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Dienstag, 4. Januar 2022

Missionseifer der Thomaschristen (Teil 2): Mar Mathew Makil, Apostol. Vikar von Kottayam



Ein kurzer Nachtrag über den Missionseifer der Syro-Malabaren, wie er sich im Leben eines ihrer bedeutendsten Bischöfe zeigte. Mar Mathew Makil war Apostolischer Vikar von Kottayam und starb 1914 im Ruf der Heiligkeit. Sein Seligsprechungsprozess wurde 2009 eingeleitet:

„Mar Makil hatte einen großen Eifer dafür, die frohe Botschaft zu verbreiten und die Heiden zur katholischen Kirche zu bekehren. Er sagte: „Jeder Christ hat die Mission, das Evangelium zu lehren. Sie müssen sich darum kümmern, ihren unwissenden Nachbarn und denen aus niederen Kasten das Evangelium zu lehren und ihnen helfen, durch die heilige Taufe Mitglieder der katholischen Kirche zu werden.“ Mit dieser Absicht gründete er eine Gesellschaft für Evangelisierung (Margamaryippusabha), über die er finanzielle und materielle Hilfe für die Evangelisierung der Welt erbat (Pastoralbrief Nr. 5).


(Quelle: https://marmakil.org/marmakil_matter.php?page=life_history_english)

Samstag, 1. Januar 2022

Missionseifer der Thomaschristen

 

Die ersten syromalabarischen Apostolischen Vikare, bevor eine eigene bischöfliche Hierarchie für die syromalabarischen Katholiken errichtet wurde. Für Bischof Matthew Makil ist der Seligsprechungsprozess eröffnet.

Es ist meine Überzeugung, dass auch die katholischen Ostkirchen eine besondere missionarische Berufung in ihren Ursprungsgebieten und deren Nachbarregionen haben, so etwa in Nordafrika, dem Nahen Osten, Zentralasien, Afghanistan und so weiter. Aus verschiedenen, oft ganz unverschuldeten Gründen war der Missionsgedanke unter den Katholiken der Ostkirche nicht immer stark ausgeprägt. Die Katholiken der syromalabarischen und syromalankarischen Kirchen in Südindien geben aber ein gutes Beispiel dafür, wie der Missionsgeist auch die Ostkirchen bereichern kann. Hier ein kurzer Abschnitt aus einem Artikel des syromalabarischen Karmeliterpaters Lucas Vithuvattikal[1] für „Die katholischen Missionen“ aus dem Jahr 1953 über seinen eigenen Ritus:

„Die syromalabarischen Katholiken sind nur ein Viertel der Bevölkerung Malabars. So eröffnet ihnen die engere Heimat ein weites Missionsfeld unter ihren nichtchristlichen Landsleuten. Wohl jede Pfarrei und jedes Kloster hat ein Katechumenat angegliedert, in dem alljährlich eine große Zahl von Konvertiten den Weg zur Kirche finden. Einen Kastenunterschied gibt es nicht. Die Katholiken niederer Kaste haben in der syromalabarischen Kirche die gleiche Rechte wie die Katholiken höherer Kasten.

Für den regen Missionsgeist ist aber die malabarische Heimat viel zu eng. Hunderte von Jungen und Mädchen nehmen den lateinischen Ritus an, um in den lateinischen Bistümern des weiten Indien Missionsarbeit zu tun. Im Jahr 1937 wurde dafür ein Kleinseminar im heutigen Bistum Palai errichtet, aus dem die Schüler nach eigener Wahl den verschiedenen lateinischen Bistümern zugeteilt werden. Heute arbeiten in 32 indischen Bistümern nicht weniger als 1300 Missionare aus Malabar: 300 Weltpriester, 500 Ordensmänner und 500 Ordensfrauen. Seit 5 Jahren unterstützt der „Missionsbund der Kleinen Blume“ dieses ausgedehnte Missionswerk in Indien. (…)

Die missionarische Kraft der syromalabarischen Kirche, die an Priester und Ordensberufen reich gesegnet ist, würde sich noch stärker für die Bekehrung Indiens auswirken, wenn für ihre Missionsarbeit außerhalb ihrer Heimat nicht die Annahme des lateinischen Ritus als Bedingung aufgestellt wäre. Auf jeden Fall zeigt gerade dieser Missionsgeist, von welch jugendlicher Lebendigkeit das Christentum in dieser uralten apostolischen Kirche Malabars erfüllt ist.“

 


[1] Pater Lucas war Postulator in den Heiligsprechungsprozessen von St. Kuriakose Elias Chavara und St. Euphrasia, zweier syromalabarischer Heiliger, die vor einigen Jahren heiliggesprochen wurden. Er starb im Jahr 2008.

