Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Mittwoch, 7. Januar 2026

America's missionary crusader

Frater Clifford King (standing on the right) with his confreres after having received his missionary cross for China. (Source: Chicago Province SVD)

Fr. Clifford King was born in Upstate New York in 1888 and entered the Society of the Divine Word in Techny, IL in 1909, fulfilling his childhood desire of becoming a missionary. As a seminarian, he founded the Catholic Student Mission Crusade, which soon had thousands of members and about a million in 1963.

He was sent to China in 1919, still a "frater", to replace the German SVD missionaries who had been expelled during WWI. In 1920, the young missionary was ordained to the priesthood by Bishop Henninghaus, making him the first American priest of the Society of the Divine Word. Msgr. Froewis, who would become a mentor to Fr. King, preached the ordination retreat about holiness, zeal, and learning as characteristics of a missionary.

Fr. King served in many Chinese missions over the next 20 years, only fleeing from the Japanese in 1941 as they approached Beijing. Having arrived in the Philippines, Father soon was forced to escape the Emperor's troops again, this time on a submarine! After the war, he became the secretary of Cardinal Tien, SVD, a position he held until 1960, when at the age of 72, he volunteered for a leper hospital in Papua New Guinea. "I will certainly be happy in New Guinea; because I will work among the poorest of the poor, and God's mercy will be close to us", he said about his new work.

Six years later, King returned to the States, where he wrote his autobiography "I remember" while serving as a chaplain in an Iowa hospital. "America's missionary crusader" died in Techny in 1969.

China remained his great love. He would often start conversations with the words "When I was in China".

May he have joined China's martyrs and saints in Heaven!

Samstag, 22. November 2025

Great articles on the missions at Unam Sanctam Catholicam

My friend Boniface over at Unam Sanctam Catholicam has a number of excellent articles on the missions on his Blog and website, all of them shedding light on lesser known episodes of missionary history. Here are some of my favorites:

Thanks for the homily, Father — about a rare homily on the missions by a missionary priest

The Manila Synod of 1582 — about the issues that an early synod in a missionary territory had to deal with

Archbishop Poblete’s Missionary Journey to Cavite — about the attempts of the Archbishop of Manila to end local slavery

The 1775 Burning of San Diego de Alcalá — about wayward converts attacking a mission founded by St. Junipero

Segregated Catholic Schools in New Orleans — about Black Catholic schools

The Martyrdom of Salvatore Lilli — about the martyrdom of Blessed Salvatore Lilli, O.F.M. at the hand of the Turks

Sung Catechism in the Jesuit missions  — about the catechetical use of song among the Indians

There's Always a Priest Shortage in Missionary Areas — on viri probati not being a solution to an age-old problem in the missions


Mittwoch, 3. November 2021

„Missionar UND Jesuit, das will ich werden“ – Pater Pietro Andrea Viganò S.J. (P.I.M.E.), Bischof von Hyderabad, Generaloberer des Mailänder Missionsseminars



„Missionar und Jesuit, das will ich werden“, erklärte der junge Pietro Andrea Viganò aus Besana bei Mailand seinem Beichtvater im Jahr 1868. Als dieser entgegnete: „Wenn du aber nur eines werden könntest, Missionar oder Jesuit, was würdest du dann wählen?“ erfolgte ohne Zögern die Antwort „Dann würde ich Missionar werden“. Er trat früh in das Mailänder Missionsseminar ein und wurde mit 23 Jahren zum Priester geweiht und nach Indien entsandt, wo er sich als eifriger Missionar unter Beweis stellte. So verwundert es auch nicht, dass er im Januar 1898 zum Bischof der Diözese Hyderabad ernannt wurde. Die katholische Kirche wuchs unter seiner zehnjährigen Leitung bedeutend. Bischof Viganò gründete mit großer Weitsicht auch ein Priesterseminar für eingeborene Berufungen.

Pius X. stellte ihn im Jahr 1908 als Generaloberen an die Spitze des Mailänder Missionsseminars. Im Jahr 1913 machte ihn der heilige Papst, dessen Vertrauen er genoss, zusätzlich zum Weihbischof von Tortona (Piemont).

Er hatte als Missionar viel erreicht, und doch beschäftigte Msgr. Viganò sein anderer großer Wunsch, der Eintritt in die Gesellschaft Jesu, den Papst Benedikt XV. nach wiederholten Bitten ihm schließlich gewährte. Am 20. Juni 1917 wurde der ehemalige Bischof von Hyderabad, der frühere Generalobere des Mailänder Missionsseminars, der Weihbischof von Tortona schließlich in Chieri in das Noviziat der Jesuiten aufgenommen.

Der 60-jährige machte alle Übungen des Noviziats mit und meldete sich bald für die Mission unter den Aussätzigen von Culión auf den Philippinen. Über Spanien, wo er in Manresa das Spanische lernte und am 21. Juni 1919 seine Ordensgelübde ablegte, reiste er schließlich nach Südostasien. Aus Culión berichtete er: „Unser Leben hier verbringen wir fast ständig inmitten der zahlreichen Aussätzigen auf der Insel (gegenwärtig 5000). Irdische Tröstungen gibt es wenig … aber je weniger irdische, desto mehr göttliche …. Vor den Aussätzigen habe ich weder Widerstreben noch Furcht, ich fühle im Gegenteil eine unbegrenzte Liebe zu ihnen …. Und wenn Gott wollte, dass ich angesteckt würde, so könnte das nur meine Dienstleistungen bei den Aussätzigen erleichtern, da ich nicht mehr so viele Vorsichtsmaßregeln anwenden müsste.“

Da er sich tatsächlich infizierte, musste er auf Geheiß der Oberen zunächst in die Hauptstation der Mission und anschließend nach Europa zurückkehren, wo er in Rom noch vier Monate lang seine Besucher durch seine Heiterkeit und sein Verlangen nach dem Himmel erbaute. P. Viganò S.J. starb am 13. Februar 1922, nachdem er seinen Lebenstraum erfüllt hatte: Missionar UND Jesuit.



