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Samstag, 14. November 2015

Der heilige Josaphat: ein Leben für die Union

Die Reliquien des hl. Josaphat im Petersdom in Rom (Quelle)

Johannes Kuncewicz ward zu Wilna 1580 geboren und trat ebendaselbst 1604 unter dem Namen Josaphat in das Basilianerkloster der heiligen Dreifaltigkeit. Vom heiligen Geist selbst geleitet, übte er sich in dem tiefgesunkenen Kloster in inbrünstigem Gebet und großer Abtötung, gleichzeitig eifrig ernstem Studium ergeben, das ihn zum Verteidiger der Union (der Vereinigung der Orthodoxen mit dem Stuhl Petri) befähigte. Sein Beispiel blieb nicht ohne Früchte; bald blühte das Kloster in Wilna auf und zwei neue Klöster konnten durch den Heiligen von dort aus gegründet werden. 

Einen ebenso hochbegabten als frommen Gefährten im Werke der geistigen Neubelebung der ruthenischen Kirche erhielt der Heilige in seinem Freund Joseph Belamin Rutski. Derselbe hatte seine Studien im griechischen Kolleg zum Rom gemacht, war 1603 nach Wilna zurückgekehrt und 1607 ebenfalls in das Dreifaltigkeitskloster eingetreten. Nach dem Tod des greisen Metropoliten Pociey, der die Union mitbegründet und ihre Fahne 15 Jahre lang hochgehalten hatte, bestieg Rutski 1614 den Metropolitansitz. Auf sein Betreiben wurde der hl. Josaphat, so sehr dessen Demut sich sträubte, zum Koadjutor von Polozk und Bischof von Witebsk erhoben. Am 12. November 1617 empfing derselbe zu Wilna die Bischofsweihe. Unter der gemeinsamen Wirksamkeit dieser beiden Männer war zu Anfang 1620 die Union in ganz Weißrussland siegreich durgeführt.

Ernstere Kämpfe hatte sie aber in Rot- und Kleinrussland zu bestehen. Rutski hatte zwar feierlich von dem Stuhl von Kiew Besitz ergriffen. Basilianer aus der Schule des hl. Josaphat sollten daselbst den Kern der geistigen Neugestaltung bilden. Der Vorsteher ihrer Schaar, Anton Hrekowicz, wurde von den wütenden Schismatikern 1618 im Dnjepr ertränkt. Sie schlugen ein Loch in die Eisdecke und stießen den Blutzeugen hinein unter dem Geschrei: „Du bist ein Unierter und willst unsere Religion verraten!“ Als er sich am Rande des Eises festhalten wollte, hieben sie ihm die Arme ab und höhnten: „Ruf den Papst an!“ während die Wellen des Dnjepr den Ertrinkenden unter die Eisdecke rissen.(…)

Der hl. Josaphat hatte inzwischen dem Sturm zu trotzen, den sein Gegenbischof Smotrycki losließ. Immer höher gingen die Wogen des Aufruhrs, bis ihm endlich der Heilige zum Opfer fiel. Am 12. November 1623 wurde Josaphat in Witebsk grausam ermordet, seine Leiche schmählich entehrt und endlich in die Wogen der Dwina versenkt.

Der Martertod des Heiligen übte einen gewaltigen Eindruck auf die Lateiner in Polen und war die Ursache, dass die Union nicht fallen gelassen wurde, während des Verbrechen von Witebsk anderseits die Sache des Schismas mit Schmach bedeckte. Der Tod des hl. Josaphat war die Rettung der Union, die bis zum Sturze Polens in allen Stürmen bestehen blieb.(…)

St. Josaphat (Quelle)


(Aus: die katholischen Missionen 1886)

Freitag, 14. November 2014

Der heilige Josaphat Kuncewicz – Märtyrer der kirchlichen Einheit



Johannes Kuncewicz ward zu Wilna 1580 geboren und trat ebendaselbst 1604 unter dem Namen Josaphat in das Basilianerkloster der heiligen Dreifaltigkeit. Vom heiligen Geist selbst geleitet, übte er sich in dem tiefgesunkenen Kloster in inbrünstigem Gebet und großer Abtötung, gleichzeitig eifrig ernstem Studium ergeben, das ihn zum Verteidiger der Union (der Vereinigung der Orthodoxen mit dem Stuhl Petri) befähigte. Sein Beispiel blieb nicht ohne Früchte; bald blühte das Kloster in Wilna auf und zwei neue Klöster konnten durch den Heiligen von dort aus gegründet werden. 

