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Mittwoch, 26. September 2012

Jihad auf den Philippinen und entsprechende Gegenmaßnahmen

General Ramon Blanco y Erenas

Von der zu den spanischen Philippinen gehörigen großen Insel Mindanao melden Las Misiones Católicas wieder blutige Feindseligkeiten von Seiten der hier noch zahlreichen Moros, mohammedanischer Malayenstämme, die als Seeräuber seit alters her berüchtigt sind. 
Es ist ein Aufflackern des unversöhnlichen Christenhasses, der den Spaniern schon so viel zu schaffen machte. Unter der Anführung des Datto (Name der Morosfürsten) Ali überfiel ein wohlbewaffneter Haufen die spanische Militärstation Lepanto, metzelte alles nieder, was ihm in den Weg kam, zerstörte Kirchen und Altäre, schleppte den Kommandanten, den Hauptmann der Besatzung und 12 Mann mit nach Mamalagao und ermordete auf dem Weg die spanischen Anführer und drei Frauen, die sich aus Ermüdung weigerten, zu folgen.
Auf die Kunde von dem Geschehen sammelten der Befehlshaber von Valencia, einer anderen Militärstation, der Pater Missionär von Nueva Sevilla und der „Fähnrich“ der berittenen Polizei von Bucangon rasch alle zur Verfügung stehende Mannschaft und zogen an der Spitze von 400 Mann zur Verfolgung des Feindes aus.
Nach unzähligen Strapazen gelang es ihnen, die Moros zu erreichen, sie unversehens zu überfallen und vollständig in die Flucht zu schlagen. 22 Gefangene fielen in die Hände der Sieger, darunter die Dattos Amay Lambuag und Mancuyugan und deren Söhne. Die Christen zählten einen einzigen Verwundeten.
Zur Sicherung der Lage ist General Blanco von Manila an der Spitze einer Abteilung von 3.000 Mann an Ort und Stelle geeilt, während die Kriegsflotte an der Küste operiert. Die blühende Mission auf Mindanao wird von spanischen Jesuiten besorgt, die in ihren Reduktionen schon mehr als einmal von den Moros belagert wurden.


(Aus: die katholischen Missionen, 1894)

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