Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Freitag, 19. Februar 2016

Einzigartige Sammlung: China Mission History

St. Francesco Fogolla O.F.M.

Kürzlich bin ich durch Zufall auf die Website China Mission History, eine einzigartige Sammlung von Fotografien aus der China-Mission, gestoßen. Die Bilder sind nach Orden geordnet; darunter sind auch seltene Fotos von heiligen Märtyrern wie das oben vom heiligen Bischof Francesco Fogolla, der während des Boxeraufstands gemartert wurde.



Heilige Märtyrer Chinas, bitter für uns!

Donnerstag, 18. Februar 2016

Ein Bild aus besseren Zeiten



Das Bild, das etwa 1908 aufgenommen wurde, zeigt den chaldäischen (= katholisch) Patriarchen Joseph Emmanuel II. Toma mit einem Teil seines Klerus, die sich zu Exerzitien im Kloster Mar Gorguis (St. Georg) versammelt haben. Wahrscheinlich handelt es sich um dasselbe Kloster aus dem 10. Jahrhundert, das letztes Frühjahr von ISIS zerstört wurde. 


„Da unser Herr Jesus Christus sich herabgelassen hat, die ganze Kirche seinen Leib zu nennen und uns einzeln zu Gliedern voneinander zu machen, so hat er auch uns allen vergönnt, entsprechend der Zusammengehörigkeit der Glieder mit allen in trautem Verhältnis zu stehen. Daher sind wir trotz aller Entfernung dem Orte nach doch einander nahe.“

„Noch ist keiner von uns durch Schläge zerfleischt, noch ist keinem das Haus öffentlich verkauft worden. Wir lebten noch nicht außer Landes, lernten noch kein Gefängnis kennen. Was haben wir schon Schreckliches erlitten? Es müsste etwa nur das schrecklich sein, dass wir noch nichts gelitten und noch nicht der Leiden um Christi willen für wert erachtet wurden.“

– Basilius der Große

Samstag, 13. Februar 2016

Messen für die armen Seelen statt neues Dach



Ein ganz armer Christ in Teronoh [Diözese Malacca, Malaysia]  kam regelmäßig am Sonntag zu seinem Missionär und brachte ihm von seinem sauer verdienten Lohn Geld für einige heilige Messen. Für die armen Seelen sollten sie dargebracht werden. Eines Tages besuchte ihn der Priester in seiner kleinen Hütte und bemerkte, dass sie sehr schadhaft war. „Warum machst du dir keine neues Dach, es regnet ja hinein?“ fragte ihn der Glaubensbote. „Ich habe kein Geld“, erwiderte der einfache Mann. „Aber wenn du kein Geld hast, warum bestellst du denn immer Messen? Du solltest zuerst für dich sorgen; der liebe Gott verlangt von dir nicht solche Opfer.“ „Pater“, antwortete er, „was ich leide, wenn es regnet, ist nichts im Vergleich zu dem, was die armen Seelen im Fegfeuer ausstehen müssen. Darum muss ich vor allem für sie sorgen.“ „Ich“, so erzählt der Missionär weiter, „vermochte nichts anderes zu sagen, als: ‚Fahre nur fort, wie du getan, der liebe Gott ist mit dir zufrieden, und die armen Seelen werden sich dir nicht undankbar erweisen.‘“


(Aus: die katholischen Missionen, 1913)

Freitag, 12. Februar 2016

Die Freude über die Aussendung in die Missionen



Kaspar Rueß S.J. aus Haunstetten (heute Stadtteil von Augsburg), einer der ersten deutschen Jesuiten, die in die Mission geschickt wurden, beschreibt seine Freude über die Aussendung:

„Ich weiß gar nicht, was ich anfangen soll. Ich bin so voll des Jubels und außer mir vor Freude. Wahrhaft beseligt hat mich Ew. Paternität [der Ordensgeneral, P. Viteleschi] durch die so frohe Botschaft. Ich weiß auch nicht, was ich auf Erden Lieberes hätte vernehmen können. Ja ich gehe, ich fliege, wohin der gute Gott, wohin der heilige Gehorsam mich ruft. Nicht schreckt mich die blutige Mörderhand, nicht vermögen weder die Fluten des unermesslichen Ozeans noch die wilden, grausamen Sitten der Barbaren mich einen Augenblick in meinem Vorhaben wankend zu machen…“

Er starb 1624 in Peru den Martertod.


