Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Dienstag, 6. Februar 2018

Die Alleinberechtigung der Religion Jesu


Das Gottesreich, von dem Christus so oft spricht, ist nicht ein Reich neben anderen Reichen, sondern es hat allein Existenzberechtigung. Die Religion Jesu ist nicht eine von den vielen Religionen, sondern die Religion einfachhin; sie allein verdient diesen Namen, weil sie allein mit Gott verbindet. Aus dieser Einzigkeit und Alleinberechtigung der Religion Jesu folgt ihr weltumspannendes, die ganze Menschheit umfassendes Missionsrecht und ihre Missionspflicht.

So ist das Christentum seinem Wesen nach eine Missionsreligion, die Kirche Christi ist wesentlich eine Missionskirche. Wie sie selbst in der göttlichen Mission Jesu vom Vater ihre Wurzeln hat, so drängen alle ihre Lebenskräfte sie zum Missionsdienst unter den Völkern der Erde. Sie muss ihrer Gründung und ihrer Zweckbestimmung nach Missionsarbeit an der ganzen Menschheit verrichten.


(Aus: Jesu letzter Wille, P. Hermann Fischer S.V.D.)

Mittwoch, 4. Mai 2016

Der Kampf um die Flüchtlingsseelen



So überschrieb der Bayerische Rundfunk, zu dessen Konsum ich mich täglich zwinge, einen „Exklusivbeitrag“ auf seiner Website. Es geht dabei um evangelikale „Missionäre“, die versuchen, muslimische Flüchtlinge zum Protestantismus zu bekehren. Der Tenor ist natürlich, wie auch in der dazugehörigen Radiosendung, eindeutig ablehnend. Auch die evangelisch-lutherische Kirche nimmt kritisch Stellung. So sagte Rainer Oechsler, Islambeauftragter der EKD in Bayern, dem BR: „Ich würde unbedingt drauf achten, dass man nicht bei diesen Bemühungen um die Flüchtlinge den Islam schlecht macht. Also eine Mission, die mit der Abwertung anderer Religionen einhergeht, ist meines Erachtens nicht zulässig.“

Gott sei Dank blieb eine Stellungnahme von Seiten eines katholischen Priesters aus, da ich fürchte, sie wäre ähnlich oder noch schlimmer ausgefallen. Interessant ist das „Schlechtmachen“ oder die „Abwertung“, denn auch im Radio hieß es, die Missionäre sagten den Muslimen, das Christentum sei die bessere Religion. Die bessere Religion oder die wahre? Dies war die grundlegende Fragestellung, die die katholischen Missionäre dazu bewegt hat, größte Beschwerden auf sich zu nehmen, um in fernen Weltteilen den alleinseligmachenden katholischen Glauben zu predigen. Es ging ihnen nicht darum, eine „bessere“ Religion zu bieten, sondern die einzig wahre von Gott geoffenbarte Religion zu verkünden. Und diese Pflicht ist nicht erloschen. So sagte Bischof Christian Schreiber (1872–1933) in einem Vortrag über die Missionspflicht:

Ohne Einschränkung auf einen bestimmten Ort oder einen bestimmten Menschenkreis wird dieses Missionierungsgebot dem Priester bei der Priesterweihe auferlegt. Darum muss der Priester grundsätzlich alle Menschen missionieren. Selbstverständlich an erster Stelle diejenigen, deren Seelsorge ihm in einem abgegrenzten Bezirk durch den Bischof angewiesen wird.

Daraus ist zu schließen, dass prinzipiell jeder katholische Priester zumindest eine Missionspflicht gegenüber den Nichtkatholiken seines direkten Seelsorgskreises hat, egal, ob es sich dabei um Ausländer oder um Einheimische handelt.

