Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Posts mit dem Label Islam werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Islam werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 17. Juli 2026

Ein Franziskanerbischof beim Großkhan –Johannes von Montecorvino O.F.M.

 


Das Spätmittelalter war die Zeit heroischer Wandermissionare. Zahllose Angehörige der beiden großen Bettelorden zogen nach Asien, um dort als Herolde des Evangeliums zu wirken und zu sterben. Weder die Tatsache, dass große Teile West- und Zentralasiens vom Islam dominiert wurden, noch die rauen Sitten der großen Nomadenvölker der eurasischen Steppe konnten diese apostolischen Wanderer abschrecken. Sie hatten ja alles verlassen, um Christus, dem Gekreuzigten, nachzufolgen. P. Leo Lemmens O.F.M. schreibt über ihre Gesinnung: „Hervorragendes Merkmal unserer Glaubensboten ist ihr Mut und Opfersinn. Vielleicht zeigt kein anderer Zeitraum so viele Hindernisse des Glaubenswerkes und so wenige Umstände, die zu seinen Gunsten eingewirkt hätten.“

Eines der großen Hindernisse waren die riesigen Entfernungen, die damals größtenteils zu Fuß oder zu Pferd bestritten wurden. So ist es nachvollziehbar, dass der europäische Kontakt zum kaiserlichen Hof in Kambaluk (Peking) erst im Jahr 1266 während der Herrschaft von Kublai Khan hergestellt wurde. Der Großkhan richtete durch Niccolò und Maffeo Polo an den Papst die Bitte um Gelehrte, „die die Lehre von dem einen mächtigen Gott predigen könnten“. Verschiedene Zeitumstände führten dazu, dass erst mit Bruder Johannes von Montecorvino im Jahr 1289 ein päpstlicher Gesandter auszog, der auch an seinem Zielort in China ankam.

Die Gebrüder Polo bei Kublai Khan

Bruder Johannes war 1246 oder 1247 im kampanischen Montecorvino Rovella geboren und war zunächst Arzt und Richter, bevor er in den Orden der Minderbrüder eintrat und sich dann als Orientmissionar vor allem in Armenien und Persien verdient machte. Als er 1289 von dort aus nach Rom kam, erteilte ihm Papst Nikolaus IV. die diplomatische Mission, päpstliche Schreiben an verschiedene Herrscher Asiens, darunter auch an den Großkhan in Kambaluk zu übermitteln. So berichtet er: „Ich, Fr. Johannes von Montecorvino aus dem Franziskanerorden, reiste von Tauris [Täbris], der Perserstadt, im Jahr 1291 und überschritt die Grenzen Indiens und verweilte in der Gegend Indiens bei der Kirche des hl. Apostels Thomas dreizehn Monate und taufte dort gegen 100 Personen an verschiedenen Orten. Mein Gefährte war Fr. Nikolaus von Pistoia aus dem Orden der Predigerbrüder, der dort gestorben und in eben dieser Kirche beigesetzt ist. Weiterreisend kam ich nach Katai, dem Reiche des Kaisers der Tataren, welcher der Großkhan heißt“.


Timur Khan

Timur Khan, der Enkel Kublais, empfing Bruder Johannes wohlwollend und zeigte die für die mongolischen Herrscher  charakteristische religiöse Duldsamkeit, die auch bei Özbek Khan der Goldenen Horde oder den persischen Ilkhanen trotz ihres Bekenntnisses zum Islam zum Tragen kam. Der Mongolenkaiser war zwar „im Heidentum ergraut“, doch ließ er den Franziskaner frei predigen.
Größere Schwierigkeiten machten die nestorianischen Priester, die wie in Zentralasien damals auch in China noch rührig missionierten. Sie verleumdeten ihn gar als Raubmörder, so dass er sich über Jahre immer wieder vor Gericht verantworten musste, bis die Wahrheit ans Licht kam und der Großkhan die Verleumder in die Verbannung schickte. Trotzdem hatte Bruder Johannes weiterhin von dieser Seite zu leiden; so versuchten die Anhänger des Nestorius, seinen Kirchenbau nachts zu zerstören. Vermutlich handelte es sich dabei um dieselbe Kirche, die er 1299 fertigstellte und mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Bund und Inschriften in lateinischer, persischer und uighurischer Sprache verzierte. Ohnehin zeichnete ihn eine Liebe für einen würdigen Gottesdienst aus. Die 40 Knaben, die der Missionar getauft und in Latein und Griechisch unterrichtet hatte, nahmen am feierlichen Chorgebet teil und erfreuten auch den Kaiser mit ihrem Gesang. Bruder Johannes übertrug neben seiner pastoralen Arbeit die Heilige Schrift in die mongolische Sprache und benutzte dazu das geläufige uighurische Alphabet. Bis 1304 konnte er 6000 Personen taufen oder in die katholische Kirche aufnehmen, darunter auch den nestorianischen Öngüt-König Georg. Georg diente ihm von da an in fürstlichen Kleidern am Altar. Besondere Hirtensorge von Br. Johannes erfuhren die Alanen, die während der Mongolenherrschaft in China angesiedelt wurden. Die Angehörigen des berühmten Reitervolkes hatten aus ihrer kaukasischen Heimat den griechisch-orthodoxen Glauben mitgebracht und mieden die Nestorianer als Häretiker. „Der Apostel der Alanen“ nahm viele von ihnen in die katholische Kirche auf und machte sie so zu einer der Säulen der neuen Gemeinde. Bei all diesen Arbeiten ist zu bemerken, dass Johannes von Montecorvino erst im Jahr 1303 einen ersten Gehilfen in Br. Arnold von Köln erhielt. Nach Einschätzung von Br. Johannes hätte sich der Großkhan vielleicht bekehrt, wenn er noch zwei oder drei Mitarbeiter gehabt hätte. 

Im Jahr 1307, dem Todesjahr Timurs, erhob Klemens V. den eifrigen Missionar zum Erzbischof von Kambaluk und entsandte sieben (laut Lemmens, nach anderen Quellen sechs) Franziskanerbischöfe, die ihm die Priesterweihe spenden und seine Suffraganbischöfe werden sollten. Nur drei von ihnen gelangten schließlich nach China und konsekrierten im Jahr 1308 den neuen „Patriarchen des ganzen Orients“, den Gründer der chinesischen Kirche. Seine Kirchenprovinz erstreckte sich vom Bistum Zaitun (Quanzhou) an der Taiwanstraße über Almalek in Turkestan bis nach Kumuk im Nordkaukasus – geradezu ein Sinnbild für seinen gigantischen Missionseifer. Alle nun in China residierenden Bischöfe standen in hoher Gunst am Hof des Großkhans, wobei Erzbischof Johannes vor allen anderen vom Kaiser geehrt wurde und freien Zutritt zu ihm hatte.

Von Heiden und Christen beweint, starb Erzbischof Johannes in Kambaluk im Jahr 1328. Johannes von Marignola berichtet 17 Jahre später, dass er von „Tartaren und Alanen als Heiliger“ verehrt wurde. Zweifelsohne ist Johannes von Montecorvino eine der bedeutendsten Figuren der Kirchengeschichte Ostasiens. Möge ein erfolgreicher Seligsprechungsprozess auch zur Bekanntheit seiner Person beitragen.