Einen ebenso hochbegabten als frommen Gefährten im Werke der geistigen Neubelebung der ruthenischen Kirche erhielt der Heilige in seinem Freund Joseph Belamin Rutski. Derselbe hatte seine Studien im griechischen Kolleg zum Rom gemacht, war 1603 nach Wilna zurückgekehrt und 1607 ebenfalls in das Dreifaltigkeitskloster eingetreten. Nach dem Tod des greisen Metropoliten Pociey, der die Union mitbegründet und ihre Fahne 15 Jahre lang hochgehalten hatte, bestieg Rutski 1614 den Metropolitansitz. Auf sein Betreiben wurde der hl. Josaphat, so sehr dessen Demut sich sträubte, zum Koadjutor von Polozk und Bischof von Witebsk erhoben. Am 12. November 1617 empfing derselbe zu Wilna die Bischofsweihe. Unter der gemeinsamen Wirksamkeit dieser beiden Männer war zu Anfang 1620 die Union in ganz Weißrussland siegreich durgeführt.

Ernstere Kämpfe hatte sie aber in Rot- und Kleinrussland zu bestehen. Rutski hatte zwar feierlich von dem Stuhl von Kiew Besitz ergriffen. Basilianer aus der Schule des hl. Josaphat sollten daselbst den Kern der geistigen Neugestaltung bilden. Der Vorsteher ihrer Schaar, Anton Hrekowicz, wurde von den wütenden Schismatikern 1618 im Dnjepr ertränkt. Sie schlugen ein Loch in die Eisdecke und stießen den Blutzeugen hinein unter dem Geschrei: „Du bist ein Unierter und willst unsere Religion verraten!“ Als er sich am Rande des Eises festhalten wollte, hieben sie ihm die Arme ab und höhnten: „Ruf den Papst an!“ während die Wellen des Dnjepr den Ertrinkenden unter die Eisdecke rissen.(…)

Der hl. Josaphat hatte inzwischen dem Sturm zu trotzen, den sein Gegenbischof Smotrycki losließ. Immer höher gingen die Wogen des Aufruhrs, bis ihm endlich der Heilige zum Opfer fiel. Am 12. November 1623 wurde Josaphat in Witebsk grausam ermordet, seine Leiche schmählich entehrt und endlich in die Wogen der Dwina versenkt.
Der Martertod des Heiligen übte einen gewaltigen Eindruck auf die Lateiner in Polen und war die Ursache, dass die Union nicht fallen gelassen wurde, während des Verbrechen von Witebsk anderseits die Sache des Schismas mit Schmach bedeckte. Der Tod des hl. Josaphat war die Rettung der Union, die bis zum Sturze Polens in allen Stürmen bestehen blieb.(…)


(Aus: die katholischen Missionen 1886)

Samstag, 12. Juli 2014

Die Problematik der Einwanderung katholischer Ukrainer nach Westkanada und buchstäblich hoher Besuch

Wirklich hoher Besuch: Erzbischof Andrej Scheptyzkyj O.S.B.M. in Philadelphia, wohl auf derselben Reise, die ihn später nach Kanada führte. Er gehörte nicht nur zum Adel der Ukraine und war der Führer der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche, sondern war auch über 2 m groß (nach einigen englischsprachigen Quellen um die 7 Fuß = 2,13 m)

Die starke Einwanderung der Ruthenen (d. h. Ukrainer) nach dem kanadischen Nordwesten lässt die ruthenische Frage, die in den Vereinigten Staaten nicht geringe Schwierigkeiten verursacht hat, auch dort immer dringlicher werden. Es zeigt sich mehr und mehr, welch ein Hemmnis die Verschiedenheit des Ritus sein kann, sobald ihre Zugehörigen in fremde Verhältnisse kommen, wo kein hinreichender Klerus und keine Kirchen des betreffenden Ritus vorhanden sind. Während der Lateiner sich in der ganzen Welt leicht zurechtfindet, fühlt sich der Orientale in kirchlicher Hinsicht als Fremdling. (Ich teile diese Ansicht nicht ganz, weil ja auch für Lateiner erst einmal entsprechende Kirchen da sein müssen. So fielen zahlreiche Katholiken des römischen Ritus in den USA zum Protestantismus ab, da es dort nicht genug Priester gab.)

