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Samstag, 13. Juli 2024

Das marianische Motto des hl. Peter Chanel

 



Eine tiefe Andacht zur Gottesmutter erfüllte den ersten Märtyrer Ozeaniens, den heiligen Peter Chanel. Das Motto des Missionars aus der Gesellschaft Mariens (Maristen) lautet:

„Maria zu lieben und dafür zu sorgen, dass sie geliebt wird. Dass durch Dich, oh Maria, der Name des Erlösers des Menschengeschlechts auf der ganzen Welt erkannt und angebetet wird!“

Den Rosenkranz betete er so häufig für die Bekehrung der Einwohner Futunas, dass die Einheimischen sich ihn auch lange nach seinem Tod nur mit dem Rosenkranz vorstellen konnten, den er bei seinen Missionsgängen auf der Insel stets in der Hand trug.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Zum Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens



Allen Lesern wünsche ich ein gesegnetes Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens. 

Nachfolgend vier Posts zu diesem Thema, darunter eine schöne Verteidigung des Dogmas durch einen frommen Polynesier und drei Posts über Lourdes in den Missionen:

Ein Südsee-Insulaner verteidigt das Dogma der unbefleckten Empfängnis



Ein chinesisches Lourdes

Für liturgisch Interessierte:

Liturgical blue  
(über die Verwendung von Himmelblau als liturgische Farbe im Spanischen Weltreich)



O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!

Montag, 8. Dezember 2014

Zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens (160. Jubiläum der Verkündigung des Dogmas)


Allen Lesern wünsche ich ein gesegnetes Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens. Heute jährt sich die Verkündigung des Dogmas durch Pius IX. zum 160. Mal

Nachfolgend vier Posts zu diesem Thema, darunter eine schöne Verteidigung des Dogmas durch einen frommen Polynesier und drei Posts über Lourdes in den Missionen:

Ein Südsee-Insulaner verteidigt das Dogma der unbefleckten Empfängnis



Ein chinesisches Lourdes



O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!

Sonntag, 13. Juli 2014

Große Missionsbischöfe: „Vater Güte“ – Msgr. Gulstan Ropert SS.CC., Apostolischer Vikar von Hawai’i

Das Wappen von Msgr. Ropert in der Kathedrale von Honolulu (Quelle: Aloysius Patacsil)
Ein solcher war auch der Apostol. Vikar der Hawai’i-Inseln, Msgr. Gulstan Ropert aus der Picpuskongregation. (Dieser Satz bezieht sich auf den vorgehenden letzten Satz aus dem Nachruf auf Msgr. Clut.)

Seine Wiege stand in Kersago auf der Halbinsel Rhuys an der bretonischen Küste. Als Sohn eines auf dem Meere ergrauten Seemanns, der sein eigenes Schiff schon mehr als einmal um die Welt geführt, ward auch der junge Gulstan für die See bestimmt und bei einem Onkel, gleichfalls Schiffskapitän, in die Lehre gegeben. In kurzer Zeit hatte es der geweckte Bursche vom Schiffsjungen zum Schiemann gebracht. Auf einer Fahrt durch den verrufenen Meerbusen von Biskaya lief bei einem Sturm das Schiff Gefahr, an der spanischen Küste zu stranden. In der Not machte der fromme Bretone zur Landespatronin, der hl. Anna, das Gelöbnis, wenn er heil davon komme, in einen Orden zu treten. Das Schiff gelangte glücklich in einen französischen Hafen, und ohne Verzug suchte Ropert zunächst das Priesterseminar und dann bald darauf das Noviziat der Picpusgenossenschaft auf. 

Als neugeweihter Priester nach den Sandwichinseln (Hawai’i) entsandt, war er hier zuerst in Kohala der Genosse P. Damians. „Fünf Jahre lang lebte ich mit ihm zusammen, und teilten wir brüderlich Freud und Leid, bis er 1872 sich den Aussätzigen weihte. Als ich ihn später wieder sah, war er bereits mit dem Aussatz gezeichnet.“ Nach 24-jähriger unermüdlicher Missionstätigkeit wurde Ropert 1892 Provinzial der Mission und folgte noch im selben Jahr dem verstorbenen Bischof Koeckemann in der Leitung des Vikariats. 

Die hohe Verehrung und Freundschaft, welche die Königin Lilinokalani dem deutschen Vorgänger entgegengebracht, übertrug sich auch auf Ropert. Leider folgten schon bald die politischen Stürme, welche die Erbin des eingeborenen alten Königshauses vom Thron verdrängten und das Inselreich in eine Republik und bald darauf in eine Kolonie der Vereinigten Staaten verwandelte.

Bischof Ropert hielt sich von allen politischen Treibereien fern und verstand es, das Missionsschifflein durch die Klippen der veränderten und zum Teil recht schwierigen Verhältnisse sicher hindurch zu steuern. Das starke Zuströmen fremdländischer Elemente: Chinesen, Japaner, Puerto-Ricaner, Portugiesen, und das dadurch entstandene Sprachgemisch erschwerte die Seelsorge nicht wenig. Ropert, der selbst neben seiner Muttersprache das Englische, Portugiesische und die Eingeborenensprache beherrschte, ließ für die Portugiesen Priester ihrer Sprache kommen und bildete für die Ankömmlinge eigene Missionäre aus.

 Das Mischmasch von Religionen und Sekten, zumal in Honolulu, brachte die Gefahr religiöser Gleichgültigkeit und Verflachung auch für die dortigen Katholiken mit sich. Ropert berief aus Amerika einige Jesuiten, treffliche Kanzelredner und Missionäre, um durch eine große Volksmission das Gewissen der Katholiken zu schärfen, und namentlich vor dem Anschluss an die geheimen Gesellschaften zu warnen. Mit gleicher Entschiedenheit trat er dem Unfug der Leichenverbrennung und gewissen, dem katholischen Kirchengesetz widerstreitenden Zumutungen der Regierung entgegen. Besondere Liebe zeigte er den armen Aussätzigen von Molokai, die er sehr oft besuchte und deren hartes Geschick er in jeder Weise zu lindern suchte.

Leider traten schon seit Jahren die Anzeichen der schlimmen Krankheit (Magenkrebs) auf, die seinem Leben noch vor der Zeit ein Ende bereiten sollte und ihn am 4. Januar in seiner Bischofsstadt Honolulu hinwegraffte. Sein glänzendes Leichenbegängnis gestaltete sich zu einer Kundgebung nationaler Trauer. Die Gerichtshöfe feierten (das heißt wohl, dass sie geschlossen hatten), die Magazine waren geschlossen. Die ganze Bevölkerung Honolulus ohne Unterschied des Bekenntnisses zeigte aufrichte Teilnahme über den Tod eines Mannes, dem die Eingeborenen den ehrenden Namen „Vater Güte“ (father goodness) beigelegt hatten. Das Geheimnis dieser allgemeinen Liebe und Verehrung deutete der französische Konsul Vizzavona in seiner Trauerrede am offenen Grabe, indem er an den Wahlspruch des Hingeschiedenen erinnerte: „Alles für die anderen, nichts für sich selbst“ – gewiss die schönste Grabschrift, die man einem Missionsbischof setzen kann.