(Quelle: Jesuitenkalender 1923)

Samstag, 17. September 2016

Ein geheimnisvoller Krankenruf


Wunderbar waltet Gottes Vorsehung, wo es das ewige Heil seiner Kinder gilt. Noch wunderbarer sind jene geheimnisvollen, von den uns bekannten Weltgesetzen unabhängigen Vorgänge, in denen wir ein unmittelbares Eingreifen des Schöpfers nicht verkennen können.

Unter vielen Berichten neuer und neuester Zeit, die alle aus vollkommen vertrauenswürdiger Feder fließen, wählen wir ein Erlebnis des Mill-Hill-Missionärs Kamp auf den Philippinen.

Nach anstrengender Arbeit im Beichtstuhle hatte er eben das wohlverdiente Pfeifchen ausgeraucht, als eine helle Stimme ihn anrief. Er trat ans Fenster. „Gehen Sie nach Tanipuay, dort bedarf ein Kranker der Stärkung zur letzten Fahrt.“ Bald war P. Kamp in Begleitung seines Dieners auf den Beinen. Schon war der Hügel, hinter dem das Dörflein lag, überstiegen. Aber ganz Tanipuay lag in süßem Schlummer, und der Ortsvorsteher wollte von keinem Kranken wissen. Der Pater entschloss sich zur Umkehr.

Wie staunte der gute Diener, als er bald aufs Neue geweckt wurde, um nochmals mit nach Tanipuay zu gehen. Wieder hatte sich die Stimme hören lassen; aber wiewohl der Priester den Boten warten geheißen, geleitete auch diesmal den Heiland außer ihm und seinem Burschen kein menschliches Wesen. Der Ortsvorsteher brummte nicht schlecht, als man ihn zum zweiten Mal vergebens aus dem Schlafe weckte. P. Kamp fasste den verzweifelten Entschluss, an alle zwanzig Türen der Ortschaft zu pochen. Ohne Erfolg!

Als aber der Pater, ärgerlich über den scheinbaren Schabernack, todmüde das Lager aufsuchen wollte, ließ sich der geheimnisvolle Rufer ein drittes Mal hören. Und wieder geht’s durch die windkühle Nacht über mondbestrahlte Felder und Sümpfe. Das Flüsschen war in der gleichen Nacht zum dritten Mal durchwatet, da ertönt die Stimme von neuem. Der Priester folgt der Richtung, aus der sie kam, während sich der Bursche zitternd an seine Kleidung klammerte. 

Bald stehen beide vor einer kleinen Hütte. Ein Mann liegt drinnen. „Ich wusste, dass Sie kommen würden – fünfzig Jahre – morgens und abends – zu meinem Schutzengel gebetet – Todesstunde – Wegzehrung – jedes Jahr – Messe lesen – zu seiner Ehre“, stammelte er. Bald ist er, gestärkt durch die Tröstungen der Kirche, zur ewigen Ruhe eingegangen.

Ja, geheimnisvoll sind Gottes Wege.



(Aus: die katholischen Missionen, 1922)

Montag, 8. August 2016

Will die katholische Kirche die Menschen dumm halten? – Heute: das Jesuitenkolleg „Ateneo“ in Manila

Wappen der Ateneo de Manila University


Wir haben uns schon früher mit dem Thema beschäftigt, ob die katholische Kirche die Menschen dumm halten will (hier und hier).

Heute wollen wir kurz eine wichtige Bildungseinrichtung auf den Philippinen als Gegenbeweis für diese Behauptung betrachten.

Das Jesuitenkolleg Ateneo wurde 1859 von spanischen Jesuiten in Manila gegründet. Es war nicht nur den Kindern von spanischen Kolonisten, sondern auch Mestizen und Filipinos zugänglich*. Ab 1870 konnte es akademische Grade verleihen, die auch von spanischen Universitäten anerkannt wurden.

Eine besondere Sehenswürdigkeit war am Anfang des 20. Jahrhunderts das Museum des Ateneo, das 2.892 mineralogische, 4.361 botanische und 7.644 zoologische Exponate aufwies (Zahlen von 1910). Daran schloss sich eine ethnologische Abteilung an.

Auch machte in einem der Türme des Kollegs P. Federico Faura S.J. die ersten Beobachtungen zur sicheren Voraussage von Taifunen, was später zur Gründung des meteorologischen Observatoriums von Manila führte, dem Faura vorstand. Hinzu kam eine seismologische Abteilung. P. Faura erfand selbst einige seismologische Apparate. Sein Nachfolger, P. Miguel Saderra Maso, schrieb das bahnbrechende Werk Seismología en Filipinas, das auf einem 10-jährigen genauen Studium der Gesetzmäßigkeiten von Erdbeben fußte.