Großen Segen brachte letztes Jahr der Besuch des ruthenischen Erzbischofs Scheptyzkyj von Lemberg. Er hat das ganze Gebiet wie ein Apostel teils auf der Bahn teils zu Wagen durchreist, überall unermüdlich gepredigt, Beichte gehört, Christenlehre gehalten usw. wie ein gewöhnlicher Priester, obschon der hohe Herr zum kaiserlichen Kronrat gehört. Sein Auftreten hat alle sehr erbaut. Er konnte sich mit eigenen Augen von der geistigen Not seines Volkes überzeugen. Für mehr als 100 000 Ruthenen sind bloß 10 Priester, 4 Redemptoristen, 5 Basilianer und 1 junger kanadischer Weltgeistlicher, der zum ruthenischen Ritus übertrat, vorhanden. 

Wie ist da zu helfen? Die ruthenische Heimat kann nicht genug Kräfte stellen, zumal auch die kanadischen Bischöfe keinen verheirateten ruthenischen Klerus im Land wünschen. Die eine Schwierigkeit mit der Sprache lässt sich dadurch lösen, dass die Ruthenen allmählich Englisch lernen, wozu auch der Erzbischof sie aufgefordert hat. Dagegen soll am Ritus festgehalten werden. Es bleibt also nichts übrig, als das englisch sprechende Priester zum ruthenischen Ritus übertreten. 

Zu diesem Zweck hat Erzbischof Langevin O.M.I. von St. Boniface vier seiner jungen Priester hergegeben, von denen drei zu den Basilianern in Österreichisch-Galizien gingen, um dort sich Sprache und Ritus anzueignen. Leider sendet England sehr wenige Priester in seine Kolonien, so dass es überall an englisch redenden Priestern fehlt, was für die zunehmende Kolonistenbevölkerung im Nordwesten, wo das Englische immer mehr die allgemeine Verkehrssprache bildet, eine große Gefahr bedeutet.


(Aus: die katholischen Missionen, 1911)

Montag, 7. Juli 2014

Bilder: zum Fest der Slawenapostel Cyrillus und Methodius (nach altem Missale)



Ihr heiligen Slawenapostel, bittet für uns!


Msgr. Raphael Popoff, der Mann, den Gott berufen hatte, um die bulgarisch-griechisch-katholische Kirche vor dem Untergang zu bewahren



Gedenktafel außen an der alten Kapelle in Regensburg (Quelle: sue107)


Titularerzbischof Msgr. Miroff, Bischof der katholischen Bulgaren in Istanbul. Er weihte den ersten Exarchen der russisch-katholischen Kirche, den sel. Leonid Feodorov, zum Priester.



Msgr. Epiphan Schanoff, Apostol. Vikar von Bulgarien. Zusammen mit Msgr. Miroff weihte er Pater Isaias Papadopulos zum Bischof.
katholische Seminaristen in Bulgarien (erste Reihe wohl Professoren)

Montag, 17. März 2014

Bilder und Video: Ostkirche


Die nachfolgenden Bilder zeigen ausschließlich katholischen Klerus!

Bischöfe der armenisch-katholischen Kirche, in Rom zum Nationalkonzil versammelt (1911), in der Mitte Patriarch Terzian



der Diener Gottes, Andrej Scheptyzkyj, Großerzbischof von Lemberg, auf Besuch in Philadelphia 
(1910)


Sylwester Kardinal Sembratowicz, Vorgänger von Scheptyzkyj als Großerzbischof von Lemberg

Syro-malabarische Bischöfe, auf dem Stuhl mit hoher Lehne das erste Oberhaupt der syro-malabarischen katholischen Kirche nach Wiedererrichtung der Hierarchie, Mar Augustine Kandathil
Messe im syrisch-antiochenischen Ritus der syro-malankarischen katholischen Kirche (Indien) (Bildquelle: Simon Cheakkanal)
Für liturgisch Interessierte: Video der syro-malankarischen Liturgie, zelebriert von Benedict Mar Gregorios, Nachfolger von Mar Ivanios von 1955-1994 (Bildquelle:Simon Cheakkanal)





Donnerstag, 14. November 2013

Zum Fest des hl. Josaphat Kunzewitsch

St. Josaphat Kunzewitsch O.S.B.M.

Johannes Kuncewicz ward zu Wilna (eigentlich in Wolodymyr, Westukraine) 1580 geboren und trat ebendaselbst 1604 unter dem Namen Josaphat in das Basilianerkloster der heiligen Dreifaltigkeit. Vom heiligen Geist selbst geleitet, übte er sich in dem tiefgesunkenen Kloster in inbrünstigem Gebet und großer Abtötung, gleichzeitig eifrig ernstem Studium ergeben, das ihn zum Verteidiger der Union (der Vereinigung der Orthodoxen mit dem Stuhl Petri) befähigte. 

