Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Dienstag, 16. Juni 2020

Pius XI. über die Ausbildung afroamerikanischer Priester

Drei Südstaatenbischöfe besuchen das Priesterseminar St. Augustine

Zur Gründung des Priesterseminars St. Augustine für afroamerikanische Priester in Bay St. Louis (US-Bundesstaat Mississippi) schrieb Papst Pius XI. am 5. April 1923 an den Generalsuperior der Steyler Missionare, zu denen diese Ausbildungsanstalt gehört:

„Wenn wir gediegene und nutzbringende Arbeit in der Bekehrung der Neger leisten wollen, dann ist es unumgänglich, dass Priester ihrer Rasse es sich zur Lebensaufgabe machen, dieses Volk zum christlichen Glauben und auf eine höhere Kulturstufe zu führen.“

Aus dem Seminar gingen der erste schwarze Bischof in den USA, Bischof Harold Perry SVD, sowie Joseph Oliver Bowers SVD vor, der von der Karibikinsel Dominica stammte, in Ghana bedeutende Missionsarbeit leistete und dort 2012 in seinem 60. Bischofsjahr im Alter von 102 Jahren starb.

(Quelle: Steyler Missionsbote, 1936)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Der Priestermissionsbund


Nach neuester Schätzung gehören dem Missionsweltverband [unio cleri pro missionibus] der Priester 100.000–110.000 Mitglieder an. Das ist ein Heimatheer von gewaltiger Macht, wenn jeder Priester dem Grundgedanken des Bundes entsprechend durch Gebet und durch das Wort, durch Belehrung und Ermunterung das Missionswesen in seinem Wirkungskreis fördert. Und dies ist erst ein Bruchteil der Gesamtpriesterschaft der Welt. Von Monat zu Monat werden Tausende neuer Mitglieder gewonnen, und es steht zu hoffen, dass schließlich die Mehrheit der Priester dem Bund angehören wird, der dann als einfussreichste Heimatorganisation gelten kann.

(Aus: die katholischen Missionen, 1925)

Montag, 10. Februar 2014

Ein senegalesischer Seminarist schildert seine Weihe zum Subdiakonat und Priestertum...eigentlich sollte er Koranschüler werden (Teil 2)

Fortsetzung von hier

Am Karsamstag 1902 erhielt Gabriel Sané endlich zu St. Louis die heilige Priesterweihe. 
„Er ist“, so meldet ein Bericht, „der zehnte Priester, der aus dem Seminar der Mission am Senegal hervorgegangen. Zehn Priester in 50 Jahren, das ist zweifelsohne wenig, und doch hat unsere Mission von allen Missionen Afrikas allein eine so hohe Zahl erreicht. Diese einfache Tatsache beweist mehr, als viele Worte es könnten, wie schwierig die Evangelisierung dieser Länder ist.“

Wieder schüttet Gabriel Sané als neugeweihter Priester dem alten Bischof, Msgr. Barthet, sein Herz aus.  

„Ich komme gleich auf den Karsamstag zu sprechen. Diesmal war ich nicht bloß einfacher Zuschauer und Zuhörer. Ich war der Gegenstand der allgemeinen Aufmerksamkeit. Es war in der Stadt bekannt geworden, dass an dem Tag ein Schwarzer zum Priester geweiht würde. 
Schon von den frühen Morgenstunden an begann das Volk nach der Kirche zu strömen und sie zu füllen. Mit den Christen kamen auch Mohammedaner in großer Zahl.
Eine Menge Neugieriger stand auf dem Platz draußen, da die Kirche nicht alle fasste. Trotz der Länge der Zeremonien hielten alle bis zum Schluss aus, begierig, wie sie waren, einmal eine Priesterweihe zu sehen, für St. Louis ein bisher unerhörtes Ereignis. 

Ich fühlte, dass ich etwas Großem, Erhabenem, Furchtbarem entgegenging, und es fasste mich ein gewisser Schrecken, als ich das Accedat (Es trete hinzu!) des P. Limbour hörte, der den Erzdiakon machte. Scis illum dignum esse? (Weißt du, ob er würdig ist?) Dies packte mich am meisten. War ich würdig? Gott weiß es, er, der mir den Mut und die Kraft gegeben, so weit zu gehen. Die ganz providentielle Führung, die sich in meinem Lebensweg so deutlich zeigte, gab mir Zuversicht, und ich trat vor, misstrauend auf mich, vertrauend auf ihn…

Nach der Feier erbat sich Abbé Louis (ein schwarzer Priester) den Vorrang, zuerst meinen Primizsegen zu empfangen, worauf er als ehemaliger Mitschüler und Vorgänger im Priestertum ein Anrecht hatte. Er vertrat für mich gleichsam St. Joseph von Ngazobil und vor allem das Seminar.

