Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Dienstag, 13. Mai 2025

Der Märtyrer vom Dongting-See –Pater Abilio Gallego Abad

(Quelle: Institutum Historicum Augustinianum)

Abilio Gallego Abad kam am 22. Februar 1895 in der spanischen Provinz Palencia als Sohn frommer Bauern zur Welt. Bereits mit 16 Jahren trat er in Valladolid in das Noviziat der Augustiner ein. In seiner Studienzeit muss er besonders durch seinen Missionseifer für China aufgefallen sein, der ihm den Spitznamen „El Chino“ (der Chinese) einbrachte. Im März 1921, neun Monate nach seiner Priesterweihe, traf er im Land seiner Träume ein. Die spanischen Augustiner der Provinz vom heiligsten Namen Jesu auf den Philippinen hatten Ende des 19. Jahrhunderts von Papst Leo XIII. das Apostolische Vikariat Nord-Hunan in Zentralchina erhalten. Dort sammelte der junge Ordensmann auf verschiedenen Missionsstationen erste missionarische Erfahrungen, bevor er seine eigenen Posten erhielt. Allgemein war P. Abilio für seine Demut und seine Armut bekannt; er lebte von kleinen Mengen einfachster Nahrung wie einer Handvoll Mais mit etwas Reis. So erhielt er bald den ehrfurchtsvollen Spitznamen „der Arme“. Sein ganzes Leben lang pflegte er eine große Liebe zur heiligen Eucharistie und zur Mutter Gottes. Diese Frömmigkeit und sein hoher aszetischer Zug verbanden sich mit seiner Liebenswürdigkeit und seinem feinen Kunstsinn. Er schrieb Gedichte und Theaterstücke, wobei er letztere als eine besonders geeignete Katechesemethode betrachtete.

Wie viele andere Missionare war Pater Abilio den häufigen Unruhen im China der 1920er Jahre ausgesetzt. In Ganfu wurden einmal seine Kirche und Residenz niedergebrannt, weshalb er nach Hankow flüchten musste. Als er im August 1933 mit seinen Katechisten Andreas Chang und dem Missionsgehilfen Karl von Hwajung nach Yochow zur Feier des Festes des heiligen Augustinus reisen wollte, wurde ihr Segelboot von Räubern überfallen. Andreas Chang und Pater Abilio Gallego wurden gefesselt und von Bord an Land geschleppt, wo beide den Tod fanden. Die Räuber schlitzten dem knienden Pater Abilio die Kehle und den Brustkorb über dem Herz auf. Die Leichen wurden am 25. August von Soldaten am Ufer des Dongting-Sees geborgen und an die Mission in Yochow übergeben, wo ein feierliches Requiem gehalten wurde, bevor man die Särge nach Yalan überführte.

Der Informativprozess für die Diener Gottes Abilio Gallego Abad und Karl Chang wurde im Jahr 2004 in der Diözese Palencia eröffnet.

Samstag, 10. Mai 2025

Fray Martín de Rada, Augustinian pioneer in China



Fr. de Rada came to the Philippines as a missionary in the early 1560s. In light of the Spanish interest in China, he traveled there in 1575 to observe the local customs, summarizing his findings in his work "Relaçion verdadera de las cosas del Reyno de Taibin". A man of great erudition, he collected a number of Chinese books on a variety of topics ranging from medicine to mathematics to religion to better understand the ideas of the people in the Celestial Empire. Some researchers consider his journey the first scientific exploration of China by a European.
Fr. de Rada showed himself open-minded towards societal norms in China, permitting his delegation to do the "kowtow" prostration before the viceregent. He argued that such a sign of respect could contribute to the conversion of this great empire, "which the demon held in its power".
There are some claims on the internet that he proposed the armed conquest of China, but I have found no source to corroborate this. His goals appear to have been strictly missionary.

To celebrate the election of our Holy Father Pope Leo XIV, I plan to write more extensively about the Augustinian missions in China (and possibly beyond) soon.

Freitag, 3. September 2021

Neues Buch „Entweder Katholizismus oder Liberalismus – Hirtenbriefe und Rundschreiben des heiligen Ezequiel Moreno y Díaz“


Mein neues Buch  „Entweder Katholizismus oder Liberalismus – Hirtenbriefe und Rundschreiben des heiligen Ezequiel Moreno y Díazist jetzt im BoD-Buchshop erhältlich – samt Leseprobe!


Besonders in seinem ersten Hirtenbrief als Apostolischer Vikar von Casanare zeigt sich der heilige Ezequiel Moreno als begeisterter und opfermütiger Missionar:

Ach! Wenn es mir doch gegeben wäre, während ich in einer ärmlichen Strohhütte, an einem Flussufer oder unter einem Baum meinen letzten Atemzug tue, zu sagen: »Es gibt keine Ungläubigen mehr in Casanare!«

Lasst Euch den geistlichen Hochgenuss aus der Feder des heiligen Bischofs von Pasto nicht entgehen!