(Aus: die katholischen Missionen, 1904)

Samstag, 12. April 2014

„Sie (...) sind bis zu Tränen gerührt, wenn ich ihnen sage, dass wir zahlreiche Verwandte und Freunde (...) zurückgelassen haben“


„Sie üben“, schreibt P. Chanel an den Aumonier (Almosenier) der Antiquaille in Lyon, Abbé Bajard, das heilige Amt des Priesters in dem Ort aus, an welchem Sie dieser erhabenen Würde bekleidet wurden, während ich durch den Ratschluss der göttlichen Vorsehung bestimmt bin, die ersten Anfangsgründe der christlichen Lehre mit den Bewohnern einer kleinen Insel West-Ozeaniens zu stammeln. 

Die Schwierigkeiten der Sprache haben mich lange Zeit mit Schrecken erfüllt. Gegenwärtig bin ich aber doch schon so glücklich, mich ein wenig verständlich machen zu können. Ich benütze dies, um meinen armen Wilden den Beweggrund unserer Abreise von Frankreich recht begreiflich zu machen. Sie hören mich dann mit aller Aufmerksamkeit an und sind zuweilen bis zu Tränen gerührt, wenn ich ihnen sage, dass wir zahlreiche Verwandte und Freunde in Kummer und bitterster Unruhe zurückgelassen haben, und dass einer aus uns (P. Bret), der sich innig gesehnt hatte, ihnen nützlich zu werden, auf der Reise gestorben ist, und wir ihm kein anderes Grab bereiten konnten, als die unermesslichen Abgründe, über welchen wir uns befanden.“


(Aus: Leben des seligen Peter Alois Maria Chanel, Priesters der Gesellschaft Mariä und ersten Martyrers Oceaniens, aus dem Französischen des P. Claudius Nicolet aus derselben Gesellschaft, von P. Carl Dilgskron C.SS.R. Mit kirchlicher Approbation)

Samstag, 1. März 2014

Das Rituale und das heilige Öl hatte er noch in den Händen – Der heroische Tod eines samoanischen Priesters


Im November 1918 wütete die Influenza auch auf Samoa. Ein Fünftel der Bevölkerung starb innerhalb von drei Wochen an der Krankheit.
Auf der Insel Savia (wohl Savai’i) wirkte ein eingeborener Priester Namens Anitalea. Er schreckte nicht vor der Ansteckungsgefahr zurück und brachte den Kranken die Tröstungen unserer heiligen Religion. 
Sein Pfarrer P. Doumeizel versorgte die nähergelegene Umgebung, während er in den weiter entfernten Dörfern tätig war. Schließlich erkrankten auch die beiden Priester, und P. Doumeizel lag schon bald im Sterben. 

Trotz schweren Fiebers machte sich P. Anitalea auf die Nachricht von dem bevorstehenden Tod seines Vorgesetzten auf den mehrstündigen Weg, auf dem er zwischendurch wegen Ermüdung zusammenbrach. Als er schließlich die Hauptstation erreichte, begab er sich sofort daran, seinem Pfarrer die hl. Sakramente zu spenden. Als er das Allerheiligste aus dem Tabernakel nehmen wollte, brach er mehrmals zusammen. Schließlich schaffte er es mit dem letzten Aufgebot seiner Kräfte, dem sterbenden Pfarrer die heilige Wegzehrung zu bringen. Danach ging er in sein Zimmer.

Am nächsten Tag fand man ihn tot vor – er trug noch die Stola, in den Händen hielt er das Rituale und das heilige Öl…


(Quelle: Die Weltmission der katholischen Kirche, Nr. 5/8, 1951)

Samstag, 7. Dezember 2013

Bilder: japanische und chinesische Trappisten und mehr einheimischer Klerus





Novizen und Professen des Trappistenklosters U.L. Frau vom Leuchtturm


Trappisten in China, vor ihrer Vertreibung durch die Kommunisten im Jahr 1947

Samoanischer Maristenschulbruder


Generalvikar Thayl von Changancherry, Indien

P. Edward Cunningham O.M.I., der erste Métis-Priester

Msgr. Mondini, Apostol. Vikar von Süd-Hupe, mit zwei Priestern und einheimischen Seminaristen



Sonntag, 1. Dezember 2013

Bei den Maori auf den Cook-Inseln


Berg auf Raratonga (Marcus Gleinig (Suwarrow))

Bereits voriges Jahr wurden Gründung und Anfänge dieser Mission besprochen. Wir fassen im Folgenden die inzwischen eingelaufenen Berichte kurz zusammen. Ende 1895 war die Zahl der Neophyten (Neubekehrten) auf 100 gestiegen und die Zahl der Katechumenen erfreulich im Wachsen.

Trotz aller Plagereien, so meldet der Provinzial der Picpus-Missionäre, P. Georg Eich, blüht die Christengemeinde des P. Bernardin Castanie in Raratonga fröhlich auf. 
„Die neubekehrten Christen sind einfach, gut und fromm. Was mir besonders auch gefällt, ist ihr Glaubensgeist und ihre Ehrfurcht vor dem Priester. 

Die größere Zahl der im Hauptort wohnenden Christen wohnt täglich der heiligen Messe bei. Öfters traf ich sie schon um 5 Uhr morgens vor der Kapellentür in Erwartung, dass sie geöffnet werde. Gebete und Rosenkranz werden dann gemeinsam verrichtet, und nach der heiligen Messe gehen sie still an ihr Tageswerk. Auch über Tags kommen manche, die einen freien Augenblick haben, um einen Besuch beim Allerheiligsten zu machen. 

Sie haben eine bestimmte Art, den Rosenkranz zu beten. Während acht Tagen  beten die Männer vor, d.h. nennen die Geheimnisse und beten den ersten Teil des Glaubensbekenntnisses, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria. Frauen und Kinder antworten. Die folgende Woche haben die Frauen diese Ehre, dann die Kinder. Sind aber Neophyten aus der Nachbarschaft, wie an Sonn- und Feiertagen, zugegen, so haben diese den Vorrang, so dass jetzt alle Neophyten den Rosenkranz sehr gut zu beten verstehen. 

Abends um 6 Uhr versammeln sich die Christen abermals in der Kapelle, singen heilige Lieder und verrichten zusammen ihr Abendgebet. Dann wird ein kurzer Unterricht gehalten, an dessen Stelle hie und da aus dem Katechismus ausgefragt wird.“

P. Bernardin war inzwischen eifrig am Bauen, da die Josephsschwestern von Clugny in Bälde erwartet wurden und für sie Platz geschaffen werden musste. Sie sollen in der Schule untergebracht werden, während der Missionär sich ein eigenes kleines Häuschen zimmert. 

Dann will P. Bernardin neue Kapellen errichten, zuerst in Avarua, dann in Takituma und Aorarngi, den zweitwichtigsten Orten der Insel. Vorigen Herbst langten auch die ersten Schwestern an und eröffneten sofort die Schule, die schon bald von 80 Kindern besucht wurde. 
Die Kinder hängen sehr an den guten Schwestern, und diejenigen, deren Eltern sie aus Furcht vor dem protestantischen Prediger nicht in die Schule ließen, vergossen bittere Tränen. Der Herr ist begreiflicherweise sehr bös über die neue Wendung, die seine eigene Schule entvölkert. 

