Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Samstag, 31. Januar 2015

Don Bosco und die Missionen



Wie so viele Heilige wäre auch Don Bosco gern Missionar geworden. Es war ihm zwar als Oberer selbst nicht möglich, dennoch machte dieser Missionseifer seinen Orden bereits in den ersten Jahren zu einem herausragenden Missionsorden, dem ein fast unvergleichliches Wachstum beschieden war. Oft waren die ersten Zöglinge des Heiligen, wie sein späterer Nachfolger, der sel. Don Rua, Zeugen, wie er auf eine Landkarte blickte und dabei seufzte: „Ach hätte ich doch viele Priester und Kleriker! Ich würde sie zur Verkündigung des Evangeliums nach Patagonien oder nach Feuerland schicken, denn diese Völker waren bis jetzt die verlassensten!“

Gott erhörte sein Seufzen, denn gerade in diesen Regionen machten die Salesianermissionen ihre größten Fortschritte. Mehr dazu hier und hier.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Zum Fest des hl. Petrus Nolasco

Der hl. Apostel Petrus erscheint dem hl. Petrus Nolasco (Zurbarán)

Heute ist nach dem Missale von 1962 das Fest des hl. Petrus Nolasco. Bei einem Aufenthalt in Barcelona sah er das harte Los der christlichen Sklaven bei den Mohammedanern und gründete unter Mithilfe des hl. Raimund von Penyafort nach einer Erscheinung der Muttergottes den Ordo Beatae Mariae de Mercede redemptionis captivorum (Orden Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit vom Loskauf der Gefangenen), der als Mercedarier-Orden bekannt ist. Der Loskauf der Christensklaven aus den Händen der Moslems war wie bei den Trinitariern das Gründungsziel dieses Ordens. Das Lösegeld waren oft die Ordensleute selbst, die im Tausch für die gefangenen Christen in der Gewalt der Moslems zurückblieben. Ein viertes Gelübde der Mercedarier ist ein fester Teil dieses Ordens, das früher jeden Mercedarier verpflichtete, selbst sein Leben für die Sklaven zu geben. Nach der heutigen Ordensregel gilt dies bei „neuen Formen der Sklaverei“. 

Der Orden des heiligen Petrus Nolasco hat zahlreiche Heilige hervorgebracht,
wie etwa den heiligen Serapion, den ersten Märtyrer des Ordens, oder den hl. Raimund Nonnatus, dem die Moslems die Lippen mit einem glühend heißen Eisen durchbohrten und durch die Wunden ein Vorhängeschloss führten, damit er nicht mehr von Christus predigen konnte. 
Die Mercedarier waren besonders in Spanien und Lateinamerika weit verbreitet, wo sich noch heute die meisten Ordenshäuser finden.

Bitten wir die Muttergottes und den hl. Petrus Nolasco, dass sein Orden auch heute auszieht, um die vielen Christen, die im Sudan oder in anderen Ländern als Sklaven der Mohammedaner ihr Dasein fristen müssen, wo sie in ständiger Gefahr sind, ihr Leben oder noch wichtiger, ihren Glauben zu verlieren, zu befreien!


Hier noch eine kurze englischsprachige Predigt der Franziskaner der Immaculata über den hl. Petrus Nolasco:

Sonntag, 25. Januar 2015

Was Pater Damian für die Aussätzigen auf Molokai geleistet hat



Louis Stephenson, ein protestantischer Schotte, zitiert in dem Artikel „Die Aussätzigenpflege der katholischen Missionen“:

„Alle späteren Reformen sind hervorgerufen durch die Evidenz seiner Erfolge, sie sind ein Zugeständnis, das selbst der Widerwille oder die Gleichgültigkeit seinem Heroismus zu machen sich gezwungen sah. Mehrere waren vor ihm auf dem Feld, so Herr Mayer (der langjährige Regierungsintendant auf Molokai), ein Protestant, von dessen Verdiensten wir zu wenig hören; andere sind seither da gewesen, mancher mag mehr irdische Klugheit gehabt haben [wohl mit Hinblick auf die Ansteckungsgefahr], aber keiner solche Hingabe, wie unser Heiliger. Ehe er ankam, war tatsächlich wenig geschehen. Es war sein Verdienst, durch einen unerhörten Akt des Martertums das Auge der ganzen Welt auf das unglückselige Eiland zu ziehen. Auf einen Schlag und mit dem Opfer seines Lebens machte er das Fleckchen Erde weltberühmt und bekannt. Und das war eigentlich die einzige notwendige Reform, die alle anderen gebar. Sie brachte Geldunterstützung (denn die Staatszuschüsse reichten für die große Zahl nicht hin, und ihre Vermehrung war sein Verdienst), sie brachte – und das war die allerbeste Hilfe – die Schwestern, sie brachte Aufsicht und Überwachung, denn mit Damian landete auf Kalawao die öffentliche Meinung und das öffentliche Interesse. Wenn je ein Mann Reformen brachte und starb, um dieselben zu bringen, so war es Damian.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1903)