(Quelle: die katholischen Missionen 1910, 1899)


*Manila verfügt noch über eine weitere alte Bildungseinrichtung, die University of Santo Tomas, die schon 1611 gegründet und von Papst Leo XIII. 1902 zur Päpstlichen Universität erhoben wurde. Sie ist eine der größten katholischen Universitäten der Welt.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Wie man sich Schismatiker vom Leib hält


Msgr Jorge Imperial Barlin, Bischof von Nueva Cáceres  (Quelle)

Als der abgefallene philippinische Priester Gregorio Aglipay, Führer der „Unabhängigen Philippinischen Kirche“ (und ab 1918 Freimaurer), im Jahr 1902 den späteren ersten einheimischen Bischof des Landes, den fähigen und talentierten Pater Jorge Imperial Barlin, fragte, ob dieser das Oberhaupt der schismatischen Vereinigung sein wollte, sagte dieser zu ihm:

„Ich wäre lieber Straßenkehrer als das Oberhaupt Ihrer schismatischen Hierarchie“ (Prefiero ser lampacero a ser la cabeza de su jerarquía cismática).

Barlin kämpfte mit Erfolg gegen das Schisma und erreichte 1906, dass abgefallene Priester die Kirchen, die sie usurpiert hatten, wieder an die katholische Kirche zurückgeben mussten.

Sonntag, 2. November 2014

Wenn der protestantische Prediger einen auf „Padre“ macht – wieder Philippinen



Schon öfters haben wir auf den unehrlichen Kniff der amerikanischen Prediger hingewiesen, den sie auf den ehemaligen Antillen sowohl wie auf den Philippinen zur Anwendung bringen, um das einfache Volk in Irrtum zu führen. Er besteht darin, dass sie sich als katholische Priester aufspielen und ihm alles nachmachen. Selbst vor der sakrilegischen Entweihung des Beichtstuhles scheuen diese Verkündiger des reinen Evangeliums nicht zurück. Einen neuen Beleg für dieses Treiben gibt P. Schipman aus Sagada auf Luzon. Die dortige von den Augustinern erbaute Kapelle war durch die Revolutionäre 1898 zerstört, der Priester vertrieben worden. Als die belgischen Missionäre von Scheutveld anlangten, fanden sie nur noch Ruinen. Inzwischen aber waren die Episkopalen eingedrungen und hatten durch den erwähnten Kniff in Verbindung mit reichen Geldspenden einen Teil der Bevölkerung an sich gezogen. Der Prediger hat sich einen katholischen Priestertalar angelegt und trägt denselben nicht bloß in der Kirche, sondern oft den ganzen Tag. Die Anwendung solcher Mittel wirft doch ein merkwürdiges Licht auf die Kraft des „reinen Evangeliums“.

(Aus: die katholischen Missionen, 1911)

Donnerstag, 11. September 2014

Der Katechismus des hl. Robert Bellarmin: noch zu seinen Lebzeiten ins Ilocano übersetzt



P. Michael Hergesheimer S.V.D. schreibt uns aus Lagangilang, Abra (Philippinen): 

„Als Leser der geschätzten ‚Kath. Missionen‘ rechne ich es mir zur Ehre an, Ihnen das Folgende mitzuteilen. In Heft 12, 1920/21, las ich den Artikel: Der ehrw. Kardinal Bellarmin, ein edler Missionsfreund. Ich dachte, es werde sie wohl interessieren, von Kardinal Bellarmins Katechismus zu hören, der hier auf den Philippinen in die einheimischen Sprachen übersetzt worden ist. 

Vor mir liegt die Ausgabe in Ilocano, der Sprache im Nordwesten der großen Insel Luzon. Die Übersetzung hat der sprachkundige Augustiner Fray Francisco López hergestellt. Auf dem Umschlag liest man: Bellarmino, Doctrina cristiana. Auf dem ersten Titelblatt heißt es: Libro á naisuratan amin ti doctrina cristiana nga naisurat iti libro ti Cardenal Agnagan Belarmino, quet ináon ti Fr. Francisco López, Padre á San Agustin iti Sinasantoy. Tercera edición. Gedruckt in Malabón, 1895. Dann kommt Motu proprio unseres Heiligen Vaters Klemens VIII., gegeben zu Ferrara am 15. Juli 1598. Es folgt ein Dokument des D. Alonso Fajardo de Tenza, Gobernador de estas Islas. Diese Approbation der hohen weltlichen Regierung wurde gegeben in Manila am 26. September 1620. Die Licencia des Erzbischofs von Manila ward erteilt am 3. September desselben Jahres. Darauf folgt die Erlaubnis der Zensorenkommission, woran sich die Licencia del Prelado, des Augustiner-Provinzials, anschließt. Auf der folgenden Seite (XXIV) liest man: Epígramma, Rev. admodum Patris Garsiz Garzes é Societate Jesu Epigramma ad librum ejusque Autorem, enthaltend neun Distycha [sic].

Der Prólogo y Dedicatoria…des Herrn Übersetzers umfasst 5 1/2 Seiten. Zunächst folgen die Definiciones der vom Spanischen herübergenommenen Ausdrücke: Libro, Caridad, Virtudes usw., 12 Seiten umfassend. Ein schöner Kupferstich der allerseligsten Jungfrau leitet über zum Gebet an die Mutter Gottes: Carárag quen Santa Maria, 21 vierzeilige Strophen, wohl der allererste Versuch eines Europäers in der Dichtkunst dieser Sprache. Die Seiten LI bis LXIV bringen Advertencias über Orthographie und Schreibweise in der alten einheimischen Schrift. Diese selbst ist dann zu sehen in ihren wunderlichen Haken und Schleifen mit Punktuation über und unter den Lettern.