Literatur:
Dr. P. Leonhard Lemmens O.F.M.: Die Heidenmission des Spätmittelalters
P. Autbert Groeteken: Die Franziskanermissionen Chinas im Mittelalter

Samstag, 22. November 2025

Great articles on the missions at Unam Sanctam Catholicam

My friend Boniface over at Unam Sanctam Catholicam has a number of excellent articles on the missions on his Blog and website, all of them shedding light on lesser known episodes of missionary history. Here are some of my favorites:

Thanks for the homily, Father — about a rare homily on the missions by a missionary priest

The Manila Synod of 1582 — about the issues that an early synod in a missionary territory had to deal with

Archbishop Poblete’s Missionary Journey to Cavite — about the attempts of the Archbishop of Manila to end local slavery

The 1775 Burning of San Diego de Alcalá — about wayward converts attacking a mission founded by St. Junipero

Segregated Catholic Schools in New Orleans — about Black Catholic schools

The Martyrdom of Salvatore Lilli — about the martyrdom of Blessed Salvatore Lilli, O.F.M. at the hand of the Turks

Sung Catechism in the Jesuit missions  — about the catechetical use of song among the Indians

There's Always a Priest Shortage in Missionary Areas — on viri probati not being a solution to an age-old problem in the missions


Samstag, 22. Februar 2025

From Muslim crown prince to Jesuit priest


Muley Muhammad el-Attaz (sometimes styled “el Abbas”) was born in 1631 in the Moroccan city of Fez as the son of the Saadian sultan Abd al-Malik al-Mu'tasim and his Andalusian wife Huali. The young crown prince was an accomplished commander and well-versed in the Quran. Sometime in the 1650s, he attempted to cross the Mediterranean to make the Hajj, but was captured by the Maltese. His captivity was mild and Muley Muhammad received the permission to gather other Muslims around him to explain the Quran to them. Yet when his ransom had been paid by the ruler of Tunis, he refused to return and instead asked to be received into the Catholic Church. On 31 July 1656 the crown prince of the Saddian dynasty was baptized, taking the name Baltasar Loyola de Mendez in honor of Baltasar Mandols, the commander of the Maltese Order who had captured him, and of the great saint on whose feast day he was baptized. Baltasar soon started studying for the priesthood and in 1661 entered the Society of Jesus in Rome.


After his priestly ordination, Fr. Loyola de Mendez worked successfully among the Muslim captives of Genoa, Naples, and other Italian ports, converting up to 2,000 of them. It is said that he even called a notable Muslim scholar from a well-known mosque in Fez to his side, converting him to Christianity. Fr. Baltasar desired to return to Morocco to preach the Gospel there, but was prevented from doing so by the civil war raging against Saadian rule. Instead, the Jesuit general granted him the permission to travel to the Muslim Mughal Empire as a missionary.

While traveling across southern Europe to reach India, the former crown prince garnered much attention among the clergy and the people, who called him the "king of the Jesuits". His meek yet regal demeanor made a lasting impression.


A portrait of Fr. Baltasar Mendez de Loyola, painted secretly without his knowledge


Unfortunately, his life was cut short by a fever he contracted in Madrid, where on his deathbed he converted the Moroccan slave of his doctor. Fr. Baltasar Loyola de Mendez, S.J. died on 15 September 1667. He was buried with royal honors at the behest of the Queen of Spain.


Fr. Baltasar's life soon inspired many plays in the Jesuits' educational institutions an beyond, with Calderón's "El gran príncipe de Fez" being the most famous.


Dienstag, 31. Dezember 2024

A short missionary history of Afghanistan

 



The coat of arms of the sui iuris mission of Afghanistan. The motto Orietur stella, a star shall rise, is taken from the Book of Numbers, alluding to the Messiah. The processional cross of Herat is shown in the background. (Source: Duneir)

Afghanistan, despite having been called “the crossroads of Asia”, has been one of the least accessible missionary territories for the Catholic Church, as a permanent Catholic presence that engages in missionary work among the peoples of Afghanistan has yet to be established. Nonetheless, the relatively short history of the Church in the Hindu Kush is a fascinating and eventful one.

Uncertain beginnings

There is no conclusive proof of a Catholic presence in the area of modern-day Afghanistan in apostolic times. While the historic region of Bactria, which includes parts of Afghanistan, is said to have been visited by St. Thomas the Apostle, there is no evidence he visited Afghanistan proper. The earliest Christian presence is certainly East Syriac in origin, with the Assyrian Church of the East, also referred to as the Nestorian church, having established dioceses in that part of the Persian Empire in the 5th century. Herat in western Afghanistan became an important Metropolitan See. The Islamic conquest would reach Afghanistan in 642, although full Islamicization was not completed in most of Afghanistan until centuries later. The Pahlavi inscriptions on the so-called Processional cross of Herat, dating back to the 7th century, bear testimony to the theological struggle with the new religion from Arabia. “There are no three gods” is one of the affirmations on the cross, countering the prevalent Islamic accusation that Christians are polytheists. By the 14th century, the Nestorian community had disappeared, and Afghanistan had become nearly entirely Muslim with a small pagan pocket in today’s Nuristan province, which was converted to Islam in the late 19th century.


The processional cross of Herat (source: Sasanika Project)


 Centuries of sporadic contact

Although Western and Central Asia were visited by Catholic missionaries in the Middle Ages, Afghanistan remained secluded. While both Blessed Oderic of Pordenone and John of Montecorvino visited Persia in the 14th century, they bypassed Afghanistan in their travels. The first recorded visit of a Catholic missionary to Afghanistan is that of Fr. Antoni de Montserrat, one of the Jesuits who visited the court of the Mughal Emperor Akbar I. Akbar I was friendly towards the European missionaries and asked de Montserrat to accompany him on his military expedition to Afghanistan in 1581. The next year, Fr. de Montserrat’s Portuguese confrere Bento de Góis passed through northern Afghanistan on his way to China. De Góis’ short stay would be the last validated Catholic foray into Afghanistan for nearly 300 years.

Bento de Góis, S.J.

When the British Empire fought the Second Anglo-Afghan War from 1878 to 1880, the Holy See asked the Mill Hill Missionaries to provide the pastoral care for the Catholics among the British soldiers. The plan was for Mill Hill to staff a permanent mission after British victory, but this idea was abandoned and the missionaries withdrew to the British Indian side where they would take over the Apostolic Prefecture of Kafiristan and Kashmir. It would take another 50 years for the next chapter of Church history in Afghanistan to be written—in a most unlikely way.

A 70-year-old parish priest as a one-man missionary expedition

One day in the spring of 1928, the 70-year-old parish priest of St. Peter and Paul in Chicago, Fr. George Blatter, read a story about Afghanistan in a missionary magazine. The thought that there was no missionary in the country and preaching any other religion than Islam would carry the death sentence deeply affected him. Did Christ not command to go and teach all nations? He decided to travel to the forbidden empire to offer the Holy Sacrifice of the Mass there to pave the way for future missionaries. Fr. Blatter bade leave from his archbishop, Cardinal Mundelein, who gave him his blessing. Finally, on July 23, 1930, after a long trip by sea and land and having to wait to get his documents in order, he was able cross into Afghanistan. Despite many difficulties, such as being spied on, he was able to achieve the goal of his daring journey: celebrate Holy Mass in Afghanistan. Undeterred by the suspicion to which government agents subjected him, he would wear his priestly collar in public and oftentimes the cassock as well.