Sonntag, 18. Januar 2015

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen


Heute beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Leider scheint dieses heilige Anliegen, das von dem ehemaligen Anglikaner Fr. Paul James Wattson ins Leben gerufen und 1910 den ausdrücklichen Segen des hl. Papst Pius X. erhalten hat, wie so vieles vom falschen Ökumenismus vergiftet worden zu sein. Um sich eine Vorstellung von der ursprünglichen Meinung zu machen, in der diese Woche für die katholische Kirche als öffentliche Andachtsübung eingeführt wurde (sie war nie bindend), hier die alten Intentionen:

18. Januar: Die Rückkehr aller „anderen Schafe“ zur Herde des hl. Petrus, des einen Hirten.

19. Januar: Die Rückkehr aller orientalischen Schismatiker zur Kommunion mit dem Apostolischen Stuhl.

20. Januar: Die Unterwerfung der Anglikaner unter die Autorität des Statthalters Christi.

21. Januar: Dass die Lutheraner und alle anderen Protestanten auf dem europäischen Festland zurück zur Heiligen Kirche finden.

22. Januar: Dass die Christen in Amerika in Kommunion mit dem Stuhl Petri treten.

23. Januar: Die Rückkehr der abgefallenen Katholiken zu den Sakramenten.

24. Januar: Die Bekehrung der Juden.

25. Januar: Die missionarische Eroberung der Welt für Christus.


(Der Text von ICC Omaha schien mir der Originaltext zu sein, es gibt ihn auch etwas „entschärft“)

Samstag, 17. Januar 2015

Die georgische „Dreiritenkongregation“ – Diener der Unbefleckten Empfängnis



Eine interessante Ordensgemeinschaft wurde 1864 von dem georgischen Priester Peter Carisciarian (siehe Bild; der Name wird bei Wikicommons in verschiedene orientalische Sprachen übersetzt) in Konstantinopel gegründet und am 29. Mai 1875 von Pius IX. bestätigt: die Diener der Unbefleckten Empfängnis. Sie widmete sich der Seelsorge der georgischen Katholiken und zelebrierte die Messe in drei verschiedenen Riten: dem lateinischen, dem armenischen und dem georgischen, wobei die ersten beiden in der Seelsorge angewendet wurden, da sich die katholischen Georgier zu einem der beiden Riten bekannten, während der griechisch-georgische Ritus im Kloster der Kongregation in Konstantinopel zelebriert wurde, um ihn zu erhalten und zu pflegen. Die Genossenschaft versah in Konstantinopel drei Pfarreien, ein Schwesternzweig unterhielt zwei Volksschulen. Die Priesteramtskandidaten wurden vom Bischof von Saratow (Russland), der die Jurisdiktion über Georgien hatte, geweiht und von ihm auf einige Zeit als Weltpriester angestellt. Nach ihrer Entlassung gingen sie auf den Posten, den ihnen die Kongregation zuwies.

Ob diese Kongregation heute noch besteht, konnte ich leider nicht herausfinden. Für Kommentare diesbezüglich bin ich dankbar. 

Update: Laut Wikipedia existiert die Kongregation nicht mehr, einige Mitglieder waren in den 1950er Jahren aber noch am Leben. Nachfolgend noch ein Bild ihrer Kirche, Notre Dame de Lourdes.




(Quelle: Dr. Max Heimbucher: Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche. Band III. Verlag Ferdinand Schöningh, 1908)

Mittwoch, 14. Januar 2015

Zum Fest des seligen Petrus Donders C.SS.R.

