongregationen, der gesetzgebende Körper des Ordens, auf die Frage zurück. „Da die Kenntnis der Eingeborenensprachen“, so bestimmt z.B. 1593/94 die fünfte Kongregation, Dekret 67, „denen, welche in den indischen (überseeischen) Provinzen wirken, so notwendig ist, um das Heil der Inder zu wirken, und dies das einzige oder vorzüglichste Ziel ist, um dessentwillen sie von der Gesellschaft in jenen Weinberg des Herrn gesandt werden, so hat die Kongregation einstimmig beschlossen, sämtliche Obern und alle übrigen Patres und Fratres jener Gebiete angelegentlich zu ermahnen, sie möchten die von den Generälen wiederholt schon erlassenen Weisungen betreffend die Erlernung und Übung der einheimischen Sprachen, treulich befolgen.
Insbesondere aber sollen die Obern mit aller Sorge und allem Fleiße und, soweit die Verhältnisse es gestatten, auch durch ihr eigenes Beispiel das in den Augen Gottes so wohlgefällige Sprachestudium ehren und fördern.
Dem hochwürdigsten Pater General aber wird nahegelegt, über die praktische Handhabung dieses Sprachstudiums eine eigene Instruktion auszuarbeiten und solche Richtlinien anzugeben, wie er sie je nach der Natur und Eigenart der betreffenden Völker für die zweckdienlichste hält.“
(…) Entsprechend der ihnen von den Kongregationen gegebenen Weisung versäumten es die Ordensgeneräle nicht, die Pflicht und Bedeutung der Sprachenlernung nach Bedarf und Gelegenheit von Zeit zu Zeit wieder einzuschärfen. Hier seien aus vielen beispielsweise die bezüglichen Stellen aus der Instruktion des P. Aquaviva (1603) an die Mission von Paraguay angeführt.

„4. Wir haben schon wiederholt eingeschärft, dass keiner der Unsrigen zum Priester geweiht werden darf, der nicht zuvor gut die Sprache (des Landes) kennt, und dass, um die Erlernung zu erleichtern, während des dritten Probejahrs eine bestimmte Zeit dafür angewiesen werden soll. Sollte es vorkommen, dass man, um die günstige Gelegenheit zur Weihe nicht zu verpassen, einen weihen lässt, ehe er die Sprache kann, so soll man ihn nicht in die Seelsorge lassen, bevor er sie gelernt hat.(...)“


(aus: die katholischen Missionen, 1918)

Donnerstag, 3. Januar 2013

Quiz: wie viele Selige und Diener Gottes sind auf diesem Foto?



Wie viele Selige und Diener Gottes sind auf diesem Foto?



Die Auflösung: es sind 3 Selige und ein Diener Gottes. 

sitzend: 2. von links: Sel. Hryhory Khomyshyn, griechisch-katholischer Bischof von Stanislaviv, Märtyrer unter den Sowjets, Diener Gottes Andrej Sheptyzkyj O.S.B.M., Großerzbischof von Lviv (Lemberg), Sel. Nikita Budka, Weihbischof von Lviv, Märtyrer unter den Sowjets und Sel. Josaphat Kocylovskyj O.S.B.M., Eparch von Przemysl, Märtyrer unter den Sowjets. (nach einem weiteren Blick ist eventuell noch der Sel. Bischof Ivan Sleziuk [hintere Reihe, links] auf dem Bild; allerdings bin ich mir hier nicht sicher)


Sel. Hryhory Khomyshyn 

Diener Gottes Andrej Sheptyzkyj O.S.B.M.


Sel. Nikita Budka 

Sel. Josaphat Kocylovskyj O.S.B.M.






Mittwoch, 2. Januar 2013

Doku auf 3sat - haben die Missionäre den Einheimischen ihre Sprachen verboten?


Gestern habe ich auf 3sat kurz „Reisen in ferne Welten: die Marquesas“ geschaut. Zunächst glaubte ich, einen interessanten Film über Gottes schöne Südsee zu sehen, bis mir eine kleine missionsgeschichtliche "Lehrstunde" erteilt wurde, die mir die Laune ziemlich verdorben hat. 