Fr. Blatter was invited to the Royal Court of King Mohammed Nadir Khan, whose minister of Foreign Affairs listened with interest to the Catholic priest explaining Christianity and suggesting the construction of pharmacies and hospitals. The king himself received him in an audience and wished him well.

After contracting Malaria in September 1930, Fr. Blatter had to leave Afghanistan for good but subsequently traveled to Bangalore in India to report to the Apostolic Delegature, which took steps to provide money for the first permanent missionary in Afghanistan. On January 20, 1932, George Blatter was received by Pope Pius XI in a private audience. He told the Holy Father that he wanted to return to Afghanistan despite his old age. His wish did not come true and Blatter died in Chicago in 1937. Nonetheless, he was instrumental in ushering in the longest continuous Catholic presence in the history of the country.

The Barnabites and the sui iuris mission

Already in the early 1920s, King Ammanullah had shown his willingness to permit European embassies to receive a Catholic priest for their pastoral needs. It appears as if Pope Pius XI seized this opportunity of Blatter’s recent contact with King Mohammed’s court to send a priest to Afghanistan. On 25 January 1931, the “Pope of the missions” wrote to the superior general of the Clerics Regular of St. Paul (Barnabites), Fr. Ferdinando Napoli: “Sons of St. Paul, you must embrace with enthusiasm the opportunity that opens the door for you to evangelize new peoples. You will write one of the most beautiful pages of the history of your congregation, because it is up to you, after twenty centuries of Christianity, to be the first to penetrate this land and bring the light of the Gospel there. It will continue to cost sacrifices, but without sacrifice there are no great works.” The Barnabites would send the learned Fr. Egidio Caspani and who would go on to become the first superior of the US province of the Barnabites. He was accompanied by Fr. Ernesto Cagnacci, who had to hide his priestly identity in Afghanistan and present himself as Fr. Caspani’s “study aide”, as only one official priest was permitted in the country. A chapel dedicated to Our Lady of Divine Providence was built on the premises of the Italian embassy, thus avoiding the diplomatic headaches of building a church on what was considered Muslim territory. Frs. Caspani and Cagnacci served the European community and traveled the land doing research, but did not engage in active missionary ministry. When these first two Barnabites left for the United States, they were replaced by Fr. Giovanni Bernasconi. Caspani would later publish the book “Afghanistan, crocevie dell'Asia“ (Afghanistan, crossroads of Asia), about his experience in the country.

In 1954, the Barnabites were joined by the Little Sisters of Jesus in Kabul, who were going to work as nurses at the government hospital for many decades. Another Catholic presence was that of Fr. Serge de Beaurecueil, O.P., who gave lectures on Islamic mysticism at the University of Kabul and took care of street children. He had to leave Afghanistan when the Soviets invaded in 1983. The first Taliban government would not permit any other Catholic religious than the Little Sisters to work in Afghanistan. The Barnabites had to recall Fr. Giuseppe Moretti, then the only priest in the country.

When the international coalition toppled the Taliban in 2001, a new chapter began for the Church in Afghanistan. Pope John Paul II asked Fr. Moretti to return, and the first Mass in nearly a decade was offered on 27 January 2002 by Fr. Ivan Lai, O.F.M. for ISAF soldiers and civilian personnel of foreign countries. On 16 May 2002, the Pope established a sui iuris mission led by the Barnabites. The number of religious increased moderately, and the Church opened a technical school in Herat. The case of Abdul Rahman, an Afghan man who converted to Catholicism in the 1990s and was sentenced to death for apostasy from Islam by the new Western-backed government in 2006, illustrates the great obstacles to genuine missionary work in the country. Western pressure finally led to his acquittal and exit from Afghanistan.

During the period of heightened Taliban insurgency, there was a ray of hope: On 13 October 2017, on the anniversary of the final apparitions of Our Lady in Fatima, Fr. Giovanni Scalese, the superior of the mission, consecrated the country to the Immaculate Heart of Mary.

The current situation

The second Taliban takeover foreseeably brought another end to the Catholic mission in Afghanistan. Fr. Scalese has expressed his desire to return to the country, but the increasingly fanatical stance of the Taliban government makes this prospect highly unlikely. In 2024, Pope Francis called on the international community for the “forgotten” people of Afghanistan as the country was affected by severe floods.

May Afghanistan not be forgotten in the prayers of the Church and her children, so that many a glorious page of Afghan Church history will still be written.

Sources:

Vatican News, “Pope's appeal for Afghanistan helps a 'forgotten' people”
https://www.vaticannews.va/en/church/news/2024-05/last-priest-to-have-been-in-afghanistan-pope-appeal-helps.html

Mill Hill Missionaries, “Part 5: Mission to South Asia”
https://millhillmissionaries.com/our-history/part-5-mission-to-south-asia/

 L’Osservatore Romano,“Non v’è opera grande senza sacrifici” https://www.osservatoreromano.va/it/news/2020-10/quo-248/non-v-e-opera-grande-senza-sacrifici.html

NSC Network, “The Pahlavi inscribed Processional Cross of Herat, Afghanistan  and the Pahlavi Crosses of South India: A Comparative Study of  Religio Cultural traditions  of  the Churches of India and Parthia”’
https://www.nasrani.net/cross-study-religio-cultural-traditions-churches-india-parthia/

Wikipedia, “Mission sui iuris of Afghanistan”
https://fr.wikipedia.org/wiki/Mission_sui_juris_d%27Afghanistan

Die Weltmission der katholischen Kirche, 1935 Nr. 3/4

 

 

Dienstag, 26. November 2024

A new missionary apostolate in the Muslim world


St. Nicholas Tavelic

In the past centuries, direct missionary efforts in the Islamic world have been few and far in between. Therefore, the establishment of the Tavelic Network is a ray of hope for this critically important region. The Tavelic Network (“TavNet”), named after the Franciscan martyr St. Nicholas Tavelic, was founded by Catholics from a Muslim background in order to support converts from Islam. As the new Catholics are not only often ostracized by their families, but also by the Catholic communities in their own countries, they need and deserve special pastoral attention. A network of faithful priests in good standing is currently supporting them spiritually.

This December, faithful and priests associated with TavNet will travel to North Africa, where the sacraments of Baptism and Confirmation will be administered and catechumens received during Advent and on Christmas. The group has many ambitious goals for the future, such as a sensible inculturation geared towards former Muslims. I have been in contact with the network’s initiator and can tell you that it is genuine. Please support this cause generously, especially with your prayers, the greatest missionary help. Thus you can make a contribution so that “the Sacred Heart of Jesus may live in the hearts of all men”, as St. Arnold Janssen prayed.

You can find the GoFundMe page here.