(Aus: die katholischen Missionen, 1913)

Dienstag, 9. Februar 2016

Historisches Foto: Don Bosco und seine ersten Missionäre


Das Foto zeigt den heiligen Don Bosco (erste Reihe, Zweiter von links) mit seinen ersten Missionären, die nach Patagonien gesandt wurden. Neben ihm links der spätere Kardinal Cagliero, dem er die Regel der Salesianer übergibt. Der stattliche Mann in Uniform ist der argentinische Konsul.

Mehr über Don Boscos Liebe zur Mission hier. Die Geschichte seines geistlichen Sohnes, der der erste Purpurträger der Salesianer wurde, hier, hier und hier.

Samstag, 6. Februar 2016

Zum Sonntag Quinqagesima: Sei sehend!

„Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ (Lk 18, 38)

In der Nähe des göttlichen Heilandes belebt sich der Glaube und die Hoffnung des Blinden. Wir hören, wie er mit aller Zuversicht seine Bitte stellt: „Herr, dass ich sehend werde.“ Um sein Augenlicht bittet der Blinde. Um das eine fleht er, was ihm vor allem nottut zu einem glücklichen Leben. Er verschmäht alles andere, denn was immer er haben könnte, ohne Licht kann er nicht schauen, was er hat. Nicht um Reichtum bittet er, nicht um Ehre, nicht um Brot, nur um das eine: „Herr, dass ich sehend werde.“

Andächtige Christen! Nur eines tut den Heiden not: dass sie sehend werden. Was nützt alles andere, was Kulturreichtum, was Literaturstolz, wenn ihnen das Licht fehlt, um den wahren Wert der Dinge abzumessen. Mache, o Herr, dass sie sehend werden und die Blindheit ihrer Seelen gehoben werde, mit der eitler Götzenwahn sie geschlagen hat; dass sie sehend werden und die Irrwege schauen, ihre Wege der Torheit und der Sünde; dass sie sehend werden und dich als Gott erkennen und Christus, deinen Sohn, den du gesandt hast, und so das ewige Leben haben.

Die Blindheit der Heidenwelt soll gehoben werden durch das Licht des wahren Glaubens. Dieses Licht, andächtige Christen, muss ihnen gebracht, und zwar durch uns gebracht werden. Unser Glaube muss seinen hellen Schein in die Nacht der Heidenwelt tragen: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5, 14). Wir alle sind nach den Worten des hl. Paulus Lichtkinder und Tagessöhne (1 Thess 5, 5), und Lichtträger sollen wir sein der Heidenwelt. „Gesetzt habe ich dich zum Lichte der Heiden, dass du seiest zum Heile bis an das Ende der Erde“ (Apg 13, 47). Diese Worte, die von den ersten Heidenmissionären, den hll. Paulus und Barnabas, geschrieben stehen, gelten auch von jedem Missionär, der mit der Leuchte des Evangelium zu den Heiden hinauszieht, gelten von jedem Christen, der in seiner Glaubensüberzeugung das heilige Missionswerk unterstützt. Nur auf diese Weise kann die Kirche ihre Missionspflicht erfüllen und im Namen ihres göttlichen Stifters auf die Bitte der Heidenwelt antworten.


(Aus: Robert Streit O.M.I.: Missionspredigten, Herder, 1913)

Dienstag, 2. Februar 2016

Theresia von Lisieux: Losgekaufte Sklavenkinder statt Kondolenzkränze




Sie wollte, dass auch ihr Tod den Missionen, die sie so opferfreudig unterstützt hatte, Nutzen bringe. 
„Mann soll keine Kränze annehmen“, sagte sie, „um meinen Sarg zu schmücken, wie man es für unsere gute Mutter Genoveva getan hat; bitten Sie doch, dass man mit dem dafür bestimmten Geld arme kleine Neger aus der Knechtschaft loskauft, sagen Sie, dass mir dies lieber ist.“


(Aus: Das Leben der heiligen Theresia vom Kinde Jesu, von Msgr. Laveille, deutsche Ausgabe)