Beten wir morgen am Himmelfahrtsfest, an dem unser Herr den Aposteln den allgemeinen Missionsbefehl gegeben hat, dass die katholischen Priester der Welt und besonders Europas treu ihrer Missionspflicht nachkommen. Denn beim „Kampf um die Flüchtlingsseelen“ geht es um Seelen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen und für den Himmel bestimmt sind. Wehe denen, die durch ihre Unterlassung mit Schuld tragen, wenn diese Menschen ihr ewiges Ziel verfehlen und verdammt werden.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Was nicht mehr sein darf

Pater Marie-Alphonse Ratisbonne
In Italien nahmen sich außer den Päpsten bedeutende Ordensleute, so [St.] Albert v. Trapani, [sel.] Bernhardin v. Feltre, [St.] Johannes v. Capestrano, [St.] Laurentius v. Brindisi, der Judenmission an. (…) 1534 errichtete [St.] Ignatius v. Loyola  ein noch bestehendes Heim für jüdische Konvertiten, 1549 Paul III. ein Institut für Judenmission. [St.] Pius V taufte selbst zahlreiche J. [St.] Karl Borromäus nahm sich auf der Mailänder Diözesansynode eifrig der Judenmission an.
Aus dem Lexikon für Theologie und Kirche (Band V., 1933), Eintrag „Judenmission“.

Im Gegensatz dazu hat heute hat die Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum ein nicht-lehramtliches Dokument zur Beziehung zu den Juden mit besonderem Hinweis auf die Judenmission veröffentlicht. In dem Dokument heißt es unter Punkt 6.:

Es ist leicht zu verstehen, dass die so genannte ‚Judenmission‘ für Juden eine sehr heikle und sensible Frage darstellt, weil sie in ihren Augen die Existenz des jüdischen Volkes selbst betrifft. Diese Frage erweist sich auch für die Christen als heikel, weil für sie die universale Heilsbedeutung Jesu Christi und folglich die universale Sendung der Kirche von grundlegender Bedeutung sind. Die Kirche ist daher verpflichtet, den Evangelisierungsauftrag gegenüber Juden, die an den einen und einzigen Gott glauben, in einer anderen Weise als gegenüber Menschen mit anderen Religionen und weltanschaulichen Überzeugungen zu sehen. Dies bedeutet konkret, dass die Katholische Kirche keine spezifische institutionelle Missionsarbeit, die auf Juden gerichtet ist, kennt und unterstützt. Obwohl es eine prinzipielle Ablehnung einer institutionellen Judenmission gibt, sind Christen dennoch  aufgerufen,  auch  Juden  gegenüber  Zeugnis  von  ihrem  Glauben  an  Jesus  Christus abzulegen. Das aber sollten sie in einer demütigen und sensiblen Weise tun, und zwar in Anerkennung dessen, dass die Juden Träger des Wortes Gottes sind, und besonders in Anbetracht der grossen Tragik der Schoa.


Nachfolgend noch der Eintrag zu den Priestern U.L.F. von Sion (unter  „Sion“, Band IX), einem Orden zur Judenmission, die von den berühmten jüdischen Konvertiten und Priestern Marie-Alphonse und Marie-Theodore Ratisbonne gegründet wurden:


Beten auch wir immer für die Bekehrung der Juden, damit auch sie den wahren Messias, Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, anerkennen und in die katholische Kirche eintreten, außerhalb derer es kein Heil gibt!



Sonntag, 22. November 2015

Mission und Flüchtlingskrise

Quelle


Die Massen von Flüchtlingen, die seit spätestens Sommer dieses Jahres ununterbrochen nach Zentraleuropa strömen, sind zum größten Teil keine Katholiken. Das klingt zwar wie ein Allgemeinplatz, ist aber wohl der wichtigste Fakt in der gesamten Thematik. Seien es nun die muslimischen oder orthodoxen Syrer, die muslimischen Afghanen, Gambier, Pakistanis und Somalis oder die orthodoxen Eritreer, alle sind noch keine Glieder der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche (siehe hierzu Professor Georg May über die alleinseligmachende Kirche). Was machen wir da?

Als Laien wohl zunächst in dieser Sache beten, wie dies auch früher als Hauptaufgabe der Laien im allgemeinen Missionsapostolat hervorgehoben wurde. Doch bei Priestern geht es noch weiter, es geht um die direkte Mission, wie Bischof Christian Schreiber (1872–1933) in seinem Vortrag über die Missionspflicht herausarbeitete:

Ohne Einschränkung auf einen bestimmten Ort oder einen bestimmten Menschenkreis wird dieses Missionierungsgebot dem Priester bei der Priesterweihe auferlegt. Darum muss der Priester grundsätzlich alle Menschen missionieren. Selbstverständlich an erster Stelle diejenigen, deren Seelsorge ihm in einem abgegrenzten Bezirk durch den Bischof angewiesen wird.