Samstag, 21. September 2024

Ein altes Gebet für die Bekehrung der Juden und Türken (d. h. Moslems)

 Dieses Gebet aus der Regierungszeit Leos XIII. ist nicht nur weiter höchst relevant, es enthält auch die interessante Bitte nach der Erscheinung der Mutter Gottes unter den Juden und Moslems. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Berichten von Muslimen, die sich bekehrten, da ihnen nach ihrer Aussage der Heiland oder die allerseligste Jungfrau war.

O geliebtes und liebevollstes Herz Jesu, wir bitten Dich mit Inbrunst, gieße doch über die Kirche und die ganze Welt jene Ströme lebendigen Wassers aus, die von Dir wie von einer unerschöpflichen Quelle ausgehen und hingeleiten zum ewigen Leben. O Jesus, Sohn Davids und des lebendigen Gottes, habe Erbarmen mit uns, jenen Kindern, für die Dein Herz durchbohrt wurde. Nimm doch nicht hinweg von uns das Geschenk des hochheiligen Glaubens, wie wir es wegen unserer Sündenschuld und Undankbarkeit verdienen. Verbirg Dich nicht vor unseren Augen, der Du ja das wahre Licht und unsere einzige Hoffnung bist.

Da die Finsternisse und Irrtümer immer undurchdringlicher werden, bleibe bei uns, o Herr, und erfülle uns mit jener Liebesglut, die Du auf die Erde zu bringen gekommen bist, und von der Du willst, dass sie in allen Menschenherzen entzündet werde.

O Jesus, auf dem Altare des Kreuzes für uns geopfert, ziehe uns hin zu Dir und mit uns auch die Juden und Türken, für die Du auch Dein Blut bis auf den letzten Tropfen vergossen hast. Ach, möge dieses Blut, das einstens von den Juden zum Fluch herabgerufen worden ist, in Segensströmen auf ihr Haupt herabkommen und sie retten. Dieses Blut, das von den Türken verachtet und verunehrt worden ist, möge für sie einen Ruf um Erbarmen emporsenden und sie reinigen. Komm zu Hilfe, o Herr, wir beschwören Dich, komm zu Hilfe den armen Kindern Israels und Ismaels, für die Du das schmerzvollste Leiden erdulden wolltest. Mögen die heiligen Wundmale an Deinen Händen, Füßen und an Deiner Seite, die Du als Preis der allumfassenden Erlösung noch lebendfrisch und geöffnet an Dir trägst, mögen sie zu ihren Gunsten reden. Mit ihren mächtigen Gnadenrufen mögen sich vereinigen jene, die da ausgehen vom herzen Deiner süßesten Mutter. Dieses Herz, das mit dem Schmerzensschwert durchbohrt und mit dem Deinigen am Fuße des Kreuzes gemartert wurde, opfern wir Dir auf für das Heil so vieler unglücklicher Seelen.

O süßes Herz Mariä, sage du Jesus, was wir weder wissen noch sagen können, und er wird dich erhören. Denn wenn ein Wunder nötig ist, um den Widerstand jener zu brechen, für die wir Dich anflehen, so bitten wir dich, o unbefleckte Jungfrau, darum bei jener Liebe, die du zu Jesus trägst. Ach ja, würdige dich, den Juden und Türken zu erscheinen, wie du auch dem Ratisbonne erschienen bist, und auf einen Wink deiner machtvollen Rechten werden auch sie, wie jener, sich plötzlich bekehren. Möchte doch bald der Tag kommen, an dem die hochheilige Dreifaltigkeit durch dich in allen Herzen herrsche, und alle im Geiste und in der Wahrheit lieben und anbeten Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes, der mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

(100 Tage Ablass einmal täglich, Leo XIII. 18. Dez. 1899 – Quelle: Hilf Seelen retten! von Pater Hermann Fischer SVD)


Sonntag, 10. März 2024

Missionarisches Seufzen beim heiligen Charles de Foucauld

 


Aus seiner Zeit im Trappistenkloster im syrischen Akbes, wo er auch die Christenverfolgungen durch Türken und Kurden aus nächster Nähe erleben musste, stammt dieser Satz des heiligen Charles de Foucauld, der sein missionarisches Herz offenbart:

„Man kann nicht unter diesen unglücklichen Moslems, Schismatikern und Häretikern leben, ohne nach dem Tag zu seufzen, an dem sie das Licht sehen.“

(Quelle: Association Clarifier)

Sonntag, 17. Dezember 2023

Der heilige Daniel Comboni über den Islam


 Der heilige Daniel Comboni erfuhr in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit im Sudan aus direkter Anschauung, welches Hindernis der Islam für die katholische Mission und sogar selbst für eine humane Gesellschaftsordnung darstellte:

„Sehr viel wird die europäische Zivilisation erreicht haben, wenn sie sagen kann, dass sie in den Muslimen den Sinn geweckt hat, eine Veränderung der auf dem Koran basierten Prinzipien anzustreben, denn der Koran verbietet jede Neuerung und höhere Ausbildung und gewährt dagegen jede Befriedigung der bösen Lüste und der tierischen Leidenschaften und gestattet seinen Anhängern die Anwendung äußerster Gewalt gegen Andersgläubige. Die menschliche Gesellschaft, wie wir sie uns im wahren Sinn des Wortes denken, verträgt sich nicht mit dem Koran, der wahre Fortschritt und die wahre Zivilisation und der Koran können nicht zusammen existieren. Das eine vernichtet das andere. Keine menschliche Kraft vermag also den Koran zu besiegen (...)“

An einer anderen Stelle schreibt er:

„Eine Wunderkraft, ein souveränes Licht, der Beistand der göttlichen Gnade sind unbedingt notwendig, um den Geist und die vom Islam entwürdigten Herzen zu gewinnen. Die menschlichen Mittel allein genügen nicht. Dieser Triumph wäre der katholischen Religion allein vorbehalten. Der Herr, der mit seiner Stimme die Zedern des Libanon fällt und die Säulen des Firmaments zum Erzittern bringt, könnte aus Liebe zu seiner Religion jenen Menschen das Licht bringen.“

(Quelle: Band II der Schriften des hl. Daniel Comboni)

Samstag, 8. April 2023

„Es werden mich selig preisen alle Geschlechter“: Unsere Liebe Frau von Afrika (Algerien)


Mit der französischen Eroberung des Küstengebiets von Algerien um die Mitte des 19. Jahrhunderts fand auch die katholische Kirche wieder Eingang in diese kirchengeschichtlich so bedeutsame Region, die unter anderem die Heimat des heiligen Augustinus von Hippo ist. Zunächst hatte sich die Kirche auf die Seelsorge der französischen Kolonisten konzentriert, entfaltete aber nach einiger Zeit eine Missionstätigkeit, die besonders unter dem Berberstamm der Kabylen einige Erfolge erzielte.

