Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Missionsgebet zum Jesuskind




Göttlicher Heiland Jesus Christus, Du bist das Kindlein von Bethlehem, das so unendlich viel Freude in die Welt gebracht hat. Wir danken Dir, dass Du uns aus der Heidenwelt zum wahren Glauben berufen hast. Als Du in der Krippe lagest, ließest Du einen Stern am Himmel aufgehen und beriefest durch ihn die Weisen aus dem Morgenlande. O lass diesen Stern niemals untergehen, nein, lass ihn hell aufleuchten unter den Völkern der Erde, damit die Heiden Dein Licht sehen und in Deinem Lichte leben! Sende die Boten Deines Lichtes hinaus in den Advent der Heidenwelt und verscheuche alle Finsternis! Lass alle Menschen, von Deinem Lichte erleuchtet, den einen wahren Gott erkennen und den frohen Tag des Heiles schauen, der ein Abglanz ist des ewigen Lichtes, in das Du uns alle gnädig führen wollest. Amen.



(Aus: Betet, Brüder! von Pater Otto Maas O.F.M.)

Dienstag, 17. Dezember 2019

Der selige Paolo Manna über das Wachstum der Kirche

Quelle: Eman Bonnici

Der selige Paolo Manna war Mitglied des Mailänder Missionsseminars und widmete sich, nachdem er krankheitsbedingt seine Mission in Birma verlassen musste, dem heimatlichen Missionswesen. Er gründete mit der Unterstützung des heiligen Guido Maria Conforti die Missionarische Vereinigung für Kleriker und warb in vielen bahnbrechenden Schriften für die Missionen.

Zu der Frage des Wachstums der Kirche sagte er:

„Die Weltbevölkerung befindet sich in dauernder Vermehrung, und die Völker, die sich zahlenmäßig nicht vermehren, verlieren Schritt für Schritt in ihrer entsprechenden Bedeutung. Wenn also die Katholiken in denselben Proportionen wachsen, in denen die übrige Welt wächst, so stellt das für uns keine Vorteile dar. Die absolute Bedeutung der katholischen Kirche kann nur dann wirksam werden, wenn es außer der natürlichen Vermehrung zu einem starken Wachstum der Bekehrungen kommt. Es gibt keine andere Alternative: wachsen oder sich damit abfinden, ständig zurückzugehen.“


Quelle: Il Problema Missionario e di sacerdoti, Rom, 1938

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Pius XII.: Einsatz für die Weltmission ist Unterpfand für die religiöse Erneuerung der Heimat

Pius XII. bei der Weihe von Missionsbischöfen im Jahr 1939

„Einsatz für die Weltmission ist Unterpfand für die religiöse Erneuerung der Heimat. Wenn das übernatürliche Leben ein Leben der Liebe ist und durch Selbsthingabe wächst, dann muss die Kraft des katholischen Lebens in einem Volke an seinen Opfern gemessen werden, die es für die Weltmissionen bringt ...“

- Pius XII. in der Enzyklika Fidei Donum

Dienstag, 12. November 2019

Unsere große Sünde



Kürzlich hörte ich in einer Predigt, dass die Verehrung der Pachamama-Figuren in Rom eine Folge unserer Sünden sei. Ich fragte mich dann, ob nicht vielleicht eine spezielle Sünde, an die der Prediger wohl selbst nicht gedacht hat, vor allem die Ursache für derartige Verirrungen ist: Der Mangel an Missionseifer unter den Katholiken.

Bereits 1911 schrieb der erleuchtete Pater Hermann Fischer SVD:

„Ist nicht (…) zu fürchten, dass Gott der Christenheit schwer zürnt und harte Heimsuchungen über sie kommen lassen wird, weil sie zu wenig Eifer für Seine Ehre und für die Rettung der Heidenseelen an den Tag legt? Ja, ob nicht vielleicht die schweren Bedrängnisse, unter denen die Christenheit gegenwärtig seufzt: Irrlehren, Glaubenskälte, Entsittlichung, Anarchie, Revolutionsfieber, Religionshass usw. Strafen sind für die Lauheit in der Erfüllung des Gebotes Jesu Christi: „Lehret alle Völker!“? „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch zugegeben werden!“ Wenn wir diesen Willen Gottes tun, wird Er uns alles geben, was wir brauchen. Sein Schutz richtet sich nach unserem Eifer für Seines Reiches Größe. Wie aber muss Gott auf uns herniederschauen, wenn wir gleichgültig die halbe Welt im Heidentum liegen lassen? Heißt das Gottes Reich suchen? Darüber kann kein Zweifel sein, dass der Fortbestand des Heidentums in der Welt die größte Beleidigung Gottes ist, die es gibt.“

Es ist sicher gar nicht schwer, diese Sünde zu vermeiden. Wer täglich ein Missionsgebet betet, erfüllt sicher schon das Mindestmaß an Missionspflicht. Mehr zu diesem Thema findet Ihr unter dem gleichnamigen Tag „Missionspflicht“.

