Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

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Samstag, 15. November 2025

In honor of Old Cow-Thomas


Naligen or Thomas, as he would be called after his baptism, was an Aborigine of the Nyulnyul people in Northwestern Australia. It seems he was born sometime in the 1860s near Beagle Bay. As a young man, Naligen was blackbirded on a guano ship off the Australian coast, getting to know white people in the worst possible way as he and his fellow natives were basically treated as slaves by the European crew.

Upon returning home after some months, he heard of other Europeans who settled in Beagle Bay. At first, he wanted to avoid them at any cost, but a friend told him they were laib wamba, good men who let the blacks live in freedom, treated them well and instructed them. They were the French Trappists of Beagle Bay. At first he did not have any desire for the white man's religion, but the example of the monks won him over, especially as he was told that God loved the Aborigines just as much as the Europeans. After his baptism, Thomas received the sacraments faithfully, despite still spending much time away from the mission hunting in the bush or scavenging the beaches. The Trappists had to leave in 1901 as their lifestyle wasn't compatible with the mission, but the employment Thomas had found on the mission as a handyman continued under the Pallottine Fathers from Germany. He took care of their cattle, for which he was affectionately nicknamed "Old Cow-Thomas".
Thomas died a victim of the Spanish Flu that arrived in remote Beagle Bay in December of 1919, making him one of many Aborigines who fell victim to the disease. Thomas welcomed death serenely, fortified by the holy sacraments, as he went to his Creator who loves the Aborigines just as much as the whites.

Mittwoch, 4. Juni 2025

Trotz Priestermangels daheim: Australien hilft Japan

 

Kardinal Norman Thomas Gilroy (unten Mitte) bei seinem Besuch in Japan

Es war im Jahre 1946. In Japan war eine große Priesternot bei glänzenden Aussichten für das Apostolat. Ein Hilferuf ging nach Australien. Kardinal Gilroy und Bischof McCabe begaben sich nach Japan und erklärten nach einer Prüfung der Verhältnisse ihre Bereitschaft, in Australien unter den Weltpriestern Freiwillige für Japan zu werben. Obwohl die Kirche Australiens, in starker Ausdehnung begriffen und den bisher lebenswichtigen Zustrom irischer Weltpriester entbehrend, selbst unter schwerer Priesternot litt, stellte sie 14 Weltpriester zur Verfügung, die sich für fünf Jahre dem Apostolat in Japan verpflichteten. Diese Priester beherrschten natürlich nur das Englische. Sie hatten deshalb im Anfang unsägliche Schwierigkeiten. Aber ihre Begeisterung und ihr Seeleneifer überwanden allmählich alle Hemmnisse. Sie organisierten sogar neue Pfarreien und hielten in anderen so lange aus, bis nachrückende Ordenspriester und Mitglieder eines Weltpriester-Missionsinstitutes in aller Ruhe die japanische Sprache erlernt hatten. Der Einfluss dieser Weltpriester, dem u. a. Japan die Einführung der Marianischen Legion in allen Diözesen verdankt, ist heute noch spürbar. Der australische Katholizismus wurde durch diesen Einsatz missionarisch stark belebt. Und es zeigte sich gerade in diesem Falle, welche enge Verbindung zwischen der Missionsliebe im Volke und der Missionsliebe im Diözesanklerus besteht. Außer Australien sandte auch die Diözese Valencia in Spanien und die Diözese Boston in USA einige Weltpriester nach Japan.

(Aus: Priester und Mission, Heft 1/54)

Freitag, 12. April 2019

Zu den Aborigines in Westaustralien – Dom Columba Marmion wollte Missionar werden




Der selige Columba Marmion studierte vor seinem Eintritt in den Benediktinerorden in Rom am Irischen Kolleg sowie am Kolleg der Propaganda. Durch seinen Studienfreund François Moreau erfuhr er von dem Werk des Abtbischofs Rosendo Salvado OSB, der das benediktinische Leben in seiner Abtei New Norcia in Westaustralien mit der Mission unter den Ureinwohnern verband. Der Selige war sofort von diesem Apostolat begeistert – denn er fühlte sich sowohl zum Ordensleben sowie zur Mission hingezogen. Dies schrieb er auch im Jahr 1881 an den Bischof:

„Ich fühlte mich immer innerlich angesprochen, wenn ich etwas über die vielen Tausende von Menschen hörte oder las, für die Jesus sein Blut vergossen hat und die dahinleben, ohne ihn zu kennen. Als ich nun Einzelheiten über Ihre Missionstätigkeit las, erkannte ich, dass es genau das war, wozu ich mich berufen wusste. Es ging mein Wunsch in Erfüllung: Ich könnte Mönch werden, und dürfte zugleich an der Rettung verlassensten Seelen arbeiten, und zwar in Gehorsam.“

Sein Freund Moreau wollte zuerst zu Msgr. Salvado stoßen und trat zu diesem Zweck in Belgien in der Abtei Maredsous ein, um sich im benediktinischen Leben ausbilden zu lassen – derselben Abtei, von der Marmion später Abt wurde. Es ist nicht ganz sicher, wieso Columba Marmion nicht in die Missionen ging. Fakt ist, dass Moreau nach einem Jahr wieder austrat und so wahrscheinlich die Verbindung zu New Norcia einschlief. Doch bei seinem glühenden Seeleneifer ist es sehr wahrscheinlich, dass Columba Marmion dem Missionswerk weiter zugetan war.

Seliger Columba Marmion, bitte für die Missionen!


(Quelle: P. Raymond Thibaut: Columba Marmion. Ein Meister des Lebens in Christo. Buch-Kunstverlag Ettal)

Montag, 13. März 2017

Jesuitenmissionar bei den Aborigines und Bruder einer Heiligen

Fr. Donald MacKillop mit seiner Schwester, St. Mary MacKillop


Momentan lese ich in den „Katholischen Missionen“ über die Jesuitenmission unter den Aborigines in Nordaustralien (Daly River), die 1899 untergegangen ist. Dabei ist häufig die Rede von einem „P. Mac Killop“. Es handelt sich hier zweifellos um Fr. Donald MacKillop S.J., den Bruder der ersten kanonisierten Heiligen Australiens, Schwester Mary MacKillop.


Ich finde es immer wieder interessant, in den Missionsheften über Menschen zu lesen, die damals noch lebten oder erst kurz verstorben waren und heute von der Kirche als Heilige verehrt werden – oder herauszufinden, dass die Geschwister dieser Heiligen Missionare waren, wie etwa in diesem Fall.

Einen längeren Artikel über Fr. MacKillop hat Msgr. Greg O'Kelly S.J., ein australischer Bischof, geschrieben. Manches finde ich nicht so gelungen, beispielsweise die Behauptung, dass es früher nicht üblich war, dass die Missionare die Sprachen der Eingeborenen gelernt haben, sowie dass die Reduktionen in Paraguay nach „sozialistischen“ Prinzipien funktionierten. Aber er vermittelt doch einen guten Überblick über das Leben dieses eifrigen Missionars. Zu lesen hier auf Englisch.