Bald nach Beginn der französischen Herrschaft zog es zahlreiche Europäer, vor allem aus Frankreich und dem Mittelmeerraum, nach Algerien. Zu ihnen gehörten auch die beiden eifrigen Lyoner Katholikinnen Margarita Bergesio, eine italienische Einwanderin, besser bekannt als Agarithe Berger, und Anne Cinquin, die dem Bischof von Algier, dem ebenfalls aus Lyon stammenden Louis-Antoine-Augustin Pavy, ihre Dienste als Haushälterinnen anboten.[1] Sie kümmerten sich um die Wäsche für die Krankenstation des Seminars von Algier. In einem Baum am bewaldeten Hang in der Nähe der bischöflichen Residenz stellten die beiden eine Marienstatue auf, um dort ihren Andachtsübungen nachzugehen. Bald kamen Christen aus der umliegenden Gegend als Pilger an den Ort, der wegen des Abhangs bald Notre Dame du Ravin genannt wurde. Die beiden frommen Damen baten in der Folge Msgr. Pavy, dort eine Kapelle zu bauen, doch dieser zögerte zunächst, bevor er sich am 8. Dezember 1854, dem Tag der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis, dafür entschied, ein Bauprojekt unter dem Namen Notre Dame d’Afrique zu beginnen.[2]

Kapelle Notre Dame du Ravin (Quelle: http://alger-roi.fr/Alger/notre_dame_afrique/pages_liees/13_d_chapelle_notre_dame_ravin_53.htm)

Im Jahr 1857 entstand zunächst eine provisorische kleine Kapelle, die heute noch besteht und den Namen Saint Joseph trägt. Die Statue, die der Bischof auswählte, war eine Bronzekopie der Virgo fidelis von Bouchardon. Diese hatte der erste Bischof von Algier, Msgr. Dupuch, im Jahr 1840 für seine Kathedrale von Gläubigen in Lyon als Geschenk erhalten; da die Kathedrale noch nicht fertig war, fand die Statue den Weg ins Trappistenkloster in Staouëli in der Nähe der Hauptstadt und wurde von Msgr. Pavy schließlich zurückgeholt. Am 2. Februar 1858 wurde der Grundstein der heutigen Basilika auf einer Anhöhe im Viertel Saint-Eugène[3] gelegt. Architekt war Jean-Eugène Fromageau, der auch für andere Kirchenbauten in der Diözese Algier verantwortlich zeichnete. 

Msgr. Pavy, Bischof von Algier und Bauherr der Wallfahrtskirche

Zur Förderung des Bauprojekts scheute sich der Bischof nicht, selbst den Wanderstab in die Hand zu nehmen und in Frankreich für das neue Marienheiligtum in Nordafrika zu werben und Spenden zu sammeln. Zu einem Missionar sagte Bischof Pavy im Jahr 1858: „Was man der Mutter darbringt, wird der Sohn hundertfach vergelten.“[4] Er veröffentlichte auch ein umfangreiches Rundschreiben an die gesamte katholische Welt zur Unterstützung dieses Werkes, in dem er die wechselreiche Geschichte des Christentums in Nordafrika und die Verehrung Marias in diesen Gegenden beleuchtete. Besonders rief er zum beharrlichen Gebet für die Bekehrung der Muslime auf. Er versprach eine Zukunft, in der die Anhänger des Islams Maria nicht nur als Mutter eines großen Propheten anerkennen würden, sondern diese ihnen die Augen über die Gottheit ihres Sohnes öffnen würde. Dies sei die einzige Rache, die sich der Bischof für die jahrhundertelange Versklavung und Verfolgung wünsche, die durch den Hass gegen das Christentum von der nordafrikanischen Küste ausgegangen seien. Msgr. Pavy starb im Jahr 1866, sodass sein Nachfolger, Msgr. Charles Martial Lavigerie, der spätere Erzbischof, Kardinal und Gründer der Missionäre von Afrika (besser bekannt als „Weiße Väter“) das Werk fertigstellen musste.[5] Die Basilika wurde schließlich am Fest Mariä Lichtmess 1872 von Msgr. Lavigerie eingeweiht; am 4. Mai 1873 erfolgte im Rahmen des ersten Provinzialkonzils, das in über einem Jahrtausend in Nordafrika abgehalten wurde, die Übertragung der Statue aus der provisorischen Kapelle in die Basilika. Teilnehmer an den Feierlichkeiten waren alle Bischöfe Algeriens sowie die Äbte der Trappistenklöster Aiguebelle und Staouëli und zahlreiche Vertreter des Welt- und Ordensklerus von Algier.

(Quelle: Rabanus Flavus)

Die Kirche ist äußerlich im neobyzantinischen Stil gehalten und erinnert mit ihrer Kuppel- und Turmform an die Kirche Sacré-Cœur de Montmartre in Paris. Auch das Innere ist orientalisch geprägt, wobei sich blaue Ornamente von der weißen Grundfarbe abheben. Die dunkle Mutter-Gottes-Statue in ihrem blauen Mantel befand sich früher unter einem eigenen Baldachin auf dem Hochaltar direkt über dem Tabernakel. Heute steht nur noch eine Art Podest, auf dem sich die Statue befindet und in dem auch der Tabernakel untergebracht ist. Der Baldachin wurde entfernt. In der Apsis hinter der Statue befindet sich die Inschrift „Notre-Dame-d’Afrique, priez pour nous et pour les musulmans“ (unsere Liebe Frau von Afrika, bitte für uns und für die Moslems). Im Jahr 1876 erfolgte die kanonische Krönung der Marienstatue Unserer Lieben Frau von Afrika und die Erhebung der Kirche zur Basilica minor. Damit wollte Papst Pius IX. nicht nur die neue Wallfahrtskirche ehren, sondern auch der glorreichen Geschichte der nordafrikanischen Kirche mit ihren zahlreichen Heiligen, Kirchenvätern und Märtyrern seinen Tribut zollen. Heute zeugen die zahlreichen ex-Voto-Tafeln, die die Wände der Kirche übersäen, von der großen Verehrung, die neben der Bevölkerung Algiers besonders die Missionäre des afrikanischen Kontinents Unserer Lieben Frau von Afrika entgegenbrachten. Neben den steinernen Dankesgaben der Weißen Väter und Weißen Schwestern finden sich auch acht Tafeln, die der heilige Charles de Foucauld im Zeitraum von 1901 bis 1910 mit der Inschrift „Iesus Caritas“ und einem Herz-Jesu-Symbol dort hinterließ.

Ex Votos des heiligen Charles de Foucauld (Quelle: https://notre-dame-afrique.org/nos-jours/)