Ein oder zweimal die Woche hält der Missionär den Kindern in der Schule Katechese und lädt sie ein, am Sonntag in die Kapelle zu kommen, ein Wunsch, dem alle sehr gerne Folge leisten.
Die neue Gründung verspricht also guten Fortgang. Ohne ein bisschen Kampf wird es wohl kaum gehen.


(Aus: die katholischen Missionen, 1896)

Freitag, 15. November 2013

Will die katholische Kirche die Menschen dumm halten? (Teil 1) – die Missionare und die Sprachforschung


Wenn Sie vielleicht mal, was heutzutage sehr oft passieren kann, im Gespräch oder in einer Uni-Vorlesung zu hören bekommen, dass die katholische Kirche die Leute dumm halten wollte (in diesem Wortlaut habe ich das bereits auf einer höheren Bildungsanstalt gehört) oder etwa, wie uns der öffentliche Rundfunk, den wir, ob wir wollen oder nicht, mit unserem Geld unterstützen, erzählen möchte, dass Missionare fiese Kerle sind, die die Sprachen der Einheimischen verbieten, ist es gut zu wissen, dass, wie in vielen anderen wissenschaftlichen Gebieten, die katholische Kirche einen unschätzbaren Beitrag zur Sprachforschung, besonders im Fall der exotischen Sprachen, geleistet hat.

Nachfolgend eine Liste von Ordensleuten, die sich auf diesem Gebiet hervorgetan haben. Bei den Missionaren, bei denen nicht klar war, wo genau sie gewirkt haben, ist das Verbreitungsgebiet der Sprache in Klammern angegeben.

Es handelt sich dabei nur um eine sehr kleine Auswahl.

Dominikaner:

Bischof Ignaz Ibañez O.P. Bischof in Taiwan, 19. Jhd. (?) : chinesisches Wörterbuch und kleinere Werke zur Amoi-Sprache

Domingo de S. Thoma O.P., Missionar in Peru im 16. Jhd.: Grammatik und Vokabular des Quechua

Bernardo Lugo O.P., 17. Jhd.: Grammatik des Chibcha (Zentral- und Südamerika)

Raymund Berton O.P., 17. Jhd.: Werke über das Karaibische (Südamerika)

Luis Cancer O.P. und Domingo de Bico O.P. (16. Jhd.).: Schriften in der Quiché-Sprache (Guatemala)

Francisco de San José O.P., Missionar auf den Philippinen im 16/17. Jhd.: Tagalog-Grammatik, führte 1590 den Buchdruck auf den Philippinen ein

P. Maxime Le Clerq O.F.M., Missionar in Kanada im 17. Jhd.: erfand Schriftzeichen für die Sprache der Mikmak-Indianer

Franziskaner:

P. Franz Pareja O.F.M. Missionar in Florida im 16. Jhd.: Katechismus in der Sprache der Tumucua-Indianer sowie Grammatik und Wörterbuch in derselben

Ildefonso Flores O.F.M.: Professor des Cakchiquel an der Universität in Guatemala (19. Jhd.?)

Basilius Rollo von Gemona O.F.M., Apostolischer Vikar von Schansi-Schensi, China (+1703): Verfasser des Dictionarium Sinico-latinum, das zumindest noch im frühen 20. Jhd. als Hauptwerk für das Chinesische galt

Markus von Lisboa O.F.M., Missionar im 17. Jhd. auf den Philippinen: Katechismus und Wörterbuch des Bicol-Dialekts

Darüber hinaus haben sich zahlreiche Franziskaner der Erforschung der mexikanischen Sprachen (Aztekisch etc.) gewidmet


Hl. Franz Xaver S.J. mit Mitbrüdern: Übersetzung eines Katechismus in das Malabarische

P. Enrique Henriquez S.J., Gefährte des hl. Franz Xaver an der Fischerküste in Indien: Grammatik und Wörterbuch des Tamil

P. Roberto de Nobili S.J., Missionar in Indien (+1656): apologetische und asketische Schriften im Sanskrit

Juan Fernandez S.J., Laienbruder in Japan (1567): Erste japanische Grammatik mit Lexikon

Lorenzo Hervás y Panduro S.J. (+1809): Einer der Vorreiter der vergleichenden Sprachwissenschaften, sammelte Proben von 307 Sprachen und Grammatiken von 40 Sprachen und erforschte mit großem Eifer die malaiischen Sprachen.

Picpus-Gesellschaft:

Florentin „Tepano“ (Stephan) Jaussen SS.CC., apostolischer Vikar von Tahiti (+1891): Übersetzung des Neuen Testaments in die Gilbert-Sprache (Kiribati)

Missionare vom heiligsten Herzen:

P. Erdland M.S.C.: Grammatik der Marshall-Sprache

Weiße Väter:

Msgr. Léon Livinhac M.Afr. Apostolischer Vikar von Viktoria-Nyanza, später Generaloberer: Grammatik der Ugandasprache

Msgr. August Hacquard M.Afr., Apostolischer Vikar der Sahara und des französischen Sudans: Grammatik der Bambara-Sprache


(Quelle: Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Dr. Max Heimbucher, Verlag Ferdinand Schöningh, 1907)

Hier erfahren Sie mehr über die Missionare und die Naturwissenschaften

Sonntag, 6. Oktober 2013

Te Bibira Moa — Bibelübersetzung ins Tahitianische


P. Tourvieille aus der Picpusgesellschaft berichtet, dass die Katholiken von Tahiti bald eine vollständige Übersetzung der Heiligen Schrift in der Hand haben werden. Seit etwa einem Vierteljahrhundert haben die Missionäre gearbeitet, um das Werk fertigzustellen, und P. Tourvieille weilt bereits über ein Jahr in Belgien, um den Druck zu überwachen. Der Band wird etwa 36.000 Verse auf 1600 Seiten enthalten.

(Aus: die katholischen Missionen, 1915)


Ein weiteres Argument gegen das angebliche Sprachverbot auf den Marquesas.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Tod des P. Conrardy, Mitstreiter P. Damians

Pater Conrardy mit Kindern auf Molokai

Am 24. August 1914 verschied der Priester Lambert Louis Conrardy, dessen Namen mit dem des P. Damian stets in Ehren genannt wird. Eine Zeitlang arbeitete der Verstorbene zusammen mit dem Apostel von Molokai; dann fasste er den Plan, sich der verlassenen Aussätzigen in China anzunehmen. 
Um ihn wirksamer ausführen zu können, erwarb er sich auf einer amerikanischen Hochschule einen Grad in Medizin und gründete hierauf die Aussätzigenkolonie zu Shek-Lung. Das Krankenheim entwickelte sich ausgezeichnet; als P. Conrardy starb, beherbergte es nicht weniger als 700 arme Chinesen.


P. Conrardy verschied fern von seinen geliebten Kranken in einem Spital zu Honkong. Als Nachfolger erhielt er P. G.M. Desmazières.