Auf 12 Seiten wird da ein Abdruck gebracht von dem alten Catecismo de Belarmino, in altilokanischen Schriftzeichen. Auf drei folgenden Seiten ist ein Druckfehlerverzeichnis. Ein schönes Bild des Gekreuzigten leitet dann den eigentlichen Katechismus ein. Er ist in der heute nur mehr gebrauchten spanischen Schrift gedruckt und enthält 342 Textseiten. Der Katechismus ist in Fragen und Antworten verfasst. Doch ist viel von der damaligen Sprache heute nicht mehr gebräuchlich oder manche Wörter haben anderen Sinn oder dieselben Stammwörter werden heute mit anderen Präfixen und Suffixen versehen. Aber im großen Ganzen wird ihn jeder Ilokaner, der lesen kann, leicht in der alten Fassung verstehen.

Dieser Katechismus war also hier auf den Philippinen schon übersetzt und gedruckt und mit allen möglichen Erlaubnissen versehen und verbreitet, als der ehrw. Kardinal Bellarmin noch lebte und seine Schreiben nach Indien gingen bezüglich der Angelegenheit des P. de Nobili. Wie rasch auch das Gute sich verbreitet! Der Katechismus und die hiesige Übersetzung wird eine leuchtende Perle bilden in der himmlischen Krone des ehrwürdigen Dieners Gottes.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1922)

Dienstag, 19. August 2014

Zum Fest: der letzte Wille des hl. Ezequiel Moreno Díaz




Es leben Jesus und Maria!
Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Ich, Frater Ezequiel Moreno Díaz, aus dem Orden der unbeschuhten Augustiner-Eremiten unseres heiligen Vaters St. Augustinus, Bischof (an diesem Datum) von Pasto, glaube und bekenne alles, was unsere heilige Mutter, die katholische Kirche, als von Gott geoffenbart vorstellt, sei es durch feierliche Verkündigung oder durch ihr allgemeines ordentliches Lehramt.
Ich glaube und bekenne alle apostolischen und kirchlichen Traditionen, die heilige Schrift in dem Sinne, wie sie die heilige katholische Kirche auslegt und jeden einzelnen Satz, der von den ökumenischen Konzilien, besonders vom Konzil von Trient und vom [ersten] Vatikanischen Konzil definiert und verkündet wurde, und insbesondere das oberste und unfehlbare Lehramt des Papstes, den ich als Statthalter Christi auf Erden und Hirt und Lehrer der gesamten katholischen Kirche anerkenne.

Ich verurteile alle Irrtümer, seien es die durch die ökumenischen Konzilien oder die durch die Päpste verurteilten Irrtümer, insbesondere jene Irrtümer, die unter dem Namen des Liberalismus zusammengefasst werden und alle, die im Syllabus aufgeführt sind.

Ich mache kein Testament, da ich Ordensmann bin und nichts besitze. Dennoch möchte ich einige Anweisungen geben, damit Klarheit für den besteht, der nach meinem Tod meine Angelegenheiten regeln muss. Diese Klarheit soll aus den folgenden zwei Prinzipien hervorgehen, die allgemein von allen Theologen und Kirchenrechtlern anerkannt werden:

1. Was ein Ordensmann erwirbt, gehört seinem Kloster oder seinem Orden.
2. Was er erwirbt, nachdem er zum Bischof präkonisiert wurde, gehört seinem Sprengel.
Alles, was ich bis zum Punkt elf angebe, wurde mir direkt vor meinem Amtsantritt gegeben und nur deswegen, weil ich dieses Amt antreten würde (es folgt eine Aufzählung der Dinge, die er hatte, bevor er nach Pasto kam).

(…) Ich habe zwei arme jüngere Schwestern. Ich habe sie während meiner Zeit als Bischof in Pasto nicht unterstützt, da ich nichts hatte, um sie zu unterstützen. Ich habe alles Geld den Armen vor Ort gegeben, außer das, was ich für das Essen benötigte sowie für ein wenig Kleidung, da ich bereits einige Kleidung aus Bogotá mitgebracht hatte.

In dem Dokument, das diesem beigefügt ist, habe ich einige Notizen gemacht, die meinem „Anweisungen“ beigefügt werden können, wie man sich gegenüber den Liberalen zu verhalten hat.
Ich bekenne erneut, dass der Liberalismus eine Sünde ist, ein schrecklicher Gegner der Kirche und des Königreichs Jesu Christi und der Ruin der Völker und Nationen. Da ich dies auch noch nach meinem Tod lehren möchte, wünsche ich, dass in dem Zimmer, wo meine Leiche aufgebahrt wird, und in der Kirche während der Exequien ein großes Schild aufgestellt wird, das jeder sehen kann und auf dem steht: „Der Liberalismus ist eine Sünde. Dies steht hier, um dem Wunsch des verstorbenen Bischofs nachzukommen.“

Ich wünsche und bitte, dass man mich in meinem heiligen Ordenskleid als Sohn unseres heiligen Vaters St. Augustinus in der Sakramentskapelle der Kathedrale bestattet. Alles Weitere soll gemäß dem, was die Kirche im Pontifikale für das Begräbnis eines Bischofs vorschreibt, durchgeführt werden. Ich habe nichts gegen diese Feierlichkeit einzuwenden, da sie von der Kirche so angeordnet wird.

Ich bitte um Verzeihung für meine Fehler bei der Ausübung meines Amtes, zunächst bei Gott, zweitens bei meinem geliebten Klerus und drittens bei allen Gläubigen der Diözese und bei allen, die ich in meinem Leben beleidigt habe oder denen ich irgendwie geschadet habe, sei es durch Tat oder durch Unterlassung. Alle bitte ich darum, für meine arme Seele zu Gott zu flehen.