Donnerstag, 19. August 2021

St. Ezequiel Moreno, ein echter Augustinermissionar

 



Heute jährt sich der Todestag des heiligen Ezequiel Moreno y Díaz, der den regelmäßigen Lesern des Blogs kein Unbekannter sein wird, zum 115. Mal. Hier ein kleiner Auszug aus meinem Buch Der heilige Bischof aus den Anden, das überall im Handel erhältlich ist. Es ist aus einem Nachruf auf den heiligen Bischof von Pasto in Kolumbien und schildert uns den Augustinerprälaten als starkmütigen Missionar:


„In seinem Nachruf auf den Bischof schrieb der ehemalige Schriftleiter des katholischen Blatts Adalid Católico, Justo Guerra:

„Ich möchte nur eine vorherrschende Eigenschaft betrachten, die man als charakteristisch für die moralische Person des ehrwürdigen Missionars der Philippinen, des Apostolischen Vikars von Casanare und des überaus würdigen Bischofs der Diözese Pasto bezeichnen kann. Diese Eigenschaft war meiner Meinung nach die Starkmut, die immer Hand in Hand geht mit der Großherzigkeit und der Mäßigung. Er war nach dem Typ der aszetischen Missionare der Philippinen geformt, wo der Augustinerorden das beste Zeugnis von seiner Fertigkeit gegeben hat, die evangelischen Streitheere im Kampf mit der Häresie und dem Heidentum zu organisieren, zu lenken und fruchtbar zu machen. So gestaltete er eine Einöde, die selbst die Stärksten einschüchtert, zu einem zivilisierten und wohlhabenden Land. Und Herr Moreno hatte stets seine Augen auf die Einöde gerichtet, um den armen Wilden nachzugehen […]“


Möge er für uns bitten, dass es auch in unseren Tagen wieder viele heilige Missionare gibt!

Freitag, 12. Februar 2021

Neu: Buch „Der heilige Bischof aus den Anden“

 

Cover von https://www.barituscatholic.com/


Den langjährigen Lesern dieses Blogs wird der heilige Ezequiel Moreno kein Unbekannter sein. Die anhaltende Pandemie bot mir die Gelegenheit, seine erste deutschsprachige Biografie zu schreiben, die jetzt bei BOD erhältlich ist (alle bekannten Online-Buchhändler werden in den nächsten Tagen folgen). Aktuell arbeite ich an der Veröffentlichung der Hirtenbriefe des Heiligen und hoffe so, zu seiner weiteren Bekanntheit im deutschen Sprachraum beitragen zu können.

„St. Ezequiel Moreno y Díaz war einer der bedeutendsten katholischen Bischöfe der letzten zwei Jahrhunderte. Er kämpfte heroisch gegen die von der Kirche verurteilten Lehren des Liberalismus und wirkte mit glühendem Seeleneifer als Missionar. Seine allumfassende Gottes- und Nächstenliebe war dem heiligen Ordensmann in seinem ganzen Wirken Antrieb und Hilfe, die zahlreichen Prüfungen und Verfolgungen seines Lebens zu meistern.

Dieses Buch ist die erste deutschsprachige Biografie und soll zu einer größeren Bekanntheit des heiligen Augustinerbischofs beitragen. Der Anhang enthält die Übersetzung seines bedeutenden Rundschreibens Entweder „Katholizismus oder Liberalismus“.“

Mittwoch, 19. August 2015

Der heilige Ezequiel Moreno – ein armer Missionsbischof

Am Tag der Bischofsweihe in Bogotá

Als der heilige Ezequiel Moreno im Jahr 1894 von seinem Apostolischen Vikariat Casanare im Osten Kolumbiens Besitz nahm, schrieb er von sich selbst:

Dieser arme Bischof hat weder einen Palast, noch eine Kathedrale, noch einen Klerus, noch ein Einkommen, […] doch hat er im Gegenzug viel Arbeit. Er ist Bischof, Pfarrer, Missionar und sogar Sakristan. Das ist mir egal und betrübt mich nicht. Was mich betrübt ist der Anblick der tausenden Seelen, die in Hinsicht auf die Dinge unserer Religion in der größten Unwissenheit leben und dass ich diesem Zustand nicht Abhilfe schaffen kann. In dieser Unwissenheit leben und sterben sie allein, ohne dass ihnen jemand etwas sagen könnte, was ihnen helfen würde, sich zu retten. Möge der barmherzige Gott ihnen doch irgendwie zur Hilfe kommen!

(Aus einem Brief an Andrés Ferrero vom 1. August 1894)

Freitag, 6. Februar 2015

Die Inschrift auf dem Grab des heiligen Ezequiel Moreno Díaz



Die folgende Inschrift in der Kapelle des Augustinerklosters in Monteagudo (Spanien) befand sich auf dem Grab des heiligen Ezequiel Moreno Díaz, bevor dieser zur Ehre der Altäre erhoben wurde. Es fasst das Leben dieses großen Missionars und Bischofs sehr treffend zusammen:

Hic iacet Ilmus. et Rdmus. Dominus F. Ezequiel Moreno Diaz huius Collegii filius ac Rector Episcopus Pastopolitanus in Columbia scientia clarus virtute clarissimus catholicae veritatis propugnator strenuus ex hac domo ad superos evolavit die XIX augusti anni MCMVI. Oremus pro eo vel ipse pro nobis oret.


Hier ruht der hochwürdigste Herr Frater Ezequiel Moreno Díaz, Sohn und Regens dieses Kollegs, Bischof von Pasto in Kolumbien, ruhmreich durch seine Wissenschaft, noch ruhmreicher durch seine Tugenden. Tapferer Förderer der katholischen Wahrheit. Von diesem Institut nahm er seinen Flug zum Himmel am 19. August 1906. Beten wir für ihn oder er für uns.