(Aus: die katholischen Missionen, 1915)

Mittwoch, 25. September 2013

Näheres über den Tod P. Damians (Teil 3)


Fortsetzung von hier

Montag, den 15. April, empfing ich ein Billet von P. Conrardy mit der Anzeige, der Augenblick des Todes sei eingetreten. Ich eilte zu ihm hinüber; aber unterwegs kam mir bereits ein Bote mit der Todesnachricht entgegen. Er ist ohne jeden eigentlichen Kampf ganz ruhig eingeschlummert und starb so eines sanften Todes, nachdem er beinahe 16 Jahre inmitten der Schrecken des Aussatzes gelebt hat. Als guter Hirt hat er sein Leben für seine Schafe dahingegeben. 

Als ich ankam, war er schon mit seiner Soutane bekleidet. Alle Spuren des Aussatzes waren aus seinem Antlitz verschwunden; auch die Wunden an den Händen waren ganz eingetrocknet. Gegen 11 Uhr trugen wir ihn in die Kirche, wo er bis 8 Uhr des folgenden Tages aufgebahrt blieb; die Aussätzigen umringten betend ihren verehrten Vater. Am Montag Nachmittag schmückten die guten Schwestern für ihn einen Sarg; im Inneren schlugen sie denselben mit weißer Seide aus und bedeckten ihn von außen mit schwarzem Tuch, auf welches ein weißes Kreuz aufgenäht war.

Am 16. April las ich für meinen lieben Mitbruder die heilige Messe; nachher setzte sich der Leichenzug in Bewegung. Man zog, an der Spitze das Kreuz, an der neuen Kirche vorüber nach dem Gottesacker. Dem Kreuz folgten die Musiker, die Mitglieder eines Vereins, dann die Schwestern mit den Frauen und Töchtern, der Sarg, welcher von acht weißgekleideten Aussätzigen getragen wurde; hinter dem Sarg schritten der amtierende Priester und P. Conrardy mit den Altarknaben und endlich die Brüder mit den Knaben und Männern.

P. Damian hatte sein Leben auf Molokai in der größten Armut begonnen, so dass er die ersten Nächte unter einem Baum schlafen musste. Seinem Wunsch gemäß, hatte ich während seiner Krankheit unter demselben Baum, einer Pandane, das Grab bereiten lassen. Da ruht nun sein Leib und erwartet die glorreiche Auferstehung. Er ist dem Altar zugewendet. Eine starke Zementschicht schließt das Grab. Da liegen also die glorreichen Überreste des guten P. Damian, den die Welt mit Recht einen Helden der Liebe nennt.


(aus: die katholischen Missionen, 1889

Dienstag, 24. September 2013

Näheres über den Tod P. Damians (Teil 2)


Fortsetzung von hier

„Samstag, den 23. März, war P. Damian noch wie gewöhnlich voll Tätigkeit und ging geschäftig hin und her. Das war das letzte Mal, dass ich ihn so traf. Seit dem 28. März ordnete er seine Rechnungen und nachdem er dieselben unterzeichnet hatte, sagte er zu mir: ‚Wie glücklich bin ich, dass ich jetzt alles in die Hand des hochwürdigsten Bischofs übergeben habe. Jetzt sterbe ich ganz arm und habe nichts mehr.‘ 

Vom gleichen Tag an musste er das Bett hüten. Samstag, den 30. März, bereitete er sich auf den Tod vor. Es war wirklich eine Erbauung, ihn zu sehen; er strahlte von Glück. Nachdem ich seine Generalbeicht gehört hatte, legte auch ich ihm meine Beicht ab; dann erneuerten wir zusammen unsere Gelübde. Am folgenden Morgen empfing er die heilige Wegzehrung. Im Verlauf des Tages war er froh und heiter wie gewöhnlich. 

‚Sehen Sie meine Hände,‘ sagte er, ‚alle meine Wunden schließen sich und der Schorf wird schwarz; das ist ein Anzeichen des nahen Todes, wie Ihnen wohl bekannt ist. Sehen Sie auch meine Augen; ich habe so viele Aussätzigen sterben sehen, dass ich mich nicht täusche, indem ich die Auflösung für sehr nahe halte. Gerne hätte ich noch einmal unseren Bischof gesehen; aber der liebe Gott ruft mich, dass ich das Osterfest mit ihm begehe. Gott sei dafür gepriesen!‘ Er dachte nun an nichts anderes mehr, als sich auf den Tod vorzubereiten. Man konnte sich auch keiner Täuschung mehr hingeben und sah, dass die Auflösung herannahe.

Am 2. April empfing er von der Hand des hochw. P. Conrardy die heilige Ölung. ‚Wie gut ist doch Gott,‘ sagte er mir im Laufe des Tages, ‚der mich so lange am Leben erhielt, dass ich nun zwei Priester an meiner Seite habe, welche mir im letzten Kampfe beistehen werden. Und dann weiß ich jetzt die guten Barmherzigen Schwestern in der Leprosenanstalt; seit dem Tage durfte ich mein Nunc dimittis (Nun, Herr, entlässt Du Deinen Diener in Frieden) beten. Die Anstalt für die Aussätzigen ist jetzt fest begründet; so bin ich nicht mehr notwendig und in kurzer Zeit werde ich in den Himmel gehen.‘

‚Wenn Sie im Himmel sind, Pater,‘ sagte ich zu ihm, ‚so vergessen Sie derjenigen nicht, die Sie verwaist hienieden lassen.‘ ‚O nein,‘ entgegnete er, ‚wenn ich bei Gott etwas vermag, so werde ich für alle bitten, welche zum Leprosenhause gehören.‘ 
Ich bat ihn, wie Elias, um seinen Mantel und um sein weites Herz. ‚Was wollen Sie mit dem Mantel?‘ sagte er, ‚er steckt doch voller Aussatz.‘ Da bat ich ihn um seinen Segen und er gab ihn mir mit Tränen in den Augen; er segnete auch die mutigen Töchter des hl. Franziskus, für deren Ankunft er so viel gebetet hatte. 

Die folgenden Tage fühlte sich der gute Pater etwas besser, und wir hatten sogar einen Funken Hoffnung, dass er uns noch eine kurze Frist erhalten bleibe. 
Die guten Schwestern besuchten ihn häufig. Was ich an ihm am meisten bewunderte, war seine unerschöpfliche Geduld. Er, mit seinem glühenden, lebhaften, starken Wesen, sah sich auf das armselige Krankenbett festgenagelt, ohne dass er außerordentliche Schmerzen empfunden hätte. 

Er lag auf einem armseligen Strohsack auf dem Boden, wie der ärmste und unbedeutendste seiner Aussätzigen, und es kostete uns viel Mühe, ihn zur Annahme eines Bettes zu bereden. Und welch eine Armut! Er, durch dessen Hand so große Summen zur Linderung der Aussätzigen geflossen sind, hatte für sich selbst so wenig gesorgt, dass er nicht einmal die notwendige Leibwäsche oder Betttücher zum Wechseln besaß!

