Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Samstag, 8. September 2018

„Gebet für die Missionsländer“ vom hl. Arnold Janssen





Dieses Gebet erschien monatlich in der Zeitschrift „Kleiner Herz-Jesu-Bote“, die der heilige Arnold Janssen vor der Gründung Steyls herausgab:

Göttliches Herz Jesu! Durch das unbefleckte Herz Mariä opfere ich Dir für den nächsten Monat auf alle meine Gebete, Werke und Leiden in Vereinigung mit allen heiligen Absichten, für die Du selbst auf unseren Altären ohne Unterlass Dich opferst. Insbesondere für die heilige Kirche, ihr Oberhaupt, alle ihre Diener und für das ganze gläubige Volk; für die Bekehrung der Sünder, die Rückkehr der Verirrten, die Erleuchtung der Ungläubigen und zum Trost der Armenseelen des Fegfeuers.

Namentlich bitte ich Dich, dass Du viele heilige Männer erweckest, den Eifer der Gläubigen entflammst, das Wirken der Missionare segnest und die über so viele und große Länder verbreitete Finsternis durch die einmütige Mitwirkung aller Deiner Kinder entfernst. Dazu hilf, o süßester Heiland, durch die Liebe Deines göttlichen Herzens und die Fürbitte aller Deiner Heiligen. Amen.

(Aus: Tempel Gottes seid ihr! von P. Hermann Fischer)

Samstag, 21. Juli 2018

Was sich zwei kleine Algerier von Pius IX. wünschen




Zwei kleine Araber begleiten den hochwürdigsten Erzbischof von Algier [Kardinal Lavigerie] nach Rom, wo sie dem Heiligen Vater vorgestellt wurden. Die beiden Knaben, Abdel Kader ben Mohammed und Hamed ben Aicha, wurden vom Heiligen Vater freundlichst nach ihrem Namen gefragt.

„Kennt ihr auch die christliche Religion?“ forschte der Heilige Vater weiter. „Ja, o ja“, sagte Hamed ben Aicha mit freudiger Begeisterung. – „Nun, das ist schön, sicher kennt ihr auch schon den Katechismus, und da hörte ich gern von euch die zehn Gebote.“ Ohne Fehler wurden sie von den Knaben hergesagt, aber die Furcht lähmte ihre Stimme, sie trugen sie kaum hörbar vor. Papst Pius neigte sein Ohr fast bis zum Munde der Knaben und sagte lächelnd: „Seht, liebe Kinder, ich fange an, alt zu werden, und höre nicht mehr gut.“ Er stellte noch verschiedene Fragen, die zu seiner vollen Zufriedenheit beantwortet wurden.

„Heiliger Vater“, bat jetzt der Älteste mit flehentlicher Stimme, „wir verlangen nur eine Gnade, die heilige Taufe. Der Erzbischof will sie uns noch nicht geben.“ – „In der Tat, Heiliger Vater,“ sagte der Erzbischof, „ich halte es für gut, meine Kinder bis zu den Jahren der Unterscheidung zu prüfen. Aber diese zwei sind wohl vorbereitet, auch haben sie keine Eltern mehr, die sie zurückfordern könnten.“ – „wisst ihr auch“, prüfte der Heilige Vater die Kinder weiter, „was die heilige Taufe ist und welche Verpflichtungen sie auflegt?“ Die Kinder blieben keine Frage schuldig. „Aber“, fügte der Papst nachdenklich hinzu, „wenn ihr nach Afrika zurückkehrt, werden euch die Araber vielleicht verfolgen, weil ihr Christen seid.“ – „O Heiliger Vater,“ rief der Ältere, „wenn man uns auch den Kopf abschlägt, das macht nichts, dann gehen wir geradewegs in den Himmel.“ – Segnend legte Papst Pius seine Hände auf das Haupt der Kinder und sprach zum Erzbischof: „Lassen Sie die Kinder in Rom taufen, es ist eine schöne Erinnerung für sie.“ Mit schönen Bildern beschenkt, verließen die Kleinen den Heiligen Vater. Ein Kardinal spendete ihnen die heilige Taufe.

(Aus: Beispielsammlung aus der Heidenmission für den christlichen Unterricht. Herausgegeben von P. Hermann Fischer SVD)


Samstag, 9. Juni 2018

Wie hoch die Missionäre eine Menschenseele schätzen



Der selige Karl Spinola S.J. wirkte achtzehn Jahre als Missionar in Japan und wurde nach vierjähriger qualvoller Kerkerhaft im Jahr 1618 mit einundfünfzig Genossen zu Nagasaki lebendig verbrannt.