Montag, 5. Januar 2015

So war der erste Weltkrieg in den Missionen: Der Erzbischof von Sydney gegen die ungerechte Gefangennahme von Missionären

Statue von Erzbischof Michael Kelly von Sydney

Nach einer stürmischen Reise von drei Wochen (13. Juli bis 4. August 1915) kamen die deutschen Oblatenmissionäre von Ceylon auf einem Transportdampfer in Sydney an. Sie wurden zunächst für einige Tage in ein Camp außerhalb der Stadt überführt, wo Bruder Dohren einem alten Lungenleiden, das sich auf der mühsamen Reise verschlimmert hatte, erlag. Dann brachte sie ein Küstendampfer nordwärts in das Gefangenenlager an der Trial Bay, wo sie mit etwa 200 Deutschen und Österreichern aus Ceylon, Singapur und Neuseeland in Gewahrsam sitzen. Die Missionäre werden wie Zivilgefangene behandelt und haben demgemäß das geistliche Kleid mit Weltkleidern vertauscht. Am 4. September durften sie wieder das erste Mal seit mehr als sieben Wochen die heilige Messe feiern. Die Wohnungsverhältnisse sind im Allgemeinen gut, das Klima trefflich. Der Briefverkehr wird natürlich sorgfältig überwacht und ist auf kurze englische und eine monatliche deutsche Mitteilung beschränkt.

Der Erzbischof von Sydney nahm unlängst bei einer öffentlichen Gelegenheit Stellung gegen die Internierungsmaßnahmen der Regierung. Er sei schmerzlich berührt über die Behandlung, die man den Missionären zu Teil werden lassen. Eine stattliche Zahl deutscher und österreichischer Missionäre und Schwestern seien jahrelang unter ihnen tätig gewesen, und nun sei man plötzlich an sie herangetreten mit der Nachricht, dass sie Gefangene seien und sofort abgeführt werden müssten. Diese Männer und Frauen seien Wohltäter des Volkes gewesen und hätten keine Verbrechen begangen, sondern nur Gutes bis zum Augenblick ihrer Gefangensetzung. Man könne sie ja wie gefangene Offiziere behandeln, sie aufs Ehrenwort verpflichten und unter Beobachtung stellen, aber man habe kein Recht, sie ohne Urteil wie Verbrecher einzusperren.
So apostolisch und freimütig diese Worte auch sind, sie scheinen ohne Wirkung geblieben zu sein.

(Aus: die katholischen Missionen, 1916)

Sonntag, 21. September 2014

Große Missionsbischöfe: der Pionierbischof – Msgr. John Bede Polding O.S.B., erster Erzbischof von Sydney


Der Begründer der katholischen Kirche auf dem Australkontinent ist entsprossen aus einer ursprünglich deutschen Familie, die in Folge ihres langen Aufenthalts in England ihren deutschen Namen Bolten in den englisch klingenden Polding umänderte.
Er wurde zu Liverpool am 18. Oktober 1794 geboren; schon in seinem elften Lebensjahr verlor er seine Eltern und wurde daher von seinen Verwandten den Benediktinern von Douay anvertraut, welche, durch die Revolution aus Frankreich vertrieben, in Acton Burnell eine Zuflucht gefunden hatten. 

Nach Beendigung seiner Studien trat er 1810 in den Orden ein; am 4. März 1819 zum Priester geweiht, wurde er trotz seiner Jugend schon würdig befunden, die Leitung der Novizen des Ordens im Kloster Downside zu übernehmen; zu gleicher Zeit wurde er aber auch zum Vorsteher der im nämlichen Kloster bestehenden Studienanstalt ernannt. 

Indessen sehnte er sich nach den Missionen; sein Wunsch ging jedoch erst 1834 in Erfüllung und zwar auf eine ihm nicht ganz zusagende Weise. Australien hatte bisher unter der Jurisdiktion des apostolischen Vikars von St. Maurice gestanden; die ungeheure Entfernung hatte aber die Ausübung derselben fast zu einer Unmöglichkeit gemacht. Gern ging daher der heilige Stuhl auf den Vorschlang der apostolischen Vikarien Englands ein, in der aufblühenden Kolonie Neu-Süd-Wales ein neues Vikariat zu errichten, und er fand in P. Bede Polding, dessen Bescheidenheit schon im Jahr vorher das apostolische Vikariat von Madras abgelehnt hatte, das trefflichste Werkzeug zur Begründung der katholische Kirche auf dem Australkontinent. Demgemäß ernannte Gregor XVI. am 4. Juni 1834 den Benediktinerpater zum Bischof von Hiero-Cäsarea i. p. i. und zum apostolischen Vikar von Australien und Tasmanien. 

Die Tätigkeit, welche Msgr. Polding in seiner neuen Stellung entwickelte, und die großen Erfolge, welche er erzielte, haben wir teils bereits in einem früheren Jahrgang dieser Monatsschrift geschildert, teils werden wir noch im Laufe dieses Jahres darauf zurückkommen. Schon 1842 wurde in Australien die katholische Hierarchie eingeführt, Sydney zum Erzbistum erhoben und Msgr. Polding zum ersten Erzbischof der neuen Kirchenprovinz erhoben. Die bedeutenden Fortschritte jedoch, welche die Kirche auf dem Australkontinent machte, veranlasste 1873 den Erzbischof, in Rom um die Errichtung einer zweiten Erzdiözese einzukommen; seine Bitte wurde erhört und im März 1874 das Erzbistum Melbourne gegründet. 

So hatte Msgr. Polding, der bei seiner Ankunft in Sydney im Jahr 1835 nur drei katholische Priester für ganz Australien vorfand, das Glück, vor seinem Tod in Australien zwei Erzbistümer und elf Bistümer aufblühen zu sehen. Wegen seines hohen Alters war ihm am 23. Februar 1873 in der Person seines Ordensgenossen, Msgr. Roger Bede Vaughan, ein Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge gegeben worden. Ruhig konnte er daher dem Tod entgegensehen, da das von ihm mit so vielen Mühen und Arbeiten gegründete Werk auch für die Zukunft gesichert war. Seine hervorragenden Verdienste um ganz Australien und speziell um Neu-Süd-Wales erkannte auch die Regierung der Kolonie an, die bei seinem Begräbnis durch ihre ersten Würdenträger, den Gouverneur, den Oberrichter und sämtliche Minister, sowie durch den Präsidenten der gesetzgebenden Versammlung vertreten war.


(Aus: die katholischen Missionen, 1877)

Montag, 23. Juni 2014

Ein Trappist verirrt sich im australischen Busch


Über die im Jahr 1892 neu gegründete Trappistenkolonie des göttlichen Herzens in der Beagle Bay (West-Australien), über die wir 1893, S. 198 berichtet, haben wir inzwischen keine Kunde mehr erhalten. Doch scheint die Gründung gut voranzugehen. Ein trauriges Erlebnis hatte dem „Vergissmeinnicht“ zufolge einer der dortigen Laienbrüder, Br. Bernhard. 