Seine Liebe zur Ordensgemeinschaft, welcher er angehörte, war erstaunlich. Wie oft sagte er zu mir: ‚Pater, Sie repräsentieren mir hier unsere Kongregation, nicht wahr? Wir wollen also zusammen die von ihr vorgeschriebenen Gebete verrichten. Wie trostreich ist es, als ein Sohn der heiligen Herzen zu sterben!‘ 
Mehrere Male beauftragte er mich, an unseren hochw. Generalobern zu schreiben und ihm mitzuteilen, sein süßester Trost in diesen Augenblicken sei das Bewusstsein, dass er als Mitglied der Kongregation der heiligen Herzen sterbe.

Fortsetzung folgt...


(aus: die katholischen Missionen, 1889)

Näheres über den Tod P. Damians (Teil 1)



Wie unseren Lesern aus den Tagesblättern bekannt sein wird, ist am 15. April zu Kalawao auf der Insel Molokai der Apostel der Aussätzigen, P. Damian Deveuster, in seinem 49. Lebensjahr als Opfer seiner Liebe am Aussatze gestorben, von dem er im Dienste seiner Kranken angesteckt wurde. P. Damian und sein Opferleben ist den Lesern dieser Blätter aus wiederholten und eingehenden Schilderungen ein lieber und hochverehrter Bekannter. Noch vor zwei Jahren veröffentlichten wir ausführliche Schilderungen der von ihm gegründeten Gemeinden der Aussätzigen auf Molokai, und wiederholt haben wir seither Briefevon ihm und über ihn mitgeteilt. Wir brauchen deshalb sein schönes und heiligmäßiges Leben auf Molokai nicht noch einmal zu erzählen.

Geboren wurde Joseph Deveuster am 3. Januar 1840 zu Tremeloo, einem kleinen Dörfchen zwischen Löwen und Mecheln in Belgien. Seine echt christlichen Eltern leiteten ihn von der frühesten Kindheit zur Übung der Frömmigkeit und Tugend an. Die erste Schulbildung empfing er zu Werchter und besuchte dann die Gewerbeschule von Braine-le-Comte. 

Infolge von Missionspredigten, welche er an diesem Ort hörte, entschloss sich der fromme Jüngling, dem Beispiel seines älteren Bruders zu folgen und sich in der Kongregation der Heiligen Herzen dem apostolischen Berufe zu widmen. 
So trat er am 2. Februar 1859 zu Löwen in das Noviziat dieser Gesellschaft und legte den 8. Oktober 1861 unter dem Namen Fr. Damian seine Gelübde ab. Noch vor Schluss seiner Studien wurde er an Stelle seines kranken Bruders nach den fernen Sandwichinseln im Stillen Ozean geschickt und schiffte sich zu Bremen am 29. Oktober 1863 dorthin ein. 

Am 19. März 1864 erreichte er Honolulu und empfing daselbst am 21. Mai des gleichen Jahres von der Hand Msgr. Maigrets die heilige Priesterweihe. An verschiedenen Stationen, zu Puna, Kohala und Kamakua, wirkte er als Missionär, bis ihn der liebe Gott auf sein eigentliches Arbeitsfeld berief. 

In Begleitung Msgr. Maigrets besuchte er nämlich am 16. Mai 1873 die Niederlassung der Aussätzigen auf Molokai. Der unsäglich traurige Zustand und die gänzliche Verlassenheit dieser Unglücklichen rührte sein von übernatürlicher Liebe erfülltes Herz so, dass er den heroischen Entschluss fasste, sein Leben für diese von unheilbarer, ansteckender, ekelhafter Krankheit erfassten Menschen hinzuopfern. 

Seine wiederholte und dringende Bitte wurde von den Obern gewährt, und so betrat P. Damian Anfang Juni 1873 in der Blüte und Vollkraft seines Lebens, 33 Jahre alt, Molokai, das vielmehr die Schrecken des Grabes als einen Aufenthalt für Lebende darbot. Nie hat er seither seine Wahl bereut, nie ist er von dem Opfer zurückgetreten; er lebte in der Mitte der Aussätzigen, als ob er vom ersten Tage an mit der Krankheit behaftet gewesen wäre. Er baute ihnen Kapellen, Schulen, Wohnungen; er wusch und verband ihre Wunden, linderte ihre Schmerzen, tröstete sie im Leben und im Tod, grub ihre Gräber und beerdigte sie.

Vor sechs Jahren wurde er, wie von Anfang an klar vorausgesehen, selbst von dem Aussatz ergriffen und fuhr dennoch mit unverwüstlicher Heiterkeit und Geduld fort, seine kranken Brüder zu verpflegen, bis ihn endlich der Herr zum ewigen Lohn berief. Über die letzten Augenblicke des seligen P. Deveuster berichtet der folgende Brief vom 17. April 1889, welchen wir seinem Gefährten, P. Wendelin Möllers, verdanken:

Fortsetzung hier


(aus: die katholischen Missionen, 1889)

Mittwoch, 24. Juli 2013

Der Alkoholteufel in den Missionsländern

Ein höllischer Tropfen (Nik Frey (niksan))

Priesterabstinentenbund und Mission. Die Idee dieses Bundes ist die wirksame Bekämpfung des Alkoholteufels durch die Macht des eigenen Beispiels und durch die segnende Kraft stellvertretender Sühne. Der Kern der Bewegung muss also gewiss als edel und gesund bezeichnet werden, soviel Übertreibung gelegentlich auch miteinlaufen mag. Für uns hat die Bewegung dadurch ein besonderes Interesse gewonnen, dass neuerdings der Versuch gemacht wurde, sie auch dem Missionswerk dienstbar zu machen. Als eifriger Apostel dieser Idee tritt der hochw. P. W.J. Impekoven S.V.D. auf. Sein bemerkenswerter bei der Generalversammlung des Abstinentenbundes zu Aachen (12. August 1912) gehaltener Vortrag ist dem Folgenden zu Grunde gelegt.

Hier ist zunächst durch eine Blütenlese von Beispielen und Tatsachen, die hauptsächlich den „Katholischen Missionen“ entnommen sind, festgestellt, dass das schreckliche Übel der Trunksucht fast überall auch in den Missionsländern grassiert, sei es als altes einheimisches Erbstück der heidnischen Vorfahren, sei es – und das ist das häufigere – als Importartikel europäischer Kulturträger.

Was Fusel und Wutki in Europa, das ist der Arrak, Sashi und Saki in Indien, China und Japan. Auf Ceylon schwingt „König Alkohol“ sein Zepter von mehr als 600 Tabernen [sic] aus. In China wird mehr als ein Priesterberuf Opfer des einheimischen Sashi. 
Französischer Alkohol ist eines der zweifelhaften Güter, welches die neue Herrschaft den Ländern Indo-Chinas gebracht hat. Europäischer Schnaps hat auf den Viti-Inseln (Fidschi), den Neu-Hebriden, Marquesas, Gambier- und Sandwich-Inseln (Hawaii) usw. den Keim des Todes in die aussterbende Bevölkerung getragen. 
Die westafrikanische Küste wird mit elendem Fusel überflutet. Bitter klagen die Missionäre im Basutoland und in Dar-es-Salam über die zunehmende Trunksucht der Schwarzen. Welch entsetzliche Rolle „das Feuerwasser der Bleichgesichter“ unter den Rothäuten der Vereinigten Staaten gespielt, ist männiglich bekannt; wie jede neue Zuckerfabrik der Zivilisierten auf die umliegende Indianerbevölkerung im Gran Chaco wirkt, erzählt P. Vogt S.V.D. usw.