Ich schließe, indem ich sage, dass ich mit dem großen Schmerz ins Grab steige, sehen zu müssen, dass man versucht, Pasto zu entkatholisieren. Ich habe vor diesem Übel gewarnt, auch wenn ich deswegen leiden musste. Wenn ich in diesem Punkt etwas zu bereuen habe, dann ist es nur, dass ich nicht mehr gewarnt habe. Der Glaube geht nach und nach verloren: Der Liberalismus hat das Unaussprechliche erreicht…

Ich unterzeichne alles Obenstehende in Pasto am 6. Oktober 1905.
                                                                                 
                                                                      † FRATER EZEQUIEL

                                                                         Bischof von Pasto.

Montag, 30. Juni 2014

Protestantischer Bildersturm auf den Philippinen und seine auffälligen Folgen

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

Ein seltsamer Vorfall trug sich 1908 in der Stadt Peñaranda in Nord-Luzon (Philippinen) zu. Ein protestantischer amerikanischer Prediger hatte sich hier eingefunden und begonnen, die arme, seit langem aus Priestermangel seelsorglich verlassene Bevölkerung gegen die Lehren und Gebräuche der katholischen Kirche aufzuhetzen, besonders aber gegen die Verehrung der heiligen Gottesmutter und der Heiligen zu donnern.

Es gelang ihm wirklich, die Leute zu betören und dazu zu bewegen, ein ehedem sehr verehrtes Bild U.L. Frau vom Rosenkranz und eine Statue des hl. Antonius zu entthronen und in den nahen Fluss zu werfen. Aber siehe da, die Strömung brachte beide nach einiger Zeit wieder ans Ufer. „Werft sie weiter hinaus in den Strudel“, gebot der Prediger. Es geschah. Aber immer wieder kehrten die Statuen zurück. Sie wurden ein fünftes Mal ergriffen und in die Flut geschleudert. Diesmal blieben sie aus.

Dafür kam zwei Tage darauf eine Springflut und wälzte sich zerstörend über das Städtlein. 150 Personen und fast alles Vieh gingen zu Grunde. Aber seltsam, die Springflut hatte auch die beiden Statuen wieder gebracht, und sie schwammen weithin sichtbar auf den Wogen. Sie wurden ans Ufer gebracht und befinden sich heute in dem Ort Tugnegaras. 

Die Bewohner von Peñaranda aber sahen in dem jedenfalls sehr seltsamen Zusammentreffen ein Strafgericht Gottes. Ergrimmt suchten sie den Prediger auf, der sie zum Bildersturm gehetzt hatte. Der aber hatte bereits ein Ross bestiegen und sich aus dem Staub gemacht.

(Aus: die katholischen Missionen, 1910)

Sonntag, 19. Januar 2014

Wenn der protestantische Prediger einen auf „Padre“ macht

(Quelle: Adelbrecht)

Vor uns liegt der erste Bericht des hochw. P. De Cock, einer der Scheutvelder Missionäre, die jüngst der bedrängten philippinischen Kirche zu Hilfe geeilt sind.
Der Apostol. Vikar, Msgr. Agius O.S.B., nahm die neuen Hilfskräfte mit Tränen der Freude auf. Im Augustinerkloster von Manila fanden die Ankömmlinge gastliche Aufnahme und bereiten sich hier auf ihre neue Tätigkeit vor. 
P. De Cock aber eilte nach Bigan, der Residenz des Bischofs Dougherty, für dessen Sprengel, Nueva Segovia, die Scheutvelder bestimmt sind.

Die Stadt Bigan zählt etwa 15.000 Einwohner, meist Leute aus dem Eloranostamme mit starker Zumischung chinesischen Blutes. Die Kathedrale gleicht einer gewöhnlichen Dorfkirche. In Banguet holte P. De Cock den auf einer Firmreise befindlichen Bischof ein. „Er ist ein Mann von 43 Jahren von echt amerikanischer Tatkraft. Er ist fast ununterbrochen auf der Rundfahrt durch seinen Sprengel, keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass ordentlich gebahnte Wege und Fahrstraßen selten sind und der Oberhirte oft an einem Tage 12-13 Stunden im Sattel sitzt.“

In Begleitung des Generalvikars Carrol zog P. De Cock weiter, um das von den Scheutveldern zugewiesene Arbeitsfeld näher kennen zu lernen. Die Fahrt in der ärgsten Sommerhitze (Februar-Mai) durch eine wildromantische Gebirgslandschaft in einem einheimischen Rüttelkasten war mühsam genug. Nur ein Erlebnis sei aus dem Bericht ausgehoben.

In Bagum, dem höchstgelegenen Orte der Provinz Lepanto-Bontoc, kehrten die Reisenden bei einem Eingeborenen ein. Eine junge Christin im Dorf lag im Sterben. P. De Cock eilte hin und hatte gerade noch Zeit, dem Mädchen die letzte Lossprechung zu spenden. Es starb während der Sterbegebete. 
Zu seinem nicht geringen Erstaunen erfuhr der Missionär, dass die Kranke regelmäßig von einem gewissen „Padre Stanton“ besucht worden sei. Wer sollte dies sein, da bekanntermaßen kein katholischer Priester in dem Gebiete ringsum wohnte?