Auf einem Ausgang zur frei weidenden Schafherde verirrte er sich im Busch und wurde drei Tage lang vergeblich gesucht. Am vierten Tag endlich fanden die mit Pferden und Proviant versehenen und von zwei Negerknaben begleiteten Brüder endlich seine Spuren. Der arme Verirrte war immer im Kreis herumgelaufen und hatte sich einmal der Station bis auf zwei englische Meilen genähert. Dank dem wunderbaren Spürsinn der sich anschließenden Eingeborenen, die selbst die schwächsten Spuren in dem ausgetrockneten harten Boden verfolgen konnten, fand man endlich den armen Bruder in einem grabähnlichen Loch unter einem Baum im Zustand äußerster Erschöpfung. 

Er konnte nur die leisten Worte hervorbringen: „Gott sei Dank, Gott sei Dank!“ Eine Woche Pflege und Ruhe brachten den Kranken wieder zu Kräften. Seit vier Tagen hatte er nichts mehr gegessen oder getrunken. Es war also die höchste Zeit gewesen.


(Aus: die katholischen Missionen, 1895)

Montag, 28. April 2014

Die australischen Bischöfe verurteilen den Mord an den Aborigines

(Aus einem Artikel von P. Anton Strele S.J.

(...) Um Erhaltung oder Schutz des Lebens der Eingeborenen kümmert man sich wenig; täte man das, wie hätten dann noch vor wenigen Wochen die mörderischen Büchsen der Weißen sich gegen hilflose Frauen und Kinder der Schwarzen richten können! 

Der Korrespondent des „Anzeigers“ aus Darwin lässt einiges Licht auf diese dunkle Seite der Geschichte Australiens fallen (Anzeiger, 24. Dezember 1884); ich sage Australiens, denn so geht es nicht bloß an einem Ort, es geht überall so. Vergangenes Unrecht wird wiederum begangen und Verbrechen werden erneuert, von denen man mit schamloser Offenheit bekennt, dass sie nichts Neues sind. Vor fünf Jahren stellte eine andere Zeitung in einer Reihe von Artikeln öffentlich die Verbrechen bloß, welche gegen die schwarzen Stämme in der Kolonie begangen wurden.


Die erhabene Versammlung der katholischen Bischöfe zu Sydney erhob im Angesicht von ganz Australasien Klage darüber, wie die gewissenlose Grausamkeit der Weißen das Land rot gefärbt mit dem unschuldigen Blut der eingeborenen Stämme; es war eine öffentliche Darlegung von Schurkereien, und nicht eine Stimme erhob sich dagegen. Das Schuldbewusstsein, das auf dem öffentlichen Gewissen lastete, machte ein Leugnen unmöglich.(...)

Freitag, 7. März 2014

Die Mission der Freimaurer

Auch die Freimaurer sind in den Missionen tätig und zwar scheinen sie in jüngster Zeit eine ganz lebhafte Tätigkeit zu entfalten. Einen vollständige Übersicht über die in den Missionsgebieten bestehenden Logen zu geben, dürfte wohl sehr schwer sein; indessen finden wir in den Freimaurerblättern doch einige Andeutungen darüber. 

Die Freimaurerzeitung z.B. vom 25. August 1877 teilt einige statistische Daten über den Grand Orient de France mit, und aus denselben ersehen wir, dass von 258 aktiven Logen, die unter demselben stehen, fast ein Sechstel sich in den französischen Kolonien und anderen Missionsgebieten befinden. Algerien hat 13 Logen, auf der Insel Guadeloupe sind deren 5, auf der Insel Bourbon 2, und in Cochinchina (Saigon), Senegambien (St. Louis), Neu-Kaledonien (Numea) je 1; ferner arbeiten unter dem Grand Orient 5 Logen in Rumänien, 4 in Konstantinopel, 2 in Alexandria, 2 auf der Insel St. Maurice, je 1 in Beirut, auf den Seychellen, in Buenos Aires, Valparaíso (Chile), Montevideo (Uruguay); im Ganzen also 41 Logen. 

Der große Orient von Paris hat aber nicht allein seine Logen in diesen Gebieten; die Hamburger Großloge dürfte ebenso stark, wenn nicht stärker in denselben vertreten sein, wenigstens in Südamerika und auch in Polynesien, während die Italiener namentlich im Orient viele affiliierte Werkstätten besitzen. Dann kommen noch hinzu die in Südamerika bestehenden Großlogen; so zählt der Grande Oriente Unido von Rio de Janeiro 303 maurerische Bruderschaften unter seiner Botmäßigkeit; die Provinz Rio Grande do Sul, die etwa 350.000 Einwohner zählt, hat außer einem halben Dutzend deutscher Logen nicht weniger als 23 Logen und 17 Kapitel, „die dem Grande Oriente Unido Gehorsam leisten“. 

Was die englischen Kolonien betrifft, so hat die Freimaurerei in denselben nicht weniger stark sich ausgebildet. In Bezug auf Indien z.B. berichtet die Freimaurerzeitung vom 11. August d.J.: 

„Dieses Reich der Märchen und der Allegorien bietet der Freimaurerei einen äußerst ergiebigen Boden; unter der engherzigen Regierung der krämerhaften East-India-Company schlug sie nur schwache Wurzel; kaum waren die Zügel aber in die Hände der englischen Regierung übergegangen, trieb die Wurzel mächtig.“

 Indien hat jetzt schon mehrere Großlogen mit zahlreichen Werkstätten, von denen einige nur Eingeborene und auch von diesen nur einen bestimmten Volksstamm oder zu einer bestimmten Religion gehörigen aufnehmen. Ähnliche Ausdehnung hat die Freimaurerei in Australien gewonnen. 

So bildet sich immer mehr der katholischen Weltkirche gegenüber der glaubenslose und christenfeindliche „Weltbund“ der Loge aus.
Die zwei Lager scheiden sich: hier Christus – dort Antichristus.


(Aus: die katholischen Missionen, 1876)

Mittwoch, 4. Dezember 2013

"Mein Blut kocht in mir" – Ein katholischer Bischof als Verteidiger der Aborigines

Matthew Gibney, Bischof von Perth (+1925)

Während in Tasmanien die Ausrottung der Ureinwohner schon seit Jahrzehnten zur vollendeten Tatsache geworden, führt man auf dem westaustralischen Festland den Vernichtungskrieg gegen die einheimische Rasse unerbittlich weiter. 

Allerdings erheben in allerneuster Zeit die einflussreichsten englischen und australischen Blätter entschieden ihre Stimme gegen eine aller Zivilisation hohnsprechende Behandlung der Eingeborenen. Tatsachen werden an die Öffentlichkeit gebracht, denen gegenüber die maßgebenden Behörden nicht mehr länger das Auge zudrücken können. Offizielle Dementis finden bei dem Publikum keinen Glauben mehr, und so besteht die Hoffnung, dass wirksame Maßnahmen gegen die Ausrottung der hilflosen Rasse ergriffen werden. 

Als einer der Hauptankläger, dessen Ansehen auf die öffentliche Meinung den gewichtigsten Einfluss ausübt, tritt Bischof Gibney von Perth auf. „Niemand ist berufener als er“, meint der Western Australian Record, „in der Eingeborenenfrage ein Wort mitzusprechen. Er hat unter den wildesten Stämmen gelebt; er ist in Gegenden vorgedrungen, wohin bis jetzt kein Weißer sich hingewagt, ohne bis an die Zähne bewaffnet zu sein; er hat ihre Lage und ihre Bedürfnisse studiert wie kein zweiter.“ 

Bischof Gibney lässt sich in seiner Anklage von den lautersten Beweggründen leiten. Weder persönliche Freundschaft noch politische Rücksichten hielten ihn ab, die Dinge so darzulegen, wie er sie gefunden, und so erhebt sein Zeugnis den Anspruch auf unbedingte Glaubwürdigkeit. 