Das alles öffnet der Abstinenzbewegung neue Perspektiven. Sie gehört mit zu den Aufgaben auch des Heidenapstolates, und wie über die schrecklichen Verheerungen des Alkohols, so wissen die „katholischen Missionen“ auch von den Segnungen der Abstinenzbewegung und der Kreuzbündnisse in jenen Ländern zu berichten. 

P. Impekoven zieht aus diesen Tatsachen eine sehr praktische Folgerung: Wie unendlich viel Geld wird durch unmäßiges oder überflüssiges Trinken verschleudert. Was soll man sagen, wenn eine einzige Gemeinde von 5872 Seelen (4/5 katholisch) in dem einen Jahr 1911 für Bier allein 248520 Mark ausgibt, was 42,32 Mark auf den Kopf macht! Würde nicht der Hinweis auf die riesigen Bedürfnisse der Weltmission als edles und starkes Motiv in einem Abstinenzvortrag wirken? Müsste aber nicht der Blick auf die gewaltigen Aufgaben der Weltmission, die sie aus Mangel an Mitteln vielfach nicht lösen kann oder den Sekten überlassen muss, weite Kreise ernster stimmen?


(aus: die katholischen Missionen, 1913)

Mittwoch, 19. Juni 2013

Was ein Apfel mit der Bekehrung eines kalvinistischen Aussätzigen auf Molokai zu tun hat



Wir erhalten durch gütige Vermittlung der Anverwandten den Brief eines wackeren Missionärs aus der Picpus-Gesellschaft, des P. Matthias Limburg, welcher augenblicklich in der durch P. Damian so berühmt gewordenen Mission auf der Aussätzigen-Insel weilt.

„Molokai, Kalaupapa, den 22. Mai 1890. Wie Ihr seht, schreibe ich Euch dieses Mal vom weltberühmten Molokai aus, wo ich jetzt zum dritten Mal bin. Das erste Mal – es war im Dezember 1888 – kam ich hierher mit den ersten Franziskanerinnen und blieb damals ungefähr neun Tage. 
Das zweite Mal – im vergangenen Januar – kam ich, um den Schwestern die geistlichen Übungen zu geben. Dieses Mal werde ich von meinen Oberen geschickt, um den P. Wendelin Moellers (den Nachfolger P. Damians) für eine Zeitlang zu ersetzen, da derselbe erkrankt war und der Doktor ihm eine Erholung und Klimawechsel vorgeschrieben hatte. 

Ich bin hier seit dem 29. April. Unser hochw. Bischof, Msgr. Hermann Köckemann, kam am 6. Mai gleichfalls hierher und spendete die heilige Firmung hier in Kalaupapa am 7. Und in Kalawao, welches 1 ½ Stunden Wegs von hier entfernt ist, am 8. Mai. In jedem der beiden Dörfer waren ungefähr 100 Firmlinge, also etwa 200 im Ganzen. 
Aussätzige sind in beiden zusammen über 1100; die meisten davon in Kalaupapa. Am 8. Mai ging der hochw. Herr Bischof in Begleitung des P. Wendelin nach Honolulu zurück. P. Wendelin hat mir seitdem schon zweimal geschrieben. Er hat bereits Heimweh und wünscht, sobald als möglich zu seinen geistlichen Kindern zurückzukommen, d.h. schon Montag nach Pfingsten, nächste Woche. 

Als ich das dem hiesigen Doktor (Dr. Swift) sagte, schüttelte er den Kopf und sagte, P. Wendelin täte Unrecht und würde es später bereuen. Der Doktor hatte gewünscht, dass P. Wendelin eine sechsmonatliche Reise nach Amerika mache, um sich vollständig zu erholen. Nun, man kann auch nicht immer tun, was die Doktoren sagen.

Was mich angeht, so wird die Zeit mir gar nicht lang. Ich bin gesund und munter, Arbeit gibt’s genug, und der Trost fehlt auch nicht.
Am selben Tag, an welchem unser hochw. Bischof von hier fortging, gab ich den Kindern, die im Hof spielten, einige Äpfel. Kaum waren die Kinder fröhlich fortgegangen, da kam eine Frau und bat mich gleichfalls um einen Apfel für einen Kranken. Ich erkundigte mich, wer denn der Kranke sei. 

Als ich hinkam, fand ich, dass der Kranke am Sterben lag. Er bat mich, ihm zu helfen, da er große Schmerzen leide. Ich sagte ihm, für den Körper sei der Doktor da, ich wolle ihm aber beistehen, seine Seele zu retten. 
Sodann sprach ich zu ihm über den Wert der Seele, von Himmel, Hölle, von der Vergänglichkeit dieses Lebens usw. Ich war nämlich der Überzeugung, der Mann sei Kalvinist. 
Ich fragte ihn sodann, ob er getauft worden. Er sagte: ‚Ja.‘ ‚Wer hat dich getauft?‘ ‚Joakimo.‘ ‚Dann bist du ja katholisch.‘ (Joakimo [P. Joachim] war einer der ersten Missionäre hier, nun aber schon längst tot.) ‚Ja‘, sagte er, ‚ich wurde getauft, als ich noch ein kleiner Knabe war, habe aber später die Kirche verlassen und bin zu den Kalvinisten gegangen.‘ ‚Nun, dann musst du jetzt diese Sünde bereuen und Gott um Verzeihung bitten.‘
 Ich hörte sodann seine Beicht und ging sofort nach Haus, um die heiligen Öle zu holen. Es war gegen 5 Uhr abends, und ich fürchtete, er werde nicht lange mehr leben. Ich kehrte zurück und gab ihm die letzte Ölung.

Als ich am folgenden Morgen die Betglocke läutete, hörte ich, dass auch die Kalvinisten läuteten. Ich wusste anfangs nicht, was das zu bedeuten habe, vernahm aber später, dass es die Sterbeglocke sei. ‚So‘, dachte ich, ‚der arme Mann ist wohl gestorben.‘ 
Ich war noch am Läuten, da kam ein Mann in großer Eile zu mir und bat mich, für Kainuwai (Name des Kranken) das Scheidezeichen zu geben. Ich sagte ihm, dies ginge nicht so ohne weiteres, da man ja schon bei den Kalvinisten läute. ‚Das ist ein Irrtum‘, erklärte er. ‚Nun dann geh und sag ihnen, sie sollten aufhören zu läuten, dann will ich anfangen.‘ 
Der Mann lief fort, und bald hörten die Kalvinisten auf, und ich fing an. Unsere ganze Gemeinde war erstaunt, als sie hörte, dass Kainuwai gestorben, aber erst recht erstaunt, dass er als Katholik gestorben sei. Kaum einer hatte nämlich von seiner Krankheit gewusst und kein einziger, dass er je katholisch getauft worden war.