Heiliger Ezequiel, bitte für uns!

Donnerstag, 11. September 2014

Der Katechismus des hl. Robert Bellarmin: noch zu seinen Lebzeiten ins Ilocano übersetzt



P. Michael Hergesheimer S.V.D. schreibt uns aus Lagangilang, Abra (Philippinen): 

„Als Leser der geschätzten ‚Kath. Missionen‘ rechne ich es mir zur Ehre an, Ihnen das Folgende mitzuteilen. In Heft 12, 1920/21, las ich den Artikel: Der ehrw. Kardinal Bellarmin, ein edler Missionsfreund. Ich dachte, es werde sie wohl interessieren, von Kardinal Bellarmins Katechismus zu hören, der hier auf den Philippinen in die einheimischen Sprachen übersetzt worden ist. 

Vor mir liegt die Ausgabe in Ilocano, der Sprache im Nordwesten der großen Insel Luzon. Die Übersetzung hat der sprachkundige Augustiner Fray Francisco López hergestellt. Auf dem Umschlag liest man: Bellarmino, Doctrina cristiana. Auf dem ersten Titelblatt heißt es: Libro á naisuratan amin ti doctrina cristiana nga naisurat iti libro ti Cardenal Agnagan Belarmino, quet ináon ti Fr. Francisco López, Padre á San Agustin iti Sinasantoy. Tercera edición. Gedruckt in Malabón, 1895. Dann kommt Motu proprio unseres Heiligen Vaters Klemens VIII., gegeben zu Ferrara am 15. Juli 1598. Es folgt ein Dokument des D. Alonso Fajardo de Tenza, Gobernador de estas Islas. Diese Approbation der hohen weltlichen Regierung wurde gegeben in Manila am 26. September 1620. Die Licencia des Erzbischofs von Manila ward erteilt am 3. September desselben Jahres. Darauf folgt die Erlaubnis der Zensorenkommission, woran sich die Licencia del Prelado, des Augustiner-Provinzials, anschließt. Auf der folgenden Seite (XXIV) liest man: Epígramma, Rev. admodum Patris Garsiz Garzes é Societate Jesu Epigramma ad librum ejusque Autorem, enthaltend neun Distycha [sic].

Der Prólogo y Dedicatoria…des Herrn Übersetzers umfasst 5 1/2 Seiten. Zunächst folgen die Definiciones der vom Spanischen herübergenommenen Ausdrücke: Libro, Caridad, Virtudes usw., 12 Seiten umfassend. Ein schöner Kupferstich der allerseligsten Jungfrau leitet über zum Gebet an die Mutter Gottes: Carárag quen Santa Maria, 21 vierzeilige Strophen, wohl der allererste Versuch eines Europäers in der Dichtkunst dieser Sprache. Die Seiten LI bis LXIV bringen Advertencias über Orthographie und Schreibweise in der alten einheimischen Schrift. Diese selbst ist dann zu sehen in ihren wunderlichen Haken und Schleifen mit Punktuation über und unter den Lettern.

Auf 12 Seiten wird da ein Abdruck gebracht von dem alten Catecismo de Belarmino, in altilokanischen Schriftzeichen. Auf drei folgenden Seiten ist ein Druckfehlerverzeichnis. Ein schönes Bild des Gekreuzigten leitet dann den eigentlichen Katechismus ein. Er ist in der heute nur mehr gebrauchten spanischen Schrift gedruckt und enthält 342 Textseiten. Der Katechismus ist in Fragen und Antworten verfasst. Doch ist viel von der damaligen Sprache heute nicht mehr gebräuchlich oder manche Wörter haben anderen Sinn oder dieselben Stammwörter werden heute mit anderen Präfixen und Suffixen versehen. Aber im großen Ganzen wird ihn jeder Ilokaner, der lesen kann, leicht in der alten Fassung verstehen.

Dieser Katechismus war also hier auf den Philippinen schon übersetzt und gedruckt und mit allen möglichen Erlaubnissen versehen und verbreitet, als der ehrw. Kardinal Bellarmin noch lebte und seine Schreiben nach Indien gingen bezüglich der Angelegenheit des P. de Nobili. Wie rasch auch das Gute sich verbreitet! Der Katechismus und die hiesige Übersetzung wird eine leuchtende Perle bilden in der himmlischen Krone des ehrwürdigen Dieners Gottes.“

(Aus: die katholischen Missionen, 1922)

Dienstag, 19. August 2014

Zum Fest: der letzte Wille des hl. Ezequiel Moreno Díaz




Es leben Jesus und Maria!
Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Ich, Frater Ezequiel Moreno Díaz, aus dem Orden der unbeschuhten Augustiner-Eremiten unseres heiligen Vaters St. Augustinus, Bischof (an diesem Datum) von Pasto, glaube und bekenne alles, was unsere heilige Mutter, die katholische Kirche, als von Gott geoffenbart vorstellt, sei es durch feierliche Verkündigung oder durch ihr allgemeines ordentliches Lehramt.
Ich glaube und bekenne alle apostolischen und kirchlichen Traditionen, die heilige Schrift in dem Sinne, wie sie die heilige katholische Kirche auslegt und jeden einzelnen Satz, der von den ökumenischen Konzilien, besonders vom Konzil von Trient und vom [ersten] Vatikanischen Konzil definiert und verkündet wurde, und insbesondere das oberste und unfehlbare Lehramt des Papstes, den ich als Statthalter Christi auf Erden und Hirt und Lehrer der gesamten katholischen Kirche anerkenne.

