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Samstag, 4. November 2023

„Pater Claver“ – der Diener Gottes Nicolau Rodrigues Campo S.J.

 

Pater Nicolau Rodrigues Campo S.J.
(Quelle: Covilhã - Subsídios para a sua História

Neulich stieß ich auf die Lebensbeschreibung des heiligmäßigen und doch wenig bekannten Jesuitenmissionars Nicolau Rodrigues Campo, der sowohl in Westafrika als auch in Cartagena in Kolumbien, dem Wirkungsort des hl. Petrus Claver, missionarisch tätig war. In seiner Nachahmung des großen Jesuitenmissionars Claver brachte er es soweit, dass man ihn gemeinhin „Pater Claver“ nannte. Hier der Text aus dem Artikel von P. Kneller S.J.:

Ganz und gar kein Gelehrter war ein anderer der obigen Liste, Nicolaus Rodriguez . Gott will freilich, daß man in der Arbeit für die Seelen auch die natürlichen Mittel anwendet, er pflegt aber mitunter sehr deutlich zu zeigen, daß schließlich der Erfolg von der Beseelung des Natürlichen durch das Übernatürliche abhängt, und zwar zeigt er das dadurch, daß er den Mangel natürlicher Gaben überreich durch übernatürliche ersetzt. Beispiel dafür sind etwa Joseph von Cupertino und der Pfarrer von Ars. Ein weiteres ist auch Nicolaus Rodriguez. 

Als nach seinem Eintritt in den Orden die Zeit herannahte, durch die Gelübde sich zu binden, soll der Provinzial angeordnet haben, ihn wegen seiner schwachen Begabung nicht zuzulassen, der Brief ging aber verloren, und so legte er seine Gelübde ab. Der Provinzial schien aber richtig geurteilt zu haben; schon nach dem ersten Jahre seiner philosophischen Studien bedeutete man ihm, es sei unnütz, diesem Wissenszweig noch längere Zeit zu widmen, er war im Examen glänzend durchgefallen. Aber nun zeigte sich, daß Metall, und edles Metall, in dem Mann steckte. Er verzweifelte nicht, sondern sagte sich: Will Gott mich nicht zum Gelehrten, so doch zum Heiligen. Schon in seiner Jugend hatte das Verlangen nach Heiligkeit ihn mächtig ergriffen, das Verlangen nach dem Martyrium, das ihn sein ganzes Leben nicht verließ, erfaßte ihn schon damals, und als er einmal nach einer Zeit des Leichtsinns sich wieder zurechtfand, entfloh er als Siebzehnjähriger vom Vaterhaus, um Einsiedler zu werden. Seinem Streben versagte Gott nicht den Erfolg, nach allgemeinem Urteil gelangte er zu einem sehr hohen Grad von Heiligkeit. Er bedurfte ihrer im späteren Leben. Nach zweijährigen Bemühungen um die nötigen theologischen Kenntnisse und dem zweiten Noviziat arbeitete er auf der afrikanischen Insel Fernando Poo. In dem mörderischen Klima hielt er acht Jahre aus, bis die Mission aufgegeben wurde. Dann war er zu Covilhao in Portugal 25 Jahre lang tätig; von dem Ansehen, das ihm seine Heiligkeit verschafft hatte, zeugt die Tatsache, daß er einen Volksauflauf, den der Bischof und die bürgerlichen Behörden nicht beruhigen konnten, durch wenige ganz einfache Worte beilegte. 