Es wurde die Behauptung aufgestellt, die französischen Kolonialherren (glaube ich gerne, gibt es auch Anhaltspunkte im Netz) und allen voran die katholische Kirche (wie man auf S. 91 von Jahrgang 1904 der katholischen Missionen erfährt, kamen Beamte und Missionare wegen des Antikatholizismus der ersteren wohl nicht so gut miteinander aus) 
hätten den Einheimischen verboten, Ihre eigene Sprache zu sprechen und gewisse Bräuche wie Tätowierungen zu pflegen.
Die Behauptung, dass Missionäre den Einheimischen ihre eigene Sprache verboten hätten, ist so ungeheuerlich, dass sie hier eine längere Gegendarstellung verdient.
 Wie viele Menschen glauben so etwas einfach, weil es im Fernsehen auf einem „Intellektuellensender“ wie 3sat kommt? Vor unserer Konversion hätte wohl jeder in meiner Familie so etwas ohne weiteres auch geschluckt. 


Nun zur Widerlegung:

Unter den Aussätzigen auf Molokai war die Umgangssprache laut diesem Artikel „kanakisch“, d.h. hawaiianisch.
Wieso sollten die Missionäre der Kongregation der Heiligsten Herzen, die sowohl auf Hawaii als auch auf den Marquesas gewirkt hat, bei den mit den Hawaiianern verwandten Marquesanern eine so von der global üblichen Missionsstrategie völlig abweichende Methode angewandt haben?
Bereits früher wurde auf diesem Blog hervorgehoben, dass die katholischen Missionare in Bezug auf die exotischen (und exotischsten) Sprachen ungemeine Verdienste erworben haben. 


Und auch auf den Marquesas wurde die Sprache der Einheimischen von den Missionären erlernt. Hier einige Beispiele aus der "verpönten" Marquesas-Sprache (die katholischen Missionen, Jahrgang 1887, S.196):

"(...)P. Simon Delmas (...) wurde Anfangs Sommer [sic] vorigen Jahres als Neopresbyter nach den Marquesas-Inseln geschickt und blieb mehrere Monate in Taiohae bei dem Apostolischen Vikar, um sich mit der Sprache und der Lebensweise der Eingeborenen vertraut zu machen.(...)"

Es wird nun eine kirchliche Feier geschildert:

"(...) Die Fenster füllten sich mit Neugierigen, und alle stimmten in 'mea kanahau!' — 'o, wie ist das schön!' überein. Zuerst war gemeinsames Gebet, hierauf folgte ein Lied in der Sprache der Eingeborenen (...) Freude strahlte auf aller Antlitz.(...)"


"'mea kanahau!' — " wie war das doch schön!", musste ich von jedem hören; und einer erzählte dem anderen zum hundertsten Male, was ihm am meisten gefallen (...)"



Bei der Überquerung eines Flusses gibt ein Eingeborener dem Missionar einen lebensrettenden Rat. Welcher ehemalige Kannibale würde sich wohl dafür interessieren, ob sein Unterdrücker, der ihm eine unerwünschte Religion aufgezwängt hat und ihm seine eigene Sprache und Kultur verbietet, im Fluss ertrinkt? Oder ist er doch eher ein frommer Katholik geworden?

"(...) als ich einen Eingeborenen hinter mir rufen hörte: 'Da nicht, da nicht!' Er kam näher und sagte mir: 'Sie wären unrettbar verloren, wenn Sie sich da ins Wasser hineinwagten.(...) 'Mea oko te vai' — 'das Wasser ist sehr stark' (...) '"

Auf der französischen Wikipedia-Seite zum ersten Apost. Vikar der Marquesas, Msgr. Joseph Baudichon, steht folgendes:

Er lernte die Sprache des Landes, stellte ein Wörterbuch und eine Grammatik sowie einen Katechismus in der Sprache der Eingeborenen zusammen. Diese Kenntnis der polynesischen Sprache sowie der örtlichen Bräuche lies die Kanaken sagen: "Du bist ein Wilder wie wir." 


Hier noch  ein Verweis von der Seite des Saarländischen Rundfunks, aus dessen Produktion die Dokumentation wohl stammt.

auf die Sprache wurde ja schon genug eingegangen, zu den anderen Vorwürfen auf dieser Seite und im Film bezüglich des Verbots bestimmter Bräuche wie die Herstellung von "Tikis": Tikis sind Götzen, genau wie die Götzen, von deren Verehrung der heilige Bonifatius und seine Mitbrüder unsere Vorfahren in Deutschland abgebracht hat. Gott sei ewig Dank dafür! 


Wie viele Marquesaner sind wohl in den Himmel gekommen, weil ihnen von den Missionären gezeigt wurde, dass der wahre dreifaltige Gott sie liebt und nichts mehr wünscht als ihre Rettung, dass hingegen ihre Ahnengötter nichts sind als Dämonen?
Tätowierungen und Tänze waren auf anderen Südsee-Inseln erlaubt, sofern sie nicht unsittlich waren. 