Ich verurteile alle Irrtümer, seien es die durch die ökumenischen Konzilien oder die durch die Päpste verurteilten Irrtümer, insbesondere jene Irrtümer, die unter dem Namen des Liberalismus zusammengefasst werden und alle, die im Syllabus aufgeführt sind.

Ich mache kein Testament, da ich Ordensmann bin und nichts besitze. Dennoch möchte ich einige Anweisungen geben, damit Klarheit für den besteht, der nach meinem Tod meine Angelegenheiten regeln muss. Diese Klarheit soll aus den folgenden zwei Prinzipien hervorgehen, die allgemein von allen Theologen und Kirchenrechtlern anerkannt werden:

1. Was ein Ordensmann erwirbt, gehört seinem Kloster oder seinem Orden.
2. Was er erwirbt, nachdem er zum Bischof präkonisiert wurde, gehört seinem Sprengel.
Alles, was ich bis zum Punkt elf angebe, wurde mir direkt vor meinem Amtsantritt gegeben und nur deswegen, weil ich dieses Amt antreten würde (es folgt eine Aufzählung der Dinge, die er hatte, bevor er nach Pasto kam).

(…) Ich habe zwei arme jüngere Schwestern. Ich habe sie während meiner Zeit als Bischof in Pasto nicht unterstützt, da ich nichts hatte, um sie zu unterstützen. Ich habe alles Geld den Armen vor Ort gegeben, außer das, was ich für das Essen benötigte sowie für ein wenig Kleidung, da ich bereits einige Kleidung aus Bogotá mitgebracht hatte.

In dem Dokument, das diesem beigefügt ist, habe ich einige Notizen gemacht, die meinem „Anweisungen“ beigefügt werden können, wie man sich gegenüber den Liberalen zu verhalten hat.
Ich bekenne erneut, dass der Liberalismus eine Sünde ist, ein schrecklicher Gegner der Kirche und des Königreichs Jesu Christi und der Ruin der Völker und Nationen. Da ich dies auch noch nach meinem Tod lehren möchte, wünsche ich, dass in dem Zimmer, wo meine Leiche aufgebahrt wird, und in der Kirche während der Exequien ein großes Schild aufgestellt wird, das jeder sehen kann und auf dem steht: „Der Liberalismus ist eine Sünde. Dies steht hier, um dem Wunsch des verstorbenen Bischofs nachzukommen.“

Ich wünsche und bitte, dass man mich in meinem heiligen Ordenskleid als Sohn unseres heiligen Vaters St. Augustinus in der Sakramentskapelle der Kathedrale bestattet. Alles Weitere soll gemäß dem, was die Kirche im Pontifikale für das Begräbnis eines Bischofs vorschreibt, durchgeführt werden. Ich habe nichts gegen diese Feierlichkeit einzuwenden, da sie von der Kirche so angeordnet wird.

Ich bitte um Verzeihung für meine Fehler bei der Ausübung meines Amtes, zunächst bei Gott, zweitens bei meinem geliebten Klerus und drittens bei allen Gläubigen der Diözese und bei allen, die ich in meinem Leben beleidigt habe oder denen ich irgendwie geschadet habe, sei es durch Tat oder durch Unterlassung. Alle bitte ich darum, für meine arme Seele zu Gott zu flehen.

Ich schließe, indem ich sage, dass ich mit dem großen Schmerz ins Grab steige, sehen zu müssen, dass man versucht, Pasto zu entkatholisieren. Ich habe vor diesem Übel gewarnt, auch wenn ich deswegen leiden musste. Wenn ich in diesem Punkt etwas zu bereuen habe, dann ist es nur, dass ich nicht mehr gewarnt habe. Der Glaube geht nach und nach verloren: Der Liberalismus hat das Unaussprechliche erreicht…

Ich unterzeichne alles Obenstehende in Pasto am 6. Oktober 1905.
                                                                                 
                                                                      † FRATER EZEQUIEL

                                                                         Bischof von Pasto.

Dienstag, 22. April 2014

Der selige Joseph Vaz, der „zweite Franz Xaver“, der „Apostel von Ceylon“ – Musterbild eines einheimischen indischen Priesters

P. Joseph Vaz hat das Bischofsamt abgelehnt, deswegen hält er auf diesem Bild den Stab nicht in der Hand und trägt die Mitra nicht.

(...) Nach Zaleski (Msgr. Zaleski war Apostolischer Delegat für Hinterindien) verdankt die Kongregation (der Oratorianer in Indien) ihre Entstehung dem großen Erzbischof von Goa, Manuel Souza de Menendez O.S.Aug. (+1644), und wurde später durch den berühmten P. Joseph Vaz (1651-1711) reformiert und in festere Form gebracht. Diese aus lauter Brahmanen bestehende Genossenschaft wirkte hauptsächlich in Bijapur (Distrikt Satara), später auf Ceylon.