Die Sache klärte sich bald auf. In einem drei Stunden entfernten Ort hatte sich ein protestantischer Prediger niedergelassen, der, um das einfache Volk zu täuschen, den katholischen Priesterrock trug, die Sakramente in katholischer Weise spendete und in allem den katholischen Seelsorger nachzuahmen suchte. 
Wie sich herausstellte, hatte derselbe noch einen Kollegen, der es geradeso machte. 
Während P. De Cock und sein Begleiter und sein Begleiter in Bontoc Siesta hielten, ließ sich ein Reverend Spencer anmelden. Um nicht zu stören, hatte er versprochen, später wiederzukommen.

Richtig um 4 Uhr nachmittags stellte sich der Herr in einer enganliegenden katholischen Soutane vor, mit einem großen Kreuz vorn auf der Brust. Er tat ganz vertraut und sagte, er sei glücklich, dass katholische Missionäre zu dem verlassenen Volk zurückkehrten. Seine Einladung zu einem Gegenbesuch wurde höflich abgelehnt.

Abends stellte sich der Reverend abermals vor, diesmal von Frau und Kindern begleitet. Seine Absicht war klar genug; er wollte die Missionäre als Kollegen behandeln, um den Schein aufrecht zu halten, als bestehe zwischen Protestanten und Katholiken kein Unterschied. 
Dies zwang die Missionäre zu einer unumwundenen Erklärung. Sie hielten dem Prediger vor, dass seine unwürdige Nachäffung des katholischen Priesters und Kultus eine Heuchelei und nur dazu angetan sei, das Volk irrezuführen. 
Beschämt und kleinlaut zog der Pseudopriester ab. Die Aufklärung hatte zur Folge, dass er das nächste Mal in seiner Kirche nur noch 15 Zuhörer zählte.

(Aus: die katholischen Missionen, 1908)


Samstag, 16. November 2013

Will die katholische Kirche die Menschen dumm halten? (Teil 2) – die Missionare und die Naturwissenschaften

Matthäus Ricci S.J.

Im letzten Eintrag haben wir gesehen, wie die Missionare sich besonders um die Sprachen verdient gemacht haben, heute wollen wir einen Blick auf die Naturwissenschaften werfen. Die Zahl der Ordensleute, die sich in den Missionen den Naturwissenschaften gewidmet haben, ist im Vergleich zu der Zahl der europäischen Forscher mit Ordenszugehörigkeit eher klein, aber trotzdem nicht einfach zu übergehen.

Dies liegt sicherlich an den äußeren Umständen in der Mission, die es meist nicht erlauben, größere wissenschaftliche Forschungen anzustellen, die sich nicht auf das Gebiet der Sprachen erstrecken.

Vor allem die Jesuiten haben sich sehr um Mathematik und Astronomie verdient gemacht, weshalb nur ein kleiner Abriss über ihre vielfältige wissenschaftliche Tätigkeit gegeben wird.

Dominikaner:

Die Dominikaner versehen auch heute noch die „Ustê“, die University of Saint Thomas in Manila, die 1645 von Papst Innozenz X. bestätigt wurde. 1905 hatte sie sechs Fakultäten (Theologie, Philosophie und Literatur, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, Medizin, Pharmazeutik). Die UST zählt unter ihren ehemaligen Schülern und Professoren zahlreiche heilig- und seliggesprochene Dominikaner, die in Asien als Märtyrer gestorben sind.

Jesuiten:

Matthäus Ricci S.J., Missionär in China (+1610): Verfasser mathematischer und philosophischer Schriften in chinesischer Sprache. (siehe Bild)

Johann Adam Schall S.J., Missionär in China (+1666): Ab 1645 Präsident des mathematischen Tribunals am kaiserlichen Hof in China, schrieb zusammen mit P. Jakob Rho Schriften astronomischen und mathematischen Inhalts auf Chinesisch.

Weitere Mathematiker und Astronomen am chinesischen Hof waren Christian Wolfgang Herdtrich S.J., kaiserlicher Mathematiker in Peking, P. Slaviczeck S.J. (+1735), Astronom, sowie eine Reihe von Jesuiten, die bis zum Tod von Joseph d’Espincha S.J. (+1788) Präsidenten des mathematischen Tribunals waren.

Die Jesuiten versorgten die staatlichen Sternwarten in Peking (1668).
Bereits im 16 Jhd. wendeten sich die Jesuiten gegen den astrologischen Aberglauben.

P. Verbiest S.J. erstellte eine Weltkarte mit chinesischen Inschriften (1674).

Samuel Fritz S.J. erstellte eine Karte des Amazonas (1690).

Wichtige geographische Entdeckungen in Nordamerika machten die Patres Marquette und Kino (17. Jhd.).

Die Patres Cordero S.J. , Gaubil S.J. und D’Incarville S.J. erstellten im 18. Jhd. Herbarien der chinesischen Pflanzen.


Franziskaner:

P. Joseph Giraldi O.F.M., Missionar in Nord-Schensi: Sendung von neuen Pflanzenarten nach Europa (1890).

Johannes Piano di Carpine O.F.M. (+1252) und sel. Oderich von Ponderone O.F.M. (+1331): Beschreibung Innerasiens.

Elektus Zwinger O.F.M., Guardian in Betlehem: Veröffentlichte die botanische Schrift „Blumenbuch des hl. Landes“ (1661).

Lazaristen:

Armand David C.M. (+1900), Missionar in China: Verfasste zusammen mit E. Oustalet das Werk Oiseaux de la Chine sowie einen Atlas mit 180 kolorierten Karten, erfasste 800 chinesische Vogelarten, verfasste das Buch Plantae Davidianae über die Pflanzenwelt Nordchinas und errichtete in Peking, Savon und im Mutterhaus in Paris naturwissenschaftliche Museen.

