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Montag, 1. April 2013

Ein Südsee-Insulaner verteidigt das Dogma der unbefleckten Empfängnis



Einen hübschen Vorfall bei einer Katechese der eingeborenen Insulaner berichtet der hochw. Missionär Fr. Sebastian Acar, aus der Picpus-Gesellschaft (auf den Marquesas-Inseln).
„P. Johann vom Kreuz ist beschäftigt, einige Katechumenen zur Taufe und einige Neophyten auf eine christliche Ehe vorzubereiten. Der Unterricht findet abends zwischen 7 und 9 Uhr statt. Kürzlich kam das Dogma der unbefleckten Empfängnis zur Sprache.
Einige der Katechistengehilfen hatten Schwierigkeiten, die Sache zu fassen und die Lehre der Kirche in diesem Punkte anzunehmen. ‚Wenn Maria‘, so meinten sie, ‚eine Tochter Adams ist, wie wir, wie konnte sie dann dem gemeinsamen Gesetz der Erbsünde entgehen?‘
Da erhob sich ein junger Katechisten-Aspirant, sichtbar erregt. ‚Ach was!‘ rief er im lauten Tone des Unwillens, ‚wenn der Gouverneur von Tahiti, der über mehrere Inselgruppen regiert, sich die Freude machen wollte, einen der Eingeborenen von der Kopfsteuer zu befreien, wer wollte sich dann von seinen Untergebenen über diese Ausnahmevergünstigung aufhalten? Wohlan! Hat denn Gott, der Schöpfer und Herr aller Dinge, nicht das Recht, eines seiner Geschöpfe von der allgemeinen Kopfsteuer, ich meine die Erbsünde, auszunehmen? Nun, das hat er an Maria getan. Es gibt also nicht Einfacheres als die Lehre von der unbefleckten Empfängnis.‘
Sofort gaben alle klein bei, die einen ein wenig beschämt, die anderen sehr erfreut. Ignaz, das ist der Name des angehenden Katechisten, hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.

(Aus: die katholischen Missionen, 1895)

Kommentare:

  1. Solche Insulaner könnten wir, in umgedrehter Mission, auch heute gebrauchen!

    Ein frohes Osterfest und mein ganz herzlicher Dank für die vielen wunderschönen Beitrage und die damit verbundene Arbeit.

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  2. Vergelt's Gott, lieber Simplicius, ebenfalls ein gesegnetes Osterfest. Es freut mich immer zu hören, dass die Einträge gerne gelesen werden!

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