Donnerstag, 7. November 2019

Der heilige Guido Maria Conforti – Diözesanbischof und Missionsförderer

St. Guido Maria Conforti S.X.

Am 5. November war der 88. Todestag und gleichzeitig das Fest des heiligen Guido Maria Conforti, Erzbischofs von Ravenna und später von Parma und Gründers der Xaverianer-Missionäre.

Als Seminarist las er das Leben des heiligen Franz Xaver, dessen großes Ziel bekanntlich die chinesische Mission war, die er jedoch selbst nicht erreichen sollte. Guido Maria fühlte sich dazu angetrieben, sein Werk fortzusetzen. Sein Wunsch, als Salesianer oder Jesuit selbst in die Missionen zu gehen, sollte sich nicht erfüllen, doch gründete er am Festtag des heiligen Franz Xaver 1895 das Emilianische Seminar für die Auswärtigen Missionen, das genau drei Jahre später als Kongregation der Missionäre des hl. Franz Xaver bestätigt wurde. Zwei Jahre später wurden die erste Missionare nach China entsandt.

Guido Maria Conforti wurde 1902 zum Erzbischof von Ravenna ernannt und legte am Tag seiner Bischofsweihe neben den Ordensgelübden das Gelübde ab, sich ohne Vorbehalt der Heidenmission zu widmen.

Seine eifrige Ausübung der bischöflichen Pflichten in Ravenna und Parma zeigen, dass die Missionsunterstützung der heimatlichen Seelsorge nicht entgegensteht. Neben der Katholischen Aktion und der katholischen Presse förderte er neben Missionskonferenzen auch marianische und eucharistische Kongresse. Er soll maßgeblich verantwortlich für die große Missionsenzyklika Maximum Illud von Papst Benedikt XV. gewesen sein.

1928 besuchte er seine Missionare in China und starb 1931 als Bischof von Parma im Rufe der Heiligkeit. Auch das Wunder für seine Seligsprechung ereignete sich in den Missionen – im Jahr 1965 in Burundi.

Hier die Rundschreiben, die er an seine Missionare in China sendete (Englisch).

Freitag, 1. November 2019

Missionsgebet zu allen Heiligen



Glückselige Bewohner des himmlischen Reiches, ihr Engel und Heiligen Gottes! Schauet voll mitleidiger Liebe herab auf die vielen Millionen, die noch in den Finsternissen des Unglaubens und Irrglaubens begraben sind. Leget eure Fürsprache ein beim mildreichsten Herzen Jesu, dass alle diese unsterblichen, so teuer erkauften Seelen bald zum Lichte des wahren Glaubens und zur Hoffnung des ewigen Lebens gelangen. Gebenedeite Jungfrau Maria, gedenke, dass auch diese unglücklichen Seelen deine Kinder sind, dass du auch für sie die Mutter der Schmerzen geworden bist, und lass doch nicht zu, dass diejenigen verloren gehen, für die dein göttlicher Sohn sein Blut vergossen hat.

Heiliger Erzengel Michael, heiliger Joseph, ihr heiligen Apostel und alle Heiligen, die ihr hienieden an der Rettung der Seelen gearbeitet habt, flehet unablässig zu dem dreieinigen Gott, dass er seiner Kirche die freie Ausübung ihrer göttlichen Sendung gewähre, alle Hindernisse des Missionswerks entferne und bald die glückliche Zeit herbeiführe, da alle den einen wahren Gott erkennen und den er gesandt hat, Jesus Christus, dem Lob und Anbetung sei in alle Ewigkeit! Amen.

B.: Alle Engel und Heiligen Gottes, helfet uns bitten,

A.: Dass bald ein Hirt und eine Herde werde.


(Aus: Betet, Brüder! von Pater Otto Maas O.F.M.)