Sein Beispiel blieb nicht ohne Früchte; bald blühte das Kloster in Wilna auf und zwei neue Klöster konnten durch den Heiligen von dort aus gegründet werden. Einen ebenso hochbegabten als frommen Gefährten im Werke der geistigen Neubelebung der ruthenischen Kirche erhielt der Heilige in seinem Freund Joseph Belamin Rutski. 
Metropolit Joseph Rutski O.S.B.M.
Derselbe hatte seine Studien im griechischen Kolleg zum Rom gemacht, war 1603 nach Wilna zurückgekehrt und 1607 ebenfalls in das Dreifaltigkeitskloster eingetreten. Nach dem Tod des greisen Metropoliten Pociey, der die Union mitbegründet und ihre Fahne 15 Jahre lang hochgehalten hatte, bestieg Rutski 1614 den Metropolitansitz. Auf sein Betreiben wurde der hl. Josaphat, so sehr dessen Demut sich sträubte, zum Koadjutor von Polozk und Bischof von Witebsk erhoben. Am 12. November 1617 empfing derselbe zu Wilna die Bischofsweihe. Unter der gemeinsamen Wirksamkeit dieser beiden Männer war zu Anfang 1620 die Union in ganz Weißrussland siegreich durgeführt.

Ernstere Kämpfe hatte sie aber in Rot- und Kleinrussland zu bestehen. Rutski hatte zwar feierlich von dem Stuhl von Kiew Besitz ergriffen. Basilianer aus der Schule des hl. Josaphat sollten daselbst den Kern der geistigen Neugestaltung bilden. 
Der Vorsteher ihrer Schaar, Anton Hrekowicz, wurde von den wütenden Schismatikern 1618 im Dnjepr ertränkt. Sie schlugen ein Loch in die Eisdecke und stießen den Blutzeugen hinein unter dem Geschrei: „Du bist ein Unierter und willst unsere Religion verraten!“.
Als er sich am Rande des Eises festhalten wollte, hieben sie ihm die Arme ab und höhnten: „Ruf den Papst an!“ während die Wellen des Dnjepr den Ertrinkenden unter die Eisdecke rissen.(…)

Der hl. Josaphat hatte inzwischen dem Sturm zu trotzen, den sein Gegenbischof Smotrycki losließ. Immer höher gingen die Wogen des Aufruhrs, bis ihm endlich der Heilige zum Opfer fiel. Am 12. November 1623 wurde Josaphat in Witebsk grausam ermordet, seine Leiche schmählich entehrt und endlich in die Wogen der Dwina versenkt.
Der Martertod des Heiligen übte einen gewaltigen Eindruck auf die Lateiner in Polen und war die Ursache, dass die Union nicht fallen gelassen wurde, während des Verbrechen von Witebsk anderseits die Sache des Schismas mit Schmach bedeckte. Der Tod des hl. Josaphat war die Rettung der Union, die bis zum Sturze Polens in allen Stürmen bestehen blieb.(…)


(Aus: die katholischen Missionen 1886)

Donnerstag, 3. Januar 2013

Quiz: wie viele Selige und Diener Gottes sind auf diesem Foto?



Wie viele Selige und Diener Gottes sind auf diesem Foto?



Die Auflösung: es sind 3 Selige und ein Diener Gottes. 

sitzend: 2. von links: Sel. Hryhory Khomyshyn, griechisch-katholischer Bischof von Stanislaviv, Märtyrer unter den Sowjets, Diener Gottes Andrej Sheptyzkyj O.S.B.M., Großerzbischof von Lviv (Lemberg), Sel. Nikita Budka, Weihbischof von Lviv, Märtyrer unter den Sowjets und Sel. Josaphat Kocylovskyj O.S.B.M., Eparch von Przemysl, Märtyrer unter den Sowjets. (nach einem weiteren Blick ist eventuell noch der Sel. Bischof Ivan Sleziuk [hintere Reihe, links] auf dem Bild; allerdings bin ich mir hier nicht sicher)


Sel. Hryhory Khomyshyn 

Diener Gottes Andrej Sheptyzkyj O.S.B.M.


Sel. Nikita Budka 

Sel. Josaphat Kocylovskyj O.S.B.M.






Samstag, 17. Dezember 2011

Heilige, Selige und Ehrwürdige der Ostkirche


Ich beobachte in letzter Zeit ein gewisses Interesse am östlichen Christentum, von dem ich schon auf unserem anderen Blog geschrieben habe. Soweit ich sehen kann ist dieses Interesse leider größtenteils auf die schismatischen Kopten beschränkt, während die eigenen orientalischen Glaubensbrüder nicht viel Beachtung erhalten. Deswegen möchte ich hier einige Heilige, Selige und Diener Gottes der Ostkirche vorstellen. Rufen wir sie als Fürbitter in für die Einheit aller Christen in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche an!