Mit der weltlichen Herrschaft Frankreichs hielten bedauerlicherweise auch die Irrtümer der französischen Revolution Einzug in Algerien; Priestern und Bischöfen wurde es unter Androhung von Strafen verboten, sich der Bekehrung der Moslems und Juden in der neuen Kolonie zu widmen. Der Jesuitenpater Ducat, der in Ben Aknoun bei Algier ein Waisenhaus betrieb, empfand den Umstand, dass so wenig zur Bekehrung der muslimischen Bevölkerung getan wurde, als sehr schmerzhaft. Es wurde zwar hier und da für die Bekehrung der Anhänger Mohammeds gebetet, dies geschah nach seinem Urteil aber längst nicht überall und nicht beharrlich genug. Er gründete eine Gebetsgemeinschaft, deren Zweck es war, „durch das Gebet den reichsten Segen vom Himmel auf die Eingeborenen herabzuziehen“ und berichtete bei einem Rombesuch dem Heiligen Vater Pius IX. von seinem Vorhaben. Der Papst war ebenfalls der Meinung, dass gegen den Islam ein „Kreuzzug des Gebets“ nötig sein würde. Auch Msgr. Pavy stimmte den Zielen der Gebetsgemeinschaft zu und errichtete sie im Jahr 1858 als Erzkonfraternität, die auch Mitglieder aus anderen Diözesen aufnahm. Zentrum der Konfraternität war nach den Konstitutionen zunächst die provisorische Kapelle. Alle Mitglieder sollten täglich ein Pater noster, ein Ave und ein Gloria patri mit der Anrufung „Unbeflecktes Herz Mariens, bitte für uns für die armen Ungläubigen!“ beten. Jeden Samstag wurde das Messopfer auf dem Altar Unserer Lieben Frau von Afrika für die Intention der Erzkonfraternität gefeiert; das Hauptfest war der 22. August, das Fest des Unbefleckten Herzens Mariens. Für die Mitglieder in den einzelnen Diözesen sollte jeweils ein Priester die Korrespondenz mit der Leitung der Erzkonfraternität übernehmen und die Mitgliedernamen an diese übermitteln. Die Konfraternität hatte bald mehrere zehntausend Mitglieder in ganz Frankreich. Später kamen Mitglieder aus Deutschland, der Schweiz und selbst aus den Missionen in Thailand hinzu. Besondere Förderung erhielt die Konfraternität auch durch die Weißen Väter, die 1868 von Msgr. Lavigerie in Algier gegründet worden waren und sich unter den besonderen Schutz Unserer Lieben Frau von Afrika gestellt hatten.

 Im frühen 20. Jahrhundert geriet die Konfraternität zusehends in Verfall, da die Priester Frankreichs durch die kirchenfeindlichen Gesetze von 1905 in ihrer Tätigkeit behindert wurden. Zudem überließen die Weißen Väter die Seelsorge in Algier dem Weltklerus und konzentrierten sich vor allem auf ihre Missionen an den Afrikanischen Großen Seen. Am 6. Januar 1923 errichtete Msgr. Augustin-Fernand Leynaud, Erzbischof von Algier, die Gebetsgemeinschaft neu und machte in dem dazugehörigen Hirtenbrief darauf aufmerksam, wie stark der Zug der muslimischen Bevölkerung zu Unserer Lieben Frau von Afrika war. Viele Moslems kamen und kommen noch heute in die Basilika, um zu Meriem zu beten. Er wies noch einmal darauf hin, dass die Bekehrung der muslimischen Welt mit eifrigerem und beharrlichem Gebet beschleunigt werden kann. Die Konstitutionen wurden geringfügig verändert: die Anrufung lautete nun „Unsere Liebe Frau von Afrika, bitte für uns und für die Moslems und die anderen Ungläubigen in Afrika“, während das Hauptfest auf Epiphanie gelegt wurde.

Wie viele andere Wallfahrtsorte auch haben zahlreiche Gläubige bei Unserer Lieben Frau von Afrika die Erhörung ihrer Gebete und sogar wunderbare Heilungen erfahren. So trägt sie auch den Beinamen der „Trösterin der Betrübten“. Ebenso verehrten die Seefahrer Algiers sie in einer eigenen Bruderschaft.[6]

Eine besondere Pilgergruppe brachte im Jahr 1914 Unserer Lieben Frau ihre Verehrung dar. Eine Gesandtschaft der katholischen Häupter Ugandas unter Führung ihrer Missionare, der Weißen Väter, dankte Maria für die Gnaden, die ihr Volk besonders in den vorangegangenen Jahren erhalten hatte:

„Am 19. Februar 1914 sah die Kirche U.L. Frau von Afrika bei Algier eine seltene Feier: vier der vornehmsten Baganda weihten im Namen ihrer 200.000 katholischen Landesbrüder ihr Vaterland der Mutter Gottes.

Diese Wallfahrtskirche ist mit der Geschichte der Weißen Väter und der Ugandamission innig verknüpft: hier wurde der erste Priester der jungen Gesellschaft geweiht, von hier aus sandte Kardinal Lavigerie 1878 die erste Karawane seiner Missionäre ins Herz des schwarzen Erdteils, nach Uganda.

Der Sturm einer blutigen Christenverfolgung ist seitdem über die junge Saat dahingebraust und hat Uganda und der ganzen Kirche 22 Negermärtyrer geschenkt. Und das Blut dieser Märtyrer ist der Same neuer Christen geworden: aus den 4000 Katholiken Ugandas zu Beginn der Verfolgung (1886) sind über 220.000 geworden.

Die frohen Ereignisse der letzten Jahre, die Einleitung des Seligsprechungsprozesses der Bagandamärtyrer und die Weihe der ersten Bagandapriester haben den Katholiken die Größe ihrer Dankesschuld gegen Maria wieder klar vor Augen gestellt und sie gedrängt, aus den Edelsten ihres Volkes vier Gesandte zu wählen, die der Königin Afrikas in ihrem Heiligtum den Dank des ganzen Volkes abstatten sollten. 

Zugleich sollten sie das Mutterhaus der Weißen Väter, Maison Carée, aufsuchen, von dem so viel Segen über Uganda ausgegangen, ihren erkrankten Oberhirten, Bischof Streicher, dort begrüßen und dann als Vertreter des Volkes zum Grabe des Erlösers nach Jerusalem, zum Heiligen Vater in Rom und nach Lourdes wallfahren.

Die Erwählten waren Stanislaus Mugwanja, der bekannte Justizminister des Königreichs Uganda, Alexis Pokino, Statthalter der Provinz Buddu, und der Prinz Joseph Mosonge Wulugembe, Enkel des Königs Mtesa und Vetter des jetzigen Königs. Außerdem hatte Stanislaus aus der Schar seiner 17 Kinder seinen Sohn Benedikt an der Reise teilnehmen lassen.

Am Morgen des 19. Februar wurden die vier Baganda in feierlichem Zuge in die Basilika geleitet, wo sich die Weißen Väter und Schwestern aus dem Mutterhause und dem Noviziat, der Ordens- und Weltklerus und die Katholiken von Algier und Umgebung zur Feier versammelt hatten. Nach dem Pontifikalamt, das Bischof Streicher von Uganda unter Assistenz des Bischofs Livinhac, des Generaloberen der Weißen Väter, zelebrierte, las Stanislaus Mugwanja mit fester Stimme die feierliche Weihe vor: 

‚O heiligste Jungfrau Maria, unsere Mutter, schaue auf uns Kinder Ugandas, die wir hier vor dir knien. 

Wir sind gekommen, um dir in unserem Namen und in dem aller katholischen Baganda Dank zu sagen für die wunderbare Ausbreitung, welche unsere heilige Religion in unserem Land genommen hat. 

Wir danken dir auch für die große Anzahl seeleneifriger Priester, die du zu uns gesandt hast, damit sie uns in den Wahrheiten des Glaubens unterrichten. Wir weihen dir unser Land und unterstellen es deiner Obhut. 