„Mein Blut kocht in mir“, schreibt der australische Kirchenfürst, „wenn ich an die Grausamkeiten denke, welche durch unsere Gefängnisbehörden verübt werden. Die Behandlung, welcher die Eingeborenen in den Gefängnissen von Broome und Derby wegen der ihnen aufgebürdeten Verbrechen des Diebstahls eines Schafes oder wegen einer Desertion unterworfen wurden, wären nach der Meinung eines jeden, der noch an eine göttliche Gerechtigkeit auf Erden glaubt, hinreichend, den Fluch auf das ganze Land herabzuziehen. 
Verurteilt zu 3, 6 oder 12 Monaten Gefängnis, sind diese unglücklichen Geschöpfe Tag und Nacht in Eisen und Fesseln geschlagen. So arbeiten sie auf offener Landstraße in der blasentreibenden Hitze der tropischen Sonne, am Hals und an den Beinen aneinander gekettet. 

Als sie so dasaßen, Steine klopfend, konnte ich ihre durch Hitze und Ketten hervorgerufenen Hitzblasen auf ihrem Nacken sehen. Und selbst wenn die armen Menschen völlig erschöpft hinsanken, wurden sie nicht von ihren Fesseln befreit; erst der Tod erlöste sie davon. Das ist der Anteil an der Zivilisation, welchen die ‚dienenden Geister‘ (Beamte) des Nordens den Küstenstämmen bringen. 
Was Wunder, wenn heute in der Umgebung der Städte an der Nordwestküste kaum noch die Hälfte von der schwarzen Bevölkerung übrig geblieben ist, die zur Zeit der ersten Ansiedlung hier wohnte.“ Und wie und auf welche Gründe hin füllen die Behörden ihre Zuchthäuser? Von den vielen haarsträubenden Begebenheiten nur eine.

Ein gewisser Ansiedler (squatter), der an der Küste eine große Zahl Eingeborener beschäftigt, trieb einst Hornvieh ins Innere. Eine Zahl Eingeborener und Chinesen begleiten ihn. Bei seiner Rückkehr führte er 20 Gefangene mit sich und davon über die Hälfte Mädchen, um damit seine angestellten jungen Leute zu versorgen und sie so zu hindern, seinen Dienst zu verlassen. 
Die Gefangenen waren zwar nicht gefesselt, aber von den Eingeborenen und Chinesen so umringt, dass sie nicht entwischen konnten. 

Ein Weißer, der durch das Lager kam, sah noch die Spuren eines Kampfes, der die Nacht zuvor mit Angehörigen, dessen Männer und Frauen geraubt worden, stattgefunden hatte. 
Dieselben waren den Räubern gefolgt, um ihre Stammesgenossen zu befreien. Der Farmer hatte bei dieser Gelegenheit einen Speer in den Arm erhalten; einige Reitsattel, welche man in Erwartung eines Angriffs zur Täuschung als Strohpuppen hingelegt hatte, waren mit Speeren überschüttet und einige eingeborene Arbeiter bei dem Überfall getötet worden. 
Man drängte den unliebsamen Zeugen zur Weiterreise; aber er hatte genug gesehen, um festzustellen, dass dieser Frauenraub nur einer von den vielen sei, zu deren Kenntnis er während seines langen Aufenthalts im Norden gekommen war. 

Und nun der Ausgang der Sache! In die Stadt zurückgekehrt, meldete der Farmer der Polizei, er, seine Leute und sein Vieh seien von den Schwarzen überfallen worden. Natürlich fand er Glauben. Auf seine Aussage hin wurde einige Zeit nachher eine Anzahl Eingeborener unter dem Vorwand, sie seien mitschuldig an dem Überfall, festgenommen und zur Strafe mehrere Monate lang an den Schubkarren geschmiedet.“

Angesichts solcher Tatsachen hatte sich Bischof Gibney schon früher klagend an die Königliche Kommission gewandt, jedoch vergeblich. Vorgekommene „Unregelmäßigkeiten“ wurden bemäntelt und die eingeleitete Untersuchung niedergeschlagen. „Ist aber diese Vertuschungspolitik auch heute noch am Platze?“ fragt der Kirchenfürst. „Erregen nicht die schönfärberischen Berichte der Regierungsbeamten den begründeten Verdacht, dass sie selbst Mitschuldige an ähnlichen Vorkommnissen sind?“ 
Gewiss gäbe es unter den Ansiedlern unbescholtene Leute; viele aber schienen das Naturgesetz: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen“, kaum zu kennen. Als Haupt der katholischen Kirche in diesem Staate könne er nicht länger stillschweigend zusehen, wie Tausende armer Eingeborener, die doch ein besonderes Anrecht auf den Schutz der Regierung hätten, an Leib und Seele zu Grunde gerichtet würden. 

Der Bischof rät sodann die Einführung von Reservationen für die Eingeborenen an.  Dieses System sei von den Vereinigten Staaten schon lange angenommen worden und habe den Indianer ungeheure Vorteile gebracht (?). 

Auf diese Weise werde dieses Brandmal der Schmach und Schande von Nordwest-Australien verschwinden. Aber derjenige, welcher den Titel „Beschützer der Eingeborenen“ führe – er meint damit den mit der Eingeborenenfrage betrauten Regierungskommissär -, dürfe dann nicht hinter dem grünen Tische in der Hauptstadt sitzen bleiben, sondern müsse in das Herz der Kolonie vordringen und mit dem Eingeborenen selbst in lebendige Berührung kommen.(…)


(Aus: die katholischen Missionen, 1904)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Die melkitische griechisch-katholische Kirche gegen die Freimaurerei


Pius XI. mit melkitischem Klerus

(…) Einer der schönsten Erfolge der Synode war das geschlossene Vorgehen gegen die Freimaurer, die in Syrien besonders in der Diözese Zahle sehr zahlreich sind. 
Als Auswanderer in Amerika und Australien haben manche sich der Loge angeschlossen; in die Heimat zurückgekehrt, wollen sie dann Freimaurer bleiben und gleichzeitig an den heiligen Sakramenten teilnehmen. 
Doch der eifrige Bischof von Zahle wies seine Priester an, solchen die Lossprechung zu verweigern; er selbst klärte von der Kanzel herab das Volk über die Ziele der Loge und die Pflichten des Katholiken auf und verurteilte feierlich die Freimaurerei in seiner Diözese.

Einen Aleppinermönch, der in seiner Zeitschrift „Der Erzieher“ in Zahle die Sittenlehre des Islam anpries und freimaurerische Lehren verbreitete, suchte er mit allen Mitteln der Güte und Strenge zurückzuführen. Als alles nichts fruchtete, sprach er öffentlich die Exkommunikation aus. 
Als der mutige Bischof es nun auch noch wagte, das kirchliche Begräbnis eines angesehenen Freimaurers zu verweigern, brach ein Sturm von Schmähungen und Angriffen gegen ihn aus, da er sich durch sein „starrsinniges, intolerantes Vorgehen“ gegen die Loge in schroffen Gegensatz setze zu seinen Mitbischöfen. 