Ob sie tatsächlich auf den Marquesas erst wieder in den 80er Jahren erlaubt wurden und welche kirchliche Autorität dieses Verbot erlassen und welche es wieder aufgehoben hat, dafür muss wohl 3sat/SR die Beweise liefern.


Dienstag, 1. Januar 2013

Der Eifer eines Pfarrers aus dem Allgäu für die Mission

Vermutlich Pfarrer Steins alte Pfarrei in Siggen, württembergisches Allgäu (Quelle: Richard Mayer)

Das Sammeln von abgestempelten Briefmarken und Postzeichen hat sich heute in weitesten Kreisen zu einer wahren Passion gestaltet; kein Wunder, dass sich der moderne Unternehmungsgeist dieselbe zu Nutze gemacht hat und aus dem Großverkauf dieser gesuchten Ware unglaubliche Gewinne zieht.
Welche Preise manche dieser scheinbar so wertlosen Papierstücke auf dem Markt erzielen, haben wir früher einmal unseren jungen Lesern erzählt und zugleich darauf hingewiesen, wie sich ihnen hier eine günstige Gelegenheit bietet, zur Unterstützung der katholischen Heidenmissionen wirksam beizutragen.
Eine Reihe von Missionsgesellschaften haben denn auch schon Sammelmittelpunkte eröffnet, wo die Markenspenden zusammenlaufen und in Geld verwandelt werden. 


Der bedeutendste Markensammler in Deutschland, der seit langen Jahren mit hingebendem Eifer sich „zum Besten armer Missionen und Loskauf armer Heidenkinder“ dieser mühseligen Arbeit unterzieht, ist der hochw. Herr Joseph Theodor Stein, Pfarrer in Siggen, Post und Station Isny, Württemberg, dessen Namen so oft und mit so reichen Beiträgen sich im Gabenverzeichnis dieser Blätter findet.
Dass er nicht umsonst gearbeitet hat, zeigt folgender Auszug aus einem Zirkular, das der hochw. Herr an seine Helfer und Förderer erlassen.

„Seit den ca. 18 Jahren in dieser Arbeit habe ich erlöst aus:

1. Ca. 75. Zentnern Postwertzeichen 20.296 Mark

2. Albums und Heften 16.283 Mark

3. Alten Münzen, Gold und Silbersachen 2.302 Mark

4. Gaben an Geld, ungebrauchten Briefmarken 21.197 Mark

5. Kirchensachen, Stoffen, Kleidern 5.098 Mark

Gesamt: 65.176 Mark

„Diese Summen wurden an über hundert arme Missionen der Welt verteilt und sind meist in den ‚Katholischen Missionen‘ bei Herder in Freiburg (Baden) quittiert; es wurden auch ca. 600 Heidenkinder losgekauft (in einer armen Mission allein nahezu 200).
Gott allein alle Ehre und ewig Dank für allen Segen und die oft wunderbare Hilfe!
Ein herzliches Vergelt’s Gott allen Mithelfern, die so treu und fleißig und oft unter schweren Opfern geholfen haben.“

„Mit Gottes und guter Menschen Mithilfe“ will Pfarrer Stein, solange er im Stande ist, in seinem mühevollen Geschäfte fortzufahren, bittet aber dringend um eine wirksame allseitige Unterstützung. „Nur in dem Maße, wie man mir hilft, kann ich anderen helfen.“
Diese Mitwirkung ist umso notwendiger, da die zu reinem Gelderwerb und aus Eigennutz betriebene Konkurrenz eine gewaltige ist und diese Hilfsquelle für arme Missionen in schwere Gefahr bringt.
Wir möchten darum alle unsere Leser auffordern, sich mit dem hochwürdigsten Herrn in Verbindung zu setzen und sein zur größeren Ehre Gottes und zum Heil unsterblicher Seelen unternommenes Werk zu fördern.
Dies geschähe am besten dadurch, dass sich möglichst zahlreiche Lokalsammelstellen bildeten, wo nach den von Pfarrer Stein in seinem Zirkular aufgestellten Grundsätzen verfahren würde.
Man bemühe sich besonders, alte, jetzt nicht mehr gebräuchliche Marken aufzusuchen, deren bei Beamten, in Fabriken, Kaufläden, Posten, Privathäusern nach Millionen herumliegen und von denen oft eine einzige ganze Ladungen anderer aufwiegt.
Wenn viele und nach einem Plan zusammenwirken, lässt sich hier eine reiche Einnahmequelle für unsere armen Heidenmissionen erschließen.“


(aus. Die katholischen Missionen, 1896)