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Montag, 13. Februar 2017

Nachtrag: über die frühen Missionsschwestern

die selige Anne-Marie Javouhey

Neulich habe ich über den Missionseifer der heiligen Maria Magdalena von Pazzi geschrieben. Wie wir gesehen haben, wollte sie selbst in die Missionen gehen. Für eine Ordensschwester, die Anfang des 17. Jahrhunderts starb, war dies ein außergewöhnlicher Wunsch – denn Missionsschwestern gab es damals noch nicht.

Wohl zu den ersten Missionsschwestern gehörte die selige Anne-Marie Javouhey (gestorben 1851), die die Josephsschwestern von Cluny gründete. Als sie bereits 1822 die ersten Mitschwestern in den Senegal führte, sagte sie Folgendes zu ihnen: „Liebe Schwestern, wir werden hier vielleicht 20 Jahre weniger leben als in Europa, aber wie viel Gutes können wir hier tun, wie viel Elend mildern, wie viele Unwissende belehren, wie viele Seelen für Gott gewinnen.“ Die Selige wirkte ab 1828 als Missionarin in Französisch-Guayana.

Schon einige Jahre früher war die heilige Rose Philippine Duchesne in die USA gegangen, die damals noch ein wirkliches Missionsland waren. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gründete Msgr. Kobès, Apostolischer Vikar von Senegambien, eine einheimische Schwesternkongregation (hier und hier).

In China konnten echte Ordensschwestern erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Einzug halten – die Gegebenheiten in dem Land waren vorerst zu schwierig. Hier waren zunächst die chinesischen gottgeweihten Jungfrauen die Stütze der Missionäre. Die katholischen Missionen berichten über die ersten europäischen Ordensschwestern: „1846 kamen zuerst die Barmherzigen Schwestern und St. Pauls-Schwestern von Chartres, 1860 die italienischen Canossianerinnen, 1867 die ‚Helferinnen der armen Seelen‘, 1868 die Josephsschwestern [wohl von Cluny], 1869 die unbeschuhten Karmelitessen, 1875 die Schwestern von der Vorsehung; dazu gesellten sich Dominikanerinnen, Franziskaner Missionsschwestern und in neuester Zeit [1907] die Kleinen Schwestern der Armen, Steyler Missionsschwestern u. a.“

Das waren nur einige Beispiele, die große Frage „Wann gingen die ersten Schwestern in die Mission?“ bleibt für mich zumindest jetzt noch weiterhin ungeklärt. Vielleicht wissen es ja meine lieben Leser. Für einen Kommentar zur Aufhellung dieser Frage wäre ich sehr dankbar.


(Quellen: Dr. Max Heimbucher: Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche. Band III. Verlag Ferdinand Schöningh; 1908, die katholischen Missionen, 1907, Wikipedia-Eintrag über Anne-Marie Javouhey)

Freitag, 14. März 2014

Wieder lobt ein Protestant die Missionsschwestern



Ein schönes Zeugnis für unsere katholischen Missionsschwestern kam vor einiger Zeit aus dem Munde des englischen Gouverneurs von Hongkong, Sir Frederic Lugard, bei Gelegenheit der Preisverteilung im Pensionat und Asyl der Heiligen Kindheit der St. Pauls-Schwestern von Chartres. 

„Unter den Beweisen von Heldenmut, deren Frankreich sich rühmen kann, hat es keinen größeren gegeben als der stillverborgene Opfergeist dieser edlen Frauen, die nicht nach öffentlichen Ehren geizen, sondern glücklich sind, ihr Leben Tag um Tag, Jahr um Jahr dem Dienste der verlassenen Armen und Kranken zu weihen und überall durch ihr Beispiel die hehre Fahne des christlichen Glaubens zu entfalten.

Die französischen Legionen sind mit wehenden Fahnen und kriegerischer Musik zu manchen Siegen ausgezogen. Das Banner der Schwestern aber ist das Kreuz, ihre Musik ist das Dankeswort jener, deren Schmerzen sie gestillt, ihr Sieg und ihr Lohn das Bewusstsein, die Arbeit mutig getan und deren Last Tag um Tag und Jahr um Jahr mutig ertragen zu haben.“ Gewiss schöne Worte von den Lippen eines protestantischen Gouverneurs!


(Aus: die katholischen Missionen, 1910)

Siehe auch:

Lob eines Protestanten für die heilige Marianne Cope und ihre Mitschwestern