In einem Briefe erzählt er, wie er eines Tages dazu kam, als ein Kind im Sterben lag. Rasch tauchte der Priester sein Taschentuch ins nächste Wasser, drängte sich durch die umherstehende Menge, träufelte dem Kind das Wasser auf die Stirn und sprach die Taufworte. Die Heiden meinten, er wende eine Medizin an. Der Pater versicherte in seinem Schreiben: „Wenn der liebe Gott mir für alle meine Leiden und Mühen, die ich bisher ertragen habe oder noch ertragen werde, keinen anderen Lohn erteilen wird, so halte ich sie dadurch allein für überreich bezahlt, dass er mir vergönnt hat, diese eine Seele für den Himmel zu retten.“

(Aus: Beispielsammlung aus der Heidenmission für den christlichen Unterricht, P. Hermann Fischer SVD)

Mittwoch, 6. Juni 2018

Pius XI. über die Missionspflicht des Papstes




„Der Papst würde seine Hauptaufgabe als Stellvertreter Christi nicht erfüllen, wenn er nicht mit aller Kraft dahin strebte, die Fremden und Außenstehenden für Christus zu gewinnen und ihm als Glieder einzuverleiben.“


(Aus: katholisches Jahrbuch. Jahrgang 1935. Schriftleitung: P. Hermann Fischer SVD)

Samstag, 26. Mai 2018

Maria, Königin der Missionen

Quelle: Neithan90

Mit Recht muss Maria als Königin der Missionen angerufen werden. Die heiligen Augustinus und Ambrosius nennen sie „Die Lehrerin der Völker“. Der heilige Cyrillus von Alexandrien sagt, dass durch Maria „die Heiden dem Götzendienst entrissen werden und zur Erkenntnis des wahren Gottes gelangen“. Die katholische Kirche aber ruft: „Freue dich, Jungfrau Maria, alle Irrlehren hast du allein vernichtet in der ganzen Welt!“ – Maria hat den Sohn Gottes, das Heil der Welt, für die ganze Menschheit geboren; alle Völker aller Zeiten empfangen ihn aus ihren Händen. Sie ist der erste und größte Missionär, und sie hat der Welt den Frieden durch Jesus Christus gebracht. Sie ist und bleibt Vorbild, Mutter, Beschützerin, Fürsprecherin und Königin aller Missionäre. 

Nach Jesus brennt in ihrem Herzen der größte Eifer für Gottes Ehre, für die Ausbreitung des Reiches ihres Sohnes, für die Rettung aller Menschenseelen, ein glühender und alles übertreffender Missionseifer. Von ihr wollen wir lernen; zu ihr beten, damit sie das heilige Werk der Glaubensverbreitung beschütze und durch ihre mächtige Fürsprache fördere.

(Aus: Hilf Seelen retten! Vollständiges Gebetbuch mit vielen Belehrungen für alle Missionsfreunde. Von Hermann Fischer, Missionspriester S.V.D.)

Montag, 7. Mai 2018

Ein Mustermissionar – der heilige Joseph Freinademetz



Bischof Augustin Henninghaus, der Apostolische Vikar von Südschantung, schrieb über den Tod seines verdientesten Missionars, des heiligen Joseph Freinademetz, an die Wohltäter seiner Mission Folgendes:

„P. Freinademetz ist den Freunden unserer Mission kein Unbekannter. Das Leben, das er gelebt; die Werke, die er vollbracht; der Glanz seiner Tugenden, die weit über die Marken hinausstrahlen, sind ein Denkmal, besser als Menschenhand es errichten könnte.

Er war einer der zwei ersten Missionare des Steyler Missionshauses und Mitbegründer der Mission Südshantung. Vom ersten Tage an hat er alles Leid und alle Sorge mitgetragen. Zahlreiche Gemeinde sind durch seinen Eifer gegründet, andere im Glauben gestärkt worden. In den schwersten Zeiten stand er als Vertreter des Bischofs und als Administrator am Steuerruder oder als Provikar und erster Berater neben dem Bischof. Seine priesterliche Frömmigkeit, seine edle Selbstlosigkeit, sein apostolischer Eifer, verklärt durch einen liebenswürdigen Charkater und gründliche Geistesbildung, machten ihn zu einem wahren Mustermissionar.

‚In ewigem Andenken lebt der Gerechte!‘ Das wird von ihm gelten hier in Shantung. Sein Grab, das so schön und friedlich unter der zwölften Kreuzwegstation im Garten unseres Gesellschaftsheimes in Taikia liegt, wird stets für Priester und Neuchristen eine Stätte besonderer Liebe und Verehrung sein. Gott gebe ihm die ewige Ruhe! Möge er der Mission, die er so innig geliebt, für die er so viel gearbeitet und gelitten, droben am Throne Gottes ein starker Fürbitter sein!“
Bischof Henninghaus selbst war es, der den Seligsprechungsprozess des heiligen Südtirolers mit großem Eifer betrieb.

(Aus: P. Hermann Fischer: Augustin Henninghaus. 53 Jahre Missionar und Missionsbischof. Missionsdruckerei Steyl)

Dienstag, 24. April 2018

Ein deutscher Missionbischof über die Bekehrung der Welt

Bischof Augustin Henninghaus SVD, Apostolischer Vikar von Yenchowfu (China)


„Die Bekehrung der Welt war das Testament Jesu Christi, sein letzter Auftrag an die Kirche und alle ihre Kinder. Wir wären pflichtvergessen, wenn wir nicht alle unsere Kräfte an die Erfüllung dieses Auftrages setzten – wir, deren Name ‚Katholik‘ allein schon eine Missionspredigt ist. Der Missionsgedanke ist ein Lebensgedanke unserer heiligen Religion, und er muss als solcher das ganze katholische Volk durchdringen.“


(Aus: P. Hermann Fischer: Augustin Henninghaus. 53 Jahre Missionar und Missionsbischof. Missionsdruckerei Steyl)