Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Dienstag, 11. April 2017

Die heilige Theresia von Ávila und die Mission


Es ist dem Karmeliterorden, besonders dem unbeschuhten Reformzweig, eigen, trotz seiner Weltabgeschlossenheit innig mit der Mission verbunden zu sein. So war die Gründung eines Karmeliterklosters in den Missionsgebieten oft ein Mittel, um Gnaden vom Himmel auf das Apostolat herabzurufen und den oft steinigen Boden zu bereiten.

Da ist es naheliegend, dass bereits die große Karmelreformerin selbst, die heiligen Theresia von Jesus, einen ganz außerordentlichen Missionseifer hatte, den sie auch an ihre geistlichen Töchter weitergegeben hat und der in der großen Heiligen den Höhepunkt erreicht, die ihren Namen trägt – der „kleinen“ heiligen Theresia.

Dies steht über die heilige Theresia von Jesus und ihren Eifer zur Bekehrung der Seelen in dem Buch „Tabernakelwacht und Weltmission“:


„In ihrer Heiligsprechungsbulle sagt […] Gregor XV. von ihr, dass sie fast unausgesetzt Tränen weinte über die Verirrung der Ungläubigen und Häretiker und für deren Bekehrung beständig Gebete, Fasten, Geißelung u. a. m. aufopferte. Ist es da zu verwundern, wenn ihr geoffenbart wurde, dass 15.000 Seelen ihren Gebeten allein das ewige Leben verdankten?“

Donnerstag, 6. April 2017

Aktuell: Ausstellung „Jesuitenmission“ in Landsberg am Lech


Noch bis zum 21. Mai wird im Neuen Stadtmuseum von Landsberg am Lech die Ausstellung „Jesuitenmission in China – Jesuitenfriedhof in Peking“ gezeigt. Das Bindeglied zwischen der oberbayerischen Stadt und der Jesuitenmission in China ist der gebürtige Landsberger und Jesuitenmissionar P. Ignaz Kögler S.J. (1680–1746). Auch eines der Gymnasien der Stadt ist nach ihm benannt.


Hier die Informationen des Neuen Stadtmuseums zu der Ausstellung. Wer in der Nähe wohnt, kann ja mal einen Blick wagen – ich selbst werden sie mir in den nächsten Wochen auch ansehen. 

Für die Inhalte hafte ich natürlich nicht, würde aber ggf. nach meinem Besuch etwaige Irrtümer auf diesem Blog wiederlegen ;-)


Samstag, 1. April 2017

Neuer Stoff für die heimische Missionsbibliothek



Gerne lese ich die Buchrezensionen in den „katholischen Missionen“, denn gerade in den neueren Jahrgängen (ab 1910) werden viele interessante Werke vorgestellt. Damals begann die Blütezeit der Missionsliteratur. Nachdem ich die Rezensionen von zwei Büchern, die beide von Steyler Patres geschrieben wurden, gelesen hatte, machte ich mich auf die Suche im Internet und wurde – wie so häufig – tatsächlich fündig.

Es handelt sich um die Bücher „Tabernakelwacht und Weltmission“ von P. Anton Freitag SVD und „Jesu letzter Wille“ von P. Hermann Fischer SVD, letzteres wohl schon damals ein echter Klassiker unter den Büchern über die Mission.

Ersteres behandelt das Werden und Wirken der Steyler Anbetungsschwestern, auch bekannt als „rosa Schwestern“. Die Gemeinschaft widmet sich dem beschaulichen Leben und vor allem dem Gebet für die Mission. 

Das Buch soll laut Autor Berufungen inspirieren (was es mit seiner ersten Auflage schon geschafft hatte) und Laien und Klerus dazu anspornen, nach ihren Möglichkeiten ebenfalls das fürbittende Gebet für die Missionen zu üben. Das Buch ist mit schönen Zierraten (im Stile der Verzierungen von älteren liturgischen Büchern) und Fotos ausgeschmückt:




„Jesu letzter Wille“ behandelt den Missionsbefehl unseres Heilandes in eindringlichen Schilderungen und die jüngere Missionsgeschichte der Kirche. Es ist sicherlich ein sehr geeignetes Werk, um einen guten Überblick über die theologischen Grundlagen der Mission zu verschaffen und die Herzen der Gläubigen zur Mitwirkung anzuspornen.


Beide Bücher haben mich zusammen etwa 10 Euro gekostet. Weitere Exemplare können bei Amazon und den einschlägigen Online-Antiquariaten erworben werden.