Als die kalvinischen Holländer nach der Eroberung der Insel (1656) die dortige katholische Missionskirche mit völliger Vernichtung bedrohten und alle portugiesischen Priester verbannte, eilte Vaz voll apostolischen Eifers dahin, landete als Sklave verkleidet 1687 in Dschaffna und übte nun, obschon fortwährend wie ein Edelwild gehetzt, während 20 Jahren jene rastlose, wahrhaft heroische Tätigkeit, die ihm mit Recht den Namen eines zweiten „Apostels von Ceylon“ verdient hat. 

Als er am 16. Januar 1711 starb, war die kleine Herde, die er angetroffen und sorglich gepflegt, auf 60.000 bis 70.000 Katholiken angewachsen. Ebenso wunderbar als sein Wirken war sein Leben. P. Freire S.J., Provinzial von Malabar, schrieb von ihm an den Vizekönig von Goa: „Alle betrachten ihn als einen Heiligen. Obschon die Häretiker überall nach ihm fahnden, können sie ihn doch nicht erwischen; er entzieht sich ihnen wie ein Proteus in allen möglichen Verkleidungen.“ „Das Leben, das P. Vaz führt“, so meldete P. J. Menezes 1698 an den Obern des Oratoriums von Goa, „ist mehr wunderbar als natürlich.“ 

Selbst ein so bitterer Feind der katholischen Kirche wie Harward nennt ihn „einen zweiten Franz Xaver“, und Sir J. Emerson Tennent spricht in seinem großen Werk über Ceylon mit Bewunderung von ihm. Msgr. Zaleski aber hofft eines Tages den Seligsprechungsprozess dieses einheimischen indischen Priesters einzuleiten. 
(er wurde am 21. Juli 1995 vom sel. Johannes Paul II. seliggesprochen)

(Aus: Der einheimische Klerus in den Missionsländern, von Anton Huonder S.J., 1909, mit Imprimatur)


Mittwoch, 16. April 2014

Große Missionsbischöfe: gehasst von den Revolutionären, geliebt von den Edlen – Msgr. Peter Schumacher, Bischof von Portoviejo, Ecuador



Am 15. Juli schloss zu Samaniego, einer Ortschaft der Provinz Túquerres (Kolumbien), Msgr. Peter Schumacher, Bischof von Portoviejo in Ecuador, seine müden Augen. Er starb in der Verbannung, ein wahrer Bekennerbischof. Bischof Schumacher und der gleichfalls der Lazaristenkongregation angehörige Bischof Thiel von Costa Rica (+1901) bilden zusammen ein glänzendes Doppelgestirn. Sie zeigen, wie gerade der deutsche Priester mit seiner Arbeitskraft und zähen Ausdauer berufen scheint, der südamerikanischen Kirche neues Leben einzuhauchen.

Bischof Schumacher ist gebürtig aus Kerpen bei Köln, wo er am 11. Januar 1839 als Sohn braver katholischer Eltern zur Welt kam. Nach Vollendung seiner Gymnasialstudien zu Münstereifel trat er 1857 zu Paris in die Kongregation der Lazaristen, wirkte nach seiner Priesterweihe zunächst acht Jahre lang als Missionär in Chile und dann, gesundheitshalber nach Europa zurückgekehrt, als Professor der Theologie und Kirchengeschichte am Priesterseminar von Montpellier in Frankreich. 

Inzwischen war unter dem edlen Garcia Moreno im fernen Ecuador eine neue, bessere Zeit angebrochen. Zu seinen großen Reformplänen gehörte auch ein von Lazaristen geleitetes neues Priesterseminar. Schumacher war der Mann, der es schaffen sollte. Hand in Hand mit dem herrlichen Präsidenten arbeitete er mit voller Hingabe an dieser wichtigen Aufgabe. „Nur wer zu den Mühen,“ so schreibt das Boletin Eclesiastico von Quito (1902,403), „die mit einem solchen Unternehmen überhaupt verbunden sind, noch die besonderen Schwierigkeiten in unserem Land in Betracht zieht, wird das Verdienst Schumachers vollauf würdigen können.“ 

Er gab der Erzdiözese drei große, prächtige geistliche Erziehungsanstalten, das Knaben- und ein Priesterseminar in Quito und das Institut von Atocha, und legte nicht nur zum geistigen Gebäude den Grund, sondern arbeitete auch mit seinen eigenen Händen und im Schweiße seines Angesichts am materiellen Bau. „P. Schumacher war gleichzeitig Baumeister und Feldmesser, Maurer und Zimmermann, Maler und Blechschmied, dabei der pünktlichste Direktor, Professor in mehreren Klassen, stets der erste bei den Übungen der Frömmigkeit im Kreise seiner Mitbrüder wie an der Spitze der Alumnen.“

13 Jahre lang (1872-1885) hatte Schumacher unermüdlich als Erzieher und Bildner eines neuen Klerus gearbeitet und mit Hilfe seiner Mitbrüder die Weltgeistlichkeit von fast ganz Ecuador reformiert, als ihn der Wille des Papstes auf den 1871 errichteten Bischofssitz von Portoviejo in der Küstenprovinz Manabi berief. 