Sel. Petrus Donders (Quelle: Roger Veringmeier)
Der selige Petrus Donders C.SS.R. war ein Redemptoristenmissionar, der unter den Aussätzigen in Surinam wirkte. Er starb am 14. Januar 1887. Seine Lebensgeschichte findet sich hier und hier. Unter diesem Link kann man ein altes Sterbebild des Seligen sehen. Wer Niederländisch spricht, findet hier einen langen und reich bebilderten Artikel über ihn, allerdings kann ich nicht für den Inhalt bürgen, weil ich es selbst nicht verstehe.


Seliger Petrus Donders, bitte für uns und für Surinam!

Sonntag, 11. Januar 2015

Der heilige Joseph als Helfer gegen die „Teufelskrankheit“



Alle Missionäre in den Ländern der Ungläubigen bestätigen den Einfluss der Dämonen auf die unglücklichen Heiden, welche noch nicht das Glück hatten, die Taufe zu empfangen. Ein Bischof aus dem Lazaristenorden erzählte unlängst, dass ihm bei einem Schulbesuch, wo sich zweihundert Kinder befanden, ein einfacher Blick hinreichte, um zu entdecken, dass nur zwei unter ihnen getauft seien. „Durch die Taufe entreißt uns Gott der Finsternis und versetzt uns in das Reich des Lichtes.“ (Ko. 1, 13.) – Der Satan begnügt sich nicht, die Seelen dieser armen Ungläubigen zu quälen, sondern er schlägt sie oft mit so sonderbaren Übeln, dass man sie in diesem Land [China] „Krankheiten des Teufels“ nennt. Die Ärzte selbst erklären sich in diesen Fällen für ohnmächtig; die hl. Sakramente allein vermögen zu helfen. Man führt in dieser Hinsicht tausend glaubwürdige Beispiele an. Das folgende hat der hochwürdige Pater Royer in einem Buch über die katholischen Missionen erzählt:

„Am 19. März, dem Fest des hl. Joseph,“ schreibt er, „bemerkte ich einen schrecklich mageren todbleichen Arbeiter – einen Heiden. „Was fehlt dir?“ fragte ich ihn ganz entsetzt. „Ach,“ erwiderte er, seine kleine Last ablegend, „ich bin nichts mehr, meine Kräfte sind dahin!“ Ich hieß ihn niedersitzen und erkundigte mich um seine Krankheit. Er bat mich um ein Heilmittel. O, sagte ich, glaube an Gott! Dein Übel ist unheilbar; denke daran, deine Seele zu retten, dies wird das beste Mittel sein! „Gut,“ sprach er, „ich glaube, und wenn Gott mich heilt, werden viele andere auch glauben. Seit zwei Jahren leide ich schon an dem Zié-pin (Teufelskrankheit).“
Ich spreche ihm Mut zu, schenke ihm ein kleines Gebetbuch, und empfehle ihm, zum heiligen Joseph zu beten, in fünf Tagen aber nach Jed-kiao zu kommen, wo wir das Fest Mariä Verkündigung feierten. Er kam und schon von weitem rief er mir zu: „Ich bin geheilt! Seit fünf Tagen ist der Teufel nicht wiedergekommen.“ Sein Angesicht glänzte vor Freude. Ich schenkte ihm einige Bücher religiösen Inhalts, sowohl für ihn als auch für seine Kinder. Am 4. April kam der Mann wieder und brachte seinen zweiten Sohn von 11 Jahren mit, der bereits die Gebete und den Katechismus lesen konnte. „Ich bin zufrieden mit dir“, sagte ich ihm. Er aber entgegen: „Wenn Sie, mein Vater! zu mir kommen wollen, so werden Sie dort noch viele finden, die in Folge meiner Heilung bereit sind, an Gott zu glauben.“

Ich erfüllte seinen Wunsch, kam zu ihm und war erstaunt über die Bereitwilligkeit der ganzen Familie, den Glauben anzunehmen. Ich taufte das jüngste Kind und nannte es Joseph aus Dankbarkeit für den vom heiligen Patriarchen erteilten Segen. Dies war der erste Täufling einer christlichen Gemeinde, die jetzt (1869) mehr als 20 Familien zählt.“

(Aus: Josephi-Buch oder: die Macht der Fürbitte des heiligen Patriarchen Joseph. Pfarrer Georg Ott, Pustet, 1878)