Samstag, 25. März 2017

Bischof Walsh über die Aufgabe des Missionärs

Bischof Walsh als junger Missionär nach seiner Ankunft in China


Bischof James Edward Walsh, Mitgründer von Maryknoll, dem ersten amerikanischen Missionsseminar, und Missionsbischof in China:

  „Die Aufgabe eines Missionärs ist es, an einen Ort zu gehen, wo er nicht erwünscht, aber nötig ist, und solange zu bleiben, bis er dort nicht mehr nötig, aber erwünscht ist.“


Selbst hat er wohl diese Maxime immer befolgt, denn die chinesischen Katholiken nannten ihn „die Säule der Wahrheit“.



Donnerstag, 23. März 2017

Die Dankbarkeit eines einheimischen Priesters

Priesterweihe in Guangzhou (Canton) durch Msgr. Jean-Marie Mérel, M.E.P. (Anfang des 20. Jhd.)

Tsan A-Tsun, ein chinesischer Primiziant, der 1907 in Canton geweiht wurde, schreibt: „Für eine so große Ehre, für so viel Gnade, was kann ich meinem Heiland Besseres bieten, als ihn anflehen für diejenigen, die mir zum Priestertum verhalfen? Denn was wäre aus mir geworden ohne den Missionar aus Europa, der mir die ersten Unterweisungen gab, ohne meine Lehrer, die mich die heiligen Wissenschaften gelehrt, ohne die Wohltäter in Frankreich, die mir ihre so fruchtbringende Unterstützung gesandt. Allen diesen bringe ich an diesem Tage heiliger Liebe und Freude den Tribut meiner Dankbarkeit und sage ihnen allen ein inniges Vergelt’s Gott! Möge der Herr ihnen lohnen, was sie an mir getan.


(Aus: Einheimischer Klerus, P. Huonder S.J.)

Montag, 13. März 2017

Jesuitenmissionar bei den Aborigines und Bruder einer Heiligen

Fr. Donald MacKillop mit seiner Schwester, St. Mary MacKillop


Momentan lese ich in den „Katholischen Missionen“ über die Jesuitenmission unter den Aborigines in Nordaustralien (Daly River), die 1899 untergegangen ist. Dabei ist häufig die Rede von einem „P. Mac Killop“. Es handelt sich hier zweifellos um Fr. Donald MacKillop S.J., den Bruder der ersten kanonisierten Heiligen Australiens, Schwester Mary MacKillop.


Ich finde es immer wieder interessant, in den Missionsheften über Menschen zu lesen, die damals noch lebten oder erst kurz verstorben waren und heute von der Kirche als Heilige verehrt werden – oder herauszufinden, dass die Geschwister dieser Heiligen Missionare waren, wie etwa in diesem Fall.

Einen längeren Artikel über Fr. MacKillop hat Msgr. Greg O'Kelly S.J., ein australischer Bischof, geschrieben. Manches finde ich nicht so gelungen, beispielsweise die Behauptung, dass es früher nicht üblich war, dass die Missionare die Sprachen der Eingeborenen gelernt haben, sowie dass die Reduktionen in Paraguay nach „sozialistischen“ Prinzipien funktionierten. Aber er vermittelt doch einen guten Überblick über das Leben dieses eifrigen Missionars. Zu lesen hier auf Englisch.

Sonntag, 5. März 2017

Unser Missionswille – Rettung der Heidenwelt


Milliarden Menschen* lagern in der Wüste und haben nichts, ihren Seelenhunger zu stillen, und Jesus richtet an seine Apostel die Aufforderung: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ (Matth. 14, 16).

Durch Christus, den Herrn, sind die Heiden an seine Kirche verwiesen. Die Heiden können nicht zu Christus kommen, wenn nicht zuvor die Kirche zu den Heiden geht. Die Heiden müssen von Christus hören, und deshalb muss ihnen von Christus gepredigt werden. Die Not der Heidenwelt ist eine Not, die nicht durch den guten Willen der Heiden, sondern nur durch den guten Willen der katholischen Christenheit völlig gehoben werden kann. Die Heiden warten auf Hirtenhände und Hirtenschultern. Unser Missionswille ist die Rettung der Heidenwelt.

(Aus: P. Robert Streit O.M.I.: Die Weltmission der katholischen Kirche. Zahlen und Zeichen auf Grund der Vatikan. Missionsausstellung 1925, Verlag der Oblaten, Hünfeld, 1928)


*Zahl aus dem Original abgeändert (1043 Millionen)