Die Diözese Portoviejo umfasst mehr als die Hälfte der langgestreckten Küste von Ecuador und zählte damals etwa 130.000 bis 150.000 Einwohner, teils Weiße spanischer Abkunft, teils Neger und Mischlinge von Weißen und Negern, und einige Tausend Indianer, dem Namen nach sämtlich katholisch, in Wirklichkeit aber größtenteils der Kirche entfremdet. Als Bischof Schumacher im Jahr 1885 die Regierung seiner ausgedehnten Diözese antrat, fand er das Land in einem halbwilden Zustand. Nirgends war ein Priester, nur hier und da eine vereinzelte verwahrloste Schule; Raub und Mord waren an der Tagesordnung, und unter der herrschenden Unsicherheit lag der Landbau vollständig danieder. 

Der neue Oberhirt wandte zunächst seine Sorge der Beschaffung guter Priester und der Bildung der Jugend zu. Nach Überwindung unsäglicher Schwierigkeiten gelang es ihm, aus Deutschland, Frankreich, Nordamerika, Italien und Spanien die nötigen Priester ins Land zu ziehen und mit Hilfe von männlichen und weiblichen Ordensgenossenschaften in allen Teilen des Landes Anstalten zum Unterricht und zur Erziehung der Jugend, zur Heranbildung einer tüchtigen Priesterschaft und zur Hebung von Religiosität und Sitte zu gründen. 
Rasch blühten dieselben empor, und es begann sich allgemein ein frisches, religiöses Leben zu entwickeln. Ruhe und Zufriedenheit kehrten in die Familien und Gemeinden ein, es hob sich die allgemeine Sicherheit, Ackerbau und Viehzucht gediehen, und alljährlich wurden in dem ergiebigen Boden Tausende von Kaffee- und Kakaobäumen angepflanzt. Zur Hebung der äußeren Wohlfahrt baute der Bischof Brücken, verbesserte die Verkehrsmittel, führte Bewässerung durch Windmühlen ein und lehrte eigenhändig die Anfertigung von Ziegeln. 

Die Diözese Portoviejo war bald in religiös-sittlicher wie in materieller Hinsicht der blühendste Teil des Landes, und Bischof Schumacher wurde als der Urheber dieser Blüte von der Liebe des Volkes getragen. Sein wohltätiger Einfluss blieb auch nicht auf seinen Sprengel beschränkt: das ganze Land trug die unverlöschlichen Spuren seines Wirkens. 
Seine Ferienzeit hatte er in der Regel der Bekehrung und der Zivilisierung der umwohnenden Indianer gewidmet. So kam es denn, dass er seit den Tagen des seligen Präsidenten und Landeserneuerers Garcia Moreno der allgemein verehrteste und volkstümlichste Mann von Ecuador war.

Je ersichtlicher aber die Liebe und Anhänglichkeit des Volkes an Bischof und Kirche zunahmen, umso heftiger steigerten sich der Hass und die Wut der geheimen Gesellschaften, die ja seiner Zeit auch de Präsidenten Garcia Moreno um seiner Kirchentreue willen ermordet hatten. Zuerst suchten sie durch die schamlosesten Lügen und Verleumdungen in ihren gottlosen Zeitungen das segensreiche Wirken des Bischofs zu untergraben; als dieser jedoch zur Bekämpfung jener Schandblätter das katholische Wochenblatt El Hogar Cristiano gründete und hier alle Angriffe und Anfeindungen immer siegreicher zurückwies, fassten die Freimaurer den Beschluss, ihn durch Mord zu beseitigen. Wiederholt wurden Mordanschläge gegen sein Leben unternommen,, aber mit Gottes Hilfe jedes Mal durch die Wachsamkeit der Priester und der Seminaristen und bei besonderen Gefahren auch durch den Schutz des treuen katholischen Volkes glücklich vereitelt. 

Da die Mordgesellen auf diesem Weg nicht zu ihrem Ziel gelangten, zogen sie sich in das Gebirge zurück und bildeten dort mit flüchtigen Verbrechern eine Art Räuberbande, welcher sich bald auch Gesindel aus aller Herren Ländern zugesellte. Solche Elemente pflegt die in Mittel- und Südamerika bestehende internationale Revolutionspartei jeweils an den Punkten zu sammeln, wo ein Aufstand geplant ist. Aus ihnen werden dann Heere gebildet, welche sich je nach Umständen Patrioten, Befreier, Wiederhersteller usw. dieses oder jenes „Vaterlandes“ nennen.

Als nun in der wichtigen Hafenstadt Guayaquil die Revolution ausbrach, rückte diese Bande, die mittlerweile auf etwa 400 Köpfe angewachsen war und die Reisenden und die umliegenden Dörfer unter dem Feldgeschrei: Muera Cristo! Viva la Libertad! (Tod Christus! Es lebe die Freiheit!) u. dgl. plünderte, am 1. Mai 1895 gegen die Bischofsstadt, wurde aber von der kleinen, nur 40 Mann starken Besatzung zurückgeschlagen und ihr Führer getötet. 
Die unsichere Lage ließ jedoch die zeitweise Entfernung des Bischofs als ratsam erscheinen. Am 20. Juni 1895 kam der Plan zur Ausführung; allein anstatt seinen Feinden zu entgehen, fiel der Bischof ihnen geradewegs in die Hände. In aller Frühe hatte er sich mit fünf Priestern auf den Weg gemacht, und gegen Abend erreichte er das Kloster der Benediktinerinnen zu Calceta, wo er zu übernachten gedachte, um am nächsten Tag die Flucht fortzusetzen.

