Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Freitag, 31. Januar 2014

War der heilige Apostel Thomas in Amerika? Predigt auf Englisch


Hinweis: Leider wurde anscheinend diese wie auch alle anderen Predigten dieses Priesters gelöscht, es gibt jedoch einen Trick, sie sich dennoch im Stream anzuhören: einfach auf den Link unter "Download Link" klicken. (Nachtrag: alle Predigten dieses Priesters können jetzt hier angehört werden)

Was in dieser Predigt gesagt wird, wird man heute wohl kaum noch hören, dennoch war man im 19. Jahrhundert sicher kein Sonderling, wenn man diese Position vertreten hat. 

Der Prediger baut seine Predigt um die Überlieferungen der Urbevölkerung Amerikas auf, so wurden beispielsweise bei den Azteken von einem weißen, bärtigen Mann berichtet, der vor einem Gott predigte, der der Sohn einer Jungfrau war, und durch Kreuzigung an einem Freitag zu Tode kam. In Brasilien wurde ebenfalls von einem weißen, bärtigen Mann berichtet, der den Einheimischen gepredigt hat. Dieser Mann soll der heilige Apostel Thomas gewesen sein.


Auch in den katholischen Missionen wurde diesem Thema ein Aufsatz gewidmet, in einer anderen Ausgabe wurden die Überlieferungen der Azteken vor der Ankunft der Spanier thematisiert. 


Da für Gott nichts unmöglich ist, ist es nichts ungewöhnliches oder absurdes, so etwas zu glauben, wie der Priester am Ende der Predigt hervorhebt. 

(Selber Prediger wie bei dieser Predigt)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Wie Kardinal Vaughans Bruder das Grab eines Jesuitenmärtyrers wiederentdeckte


Unter der Zahl der Diener Gottes aus der Gesellschaft Jesu, deren Seligsprechung im Gang ist, befindet sich auch der Spanier P. Julius Lizardi (geboren in Astacu in Guipuzcoa [Baskenland]), Missionär in Paraguay und als Blutzeuge gestorben am 17. Mai 1736. Der Ort seines Begräbnisses war lange Zeit verschollen, ist aber vor kurzem von dem Bruder des Erzbischofs von Westminster, dem hochw. Herrn Kenelm Vaughan, wieder aufgefunden worden. Derselbe befand sich auf einer Tour durch Südamerika, um für den Bau der neuen Westminster-Kathedrale zu sammeln.
Als Gast der Jesuiten in Argentinien wurde seine Aufmerksamkeit auf die Grabfrage gelenkt. Auf seiner Weiterreise nach Bolivien erkrankte er in Tarija und fand bei den dortigen Franziskanern gastfreundliche Aufnahme. Beim Durchstöbern der Klosterbibliothek fiel ihm ein altes Büchlein in die Hände, welches angab, dass der Leib des ehrwürdigen Blutzeugen nach dem nahen La Concepcion übertagen und in der dortigen Jesuitenkirche, heute Pfarrkirche, beigesetzt worden sei.
Mit Erlaubnis des Pfarrers ging Herr Vaughan ans Suchen und fand endlich in einer staubigen Ecke der Sakristei eine Tafel mit der Inschrift: „Hier ruhen die Gebeine des P. Julius Lizardi S.J., ermordet von Wilden 1736.“ Die Tafel war offenbar früher an einer Wand angebracht gewesen, aber wo? 
Herr Vaughan ließ den ältesten Mann des Ortes, einen 90-jährigen Greis, vor sich kommen und fragte ihn, ob diese Tafel früher an der Kirchenmauer gehangen habe. „Ja“, erwiderte der Alte ohne Zögern, „es ist schon lange her, da hing sie dort unten an der Mauer; bei einer Übertünchung der Mauer wurde sie entfernt und nicht wieder an die Stelle gesetzt“.
Sofort ließ man nun an der angegebenen Stell die Mauer öffnen und fand wirklich den Sarg mit den Gebeinen des Ehrwürdigen, der in seiner Hand eine Palme, neben sich ein Bußwerkzeug hatte. Desgleichen war im Sarg eine authentische Aufzeichnung über das Martyrium, die Übertragung und Beisetzung an dieser Stelle genau nach den Angaben des alten Buches der Franziskaner von Tarija.

(aus: die katholischen Missionen, 1900)