Ihr seht, lieber Vater ein Apfel führte mich ans Sterbelager dieses armen verlorenen Sünders. Die Kinder waren nämlich (nach Empfang der Äpfel) in das Haus der Kranken gegangen. Als dieser die Äpfel in den Händen der Kinder sah, spürte er auch Lust, einen Apfel zu essen. So schickte er denn eine Frau, seine Verwandte, mich um einen Apfel zu bitten. Den Apfel konnte er zwar nicht mehr essen, der Tod ließ ihm keine Zeit, aber anstatt des Apfels bekam er etwas Besseres.“


(aus: die katholischen Missionen, 1890)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Prachtvolle Fronleichnamsprozession auf Tahiti

 
Fronleichnamsaltar auf Tahiti

(...) Ein weiteres Mittel, welches zugleich das Ansehen der katholischen Religion bei den Andersgläubigen hebt, ist die prunkvolle Begehung der kirchlichen Feste, worunter die Fronleichnamsprozession die erste Stelle einnimmt. 

Schon eine Woche zuvor beginnen die Vorarbeiten zur Herrichtung der Altäre. Die Tahitier besitzen ein merkwürdiges Geschick, Kirche und Straßen festlich zu schmücken. 
Mit einer Kleinigkeit, etwas Baumrinde, einigen Palmblättern oder Pflanzenfasern führen sie die eigenartigsten und zartesten Motive und Dekorationen aus. Dabei kommt ihnen der Blumenreichtum ihres Landes gut zu statten. 

Aus nah und fern haben sich bereits am Vorabend ganze Scharen von Gläubigen um den Thron des Bischofs versammelt, um den Segen zu empfangen. Um 8 Uhr morgens ist feierliches Pontifikalamt. 
Nachmittags verkündet die Glocke den Beginn der Prozession. Die Blechmusik spielt einen Festmarsch, langsam und feierlich, die Eingebornen antworten mit einer brausenden Jubelhymne. Mit wehenden Fähnlein und Flaggen eröffnen die Zöglinge der Schulbrüder von Ploërmel und der Schwestern von Cluny die Prozession. Ihnen folgen die Gläubigen, Gemeinde für Gemeinde, jede mit ihrem Katechisten als Kreuzträger an der Spitze. Ihre Gesänge zu Ehren des heiligen Sakraments wecken das Echo der Berge. Unmittelbar vor dem Baldachin schwingen zwölf Knaben ihre Weihrauchfässer, und zahlreiche Blumenträger streuen dem Heiland die schönsten Gaben der Inselwelt. 
Der Apostol. Vikar, angetan mit den reichsten Gewändern, trägt das Allerheiligste. 

Ganz Papeete, ohne Unterschied der Konfession, nimmt an der Feier teil und folgt in würdiger Haltung der heiligen Handlung, voll Bewunderung für den majestätischen Kult der katholischen Kirche. Die [protestantischen] Prediger natürlich knirschen über diese öffentliche Ehrung der katholischen Religion, die ihnen als verabscheuungswürdiger Götzendienst vorkommt. Doch vermögen sie nichts dagegen, da die Prozession sich auf dem Gebiet der Mission bewegt. 

Der Gouverneur ist ein sehr gutgesinnter Mann und der größte Teil der Protestanten bringt den katholischen Priestern Achtung und Vertrauen entgegen. Sind sie in Verlegenheit, so kommen sie gleich zum katholischen Missionar, ihn um Rat zu bitten. 
Viele möchten katholisch werden, aber Menschenfurcht bei den einen, Vorurteile bei den andern und andere Ursachen halten sie vom letzten Schritt ab. 
Die Gesinnung mancher Andersgläubiger kleidete ein Protestant in die Worte: 
„Ihr Patres erklärt wenigstens eure Lehre; unsere Prediger dagegen schmähen nur die katholische Kirche, sagen uns aber nichts über den Ursprung, die Grundwahrheiten und den Zusammenhang unserer Religion.“ 
Mehrere Protestanten sind indes in der letzten Zeit zur Kirche übergetreten; andere bereiten sich vor. 

Dieser rege Eifer der Katholiken hat natürlich neue Machenschaften der Prediger zur Folge. Sie arbeiten beständig beim französischen Ministerium darauf hin, die Ausweisung der Missionare zu erwirken. Nicht bei der tahitischen Regierung, sondern in Paris sehen die katholischen Missionare die Gefahr.

(Aus: die katholischen Missionen, 1904)

Dienstag, 30. April 2013

Der heilige Peter Maria Chanel – der Protomärtyrer von Ozeanien (Teil 3)

Triumph des heiligen Peter Chanel, die Engel halten die Marterwerkzeuge, Keule und Axt

Fortsetzung von hier

Die größte und wohl begründete Angst der christenfeindlichen Häuptlinge war die Vernichtung der alten „Religion. Auch hatte der König in seiner bisherigen Rolle als Abgott seiner Untertanen nun zu fürchten, dass mit der Einführung der katholischen Religion sein fast unumschränkter Einfluss gefährdet würde.

Pater Chanel war zwar als sanftmütig und geduldig bekannt, er konnte aber auch sehr fest auftreten. Augenscheinlich wurde er einmal vor einer Versammlung der Einheimischen mit einer Frage versucht, als er unter anderem über die Natur Gottes sprach. Einer aus der Versammlung stand auf, und fragte, ob nicht Riuliki den wahren Gott in der Brust trage. Riuliki war selbst zugegen. Pater Chanel erwiderte: „Nein, meine Freunde, Jehova, der einzig wahre Gott, wohnt nicht in den Herzen derer, die sich weigern, ihn kennen zu lernen.“ 
Einige Zuhörer gaben wohl zu, dass Pater Chanel mit seinen Erklärungen der katholischen Religion Recht hatte, aber die Furcht vor dem König erstickte den Samen der Wahrheit in vielen Herzen.

Die Situation der Missionare verschlimmerte sich zusehends. Die Diebstähle wurden immer dreister, und wenn die beiden Männer ihr karges Mahl zu sich nehmen wollten, geschah es manchmal, dass eine ganze Horde in die Hütte eindrang und verlangte, mitzuessen, sodass kaum etwas übrig blieb. Die Lage wurde so schlimm, dass die beiden Missionare ihren Haushund schlachten mussten.
Auch die Katechumenen wurden von der christenfeindlichen Partei bedroht. Trotzdem hatten einige junge Männer den Mut, die Missionare weiter mit Essen zu versorgen.