 Kaum aber dort angelangt, wurden die Flüchtlinge von einer Bande Verschwörer unter dem bekannten Ruf: Muera Cristo! umzingelt, gefangen genommen und mit dem Tod bedroht. Der Kapuzinerpater Angelus erhielt dabei einen Schuss in die Hüfte, den Bischof und die übrigen Priester schützten die Schwestern mit eigener Gefahr.
Durch die treugebliebenen Soldaten wurden die Bedrängten jedoch in der äußersten Gefahr gerettet. 

Fünf Tage und fünf Nächte marschierten sie dann, fortwährend den Tod vor Augen, unter beständigen Angriffen der Feinde, inmitten der Truppen, durch Flüsse und Sümpfe, bis sie endlich den Urwald erreichten. Hier waren sie nun der Verfolgung der Rebellen entzogen, um aber neuen Gefahren entgegen zu gehen. Nach unsäglichen Mühsalen und Bedrängnissen gelangte der Bischof, von der Bevölkerung mit Jubel empfangen, am 20. Juli in die Landeshauptstadt Quito. 

Allein auch hier war sein Leben bald wieder gefährdet, da durch den Verrat des kommandierenden Generals die Revolution siegte. Nun floh er nach dem benachbarten Kolumbien und lebte hier seit der Zeit zu Túquerres (Diözese Pasto) von den Almosen des gläubigen Volkes, des Tages harrend, wo der Allmächtige seine strafende Hand von dem armen Ecuador zurückziehen werde.
Er sollte diesen Tag nicht erleben. Aber auch in der siebenjährigen Verbannung war der Bischof nicht untätig. 

Msgr Schumacher (in Mantelletta und Chorhemd) neben dem hl. Ezequiel Moreno (schwarzes Rekollektengewand mit langem Gürtel und Bischofskreuz) bei Kapuzinern in der Diözese Pasto. Der heilige Bischof von Pasto, der Bischof Schumacher in seiner Diözese aufnahm und sein enger Freund war, hielt auch dessen Leichenrede, bei der er sagte: Die oberhirtlichen Tugenden des hochwürdigsten Herrn Peter Schumacher und insbesondere sein Starkmut bei der Verteidigung der Unversehrtheit des Glaubens machten aus ihm einen Bischof, wie ihn die Kirche in diesen Zeiten braucht.

Sein Aufenthalt wurde, wie das genannte Boletin ausführt, für Samaniego und Umgebung ein wahrer Segen, da der an Tätigkeit gewohnte deutsche Bischof auch hier rastlos an der geistigen und materiellen Hebung der Bevölkerung arbeitete. 

Konnte er die Katholiken Ecuadors nicht mehr durch seine Gegenwart und sein lebendiges Wort stärken, so tat er es mit der Feder. Seine Schrift „¿Teocracia o Demoncracia? ¿Cristo o Lucifer? ¿Quien vencerá?“ (Soll Gott herrschen oder Satan? Christus oder Luzifer? Wer wird siegen?), die wiederholt gedruckt wurde, war ein flammender Protest gegen die schmachvolle Politik der radikalen Regierung, die das Programm des elenden Emporkömmlings Eloy Alfaro „Ich komme, um der Herrschaft Gottes in Ecuador ein Ende zu machen“, nach Kräften auszuführen suchte. Mit schonungsloser Schärfe legte Schumacher die für die geistige und materielle Wohlfahrt gleich verderblichen Folgen jener Misswirtschaft dar und geißelte die Heuchelei der Logenmänner, die die Freiheit verheißen und eine unerträgliche Tyrannei gebracht hätten. 

Gebrochen durch körperliche Leiden und Sorgen, starb der Bekenner Christi, heilig, wie er gelebt. Als ihm die letzte Wegzehrung gebracht wurde, legte er mit letzter Kraft noch einmal das katholische Glaubensbekenntnis ab und verzieh feierlich all seinen Feinden und Verfolgern. 

Ein Wehklagen ging bei der Kunde seines Todes durch die Bevölkerung. „Unser Vater, der heilige Priester ist tot“, riefen die Leute auf den Straßen. Auch in Ecuador machten die Todesnachrichten tiefen Eindruck. Selbst die unabhängige La Patria feierte den Hingeschiedenen als „das heldenmütige Opfer einer traurigen Missregierung“, als den „starken Paladin der kirchlichen Rechte“, der, gehasst von den Revolutionären, geliebt von den Edlen des Landes, in harter Verbannung und beladen mit ungerechter Schmach seine irdische Laufbahn vollendet habe.


(Aus: die katholischen Missionen, 1903)

Montag, 17. Februar 2014

Die Freimaurer und die religiöse Lage auf Kuba und Puerto Rico

El Morro, San Juan, Puerto Rico

„Zum zweiten Mal“, so schreibt uns der hochw. Herr Albert Ströbele, „seitdem Kuba mit Hilfe der Vereinigten Staaten Amerikas sich von Spanien unabhängig gemacht hat, ist vor einigen Monaten im Kongress der Antrag gestellt worden, ein Gesetz zu machen, nach welchem weitere Ordensniederlassungen untersagt, Klostergüter besteuert, das öffentliche Tragen eines Ordenskleides, sowie alle öffentlichen Prozessionen verboten werden sollen. Es liegt auf der Hand, dass die Loge hier ihre Hand im Spiel hat, gerade wie auf der Insel Puerto Rico.