Die Sehnsucht nach den Missionen ließ ihm aber keine Ruhe. Immer wieder bat er die Obern, ihn in die Übersee zu schicken. An Gründen, den Bitten nicht zu willfahren, fehlte es nicht. Er war schon über 60 Jahre alt, die Strenge seines Lebens hatte die Gesundheit untergraben, er trug schon von seiner Wirksamkeit auf Fernando Poo her eine große Wunde an der Hüfte. Er ließ indes mit Bitten nicht nach, bis man ihn 1896 in die Stadt des hl. Petrus Claver, nach Cartagena in Columbien, sandte. Unter der glühenden Sonne dort und in der schwierigen Mission am Magdalenenfluß nahm er unglaubliche Mühen mit unglaublich großem Erfolg auf sich. Unermüdlich durchwanderte er trotz seines Greisenalters die Städte, Dörfer und Hütten. Man nannte ihn nur den „Pater Claver“, und er war in der Tat ein vollkommener Nachahmer von Clavers Nächstenliebe und beständiger Abtötung. Die vielen Wanderungen in der Sonnenhitze hatten nun zur Folge, daß seine Wunde wieder aufbrach. Aufs Krankenlager hingeworfen, meinte er, wenigstens jetzt sie dem Arzt zeigen zu müssen, der ganz erschrocken über den Anblick äußerte, nur ein Heiliger habe mit einer solchen Wunde solche Arbeiten auf sich nehmen können. Der Kranke sollte sich nicht wieder erheben. Am Fest seines Vorbildes Peter Claver, am 9. September 1900, ging der Unermüdliche in die ewige Ruhe ein. Der Bischof selbst stand ihm im Tode bei und hielt ihm nach einem feierlichen Begräbnis die Lobrede.

(Aus: C.A. Kneller: Zur Geschichte der Heiligkeit in neuester Zeit. Zeitschrift für Aszese und Mystik, Heft 11/1936)


Sonntag, 9. Mai 2021

Apostel im Feuerbart – Msgr. Joseph Ignatius Shanahan CSSp, Apostolischer Vikar von Südnigeria

Der Diener Gottes Joseph Ignatius Shanahan. Sein Seligsprechungsprozess wurde 1997 eröffnet. Bild quelle spiritanroma.org


Wegen seines ungesunden Klimas hieß Nigerien in der Kolonialzeit nur „des weißen Mannes Grab“. Kein anderer Weißer hat aber dort ein so ehrenvolles Grab erhalten wie der irische Missionsbischof Shanahan CSSp. Vom fernen Nairobi in Ostafrika, wo er 1943 im Rufe der Heiligkeit starb, holten voriges Jahr seine treuen Ibos die sterblichen Überreste ihres Apostels in die Heimat seines Herzens.


Zuerst als einfacher Missionar und dann als Bischof hat er 30 Jahre unter seinen Schwarzen gewirkt. Landauf, landab waren sein flatterndes weißes Gewand und sein flammend-roter Bart bekannt. Als er im Jahre 1920 Bischof wurde, hatte er schon 721 Schulen und Kapellen gegründet, an die 1000 Lehrer herangebildet für 40 000 Kinder. Feuer im Sturm waren sein Missionseifer und sein kühnes Bahnbrechen, wenn er sich neuen Missionsmethoden zuwandte. Er brach mit der Überlieferung der Stationen an den Flussläufen, wo der Missionar nur Sklaven loskaufte und für Kranke und Verlassene sorgte. Er zog in die Wildnis von Stamm zu Stamm, wo man noch keine Weißen gesehen hatte. Er suchte und fand das Gute in diesen einfachen Menschen. Nie griff er direkt ihre Religion, ihre heidnischen Bräuche und Riten an. Er fürchtete, er werde ihnen dadurch den tiefreligiösen Sinn entreißen. Er suchte aufzubauen auf ihrem Eigentum: dem Glauben an die andere Welt, an den Großen Geist im Himmel und den tiefen Sinn jedes Opfers. Als er 1932 krank das Land verlassen musste, konnte er auf 110 000 Getaufte und über 1000 Kirchlein zurückschauen. Es ist wohl seinem Geiste hauptsächlich zu danken, wenn heute die Kirche unter den Ibos so fest verwurzelt ist.