Auf diese Verleumdung hin hat die Synode den Kirchenbann über jenen Mönch bestätigt, und die Bischöfe haben sich in einer öffentlichen Erklärung einmütig gegen die Freimaurerei ausgesprochen und ihren Mitbischof zu seinem mutvollen Vorgehen beglückwünscht.


(aus: die katholischen Missionen, 1915)

Dienstag, 25. Juni 2013

Was ich am Wochenende gemacht habe...


Die Neupriester (v.l.n.r.): Fr. Yousef Marie FSSR, Don Massimo Botta FSSP, Fr. Magdala Maria FSSR

Am Samstag waren 
in Rom die Priesterweihen der ersten beiden Priester der Sons of the Most Holy Redeemer nach deren kanonischer Errichtung (es wurde auch der Petrusbruder Don Massimo Botta geweiht). Hier gibt es einige Fotos, Bilder von der Primiz von Fr. Yousef Marie FSSR werden noch folgen. 
Leider habe ich vernommen, dass die Liveübertragung bei livemass.net wohl nicht funktioniert hat. Tut mir leid für alle, die es ansehen wollten.

Ein besonders schönes Detail bei der Zeremonie war, dass Msgr. Guido Pozzo, der die Weihen gespendet hat, den "Sons" bei Ihrer kanonischen Regularisierung geholfen hat, als er Sekretär der Komission Ecclesia Dei war.

Mögen die drei viele Jahre segensreich zur größeren Ehre Gottes und zur Rettung der Seelen arbeiten!

Tu es Sacerdos in aeternum secundum ordinem Melchisedech!

Donnerstag, 20. Juni 2013

Tipp: Live-Übertragung der Priesterweihe in Rom (FSSR, FSSP)

Am Samstag, den 22. Juni um 10.00 Uhr deutscher Zeit
findet in Rom in der Kirche Santissima Trinita dei Pelligrini (Personalpfarrei der Petrusbruderschaft)
eine Priesterweihe im überlieferten Römischen Ritus an.

Der weihespendende Bischof ist Erzbischof Guido Pozzo, Almosenpfleger seiner Heiligkeit

Es werden geweiht:

Br. Yousef Marie FSSR
Br. Magdala Maria FSSR
Massimo Botta FSSP

Die Weihe wird hier live übertragen.




Dienstag, 30. April 2013

Der heilige Peter Maria Chanel – der Protomärtyrer von Ozeanien (Teil 3)

Triumph des heiligen Peter Chanel, die Engel halten die Marterwerkzeuge, Keule und Axt

Fortsetzung von hier

Die größte und wohl begründete Angst der christenfeindlichen Häuptlinge war die Vernichtung der alten „Religion. Auch hatte der König in seiner bisherigen Rolle als Abgott seiner Untertanen nun zu fürchten, dass mit der Einführung der katholischen Religion sein fast unumschränkter Einfluss gefährdet würde.

Pater Chanel war zwar als sanftmütig und geduldig bekannt, er konnte aber auch sehr fest auftreten. Augenscheinlich wurde er einmal vor einer Versammlung der Einheimischen mit einer Frage versucht, als er unter anderem über die Natur Gottes sprach. Einer aus der Versammlung stand auf, und fragte, ob nicht Riuliki den wahren Gott in der Brust trage. Riuliki war selbst zugegen. Pater Chanel erwiderte: „Nein, meine Freunde, Jehova, der einzig wahre Gott, wohnt nicht in den Herzen derer, die sich weigern, ihn kennen zu lernen.“ 
Einige Zuhörer gaben wohl zu, dass Pater Chanel mit seinen Erklärungen der katholischen Religion Recht hatte, aber die Furcht vor dem König erstickte den Samen der Wahrheit in vielen Herzen.

Die Situation der Missionare verschlimmerte sich zusehends. Die Diebstähle wurden immer dreister, und wenn die beiden Männer ihr karges Mahl zu sich nehmen wollten, geschah es manchmal, dass eine ganze Horde in die Hütte eindrang und verlangte, mitzuessen, sodass kaum etwas übrig blieb. Die Lage wurde so schlimm, dass die beiden Missionare ihren Haushund schlachten mussten.
Auch die Katechumenen wurden von der christenfeindlichen Partei bedroht. Trotzdem hatten einige junge Männer den Mut, die Missionare weiter mit Essen zu versorgen.

Eines Tages, am Vorabend des ersten Jahrestags des Friedens auf Futuna hielt der Rat der Alten in der Hütte der Missionare eine Versammlung ab.
Br. Nizier hielt sich wohl in oder bei der Hütte auf und hörte die Worte „die beiden müssen verschwinden, es ist des Königs Wille.“ Gleich ging der Bruder zum Heiligen, der bei der Feldarbeit war und sagte zu ihm: „was plagen Sie sich noch länger, Hochwürden! Morgen müssen wir ja doch sterben.“ 
Auf die folgende Erzählung des Gehörten antwortete der Pater ruhig „nun wohl“. Auch gab es Gerüchte, dass man alle Katechumenen ermorden wollte, um jede Spur des Christentums auszutilgen.
Obwohl Musumusu, der Hauptfeind Pater Chanels, dem König unter anderem vorstellte, dass seine Macht schwinden würde, zögerte dieser noch, gegen die Missionare vorzugehen.
Doch die Bekehrung von Riulikis ältestem Sohn Maitala führte eine baldige Entscheidung herbei. Der König war erbittert über die Bekehrung und bedrohte seinen Sohn, konnte diesen aber nicht vom Christentum abbringen.
Mehr oder weniger mit Gutheißung, allerdings wohl mit einigem inneren Zwiespalt erlaubte er die Ermordung des Priesters. Musumusu fragte Riuliki, was er tun solle, worauf dieser antwortete: „Du fragst, was zu tun sei; tue was du willst. Ich habe jenen Menschen liebgewonnen, als ich mit ihm zusammenlebte. Ich sage nicht: Erschlage ihn! Ich sage auch nicht: tue es nicht! Tue, was du willst!“. 
Musumusu setzte sich mit den anderen Häuptlingen in Verbindung, wovon einige noch zurückschreckten und meinten, es solle nur gegen die Gläubigen vorgegangen werden, worauf er erwiderte, dass so das Christentum nicht verschwinden würde, solange der Priester noch lebe. Als er sagte, dass der König es erlaubt hätte, war die Ermordung entschieden.

Zunächst wurden einige Katechumenen von der Bande überfallen und übel zugerichtet, darunter der Sohn Riulikis, Maitala, und seine Schwester Flore. Bei dem Kampf holte sich Musumusu eine Verletzung an der Nase. Die Mordbande zog weiter zur Hütte der Missionare. Auf dem Weg versuchte der Greis Galugalu vergebens, sie zu ermahnen, den Mord nicht zu begehen.