Am Osterfeste sang ich die erste Heilige Messe unter Assistenz des P. Renault, eines alten Senegalesen, und des Abbé Louis. Monseigneur assistierte auf seinem Thron. Die Messe, der Gesang, die Blechmusik der Mittelschule, alles das war ganz danach angetan, um einen zu zerstreuen. 
Allein ich hatte an anderes zu denken. Zum ersten Mal trat ich zum Altar des unbefleckten Lammes, um das hochheilige  Opfer zu feiern. 
Ein Gedanke beherrschte alles: der Gedanke an Gottes Erbarmungen und seine unerforschlichen Wege. Las ich jetzt doch die erste heilige Messe in derselben Stadt, nach welcher ich vor 20 Jahren geschickt worden war, um den Koran besser kennen zu lernen. 
Da hat der Satan eine schwere Niederlage erlitten und der Prophet einen Jünger verloren auf ewig. Unde hoc? (Wie kam das alles?) Gott allein weiß es. Misercordias Domini cantabo (Die Erbarmungen Gottes will ich singen)…

So bin ich denn ein Priester auf ewig. Beten Sie für Ihr Kind, dass es in Wahrheit ein Priester sei und bleibe nach dem göttlichen Herzen.
Vorläufig bin ich in St. Joseph angestellt und gleichzeitig mit der Seelsorge von Mbodien betraut, das ich regelmäßig besuche. Bitten Sie Gott, er möge meine ersten Schritte im Apostolat segnen.“

Gewiss, schöner und wärmer könnte kein weißer Neopresbyter schreiben, und solche Beispiel lassen nur umso mehr bedauern, dass der Berufe noch so wenige sind.


(Aus: Der einheimische Klerus in den Missionsländern, von Anton Huonder S.J., 1909, mit Imprimatur)

Später sollte dieser eifrige Priester als erster schwarzer Feldkaplan im ersten Weltkrieg fallen. 

Sonntag, 15. September 2013

Der erste laotische Priester – nach nur drei Jahrzehnten Mission


Der 3. Dezember des verflossenen Jahres war ein besonderer Ehrentag für die Laosmission in Indo-China. Obschon das Evangelium erste 1881 seinen Einzug in dieses Gebiet, das die beiden Ufer des Mekongstromes vom Norden Kambodschas an bis zu der chinesischen Grenze hin umfasst, gehalten hatte, fand sich doch die erste Frucht für das Priestertum reif. Der glückliche Levit war Joseph Moun, geboren 1883 zu Oubone. Seine Eltern gehörten zu den ersten Katechumenen, die sich im Jahr 1881 in dieser Ortschaft den katholischen Missionären anschlossen.

Schon ein Jahrzehnt nach Eröffnung der Laosmission glaubten die Missionäre ein kleines Seminar eröffnen zu sollen. P. Pierre Excosson übernahm 1894 die Leitung der kleinen Anstalt. Das Dutzend junger Leute, denen er Unterricht erteilte, lernte mit Leichtigkeit die Anfangsgründe der lateinischen Sprache, aber nach zwei bis drei Jahren waren alle des Studiums müde und zogen in ihre Dörfer zurück.


Das Jahr 1896 brachte gegen 20 gut talentierte Knaben, darunter Joseph Moun. Von Anfang an zog dieser durch seinen Ernst, seine Begabung und Frömmigkeit die Aufmerksamkeit des Direktors auf sich, und mit unbeschreiblicher Freude gewahrte derselbe, wie er nicht nur während der sieben Studienjahre stets an der Spitze blieb, sondern auch keinen Augenblick an seinem Beruf irre wurde. 

Für den von Alter und Krankheit gebeugten Mann war es ein großer Trost, als der Apost. Vikar von Siam, Bischof Perros, seinem Schützling die Hände auflegen konnte. „Nun scheide ich gern von dieser Welt“, sagte er, „ich lasse meinen lieben Joseph Moun als ersten Priester des Laoslandes zurück.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1913)

Sonntag, 10. Februar 2013

Priesterweihe eines Pottawatomie-Indianers in Rom

Am 6. Juni empfing, wie wir dem Indian Advocate (1903, Nr. 4) entnehmen, im Propaganda-Kolleg  zu Rom ein Vollblutindianer namens Albert Negahnquet (Bild hier und hier), ein früherer Zögling der Benediktiner-Klosterschule vom heiligsten Herzen in Oklahoma, die heilige Priesterweihe.

(aus: die katholischen Missionen, 1903)

Samstag, 9. Februar 2013

Aktuell: Priesterweihe in Rom für die Kongregation der Söhne des allerheiligsten Erlösers (evtl. Bloggertreffen?)

Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe, bitte für uns!


Am 22. Juni 2013 findet in der Chiesa della Santissima Trinità dei Pellegrini (Personalpfarrei der Petrusbruderschaft) in Rom die langersehnte Weihe der beiden Diakone aus der Kongregation der Söhne des allerheiligsten Erlösers (Papa Stronsay) statt. So Gott will, werde ich auch bei der Weihe sein. 
Sollte jemand auch kommen wollen und Interesse haben, sich danach zu treffen, kann er mir gerne einen Kommentar mit hinterlassen. Noch sind die Flüge und Hotels erschwinglich.
Die Mitglieder der Kongregation sind sehr erbaulich und vielleicht ergibt sich ja für Interessierte am Ordensleben eine gute Möglichkeit, direkte Kontakte zu knüpfen.

Hier noch die offizielle Ankündigung von ihrem Blog:



ANNOUNCEMENT

The Congregation of the Sons of the Most Holy Redeemer
has the joy of announcing the forthcoming ordinations to the Priesthood
of
Rev. Brother Yousef Marie, F.SS.R.
and
Rev. Brother Magdala Maria, F.SS.R.

The Ordinations will take place on 22 June, 2013
in the church of the Fraternity of St Peter, 
the 
Santissima Trinità dei Pellegrini,
36 Via dei Pettinari 
00153 Rome.

Further details will be made closer to the date.

We thank our Ordinary
His Lordship the Right Reverend Hugh Gilbert, O.S.B.
Bishop of Aberdeen 
and
the Very Reverend Fr John M. Berg F.S.S.P.
Superior General of the Priestly Fraternity of St Peter
for the privilege of receiving sacred ordinations 
within the Eternal City
near our Holy Father
and 
close to the Chair of St Peter.