Ein Spaziergang ist es nicht, aber unser Herr wird sicherlich seine treuen Priester nicht verlassen, die zur Rettung der unsterblichen Seelen arbeiten. Unterstützen wir als Laien die Priester durch unser Gebet, damit am Tag des letzten Gerichtes zu der „großen Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Nationen“ (Offb. 7, 9) möglichst viele der Asylbewerber gehören, die jetzt zu uns kommen.

Deus lo vult – Gott will es!

Sonntag, 3. Mai 2015

Der Geist der Wahrheit

 
(Quelle: Dnalor 1)



Zum vierten Sonntag nach Ostern:

Mit großen Gnaden- und Wundertaten hatte einst der Geist der Wahrheit die Tätigkeit der Missionäre begleitet, die unseren Vorfahren den heiligen Glauben brachten. In der Kraft des Heiligen Geistes führten die Missionäre den Kampf gegen den Unglauben, und unser heiliger Glaube erwies sich als ein göttlicher, und unsere heilige Kirche zeigte sich als die allein wahre. Die göttlichen Bestätigungszeichen sind so offenbar, so unleugbar und unabweisbar, dass wir ohne Sünde den Glauben nicht von uns weisen können. Der Geist der Wahrheit überführt die Welt der Sünde. 

Dieser selbe Geist der Wahrheit begleitet das katholische Missionswerk hinaus in die Heidenwelt, denn dazu ward er ja als kostbare Gabe von dem scheidenden Heiland verheißen. Die Missionäre brauchen in dem Kampf mit dem Unglauben nicht zu zagen und zu bangen. Der Geist der Wahrheit wird die Echtheit ihrer Lehre bestätigen und ihre Worte mit göttlicher Beweiskraft unterstützen. Sie brauchen nicht mutlos zu werden, wenn nur geringer Erfolg ihre Bemühungen lohnt. Mit ihrem göttlichen Meister können sie denen, die verstockten Herzens sind, zurufen: „Wenn ihr Blinde wäret, würdet ihr keine Sünde haben. Nun aber sagt ihr: Wir sehen. Eure Sünde bleibt“ (Jo 9, 41). 

Andächtige Christen! Jetzt verstehen wir den Drang zur Mission, der die ganze Kirche in unserer Zeit erfasst hat. Es ist das Wehen des Geistes der Wahrheit, der die Völker vor die Entscheidung stellt. Allen muss Christus gepredigt werden, allen muss Christus zur Wahl vorgelegt werden. Denen, die glauben, zur Auferstehung, zum Fall aber jenen, die nicht glauben. Der göttliche Geist der Wahrheit wird sie der Sünde überführen. Wer aber in der Sünde bleibt, der bleibt im Tode. Ohne Glauben keine Rechtfertigung, denn nur in Christus ist Heil.


(Aus: Robert Streit O.M.I.: Missionspredigten, Herder, 1913)

Donnerstag, 9. April 2015

Märtyrer im Eilverfahren – wie unkritisch der Titel Märtyrer vergeben wird



Leider finde ich erneut einen Anlass, das heikle und auch recht undankbare Thema des sofort verkündeten Martyriums von ermordeten Christen durch Blogs und andere Medien zu behandeln. Ich möchte gleich vorwegschicken, dass ich niemanden als verdammt erklären möchte und jedem Menschen von Herzen die ewige Seligkeit wünsche, wie das jeder Katholik sollte, was ja auch nicht zuletzt der Anlass für dieses Blog ist.

Jetzt zum konkreten Fall: am Gründonnerstag wurde laut Medienberichten der Campus der Garissa University im Osten Kenias von Anhängern der Al-Shabaab-Miliz angegriffen, wobei es 152 Todesopfer gab, darunter auch vier Angreifer. Anscheinend haben die mohammedanischen Terroristen unter den Studenten gezielt Christen als Opfer ausgesucht.