P. Chanel war mit einer Fußverletzung allein in der Hütte, da Bruder Nizier einige Tage bei Thomas Boog auf der anderen Seite der Insel verbrachte. 
Filitika, einer der Verschwörer, der später selbst in den Prozessakten zur Seligsprechung aussagte, trat in die Hütte, und bat Chanel, ihm ein Heilmittel für Musumusu zu geben, der auf die Frage des Missionars vorgab, sich beim Abschlagen von Kokosnüssen verletzt zu haben. Chanel holte das Heilmittel, während Filitika einen Packen Linnenzeug stahl. Pater Chanel merkte dies und rief: „Filitika, du stiehlst in meinem Haus?“. Dieser antwortete nicht. 

Als der Heilige heraustrat, sah Pater Chanel, wie sich die Bande an seinen Sachen zu schaffen machte. Musumusu rief ihnen ärgerlich zu, dass sie nicht klauen, sondern den Priester töten sollten. Fitilika ergriff Pater Chanel und sagte zu einem anderen, er solle mit der Keule zuschlagen. Pater Chanel wehrte mit dem Arm ab, der dabei zerschmettert wurde. 
Ein zweiter Schlag traf seine Schläfe. Als zwei Katechumenen P. Chanel in seinem Blut liegen sahen, blickte er sie freundlich an und sagte „Malie fuai, loku mate“ – „es ist gut für mich, dass ich sterbe“. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Katechumenen Ramusigano, der Pater Chanel schützen wollte, versetzte Musumusu dem Märtyrer mit einer Axt den tödlichen Schlag und spaltete dessen Kopf.

Obwohl es ein wolkenloser Sonnentag war, hörte man zur Zeit von P. Chanels Tod einen lauten, donnerähnlichen Knall, der die Insulaner in Angst versetzte und später von vielen Zeugen unter Eid bestätigt wurde. 
Pater Chanels Leichnam wurde vom König und Musumusu begraben und seine Hütte niedergerissen, so dass keine Spur mehr von der Mission blieb. Musumusu und seine Gefolgsleute triumphierten und schmähten das Christentum. In den geraubten Messgewändern führten sie heidnische Tänze auf.

Doch auf einmal war die Freude vorbei: der Bruder des Königs starb plötzlich, der fettleibige Riuliki selbst wurde von einer aussatzähnlichen Krankheit befallen und magerte in kurzer Zeit zu einem Skelett ab, während er bei lebendigem Leibe verfaulte. Seine Götzen, zu denen er getragen wurde, konnten ihm natürlich nicht helfen. 
Nach Riulikis Tod folgte ihm  Musumusu auf dem Königsstuhl; er konnte seine Macht aber nicht festigen. Anfang 1842 tauchte ein französisches Kriegsschiff auf, um die Leiche des Missionars abzuholen. 
Sam-Keletoni, einer der Anführer der Besiegten, der nach dem Krieg auf Rat P. Chanels nach Wallis geflüchtet war, befand sich ebenfalls auf dem Schiff und wurde auf das Drängen des französischen Kapitäns mit den anderen Vertriebenen aufgenommen und als Oberhäuptling von Sigawe eingesetzt. Er konnte seinen Einfluss nun nutzen, um den Götzendienst abzuschaffen. Pater Chanels Leichnam wurde nach Neuseeland gebracht.

Die Stelle seines Martyriums wurde als heilig verehrt. Das gesamte Volk verlangte nun den christlichen Unterricht und einen Priester. Einige Monate später kam Msgr. Pompallier auf die Insel, und man gab ihm die Befugnis, die politischen Verhältnisse zu ordnen. Er erklärte, dass die Insel für zwei Könige zu klein sei, und deshalb sollten sie einen aus ihrer Mitte als einzigen König wählen. Sam-Keletoni ging aus der Wahl als Sieger hervor und wurde bald darauf getauft. 10 Tage später folgten 114 bereits gut unterrichtete Landsleute, denen Msgr. Pompallier auch gleich das Sakrament der Firmung spendete.

Jean-Baptiste (tonganisch: Soane Patito) Pompallier, erster Apostolischer Vikar von Zentralozeanien, Kirchenfenster in Lapaha, Tonga (Quelle: Tau'olunga)

Wieder bewahrheitete sich das Sprichwort „Das Blut der Märtyrer ist der Samen des Christentums“. Selbst die Frau von König Riuliki, die eine erbitterte Feindin von P. Chanel war, bekehrte sich und auch Musumusu bat nach einigen Umtrieben das Volk öffentlich um Verzeihung, bekehrte sich aufrichtig und starb eines erbaulichen Todes.
Die Reliquien des hl. Peter Chanel wurden über Neuseeland und Australien nach Lyon in das Mutterhaus der Maristen gebracht. 1985 wurde die letzte Reliquie, der Schädel, wieder nach Futuna überführt.

Am 17. Dezember 1889 wurde Peter Chanel von Papst Leo XIII selig-, am 12. Juni 1954 vom ehrwürdigen Papst Pius XII heiliggesprochen. Die etwa 15.000 Einwohner von Wallis und Futuna sind heute laut CIA World Factbook zu 99 % katholisch.

Pater Chanel ist der einzige Heilige Ozeaniens (wenn man Australien außen vor lässt) und der Patron dieser Region. Möge er für seine Kinder und für uns bitten!

Kapelle bei Poi zu Ehren des Märtyrers


 (Quelle: die katholischen Missionen, 1890)

Mittwoch, 17. April 2013

Der Herr ist König, es frohlocke die Erde; es freue sich der Inseln Zahl! (Psalm 96 (97),1)

Diakon (heute Father) Magdala Maria F.SS.R.
 aus Sydney, Australien,
Sohn samoanischer Eltern,

Mönch auf Papa Stronsay, Schottland
bei der Osterpredigt in Christchurch, Neuseeland.

Es freue sich der Inseln Zahl!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Wie können wir als Laien der Mission helfen?

Thomas Joseph Carr, Erzbischof von Melbourne (1886-1917)

Zur selben Zeit, da die deutschen Bischöfe die Gläubigen anspornten, sich eifrig am Werk der Glaubensverbreitung zu beteiligen, erhob auch ein australischer Kirchenfürst, der Erzbischof Thomas Joseph Carr (Melbourne), seine Stimme, um seinen Diözesanen auf die Pflicht des Apostolats aufmerksam und mit der weltumspannenden Wirksamkeit der Hauptvereine zur Verbreitung des Glaubens bekannt zu machen. Er wies hin auf das Wort Christi „Lehret alle Völker, predigt das Evangelium jeglicher Kreatur“, erinnerte er an die Vorliebe der Päpste für die auswärtigen Missionen und stellte dann die Frage:

„Wie können wir, Priester und Laien, denen der Beruf, den Heidenvölkern das Evangelium zu verkünden, versagt blieb, am erhabenen Werk der Seelenrettung mitwirken?“ — „Auf zweifache Weise“, antwortet der Erzbischof. „Wir können beten. Die Ernte ist reif; flehen wir um zahlreiche Schnitter und reife Garben. Wir können aber auch materielle Hilfe spenden zum Unterhalt der Missionäre und zur glücklichen Weiterentwicklung der begonnen Unternehmungen. ‚Unsere Missionen sind arm, manche sehr arm‘, hat Papst Pius X. gesagt. Die heutige Lage ist nun einmal so, dass der Missionär von den Neubekehrten keine oder nur geringe Unterstützung verlangen kann; ja er muss oft genug für den Lebensunterhalt jener aufkommen, die sich seiner Lehre anschließen.

