Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Sonntag, 8. Januar 2017

Ein Kardinal mit Weitblick

Herbert Kardinal Vaughan, Erzbischof von Westminster

Kardinal Vaughan suchte Priester für seine Diözese London [eigentlich Westminster]; deshalb stiftete er die Mill-Hiller-Missionsgesellschaft und schickte diese Priester nach Uganda. Man schüttelte darob den Kopf, und selbst hohe Herren spotteten bei ihm: „Wie Sie doch verkehrt handeln! Sie hätten eine Priestergesellschaft für London gründen sollen und nicht für ein Heidenland.“ Doch der übernatürlich eingestellte Kirchenfürst entgegnete: „Falsch gedacht! Wenn ich Priester gebe für die Weltmission, wird mir Gott, der die Berufe weckt, noch mehr für mein London senden.“ Er hat recht behalten.


(Aus: Fräßle, Joseph: Negerpsyche, Herder, Freiburg, 1926)

Montag, 24. Februar 2014

„Auch die starkumwallten Städte werden fallen und der Feind verschwinden, sobald es dem Herrn der Heerscharen gefällt“


Westminster Cathedral (Quelle: Diliff) 


Am 28. und 29. Juni sah London eine herrliche Doppelfeier: die Konsekration der neuen prächtigen Kathedralkirche von Westminster und das 60-jährige Jubiläum der Errichtung der katholischen Hierarchie in England. Inniger Dank und freudige Zuversicht waren die Grundstimmung der Feier. Wie die Kirche in England sich entwickelt hat, zeigt der folgende Vergleich:

Zeitpunkt
Kirchen u. Kapellen
Schulen
Priester
Klösterl. Niederlassungen
Um 1850
587
500 verschied. Art

788
70
Um 1910
1760
1064 höhere, ca. 2000 Pfarrschulen mit weit über 300.000 Kindern und Zöglingen
3687
1159

dazu kommt, dass die katholische Kirche heute im öffentlichen Leben eine sehr geachtete Stellung einnimmt und im Parlament wie in den höchsten Staatsstellen ihre Vertreter hat. 
Die Tatsache, dass das britische Weltreich heute wenigstens 12 Millionen Katholiken zählt, gibt auch den 2 Millionen englischen Katholiken einen festeren Rückhalt. 

Die hoffnungsvolle Stimmung klang denn auch kräftig in den Festpredigten durch. „Was die Zukunft betrifft“, so schloss der greise Bischof von Newport, John Hedley O.S.B., seine herrliche Rede, „so schauen wir ihr entgegen mit dem Vertrauen solcher, die da wissen, dass sie der neuen Bundeslade (der wahren Kirche) folgen. 

In welchem Maß und zu welcher Stunde der wahre Glaube in diesem Land hier wieder zu teil wird, vermessen wir uns nicht zu ergründen. Aber wir bleiben fest dabei, dass es für dasselbe kein wahres Glück gibt, bis es die Kirche wieder anerkennt. Wir lassen uns nicht täuschen durch seine materielle Größe, seine Armee, seine Flotte, seinen Reichtum, seinen Handel, seine weithin wehende Flagge. Solche Dinge sind nicht das Christentum und besitzen nicht die Verheißung des ewigen Lebens. 

Nur das Königreich Christi auf Sion kann die Menschheit im Glück und im Unglück retten. Dieses Reich mag zeitweise verdunkelt werden. So ist’s auch mit der Sonne. Wie sie, so kann die katholische Kirche dieser oder jener Nation, diesem oder jenem Geschlecht (d.h. Generation) zeitweise durch die Wolken menschlichen Irrtums oder die Empörung oder Eingriffe menschlicher Willkür und Schuld verhüllt bleiben. Aber durch Gebet und Gnade bricht die ihr angeborene Sichtbarkeit immer siegreich durch. 

Vor uns steht sie klar wie die Sonne, und wir folgen ihr. Und so geschwollen und gewaltig die Flut vor uns sein mag, ihre Wasser werden sich teilen, wenn die Bundeslade sie berührt, und auch die starkumwallten Städte werden fallen und der Feind verschwinden, sobald es dem Herrn der Heerscharen gefällt.“

Dasselbe gilt auch von der Zukunft der Weltmission. Sie gehört uns, mag sie auch fern sein. Gott rechnet nicht mit Jahren und Jahrzehnten, sondern mit Jahrhunderten.

(Aus: die katholischen Missionen, 1910)

Samstag, 23. März 2013

Bilder: Pontifikalamt in der Strafkolonie Neukaledonien und mehr

Pontifikalamt im Freien für die Sträflinge auf Neukaledonien, 1875

Dom Carrerot OP, Missionsbischof aus dem Dominikanerorden 


Indische Schwestern und ihr Klösterchen

Englische Bischöfe im Jahr 1875. Der spätere Kardinal Manning sitzt auf dem Stuhl mit  Lehne, links neben ihm stehend der spätere Kardinal Vaughan.