Eines Tages, am Vorabend des ersten Jahrestags des Friedens auf Futuna hielt der Rat der Alten in der Hütte der Missionare eine Versammlung ab.
Br. Nizier hielt sich wohl in oder bei der Hütte auf und hörte die Worte „die beiden müssen verschwinden, es ist des Königs Wille.“ Gleich ging der Bruder zum Heiligen, der bei der Feldarbeit war und sagte zu ihm: „was plagen Sie sich noch länger, Hochwürden! Morgen müssen wir ja doch sterben.“ 
Auf die folgende Erzählung des Gehörten antwortete der Pater ruhig „nun wohl“. Auch gab es Gerüchte, dass man alle Katechumenen ermorden wollte, um jede Spur des Christentums auszutilgen.
Obwohl Musumusu, der Hauptfeind Pater Chanels, dem König unter anderem vorstellte, dass seine Macht schwinden würde, zögerte dieser noch, gegen die Missionare vorzugehen.
Doch die Bekehrung von Riulikis ältestem Sohn Maitala führte eine baldige Entscheidung herbei. Der König war erbittert über die Bekehrung und bedrohte seinen Sohn, konnte diesen aber nicht vom Christentum abbringen.
Mehr oder weniger mit Gutheißung, allerdings wohl mit einigem inneren Zwiespalt erlaubte er die Ermordung des Priesters. Musumusu fragte Riuliki, was er tun solle, worauf dieser antwortete: „Du fragst, was zu tun sei; tue was du willst. Ich habe jenen Menschen liebgewonnen, als ich mit ihm zusammenlebte. Ich sage nicht: Erschlage ihn! Ich sage auch nicht: tue es nicht! Tue, was du willst!“. 
Musumusu setzte sich mit den anderen Häuptlingen in Verbindung, wovon einige noch zurückschreckten und meinten, es solle nur gegen die Gläubigen vorgegangen werden, worauf er erwiderte, dass so das Christentum nicht verschwinden würde, solange der Priester noch lebe. Als er sagte, dass der König es erlaubt hätte, war die Ermordung entschieden.

Zunächst wurden einige Katechumenen von der Bande überfallen und übel zugerichtet, darunter der Sohn Riulikis, Maitala, und seine Schwester Flore. Bei dem Kampf holte sich Musumusu eine Verletzung an der Nase. Die Mordbande zog weiter zur Hütte der Missionare. Auf dem Weg versuchte der Greis Galugalu vergebens, sie zu ermahnen, den Mord nicht zu begehen.

P. Chanel war mit einer Fußverletzung allein in der Hütte, da Bruder Nizier einige Tage bei Thomas Boog auf der anderen Seite der Insel verbrachte. 
Filitika, einer der Verschwörer, der später selbst in den Prozessakten zur Seligsprechung aussagte, trat in die Hütte, und bat Chanel, ihm ein Heilmittel für Musumusu zu geben, der auf die Frage des Missionars vorgab, sich beim Abschlagen von Kokosnüssen verletzt zu haben. Chanel holte das Heilmittel, während Filitika einen Packen Linnenzeug stahl. Pater Chanel merkte dies und rief: „Filitika, du stiehlst in meinem Haus?“. Dieser antwortete nicht. 

Als der Heilige heraustrat, sah Pater Chanel, wie sich die Bande an seinen Sachen zu schaffen machte. Musumusu rief ihnen ärgerlich zu, dass sie nicht klauen, sondern den Priester töten sollten. Fitilika ergriff Pater Chanel und sagte zu einem anderen, er solle mit der Keule zuschlagen. Pater Chanel wehrte mit dem Arm ab, der dabei zerschmettert wurde. 
Ein zweiter Schlag traf seine Schläfe. Als zwei Katechumenen P. Chanel in seinem Blut liegen sahen, blickte er sie freundlich an und sagte „Malie fuai, loku mate“ – „es ist gut für mich, dass ich sterbe“. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Katechumenen Ramusigano, der Pater Chanel schützen wollte, versetzte Musumusu dem Märtyrer mit einer Axt den tödlichen Schlag und spaltete dessen Kopf.

Obwohl es ein wolkenloser Sonnentag war, hörte man zur Zeit von P. Chanels Tod einen lauten, donnerähnlichen Knall, der die Insulaner in Angst versetzte und später von vielen Zeugen unter Eid bestätigt wurde. 
Pater Chanels Leichnam wurde vom König und Musumusu begraben und seine Hütte niedergerissen, so dass keine Spur mehr von der Mission blieb. Musumusu und seine Gefolgsleute triumphierten und schmähten das Christentum. In den geraubten Messgewändern führten sie heidnische Tänze auf.

Doch auf einmal war die Freude vorbei: der Bruder des Königs starb plötzlich, der fettleibige Riuliki selbst wurde von einer aussatzähnlichen Krankheit befallen und magerte in kurzer Zeit zu einem Skelett ab, während er bei lebendigem Leibe verfaulte. Seine Götzen, zu denen er getragen wurde, konnten ihm natürlich nicht helfen. 
Nach Riulikis Tod folgte ihm  Musumusu auf dem Königsstuhl; er konnte seine Macht aber nicht festigen. Anfang 1842 tauchte ein französisches Kriegsschiff auf, um die Leiche des Missionars abzuholen. 
Sam-Keletoni, einer der Anführer der Besiegten, der nach dem Krieg auf Rat P. Chanels nach Wallis geflüchtet war, befand sich ebenfalls auf dem Schiff und wurde auf das Drängen des französischen Kapitäns mit den anderen Vertriebenen aufgenommen und als Oberhäuptling von Sigawe eingesetzt. Er konnte seinen Einfluss nun nutzen, um den Götzendienst abzuschaffen. Pater Chanels Leichnam wurde nach Neuseeland gebracht.

Die Stelle seines Martyriums wurde als heilig verehrt. Das gesamte Volk verlangte nun den christlichen Unterricht und einen Priester. Einige Monate später kam Msgr. Pompallier auf die Insel, und man gab ihm die Befugnis, die politischen Verhältnisse zu ordnen. Er erklärte, dass die Insel für zwei Könige zu klein sei, und deshalb sollten sie einen aus ihrer Mitte als einzigen König wählen. Sam-Keletoni ging aus der Wahl als Sieger hervor und wurde bald darauf getauft. 10 Tage später folgten 114 bereits gut unterrichtete Landsleute, denen Msgr. Pompallier auch gleich das Sakrament der Firmung spendete.

Jean-Baptiste (tonganisch: Soane Patito) Pompallier, erster Apostolischer Vikar von Zentralozeanien, Kirchenfenster in Lapaha, Tonga (Quelle: Tau'olunga)

Wieder bewahrheitete sich das Sprichwort „Das Blut der Märtyrer ist der Samen des Christentums“. Selbst die Frau von König Riuliki, die eine erbitterte Feindin von P. Chanel war, bekehrte sich und auch Musumusu bat nach einigen Umtrieben das Volk öffentlich um Verzeihung, bekehrte sich aufrichtig und starb eines erbaulichen Todes.
Die Reliquien des hl. Peter Chanel wurden über Neuseeland und Australien nach Lyon in das Mutterhaus der Maristen gebracht. 1985 wurde die letzte Reliquie, der Schädel, wieder nach Futuna überführt.

Am 17. Dezember 1889 wurde Peter Chanel von Papst Leo XIII selig-, am 12. Juni 1954 vom ehrwürdigen Papst Pius XII heiliggesprochen. Die etwa 15.000 Einwohner von Wallis und Futuna sind heute laut CIA World Factbook zu 99 % katholisch.

Pater Chanel ist der einzige Heilige Ozeaniens (wenn man Australien außen vor lässt) und der Patron dieser Region. Möge er für seine Kinder und für uns bitten!

Kapelle bei Poi zu Ehren des Märtyrers


 (Quelle: die katholischen Missionen, 1890)