In weiter Ferne liegen die herrlichen Zeiten, da die großen katholischen Kolonialmächte es sich zur heiligen Pflicht anrechneten, für die geistlichen Bedürfnisse ihrer neuen Untertanen aufzukommen. Was einst die katholischen Regierungen getan, muss heute die barmherzige Liebe unseres katholischen Volkes tun.
Um jedoch eine praktische Antwort zu geben, so rufe ich euch zu: ‚schließt euch dem Verein der Glaubensverbreitung, schließt euch dem Kindheit-Jesu-Verein an!‘“ 

Dieser Aufruf, tätigen Anteil am Weltapostolat zu nehmen, verdient von den australischen Katholiken ernst beherzigt zu werden. 

Australien zählt heute rund 1 Million Katholiken. Ihr Beitrag zum Verein der Glaubensverbreitung betrug im Jahr 1909 die verschwindende Summe von 1278 Franken, während die armen apostol. Vikariate Neukaledonien 1146, Hawaii 2479 und Tahiti 2000 Franken aufbrachten.

(Aus: die katholischen Missionen, 1912)


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Aktuell: Zukünftige libanesische, samoanische und indische Priester, so Gott will!


Gestern wurden nach einer vierjährigen Wartezeit (bis zur kanonischen Erhebung des Ordens am 15. August d. J.) die drei ältesten (bereits mit den Studien fertigen) Seminaristen der Sons of the Most Holy Redeemer (Papa Stronsay, Schottland) zu Subdiakonen geweiht. Alle sind wohl schon mindestens 10 Jahre in dem Orden.


(von links nach rechts) Br. Yousef Marie und Br Magdala Maria kommen aus Australien, sind allerdings libanesischer bzw. samoanischer Abstammung, Br. Jean-Marie kommt aus Südindien. Im Hintergrund ist die Statue von unserer lieben Frau von Aberdeen, der Diözese von Papa Stronsay. 

Beten Sie, dass die drei heilige Priester werden! So Gott will, werden Sie eines Tages Volksmissionen in Großbritannien predigen.


(Quelle: http://papastronsay.blogspot.de/2012/10/subdeacons-ordained.html)

Mittwoch, 19. September 2012

Barometer als Lohn für gute Werke

Patrick Kardinal Moran, Erzbischof von Sydney und erster Kardinal Ozeaniens
Wir haben schon in einem früheren Heft über den selbstlosen Opfermut der katholischen Samoaner berichtet, den dieselben bei Gelegenheit des Schiffbruchs der englischen, amerikanischen und deutschen Flottille bewährt haben. Als Anerkennung ihrer wackeren Tat erhielt der katholische König von Samoa, Josef I., Mataafa, von verschiedenen Seiten Dankschreiben zugesandt und Geschenke zur Verteilung unter die seit den letzten verheerenden Kriegen schwer heimgesuchten Insulaner.
Unter anderen haben auch die Katholiken von Sydney auf Anregung des hochwürdigsten Erzbischofs, seiner Eminenz des Kardinals F. Patrick Moran, eine Sammlung veranstaltet und den Betrag durch den Kardinal an die Missionäre übermittelt mit der ausdrücklichen Bestimmung, bei der Verteilung keinen Unterschied zu machen zwischen Protestanten und Katholiken, zwischen Freund und Feind. Der König sandte hierauf folgendes Dankschreiben an den Kardinal:

„Eminenz! Ich richte diesen Brief an Ehrwürdige Gnaden mit tiefster Ehrerbietung. Ich bin gegen Ew. Eminenz von innigstem Danke durchdrungen wegen Ihrer liebevollen Teilnahme für Samoa, dieses Eiland so weit entfernt, so schwer heimgesucht durch Krieg, durch Stürme und Hungersnot.
Ein Beweis Ihrer Güte sind die milden Gaben, die Sie uns durch die Missionäre haben zukommen lassen. Dieselben haben sie unter jene Familien verteilt, die am meisten in Not und Elend sind.
Was mir vor allem große Freude bereitet hat, ist der Umstand, dass sie unter den Notleidenden keinen Unterschied machten, sondern im Gegenteil auch jene gleicherweise bedachten, die weder unserer Partei noch unserer Religion angehören. Ich bedauere nur eines, dass ich nicht durch ein entsprechendes Gegenschenk meine Dankbarkeit auszudrücken vermag. Wir werden aber an Jesus Christus und seine heilige Mutter uns wenden, um für Ew. Eminenz die ewige Glückseligkeit zu erflehen. Möge Gott Sie lieben und Ihnen ein langes Leben verleihen.

Ich verbleibe

Josef I., Mataafa, König von Samoa.“

Auch der Kongress der Vereinigten Staaten hat 5.000 Dollars bestimmt als Anerkennung der heldenmütigen Anstrengungen der Samoaner, die Schiffbrüchigen zu retten.
Die Summe bestehend aus 4.000 Dollars in Goldmünze und 1.000 Dollarwert in goldenen Uhren und ähnlichen Geschenken, ist durch den amerikanischen Konsul übermittelt und nach genauer Abwägung der Verdienste verteilt worden. Jeder Oberhäuptling erhielt eine goldene Uhr, Mataafa je ein Stück von den verschiedenen Wertsachen, die verteilt wurden, als da waren Wanduhren, Barometer, Thermometer u. dgl. Dabei gab es einige köstliche Szenen, veranlasst durch die völlige Ratlosigkeit der guten Insulaner hinsichtlich der Handhabung und der Verwendung jener wissenschaftlichen Instrumente.
Einer, dem ein großes Wandbarometer zugefallen war, lauschte aufmerksam der Erklärung, welche ein alter Seebär, der gerade zugegen war, über die geheimnisvollen Eigenschaften des Instruments zu geben suchte. „Ein feines Ding,“ meinte der Samoaner, „aber ich habe keinen Schlüssel, um es aufzuziehen.“


(Aus: die katholischen Missionen, 1889)

Montag, 19. März 2012

Ein Benediktinerabt bei den Aborigines (Teil 2)