Leider ließ es nicht lange auf sich warten, bis wieder eine voreilige Rundum-Kanonisierung der Toten im Internet veranstaltet wurde, diesmal besonders auffällig durch den italienischen Autor Roberto de Mattei, der in einem Artikel zu dem Thema Christenverfolgung Folgendes schrieb (meine Übersetzung):

„die Sterne der 148 neuen Märtyrer leuchten hell am Firmament der Kirche. Die jungen christlichen Opfer des Islam vom vergangenen Gründonnerstag in Kenia dürfen nicht bemitleidet, sondern müssen beneidet werden, da sie die große Gnade des Martyriums erhielten.“

Diese Aussage ist schlichtweg höchst unklug. Nicht nur kann Herr de Mattei den Hergang jedes einzelnen „Martyriums“ unmöglich selbst kennen und mit Sicherheit sagen, dass jeder der Ermordeten bis zum Ende standhaft war, er zieht auch die Tatsache nicht in Betracht, dass in Kenia von den 83 % der Bevölkerung, die sich als Christen bezeichnen, nur 23,5 % Katholiken sind, und wiederum Katholiken in der katholischen Diözese Garissa nur 0,9 % der Gesamtbevölkerung von 720.000 ausmachen. Ist es da nicht wahrscheinlich, dass viele der Ermordeten gar keine Katholiken waren? Da stellt sich nun wieder die Frage, am Firmament welcher Kirche diese „Märtyrer“ leuchten. Auch die Vornamen wie Ruth, Abel, Eliud, Gideon, Faith usw. deuten wohl eher auf Protestanten als auf Katholiken hin. Auch wenn es viele Leute stört, die Kirche hat schlichtweg nie Nicht-Katholiken als Heilige oder Märtyrer verehrt. Es gibt zwar manche Kommentatoren im Internet, die das steif und fest behaupten, mit etwas Recherche stellt sich dann aber heraus, dass es sich entweder doch um Katholiken handelt oder die Betroffenen eben nicht als Heilige verehrt werden.

Und selbst wenn die Ermordeten alle Katholiken waren, kann man wohl so voreilig sein und diese gleich „kanonisieren“? Die Seligsprechungsprozesse von Märtyrern sind nicht so leicht, wie man das sich vorstellen möchte. In einer Publikation der Erzabtei St. Ottilien schrieb der Postulator für die unter den Kommunisten ermordeten Benediktinermissionäre vor einigen Jahren, dass man zunächst bei den Märtyrern die Tugenden untersuchen muss, die diese vor ihrem Tod geübt haben, um einigermaßen sicher sein zu können, dass sie bis zum Ende durchgehalten und die Märtyrerpalme errungen haben. Der heilige Alfons schildert in einem seiner Bücher, dass ein Katholik, dessen Hals von den Verfolgern schon fast durchtrennt worden war, am Ende doch noch ins Wanken geriet. Solange wir nicht durch eine kirchliche Untersuchung oder genaue Schilderungen wissen, wie der Hergang war, sollte man sich wohl mit solchen Urteilen etwas zurückhalten, was natürlich nicht bedeutet, dass das Martyrium von vorneherein ausgeschlossen werden soll.

Was am Schwersten bei dieser zunehmenden Kritiklosigkeit wiegt, ist die Tatsache, dass sie letztendlich religiösen Indifferentismus fördert. Wenn ich auch als orthodoxer Kopte, als Anglikaner, als Mennonit, als Presbyterianer usw. Märtyrer werden, d. h. die höchste Form der Christusnachfolge erreichen kann, wieso sollte ich denn da überhaupt noch katholisch sein? Ist das denn überhaupt so wichtig? Ja, in weiterer Konsequenz könnte man sagen, auch ein Jude kann Märtyrer werden, wenn er wegen des Bekenntnisses des rabbinischen Judentums ermordet wird, da er scheinbar an denselben Gott glaubt wie die Christen, wenn auch nur an einen einpersönlichen Gott. Aber gibt es nicht auch Christen, die nicht an die allerheiligste Dreifaltigkeit glauben? Dann müsste doch auch ein Jude Märtyrer werden können, immerhin ist er ja auch unser „älterer Bruder“…und so wird dann das Dogma der Heilsnotwendigkeit der katholischen Kirche immer mehr aufgeweicht. Mancher geht vielleicht nicht ganz so weit, aber es gibt auch glaubenstreue Katholiken, die durch ihre Argumentation den Eindruck vermitteln, dass nicht unbedingt jeder einzelne, aber doch ein großer Teil der Nicht-Katholiken eigentlich im unüberwindlichen Irrtum ist und bei Ermordung durch Moslems oder dergleichen gerettet wird. Fakt ist, dass man es nicht weiß, und darum sind wohl die Missionäre immer auf Nummer sicher gegangen. [Ich habe den Text hier etwas angepasst, um das von Papst Pius IX. in singulari quadam bezüglich der Grenzen des  unüberwindlichen Irrtums Gesagte nicht einzuschränken].