P. Raux C.M. (+1801) folgte einer langen Liste von Jesuiten (siehe oben) als Präsident des mathematischen Tribunals in Peking.

Väter vom heiligen Geist:

Theophil Klaine C.SS.P., Missionar im Kongo: Pflanzenforschung; entdeckte die ertragreiche Kautschuk-Liane Landolphia Klainii, die nach ihm benannt ist.

Weiße Väter:

Msgr. August Hacquard M.Afr., Apostolischer Vikar der Sahara und des französischen Sudans (+ 1901): Erforschung des Nigers.

P. Brard M.Afr.: Abhandlung über den Viktoria-Nyansa.

Gesellschaft des Göttlichen Wortes (Steyl):

Damian Kreichgauer: Behandelte die Äquatorfrage in der Geologie (1902).

Pariser Missionsseminar:

P. André Soulié (gemartert 1905): Sammelte in Tibet über 7.000 einheimische Pflanzenarten. Fing als erster Europäer ein Exemplar der Schwarzen Stumpfnase (Rhinopithecus bieti, benannt nach Bischof Felix Biet).


(Quelle: Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Dr. Max Heimbucher, Verlag Ferdinand Schöningh, 1907)

Freitag, 15. November 2013

Will die katholische Kirche die Menschen dumm halten? (Teil 1) – die Missionare und die Sprachforschung


Wenn Sie vielleicht mal, was heutzutage sehr oft passieren kann, im Gespräch oder in einer Uni-Vorlesung zu hören bekommen, dass die katholische Kirche die Leute dumm halten wollte (in diesem Wortlaut habe ich das bereits auf einer höheren Bildungsanstalt gehört) oder etwa, wie uns der öffentliche Rundfunk, den wir, ob wir wollen oder nicht, mit unserem Geld unterstützen, erzählen möchte, dass Missionare fiese Kerle sind, die die Sprachen der Einheimischen verbieten, ist es gut zu wissen, dass, wie in vielen anderen wissenschaftlichen Gebieten, die katholische Kirche einen unschätzbaren Beitrag zur Sprachforschung, besonders im Fall der exotischen Sprachen, geleistet hat.

Nachfolgend eine Liste von Ordensleuten, die sich auf diesem Gebiet hervorgetan haben. Bei den Missionaren, bei denen nicht klar war, wo genau sie gewirkt haben, ist das Verbreitungsgebiet der Sprache in Klammern angegeben.

Es handelt sich dabei nur um eine sehr kleine Auswahl.

Dominikaner:

Bischof Ignaz Ibañez O.P. Bischof in Taiwan, 19. Jhd. (?) : chinesisches Wörterbuch und kleinere Werke zur Amoi-Sprache

Domingo de S. Thoma O.P., Missionar in Peru im 16. Jhd.: Grammatik und Vokabular des Quechua

Bernardo Lugo O.P., 17. Jhd.: Grammatik des Chibcha (Zentral- und Südamerika)

Raymund Berton O.P., 17. Jhd.: Werke über das Karaibische (Südamerika)

Luis Cancer O.P. und Domingo de Bico O.P. (16. Jhd.).: Schriften in der Quiché-Sprache (Guatemala)

Francisco de San José O.P., Missionar auf den Philippinen im 16/17. Jhd.: Tagalog-Grammatik, führte 1590 den Buchdruck auf den Philippinen ein

P. Maxime Le Clerq O.F.M., Missionar in Kanada im 17. Jhd.: erfand Schriftzeichen für die Sprache der Mikmak-Indianer

Franziskaner:

P. Franz Pareja O.F.M. Missionar in Florida im 16. Jhd.: Katechismus in der Sprache der Tumucua-Indianer sowie Grammatik und Wörterbuch in derselben

Ildefonso Flores O.F.M.: Professor des Cakchiquel an der Universität in Guatemala (19. Jhd.?)

Basilius Rollo von Gemona O.F.M., Apostolischer Vikar von Schansi-Schensi, China (+1703): Verfasser des Dictionarium Sinico-latinum, das zumindest noch im frühen 20. Jhd. als Hauptwerk für das Chinesische galt

Markus von Lisboa O.F.M., Missionar im 17. Jhd. auf den Philippinen: Katechismus und Wörterbuch des Bicol-Dialekts

Darüber hinaus haben sich zahlreiche Franziskaner der Erforschung der mexikanischen Sprachen (Aztekisch etc.) gewidmet


Hl. Franz Xaver S.J. mit Mitbrüdern: Übersetzung eines Katechismus in das Malabarische

P. Enrique Henriquez S.J., Gefährte des hl. Franz Xaver an der Fischerküste in Indien: Grammatik und Wörterbuch des Tamil

P. Roberto de Nobili S.J., Missionar in Indien (+1656): apologetische und asketische Schriften im Sanskrit

Juan Fernandez S.J., Laienbruder in Japan (1567): Erste japanische Grammatik mit Lexikon

Lorenzo Hervás y Panduro S.J. (+1809): Einer der Vorreiter der vergleichenden Sprachwissenschaften, sammelte Proben von 307 Sprachen und Grammatiken von 40 Sprachen und erforschte mit großem Eifer die malaiischen Sprachen.