Nimm unsere Weihe huldvoll an und erwirke allen jenen, die unseren heiligen Glauben bereits angenommen haben, die Gnade, ihm treu zu bleiben, jenen unserer Landsleute aber, die dich noch nicht kennen, sowie die Völker rings umher, das unschätzbare Glück, katholisch zu werden und so dahin gelangen, in Wahrheit Jesus, unseren Herrn und Seligmacher, kennen und lieben zu lernen. 

Stanislaus Mugwanja, Alexis Pokino, Josefu Wulugembe.‘

‚Wiewohl wir die Worte nicht verstanden‘, schreibt ein Augenzeuge, ‚hörten wir doch aus seinem Vortrag die tiefe Ergriffenheit heraus.‘

Die schönste Freude bot dieser Tag dem greisen Generalobern der Weißen Väter[7], der als einer der ersten die frohe Botschaft in Uganda verkündet und als Oberhirte der Kirche Ugandas die blutige Verfolgung in ihrer ganzen Bitterkeit verkostet hatte.“

Wie bereits in den frühesten Tagen des Wallfahrtsortes, als sich Muslime den Prozessionen zu Notre-Dame du Ravin anschlossen, so ist die Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika auch heute, über 60 Jahre nach Ende der französischen Herrschaft über Algerien und dem fast vollständigen Exodus der christlichen Bevölkerung, eine Stätte, an dem viele Anhänger des Islams sich den Segen von „Meriem“ erbitten. Möge Msgr. Pavys Wunsch in Erfüllung gehen und die Mutter Gottes ihnen die Erkenntnis von der Göttlichkeit ihres Sohnes Jesus Christus vermitteln.



[1] Msgr. Pavy lernte die beiden tugendhaften Frauen, die sich gemeinsam Werken der Nächstenliebe widmeten, als Vikar der Lyoner Pfarrei Saint-Bonaventure kennen.
[2] https://lesfrancais.press/algerie-la-basilique-de-notre-dame-dafrique-a-fete-ses-150-ans/
[3] Heute Bologhine genannt.
[4] Bilhard, A.: Pèlerinage de Notre-Dame d’Afrique à Alger. impr. de Lamarque et Rives, Toulouse 1858
[5] Msgr. Pavys Leichnam wurde auf seinen Wunsch nach der Fertigstellung der Basilika dorthin übertragen und vor dem Hochaltar bestattet.
[6] Lavigerie, Charles:  Notice sur le pèlerinage de Notre-Dame d'Afrique à Alger (2e éd. revue, corrigée et augmentée). Algier 1924
[7] Msgr. Léon Livinhac, erster Apostolischer Vikar von Victoria-Nyanza.

Montag, 7. November 2022

Eine neue selige Missionärin: Maria Carola Cecchin


Fiorina Cecchin wurde 1877 in Cittadella bei Padua geboren. Aufgrund ihrer schwächlichen Gesundheit wurde ihr zunächst die Zulassung zum Ordensleben verweigert, bevor sie von den Cottolengo-Schwestern in Treviso aufgenommen wurde. Ihr Wunsch, in die Mission zu gehen, erfüllte sich, als sie 1905 nach Kenia entsandt wurde. In 20 mühevollen Jahren in der Mission, die nicht zuletzt geprägt waren durch den Ersten Weltkrieg, der auch Ostafrika heimsuchte, zeigte sie großen Eifer für die Verbreitung des Glaubens, insbesondere durch die Katechese von Kindern, sowie große Nächstenliebe in ihrer Pflege der zahlreichen Kranken, denen sie einen bedeutenden Teil ihrer Zeit widmete.

Nach dem Krieg wurde sie zur Regionaloberin ernannt, erkrankte aber bald an Enterokolitis. Ihre letzten Jahre waren überschattet von den Spannungen zwischen den Cottolengo- und den Consolata-Schwestern in Fragen der Missionsmethode. Ihre Schwestern wurden schließlich nach Italien zurückgerufen. Die Selige starb am 13. November 1925 auf See irgendwo zwischen Ägypten und Saudi-Arabien. In Seiner unendlichen Weisheit wollte Gott nicht, dass ihre Überreste öffentlich verehrt werden. Stattdessen birgt sie nun das Rote Meer, das umgeben ist von vielen Missionsländern und nicht zuletzt von den heiligen Stätten des Islams im für die katholische Kirche bislang unzugänglichen Wahabiten-Königreich.

Als vor knapp einem Jahrzehnt ein Kind in der Diözese Meru in Kenia, dem Ort der apostolischen Arbeit der seligen Maria Carola, tot geboren wurde, betete eine der Schwestern, die sich um die Mutter kümmerten, zu Schwester Maria Carola – nach 30 Minuten war ein Herzschlag zu vernehmen. Heute ist das Baby ein gesunder 9-jähriger Junge. Die selige Maria Carola wurde am Samstag, den 5. November, in Meru von Kardinal Antoine Kambanda selig gesprochen. Ihr Festtag ist der 13. November, ihr Todestag.

Samstag, 23. Oktober 2021

„Allen alles werden“ – der Großstadtapostel von Buenos Aires

 

Jesuitenkirche San Ignacio in Buenos Aires

Einst wirkte in der Heimatstadt des Papstes ein deutscher Jesuit, der unter dem paulinischen Motto „allen alles werden“ ein wahrer Großstadtapostel wurde. Der heiligmäßige Rheinländer P. Johannes Auweiler wirkte zunächst in der Gegend um Santa Fe im Nordosten Argentiniens bei den deutschen und Schweizer Immigranten und konnte auch von Missionserfolgen unter den Ureinwohnern berichten, bevor er 1878 nach Buenos Aires versetzt wurde. In der Weltstadt am Rio de la Plata kam es ihm zugute, dass er 12 Sprachen beherrschte – darunter auch Arabisch. Er wirkte dabei nicht nur unter den Katholiken, die zum Teil jahrzehntelang ihre religiösen Pflichten nicht erfüllt hatten, sondern ging auch einer echten Missionstätigkeit nach. Hier sein eigener Bericht:

„Meine Beschäftigung im Allgemeinen waren die eines Seelsorgers. Da ich schon früher die traurige Erfahrung gemacht hatte, dass gar viele Fremde in dieser großen Weltstadt ohne den Trost der heiligen Sakramente sterben, weil es an sprachkundigen Geistlichen fehlt, so widmete ich alle freie Zeit dem Sprachstudium und erlernte nach und nach die in hiesigen Hospitälern am meisten angewandten Sprachen. Auf diese Weise war es möglich, im Verlauf dieser Jahre etwa 1400 Konversionen zustande zu bringen – annähernd 550 Indianer, Muselmänner und etwa 850 Häretiker und Schismatiker verschiedener Nationalitäten. Die hochwürdigsten Bischöfe unterstützten mich in dieser Absicht allzeit mit den weitesten Vollmachten, und da sie später bemerkten, dass die neu eingeführte Zivilehe unermesslichen Schaden unter den Katholiken anrichtete, so boten sie auch in dieser Beziehung alle Vollmachten an, um die Familien mit Gott und der Kirche zu versöhnen, so dass Tausende sich aus dem Verderben gerettet haben.“

P. Auweiler starb am 17. Juli 1911 im Rufe der Heiligkeit, beweint von ganz Buenos Aires.


(Quelle: Jesuitenkalender für das Jahr 1926)