New Norcia Cricket Team

Fortgesetzt von hier


An ihrer Spitze steht der gute hochw. Bischof Salvado, unterstützt von einer Anzahl Benediktiner-Ordensbrüder, Priestern und Laien. Hier erhält man eine Vorstellung von den mittelalterlichen Klöstern mit ihrem Gebets- und Arbeitsleben in Kirche und Feld. Korn, Wein, Oliven, Feigen, alle Arten von Bodenerzeugnissen werden auf dem ausgedehnten Grundbesitz gezogen.
Eingeborene Australneger singen nicht bloß in der Kirche, lernen nicht bloß in der Schule, sondern sind auch Seite an Seite mit den Mönchen in Feld und Werkstatt beschäftigt, musizieren daneben in freien Stunden mit Geige und anderen Instrumenten im Missionsorchester und spielen Cricket. Die Missions-Elf, die gelegentlich nach Perth zu einem Wettspiel kommt, kehrt durchweg als Sieger nach Hause.
Die New-Norcia-Mission verdient eine viel eingehendere Schilderung, als zu geben die Zeit mir erlaubt. Ihre philanthropische und praktische Wirksamkeit unter den Eingeborenen erstreckt sich bereits über eine Generation.(…) Aus dem gesagten ersieht man, dass sie bereits Großes erreicht, gewiss mehr als irgend eine andere Einzelorganisation in Australien es vermocht hat. Das Grundprinzip des Werkes in New Norcia liegt darin, dass es über den bloßen Schul- und Religionsunterricht hinausgeht.
Ich sah einen Vollblut-Wilden des tiefgesunkenen australischen Typus aus dieser herrlichen Mission heraustreten in zivilisierte Leben nicht bloß als guten Christen, sondern als fachkundigen Telegraphisten.“
Diese Zeugnisse beweisen, was e i n Mann mit wahrhaft apostolischem Herzen zu leisten vermag. Von Anfang an war Salvado die Seele des Ganzen, die Stütze, der Lehrmeister, Führer und Vater seiner Ordensbrüder und seiner lieben Wilden.
Um die nötigen Mittel für die mehrmals dem Untergange nahe Mission und den Ersatz für die durch den Tod geschlagenen Lücken zu finden, durchzog er vier- bis fünfmal als Bettler und Werber die Länder Europas. Seitdem er 1867 die Leitung der eingegangen Diözese Port Victoria aufgegeben, weihte er bis zu seinem Ende seine ganze Kraft und Liebe seinem Werke und seinem kleinen, eigenartigen Sprengel.
Leider geriet die Schöne Niederlassung während der letzten Jahre in solch missliche Verhältnisse, dass ihr Fortbestand bedroht schien.
Um die Zukunft seiner Gründung zu sichern, reiste der bereits 85jährige Greis noch einmal nach Europa und betrieb den Anschluss seiner Abtei an die blühende Benediktiner-Kongregation von Subiaco.
Noch wohnte er in Rom der Kirchweihe von St. Anselm, dem großen Zentralsitz seines Ordens, und dem Generalkapitel seiner Kongregation bei mit dem Plane, demnächst mit frischen Truppen nach Australien zurückzukehren, als der Herr den müden, treuen Arbeiter zu sich in die ewige Ruhe rief.
Er starb am 27. Dezember im Kloster St. Paul vor den Mauern, im 86. Jahre seines Alters. Er war 60 Jahre Benediktiner, 54 Jahre Missionär und 51 Jahre Bischof gewesen. RIP.

(Aus: die katholischen Missionen, 1900)

Sonntag, 18. März 2012

Ein Benediktinerabt bei den Aborigines (Teil 1)


Dom Rosendo Salvado OSB

Fortsetzung hier

Msgr. Rosendo Salvado OSB, Bischof-Abt und Apostol. Präfekt von New Norcia, Titularbischof von Adriani und ehemaliger Bischof von Port Victoria in Westaustralien, verdient hier einen ehrenden Nachruf.
Neben den anderen großen Benediktinerbischöfen, Msgr. W.B. Ullathorne und John Polding, denen Australien so viel verdankt, wird auch Salvados Name stets rühmlich genannt werden.
Da wir früher über das hochinteressante Wirken dieses wahrhaft großen Mannes ausführlich berichtet haben, so fassen wir hier nur kurz die Hauptzüge noch einmal zusammen.
Salvado wurde geboren am 1. März 1814 am Festtage des hl. Rosendo, dessen Namen er in der Taufe erhielt, zu Tuy im spanischen Galicien. Mit 16 Jahren nahm er im Kloster zu Compostella das Kleid des heiligen Benedikt.
Bald darauf (1835) brauste durch die pyrenäische Halbinsel der Klostersturm. In Begleitung seines Ordensbruders und unzertrennlichen Gefährten P. José Serra suchte und fand der junge Mönch eine sichere Zufluchtstätte in der Benediktinerabtei Cava bei Salerno (Italien). Hier in stiller Einsamkeit reifte in beiden der Missionsberuf.
 Der Besuch des ersten Bischofs von Perth (Wesaustralien) in Rom lenkte ihre Blicke auf dieses ferne, in der ersten Entwicklung begriffene Südland.
Gregor XVI., selbst als Kamaldulenser ein Sohn des hl. Benedikt, billigte ihren Plan. „Vergesset nicht“, so sprach er bei der Abschiedsaudienz (5. Juni 1845), „dass ihr Söhne des hl. Benedikt seid, des großen Patriarchen, und bleibt eingedenk der berühmten Apostel der Vorzeit, unserer Brüder, die einst so viele Nationen und Völker bekehrt und in Werken und Künsten des zivilisierten Lebens unterrichtet haben.“
Am 14. September 1845 schifften sich die beiden spanischen Mönchen mit dem Bischof Brady ein, erreichten nach 130tägiger Fahrt Australien und zogen schon bald darauf mit dem Segen des Bischofs, das Bündel auf dem Rücken, den Wanderstab in der Hand, weiter nordwärts nach dem Victoria-Distrikt, um hier mitten in der Wildnis und unter Wilden sich niederzulassen.
Nun begann für die beiden jenes Leben opfervoller Entsagung, wie es so oft eine schwierige Neugründung begleitet, jenes ergreifende Ringen zweier mutiger Männer mit den Schrecken der Wildnis, mit Hunger, Not und Gefahr in allen denkbaren Formen, wie wir es früher ausführlich geschildert.
Hunderte hätten das angefangene, so oft zerstörte oder in Frage gestellte Werk wieder aufgegeben. Aber Salvado war ein Mann von eiserner Energie und Ausdauer. Die Frucht dieser Ausdauer war die Abtei von New Norcia mit ihrem Kran von Heimstätten bekehrter Australneger, einer wundersamen Oase in der Wüste.
„New Norcia“, so schreibt Kardinal Moran in seinem großen Werke History of the Catholic Church in Australia , „erinnert uns mit seinem umfangreichen wirtschaftlichen Betrieb, mit seinen 20.000 Schafen, 250 Pferden, 300 Stück Hornvieh an die großen mittelalterlichen Abteien.
Es hat 700 Acres (1 Acre = 40 Ar) umzäuntes Gartenland, auf welchem Reben, Orangen, Zitronen, Maulbeeren und andere Fruchtarten und alle Sorten von Gemüse im Überfluß gezogen werden und 70 Bienenstöcke stehen. Etwa 700 Acres sind unter den Pflug gebracht mit Weizen, Gerste und anderen Kornarten bestellt. 2000 Acres besitzt das Kloster als Freilehen, ca. 300.000 in Pacht.“
Sir Frederick Napier Broome, von 1883 bis 1890 Statthalter der Kolonie, berichtet über New Norcia: „Die spanische Mission New Norcia für Eingebornene im Victoria-Flachland, die der Regierung jährlich 1000 Pfund Sterling Pachtzins für ihr Weiderecht zahlt, ist eine der interessantesten Gründungen dieser Art auf der ganzen Welt. 




(Aus: die katholischen Missionen, 1900)