Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Freitag, 13. April 2012

Unsere Liebe Frau von Las Lajas



Basilika von Las Lajas
Ein in Europa kaum bekannter Wallfahrtsort ist Las Lajas in der kolumbianischen Diözese Pasto, in der Anfang des 20. Jahrhunderts ein Heiliger der Oberhirt war. Seit dem 18. Jahrhundert wird dort die allerseligste Jungfrau unter dem Namen Virgen de Las Lajas verehrt.
Der Hintergrund dieser Verehrung ist die wunderbare Heilung eines taubstummen Mädchens, das wenig später auch noch von den Toten erweckt wurde!
Die Indianerin Maria Mueses de Quinones war mit ihrer Tochter Rosa, die taubstumm geboren wurde, auf dem Weg von Potosi nach Ipiales, einer Strecke von etwa 10 Kilometern. Der Weg führt durch eine tiefe Schlucht, die wegen der hohen Felswände den Namen Las Lajas, d.h. die Steinplatten, trägt.
Dort befindet sich eine Höhle, in der nach der heidnischen Sage, die damals noch viele Indianer glaubten, der Teufel wohnte. Als Maria an dieser Stelle vorbei kam, fühlte sie eine große Müdigkeit und rastete dort kurz in dieser Höhle, allerdings ganz in der Nähe des Eingangs, weil sie den vermeintlichen Bewohner fürchtete. Auf einmal führte sie eine Berührung an ihrer Schulter, als ob sie jemand ermutigen wollte, in die Höhle zu kommen. Erschrocken sprang sie auf und ergriff die Flucht.
Einige Zeit später kam sie erneut an der Höhle vorbei und machte an der Stelle halt, ging diesmal aber aus Furcht nicht hinein. Ihre Tochter Rosa spielte in der Nähe der Höhle. Plötzlich rief das ehemals taubstumme Mädchen: „Mama, Mama, da ist eine Frau mit einem Kind auf dem Arm!“. Maria schaute selbst nicht hin, sondern nahm ihre Tochter und ging. Sie erzählte die Begebenheit weiter, doch anfangs glaubte ihr niemand. Nach und nach hielten viele die Geschichte allerdings doch für wahr, da Rosa nun offensichtlich sprechen konnte.
Eines Tages war Rosa nirgendwo zu finden, und ihre Mutter fing an, sich Sorgen zu machen. Sie erinnerte sich, dass Rosa oft gesagt hatte, dass die Frau sie rufe, und machte sich auf den Weg zur Höhle. Dort fand sie Rosa kniend vor einer wunderschönen Frau und spielten mit deren Kind.
Um sich nicht erneut dem Spott der Menschen auszusetzen, erzählte Maria dieses Ereignis nicht weiter. Etwas später wurde Rosa krank und starb. Vor lauter Trauer nahm Maria den Leichnam des Kindes zu der Höhle, um die allerseligste Jungfrau zu bitten, das Kind von den Toten aufzuerwecken.
Ihre Gebete wurden erhört! Schnell sprach sich das Wunder herum, und als eine große Menge von Menschen sich in der Höhle versammelte, sahen sie an der Höhlenwand ein Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind, zur Linken der hl. Dominikus, der von Maria den Rosenkranz empfängt, zur Rechten der hl. Franziskus, dem das Jesuskind den Strick zum franziskanischen Ordensgewand reicht.

Die Muttergottes mit dem Jesuskind, links St. Dominikus, rechts St. Franziskus
Auf natürliche Weise lässt sich die Herkunft des Bildes nicht erklären. Deutsche Geologen haben das Bild von Las Lajas untersucht. Als sie keine Pigmente feststellen konnten, haben sie kleine Bohrungen vorgenommen und fanden heraus, dass das Bild und alle Farben bis zu 1,2 m tief in den Felsen eindringen!
Erneut untermauert die Wissenschaft, die in unseren glaubensfernen Zeiten so oft zur Leugnung Gottes missbraucht wird, die Wahrheit des katholischen Glaubens.


Unsere Liebe Frau von Las Lajas, bitte für uns!

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