Hat nicht Papst Pius IX. den Satz verurteilt, dass man gute Hoffnung hegen darf für die Seligkeit aller, welche nicht in der wahren Kirche Christi leben? Darum kann ich nur abschließend sagen, dass man sich lieber mit der Missionierung von Nicht-Katholiken beschäftigen sollte, anstatt sich mit irgendwelchen Quasi-Kanonisierungen zu befassen. Hier noch ein schönes Zitat aus berufenem Munde:

„Wie kommt es, dass in der christlichen Welt neben dem heiligen Berge der katholischen Kirche noch zwei andere Berghügel im Dämmerlicht sich erheben [Orthodoxie und Protestantismus]? Warum gehören sie nicht mehr zu uns wie einst? Warum haben sie sich und bleiben sie von uns getrennt? Schmerzliche Frage, ernste Wahrheit! Die Menschen und Völker erhalten den wahren Glauben, aber sie können ihn auch wieder verlieren. Gott achtet die menschliche Freiheit. Wenn aber Gott in seiner Güte Wahrheiten offenbarte und Wege und Mittel kundtat, die zur Erlangung des Heiles notwendig sind, dann hat er auch in seiner Weisheit die Maßregeln getroffen, damit diese Rettungsmittel rein und unverfälscht in die Menschenhände gelangen. Die katholische Kirche ist diese Maßnahme der göttlichen Vorsehung. Christus baute seine Kirche auf Petrus, den Felsen, „und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (Matth. 16, 18). In seiner Kirche hat Christus den Glaubens- und Gnadenschatz hinterlegt. Und zwei schützende Flammen umlodern ihn: Glaubensgeist und Missionsgeist. Ein lebendiger Glaube will und muss wachsen und sich ausdehnen. Gib deinem Glauben Missionskraft, und der Glaube wird in dir lebendig bleiben.“ - P. Robert Streit O.M.I.


Freitag, 20. Februar 2015

Aus Hass gegen den Papst in Irrtum und Schisma


Aus einem Artikel über die Kapuzinermission in Bulgarien schreibt P. Franziskus Leitner O.F.M. Cap. im Seraphischen Weltapostolat des heiligen Franziskus von Assisi (1928):

„Die Abneigung gegen alles, was von Rom (vom Papst) kommt, wird schon den Kindern eingeimpft. Der Kampf gegen die katholische Kirche, der schon im 9. Jahrhundert im Orient entbrannte, dauert auch heute noch fort. Es ist auch durchaus keine Seltenheit, dass ein orthodoxer Bulgare die katholische Kirche für die wahre hält, aber trotzdem aus Hass gegen den Papst im Irrtum verbleibt.“

Man sieht also, dass man nicht zu viel auf irgendwelche unverschuldeten Häresien und Schismen setzen sollte, trotz derer Menschen gerettet werden können. Mann sollte sich viel lieber (auch wenn es in den oben genannten Fällen aussichtslos erscheint) in alter katholischer Missionsmanier aufs geistliche Schlachtfeld begeben, um zur größeren Ehre Gottes und zur Rettung der Seelen zu kämpfen, da man ja nicht weiß, wie es tatsächlich um die einzelne Seele vor Gott steht. Wenn man sich zu sehr auf der Möglichkeit ausruht, dass einer, der sich tatsächlich (actu) außerhalb der Kirche befindet, trotzdem auch gerettet werden kann, wird die Missionsarbeit und somit die Rettung der Seelen im Keim erstickt. Denn wenn sich laut dem heiligen Leonhard von Porto Maurizio schon die meisten erwachsenen Katholiken verdammen, was soll da bloß aus den Nicht-Katholiken werden?

Zu dem Thema „unverschuldetes Unwissen über die wahre Kirche“ hier ein erhellender anschaulicher Beitrag.