Picpus-Gesellschaft:

Florentin „Tepano“ (Stephan) Jaussen SS.CC., apostolischer Vikar von Tahiti (+1891): Übersetzung des Neuen Testaments in die Gilbert-Sprache (Kiribati)

Missionare vom heiligsten Herzen:

P. Erdland M.S.C.: Grammatik der Marshall-Sprache

Weiße Väter:

Msgr. Léon Livinhac M.Afr. Apostolischer Vikar von Viktoria-Nyanza, später Generaloberer: Grammatik der Ugandasprache

Msgr. August Hacquard M.Afr., Apostolischer Vikar der Sahara und des französischen Sudans: Grammatik der Bambara-Sprache


(Quelle: Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Dr. Max Heimbucher, Verlag Ferdinand Schöningh, 1907)

Hier erfahren Sie mehr über die Missionare und die Naturwissenschaften

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Unsere Liebe Frau von Guadalupe, bitte für uns!


Heute wird in Nord- und Südamerika das Patronatsfest Unserer Lieben Frau von Guadalupe gefeiert, die am  9. Dezember 1531 in Mexiko dem Indianer Juan Diego erschien. Dies ist eine der 15 kirchlich anerkannten Marienerscheinungen und wird durch das nicht durch Menschenhand geschaffene Bild auf der Tilma (eine Art Mantel) des heiligen Juan Diego bezeugt. Diese Tilma  hat bis heute fast ein halbes Jahrtausend überdauert, obwohl sich die Fasern nach einigen Jahren hätten zersetzen müssen.

Mehr über die wissenschaftlichen Untersuchungen und das unglaubliche Geheimnis der Augen Unserer Lieben Frau auf der Tilma gibt es hier bei Pater Engelbert Recktenwald FSSP.

"Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter, die Mutter aller Menschen, all jener, die mich lieben, die zu mir rufen, die Vertrauen zu mir haben. Hier will ich auf ihr Weinen und ihre Sorgen hören und will ihre Leiden, ihre Nöte und ihr Unglück lindern und heilen."

(Worte der Muttergottes zum heiligen Juan Diego)

Unsere Liebe Frau von Guadalupe, Patronin von Amerika, bitte für uns!

Unsere Liebe Frau von Guadalupe, Patronin der Philippinen, bitte für uns!

Heiliger Juan Diego, bitte für uns!

Montag, 3. Dezember 2012

Sonntag, 21. Oktober 2012

Ihr Heiligen aus der Mission, bittet für uns!

Heute hat unser heiliger Vater Papst Benedikt XVI. vier Heilige "aus der Mission" kanonisiert, eine deutschstämmige Franziskanerin, Marianne Cope, die dem heiligen Pater Damian Deveuster bei der Betreuung der Leprakranken auf Molokai half, und Kateri Tekakwitha, "die Lilie der Mohawks", eine bekehrte Indianerin aus dem heutigen US-Bundesstaat New York. Auch sind zwei Märtyrer dabei: der zweite einheimische Filipino, der zu Ehren der Altäre erhoben wurde, Pedro Calungsod, der auf Guam für den Glauben starb, sowie Pater Jacques Berthieu S.J., Missionar in Madagaskar.
Mögen diese Heiligen für uns bei Gott bitten, besonders um heilige Missionare!



St. Marianne Cope, bitte für uns!




St. Kateri Tekakwitha, bitte für uns!
St. Pedro Calungsod, bitte für uns! (Quelle: L Manila Cathedral)
St. Jacques Berthieu, bitte für uns!


Mittwoch, 26. September 2012

Jihad auf den Philippinen und entsprechende Gegenmaßnahmen

General Ramon Blanco y Erenas

Von der zu den spanischen Philippinen gehörigen großen Insel Mindanao melden Las Misiones Católicas wieder blutige Feindseligkeiten von Seiten der hier noch zahlreichen Moros, mohammedanischer Malayenstämme, die als Seeräuber seit alters her berüchtigt sind. 
Es ist ein Aufflackern des unversöhnlichen Christenhasses, der den Spaniern schon so viel zu schaffen machte. Unter der Anführung des Datto (Name der Morosfürsten) Ali überfiel ein wohlbewaffneter Haufen die spanische Militärstation Lepanto, metzelte alles nieder, was ihm in den Weg kam, zerstörte Kirchen und Altäre, schleppte den Kommandanten, den Hauptmann der Besatzung und 12 Mann mit nach Mamalagao und ermordete auf dem Weg die spanischen Anführer und drei Frauen, die sich aus Ermüdung weigerten, zu folgen.
Auf die Kunde von dem Geschehen sammelten der Befehlshaber von Valencia, einer anderen Militärstation, der Pater Missionär von Nueva Sevilla und der „Fähnrich“ der berittenen Polizei von Bucangon rasch alle zur Verfügung stehende Mannschaft und zogen an der Spitze von 400 Mann zur Verfolgung des Feindes aus.
Nach unzähligen Strapazen gelang es ihnen, die Moros zu erreichen, sie unversehens zu überfallen und vollständig in die Flucht zu schlagen. 22 Gefangene fielen in die Hände der Sieger, darunter die Dattos Amay Lambuag und Mancuyugan und deren Söhne. Die Christen zählten einen einzigen Verwundeten.
Zur Sicherung der Lage ist General Blanco von Manila an der Spitze einer Abteilung von 3.000 Mann an Ort und Stelle geeilt, während die Kriegsflotte an der Küste operiert. Die blühende Mission auf Mindanao wird von spanischen Jesuiten besorgt, die in ihren Reduktionen schon mehr als einmal von den Moros belagert wurden.


(Aus: die katholischen Missionen, 1894)