Sonntag, 17. August 2014

Große Missionsbischöfe: ehrw. Matthew Makil, syro-malabarischer Apostolischer Vikar von Kottayam



„Er arbeitete viel und mit großem Eifer.“ Dasselbe Wort kennzeichnete das Leben des Bischofs Matthew Makil, Apostolischer Vikar von Kottayam, des ersten eingeborenen Inders, der als syrischer Prälat der katholischen Kirche aus dem Leben schied. Bei der Errichtung der syrischen Vikariate in Travankor und Cochin im Jahr 1896 war Makil, der sich als Theologieprofessor und Generalvikar ausgezeichnet hatte, zum ersten Apostolischen Vikar von Changancherry und 1911 bei der Teilung des Vikariats zum Apostolischen Vikar von Kottayam ernannt worden. Er war nicht nur ein unermüdlicher Arbeiter, sondern auch ein geschickter Verwalter und ungemein gnädiger Vorgesetzter. Die Pocken rafften ihn am 26. Januar im 64. Lebensjahr dahin; sein Tod kam allzu frühzeitig für das neugebildete Apostolische Vikariat. „Was er in drei Jahren tun konnte, hat er getan“; das war das Urteil aller, die den Verstorbenen an der Arbeit zu sehen Gelegenheit hatten.


(Aus: die katholischen Missionen, 1915)

Samstag, 9. August 2014

Große Missionsbischöfe: Aloysius Pareparampil, syro-malabarischer Bischof von Ernakulam


Auch ein geborener Inder ist unter den Oberhirten, die uns das vergangene Jahr entriss. Dr. Aloysius Pareparampil (es gibt verschiedene  Schreibweisen des Namens), Bischof von Ernakulam. Einem altberühmten syrisch-katholischen Geschlecht entstammend, 1847 geboren, empfing Pareparampil 1870 die Priesterweihe. Als Geheimschreiber des Bischofs von Kottayam machte er eine Reise nach Rom und besuchte bei dieser Gelegenheit alle wichtigen Länder Europas. Seinen Bemühungen ist die 1896 von Leo XIII. vorgenommene Gründung der drei syrischen Bistümer Südindiens zum Teil zu danken. Der Papst ernannte ihn zum Bischof von Ernakulam und unterstellte ihm einen Teil der syrischen Katholiken der Eingeborenenstaaten Kotschin und Travankore.

Der neue Oberhirte zeigte, was von einer sorgfältig ausgewählten und erzogenen indischen Priesterschaft zu erwarten ist. Sein schon in früher Jugend hervortretendes tief wurzelndes geistliches Leben, seine Sittenstrenge und sein Seeleneifer machten ihn zum Vorbild für Priester und Volk. Durch Gründung von Schulen, Waisenhäusern und Klöstern hat er das katholische Leben seiner Volksgenossen erneuert, ohne die Verbreitung des Glaubens unter den Heiden außer Acht zu lassen. Um die Zukunft des blühenden Bistums zu sichern, erlangte er die Einsetzung Dr. Kandathils als Hilfsbischof mit dem Recht der Nachfolge. Bei seinem am 9. Dezember 1919 erfolgten Tod hinterließ Pareparampil 120 Gotteshäuser, 135 einheimische Priester und über 100 000 Gläubige.

(Aus: die katholischen Missionen, 1920)

Montag, 17. März 2014

Bilder und Video: Ostkirche


Die nachfolgenden Bilder zeigen ausschließlich katholischen Klerus!

Bischöfe der armenisch-katholischen Kirche, in Rom zum Nationalkonzil versammelt (1911), in der Mitte Patriarch Terzian



der Diener Gottes, Andrej Scheptyzkyj, Großerzbischof von Lemberg, auf Besuch in Philadelphia 
(1910)


Sylwester Kardinal Sembratowicz, Vorgänger von Scheptyzkyj als Großerzbischof von Lemberg

Syro-malabarische Bischöfe, auf dem Stuhl mit hoher Lehne das erste Oberhaupt der syro-malabarischen katholischen Kirche nach Wiedererrichtung der Hierarchie, Mar Augustine Kandathil
Messe im syrisch-antiochenischen Ritus der syro-malankarischen katholischen Kirche (Indien) (Bildquelle: Simon Cheakkanal)
Für liturgisch Interessierte: Video der syro-malankarischen Liturgie, zelebriert von Benedict Mar Gregorios, Nachfolger von Mar Ivanios von 1955-1994 (Bildquelle:Simon Cheakkanal)





Freitag, 15. Februar 2013

Die erste Heilige Indiens



2008 hat unser Heiliger Vater Papst Benedikt XVI. die erste Heilige Indiens kanonisiert, Alphonsa von der Unbefleckten Empfängnis. Wie viele heilige Ordensschwestern (sie war eine Klarissin des dritten Ordens) lebte auch sie ein von Leiden geprägtes Leben in der Verborgenheit des Klosters. Hier findet sich ein sehr interessanter Artikel über die heilige Alphonsa und den seligen Kuriakose Elias Chavara, Mitgründer der Karmeliter der Unbefleckten Gottesmutter Maria. Wie Schwester Alphonsa gehörte er dem syro-malabarischen Ritus an.