Hl. Josaphat Kunzewitsch (1580-1623)




Der heilige Josaphat Kunzewitsch war Erzbischof von Polozk und ist ein Märtyrer der kirchlichen Einheit. Nach der Union von Brest setzte er sich für das Fortbestehen des ukrainischen Ritus ein. Am 12. November 1623 wurde er in Witebsk von einem Mob von Schismatikern mit einer Axt ermordet (siehe die häufige Darstellungen von St. Josaphat mit Axt).

Im lateinischen Ritus ist sein Gedenktag am 12. November, in der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche am 25. November.




Sel. Mykolay Charnetsky CSsR (1884-1959)

Dieser Redemptoristen-Bischof teilte das Schicksal vieler katholischer Priester in der Ukraine, die von den Kommunisten nach der Einnahme durch die Rote Armee systematisch verfolgt wurden. Er wurde vom NKVD verhaftet und zu sechs Jahren Zwangsarbeit in einem Gulag verurteilt. Nach zwei Jahren war er dem Tode nah. Trotzdem bemühte er sich, auch in der Gefangenschaft seine priesterliche Seelsorgearbeit weiterzuführen. Er wurde schließlich entlassen und konnte trotz ständiger Überwachung Priesterkandidaten vorbereiten und weihen.

Bis zum heutigen Tag werden viele Wunder durch seine Fürsprache berichtet. Er wird als Märtyrer verehrt. Weitere Redemptoristen, die als Märtyrer der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa verehrt werden, sind der sel. Methodius Trcka, der sel. Zenon Kovalyk und der sel. Vasyl Velychokovsky.

Hl. Charbel Makhlouf (1828-1898)


Der heilige Charbel Makhlouf war ein syrisch-maronitischer Mönch aus dem Libanon. Er führte in seinem Kloster ein Leben außergewöhnlicher Strenge und aß nur eine Mahlzeit am Tag, die aus den Essensresten seiner Mitbrüder bestand. Er hatte die Gewohnheit, täglich um 11 Uhr die heilige Messe zu zelebrieren, damit er sich den ganzen Morgen auf die heiligen Geheimnisse vorbereiten konnte. Nach seiner Beerdigung umgab ein außergewöhnlich helles Licht 45 Tage lang sein Grab. Nach der Exhumierung wurde sein Leichnam vollkommen intakt gefunden und sonderte eine wohlriechende, blutähnliche Flüssigkeit ab, die zu vielen wunderbaren Heilungen beigetragen hat. Erst 67 Jahre nach seinem Tod verfiel sein Körper schließlich.

Sein Festtag ist der 24. Juli. Zusammen mit der heiligen Rebekka Ar Rayès und dem heiligen Nimatullah al-Hardini gehört er zu den drei offiziell von der Kirche kanonisierte maronitischen Heiligen.



Hl. Rebekka Ar Rayès (1832-1914)

Das Leben der heiligen Rebekka (Rafqa) Ar Rayes (auf dem Foto liegend abgebildet) war geprägt von unaussprechlichen Leiden, die sie mit dem großen Verlangen trug, am Leiden Christi teilzuhaben. In den frühen Jahre ihres Ordenslebens litten die Christen im Libanon unter den anhaltenden Verfolgungen und Massakern durch die Moslems.

Nachdem sie eines Tages Gott fragte, ob er sie verlassen habe, da sie nie krank war, begann ihre schwere Erkrankung, die sie den Rest ihres Lebens begleitete. Zunächst setzte eine schwere Entzündung der Augen ein, worauf ein Auge entfernt werden musste, darauf folgte eine lähmende Knochenkrankheit. Auch in ihrer Krankheit war sie ein Muster an Gehorsam.

Ihr Fest ist am 23. März.


Ehrw. Andrej Scheptyzkyj (1865-1944)

Der Diener Gottes, der Großerzbischof von Lemberg und Metropolit der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche Andrej Scheptyzkyj führte seine Herde durch zwei Weltkriege und 7 Regierungen, darunter die der Nazis und der Sowjets.

Währen der deutschen Besatzungen versteckte er Juden in Einrichtungen der Kirche und wandte sich mit dem Hirtenbrief „Du sollst nicht töten“ gegen den Massenmord durch die Nazis.




Orate pro nobis!