Auf letztgenannter Insel ist aber seit dem Amtsantritt des neuen Bischofs dem Wühlen der Loge durch eine gediegene Monatsschrift (Boroquin) welche in einer Doppelspalte (eine englisch, die andere spanisch) erscheint, ein wertvolles Verteidigungsmittel entgegengestellt worden.

Bischof Jones O.S.A. (Augustiner-Eremiten), ein Amerikaner, irischer Abkunft, ist der rechte Mann am rechten Platz, und es sind deshalb für die Wiederbelebung eines praktischen Katholizismus auf der Insel Puerto Rico größere Hoffnungen vorhanden als in Kuba, wo alle Bischöfe Kubaner und als solche von Kindheit auf an den religiösen Indifferentismus des Volks derart gewöhnt sind, dass sie denselben nicht so beachten wie solche, die von auswärts kommen. 

Bischof Jones war, ehe er Bischof wurde, mehrere Jahre Prior der amerikanischen Augustiner-Niederlassung und Rektor des gleichnamigen Kollegs in Havanna. Daselbst hatte er Gelegenheit, die traurigen religiösen Zustände von Lateinamerika kennen zu lernen und entsprechende Heilmittel zu ersinnen, die er jetzt als Bischof zu praktischer Anwendung bringt, wobei ihm die amerikanisch-deutschen Redemptoristen, welche sein Vorgänger, der jetzige Erzbischof von New Orleans (Blenk), von Nordamerika hat kommen lassen, große Hilfe leisten. 

In dieser Hinsicht ist es zu bedauern, dass der erste Apostolische Delegat von Kuba, der verstorbene Erzbischof Chapelle von New Orleans, den Heiligen Stuhl nicht aufmerksam gemacht hatte, dass ausländische Bischöfe in Kuba mehr erreichen würden als einheimische; Beweise dafür liefern nicht nur Puerto Rico, sondern auch die Philippinen mit ihren neuen amerikanischen Bischöfen.


(Aus: die katholischen Missionen, 1910)

Samstag, 4. Januar 2014

Die Entfernung des hl. Ezequiel Moreno - Triumph der Liberalen und Freimaurer

St. Ezequiel Moreno y Díaz

„Hier in Kolumbien“, so schreibt derselbe Hochwürdige Herr (Reinhard Herbrand), „stehen die Dinge auch nicht mehr zum besten (wie in Ecuador). Der neue Präsident Reyes schmeichelt unter dem Vorwand des Friedens und der Eintracht den Liberalen. Wenn das so fortgeht, haben die Katholiken keine rosige Zukunft zu erwarten. 
In Bogotá sollen sogar manche Katholiken, welche das Vorgehen des Präsidenten missbilligten, im Gefängnis sitzen, darunter, wie es heißt, Priester und Jesuiten. 

Wir wissen bestimmt, dass Reyes in Rom arbeitet, um unseren guten spanischen Bischof Ezequiel Moreno aus Pasto fortzuschaffen, weil er energisch gegen ein Zusammengehen der Katholiken mit den Liberalen auftritt. Die Entfernung dieses Bischofs wäre ein Triumph der Liberalen und Freimaurer, welche für die katholische Sache in Kolumbien sehr schlimme Folgen hätte.“


(aus: die katholischen Missionen, 1905)

Samstag, 29. Juni 2013

Der hl. Ezequiel Moreno über Katholiken, die den Feind verteidigen


St. Ezequiel Moreno als Apostol. Vikar von Casanare, Kolumbien
„Diese toleranten, weichen, lieblichen Katholiken, die bis zum äußersten zuvorkommend zu den Freimaurern und den rasenden Feinden Jesu Christi sind, bewahren ihre schlechte Laune für diejenigen auf, die 'es lebe die Religion!' rufen, sie unter ständigen Mühen verteidigen und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen.“

- St. Ezequiel Moreno y Diaz, Bischof von Pasto, Kolumbien (+ 1906)

Mittwoch, 20. Februar 2013

Fotos vom heiligen Ezequiel Moreno y Diaz

Unter Mitbrüdern aus dem Augustinerorden (Rekollekten)


Am Tag der Bischofsweihe in Bogota



Als apostolischer Vikar von Casanares

Mehr über den heiligen Ezequiel hier

Samstag, 29. Dezember 2012

Interessanter Missionsfakt


"vor Mitte des 14. Jahrhunderts predigte Nikolaus Teschel aus dem Kloster zu Regensburg, + 1371 daselbst, mit einigen Ordensbrüdern (Augustiner-Eremiten) in Afrika."

(Aus: Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Dr. Max Heimbucher, Verlag Ferdinand Schöningh, 1907, III. Abschnitt, dritte Abteilung, S. 206) [Dieses dreibändige Werk ist übrigens jedem wärmstens zu empfehlen, der sich nur entfernt für Orden interessiert.]

Damit war er der Blütezeit der Afrikamission gute 500 Jahre voraus. Die Kanaren wurden erst 1402 erobert, der Großteil der afrikanischen Küstengebiete wurde erst im 15. Jahrhundert von den Portugiesen für die Mission erschlossen.

Ein heiliggesprochener Augustiner-Missionar war Ezequiel Moreno. Mehr hier.