Samstag, 30. Januar 2021

Der selige Charles de Foucauld über die missionarische Pflicht Frankreichs

 


„Es ist eine große Gnade Gottes für Frankreich, dass Er diesem Land 50 Millionen Ungläubige als Untertanen gegeben hat, kleine Kinder, die es zu erziehen, zu evangelisieren, zum Himmel zu führen gilt: Welche Gnaden wird Frankreich erhalten, wenn es die Aufgabe erfüllt, diese 50 Millionen Seelen zu retten, die zu einem so großen Preis erkauft wurden, für die Christus gestorben ist! Welche Strafe wird es erhalten, wenn es aus schuldbarer Nachlässigkeit, Indifferenz und Egoismus diese so schwere Pflicht nicht erfüllt, die ganz besonders von ihm gefordert wird.“

 (Quelle: Sedes Sapientiæ, Nr. 154)

Samstag, 21. Juli 2018

Was sich zwei kleine Algerier von Pius IX. wünschen




Zwei kleine Araber begleiten den hochwürdigsten Erzbischof von Algier [Kardinal Lavigerie] nach Rom, wo sie dem Heiligen Vater vorgestellt wurden. Die beiden Knaben, Abdel Kader ben Mohammed und Hamed ben Aicha, wurden vom Heiligen Vater freundlichst nach ihrem Namen gefragt.

„Kennt ihr auch die christliche Religion?“ forschte der Heilige Vater weiter. „Ja, o ja“, sagte Hamed ben Aicha mit freudiger Begeisterung. – „Nun, das ist schön, sicher kennt ihr auch schon den Katechismus, und da hörte ich gern von euch die zehn Gebote.“ Ohne Fehler wurden sie von den Knaben hergesagt, aber die Furcht lähmte ihre Stimme, sie trugen sie kaum hörbar vor. Papst Pius neigte sein Ohr fast bis zum Munde der Knaben und sagte lächelnd: „Seht, liebe Kinder, ich fange an, alt zu werden, und höre nicht mehr gut.“ Er stellte noch verschiedene Fragen, die zu seiner vollen Zufriedenheit beantwortet wurden.

„Heiliger Vater“, bat jetzt der Älteste mit flehentlicher Stimme, „wir verlangen nur eine Gnade, die heilige Taufe. Der Erzbischof will sie uns noch nicht geben.“ – „In der Tat, Heiliger Vater,“ sagte der Erzbischof, „ich halte es für gut, meine Kinder bis zu den Jahren der Unterscheidung zu prüfen. Aber diese zwei sind wohl vorbereitet, auch haben sie keine Eltern mehr, die sie zurückfordern könnten.“ – „wisst ihr auch“, prüfte der Heilige Vater die Kinder weiter, „was die heilige Taufe ist und welche Verpflichtungen sie auflegt?“ Die Kinder blieben keine Frage schuldig. „Aber“, fügte der Papst nachdenklich hinzu, „wenn ihr nach Afrika zurückkehrt, werden euch die Araber vielleicht verfolgen, weil ihr Christen seid.“ – „O Heiliger Vater,“ rief der Ältere, „wenn man uns auch den Kopf abschlägt, das macht nichts, dann gehen wir geradewegs in den Himmel.“ – Segnend legte Papst Pius seine Hände auf das Haupt der Kinder und sprach zum Erzbischof: „Lassen Sie die Kinder in Rom taufen, es ist eine schöne Erinnerung für sie.“ Mit schönen Bildern beschenkt, verließen die Kleinen den Heiligen Vater. Ein Kardinal spendete ihnen die heilige Taufe.

(Aus: Beispielsammlung aus der Heidenmission für den christlichen Unterricht. Herausgegeben von P. Hermann Fischer SVD)


Dienstag, 19. Dezember 2017

Aktuell: Junge Konvertiten aus dem Islam organisieren Rorate-Messe in Izmir

Eine schöne Nachricht aus der Türkei bei Rorate Caeli: Eine Gruppe junger türkischer Katholiken, die alle aus dem Islam konvertiert sind, haben es nach dreijährigem Gebet und wiederholten Anfragen erreicht, dass wenigstens freitags in der Erzdiözese Izmir eine Messe nach dem Missale von 1962 zelebriert wird. Am letzten Freitag konnten sie ihre erste Rorate-Messe feiern.

Hier der ganze Artikel.

Zufälligerweise bin ich gestern mit einem der Konvertiten in Kontakt getreten, ohne zu ahnen, dass seine Gruppe heute auf einem der größten katholischen Blogs erwähnt werden würde.

Beten wir beharrlich für die Bekehrung der Moslems – Gott will es!

Freitag, 14. Oktober 2016

Die franziskanischen Märtyrer von Ägypten

Der heilige Franziskus beim Sultan: die Feuerprobe mit den Imamen.

Seit der heilige Franziskus von Assisi selber in Damiette gelandet, um dem alten Pharaonenland die christliche Wahrheit wiederzubringen, haben seine Söhne dieses Land und den ganzen Orient als ihr besonderes Arbeitsfeld angesehen. Einst die Wiege vieler Heiliger, war Ägypten der Tummelplatz der Irrlehrer und der Mohammedaner geworden.

[…] Der oft entsetzlichen Grausamkeit und dem Hass der Irrgläubigen und der Mohammedaner setzten die Söhne des Armen von Assisi christliche Geduld und heldenmütigen Opferwillen entgegen.
Eine lange Reihe von Martyrern hat der Franziskusorden für jene Gegenden hingegeben. Gerade Kairo hat das Blut einer großen Anzahl von Martyrern getrunken. Der selige Livinus wurde dort zu Tode gequält im Jahre 1345; der selige Johannes von Montepulciano wurde ermordet im Jahre 1349; die seligen Johannes von Montecorvino und Franziskus von Lavaro wurden getötet im Jahre 1358; auf dem Hauptplatz von Kairo wurde im Jahre 1373 der selige Johannes Oteo gekreuzigt.

Die Reihe der Martyrer setzt sich fort bis herunter zu Franziskus Clement, der 1704 dem Hass der Mohammedaner zum Opfer fiel.

(Aus: Seraphisches Weltapostolat des hl. Franz von Assisi, 1929)

Dienstag, 30. August 2016

Pater Robert Streit über den Islam

Mohammed und Gefährten setzen den Schwarzen Stein in die Kabbah ein.

Für das Buch, in dem diese Zeilen stehen, erhielt P. Robert Streit O.M.I. von Papst Pius XI. die goldene Jahresmedaille.

„Der Mohammedanismus ist kein Heidentum und will es auch nicht sein. Er verabscheut aufs Tiefste den Götzendienst und betont mit Nachdruck seinen Glauben an den einen, wahren Gott, aber seine Irrtümer sind zahlreich und folgenschwer, und der größten einer ist der, dass er den nicht kennt und kennen will, den Gott in diese Welt gesandt hat, Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn. „Das aber ist das Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, erkennen, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus“ (Joh. 17,3)


(Aus: P. Robert Streit O.M.I.: Die Weltmission der katholischen Kirche. Zahlen und Zeichen auf Grund der Vatikan. Missionsaausstellung 1925, Verlag der Oblaten, Hünfeld, 1928)