(Aus: die katholischen Missionen, 1957)

Sonntag, 10. Juli 2016

Bücher über die Pallottinermission in Kamerun



Ich habe neulich drei Bücher (zwei gehören zusammen) über die Pallottinermission in Kamerun gekauft. Zwei Werke (Band 1.1 und Band 2.2) stehen unter dem Titel „Die Jugend ist unsere Zukunft“. Es handelt sich bei Band 1.1. um die bislang nie veröffentlichten Aufzeichnungen des Apostolischen Vikars von Kamerun, des Dieners Gottes Msgr. Heinrich Vieter SAC, die mit vielen Bildern ergänzt wurden.

Ich habe das Buch bis jetzt noch nicht gelesen, es scheint aber nach kurzem Durchblättern ein höchst vielversprechendes Werk zu sein. Band 1.2. bringt sehr reichhaltige Anmerkungen sowie eine äußerst ausführliche Tabelle über Vieters missionarischen Werdegang. Ursprünglich sollten die Aufzeichnungen bereits in den 1950er Jahren veröffentlicht werden, es kam aber nie dazu. Im Jahr 2011 ist dieses Buch schließlich im Pallotti-Verlag unter Bearbeitung von P. Norbert Hannappel SAC erschienen.

Das andere Buch ist, wie man sehen kann, ein antiquarisches Stück, aus der Feder von Msgr. Franziskus Hennemann SAC, dem Nachfolger Vieters als Apostolischer Vikar von Kamerun. Wie Vieter stammte er aus Westfalen. Nachdem Kamerun durch den Ersten Weltkrieg für die deutschen Pallottiner verloren ging, wurde er 1922 von Pius XI. nach Südafrika geschickt und wurde schließlich Apostolischer Vikar von Kapstadt, wo er Stellung gegen die Apartheidpolitik bezog, die er als „schädlich, unchristlich und zerstörerisch“ bezeichnete.


Das Buch ist auch vom kolonialhistorischen Standpunkt interessant und ist ebenfalls reich bebildert. Einige Exemplare sind wohl noch in Antiquariaten zu erhalten.

„Die Jugend ist unsere Zukunft“ gibt es beim Pallotti-Verlag oder auch bei Amazon. Hier muss man darauf achten, dass man nicht (wie ich) versehentlich den günstigeren Band 1.2. kauft, der nur die Anmerkungen und den Lebenslauf von Vieter enthält, sondern beide Bücher (Band 1.1. und 1.2). 

Dienstag, 1. März 2016

Große Missionsbischöfe: Ein zweiter Vinzenz von Paul – Msgr. Jacque-Emile Sontag C.M., Erzbischof von Isfahan



Auch die Märtyrerkirche Persiens hat neue Fürsprecher im Himmel erhalten. „Erzbischof Sontag und drei seiner Missionäre, zwei Bischöfe und 22 Priester des katholischen chaldäischen Ritus und Tausende von Gläubigen fielen hier dem Mordstahl der Türken und Kurden zum Opfer“, so lautet kurz die Trauerkunde aus Teheran.

Ein Brief des P. Clarijs vom 16. September 1918 gibt uns näheren Aufschluss. „Alles ging zwei Jahre lang gut, bis im Frühjahr 1918 die Russen Urmiah und Salmas verließen, weil die Revolution in ihrem Land ausgebrochen war. So waren unsere Christen ohne Schutz. Den Soldaten zu folgen wie früher wagten sie diesmal nicht. Sie versahen sich aber mit Waffen, denn ein Angriff ihrer Todfeinde, der persischen Mohammedaner und der türkischen Kurden, war sicher.

Bald kam es auch zum Kampf. Anfangs blieben die Christen siegreich. Als aber Ende Mai eine türkische Armee den Gegnern zu Hilfe kam, war alles verloren. Die Christen von Salmas flohen zum Teil nach Urmiah, die übrigen, darunter auch unsere Patres Lhotellier und Miraziz, wurden niedergemetzelt. Mitte Juni kamen die Türken auch nach Urmiah. Über 80.000 Christen flohen nach dem Süden, wo sie, durch Hunger, Seuchen und Kämpfe schrecklich gelichtet, bei den Engländern in Hamadan Schutz und Pflege fanden.

Die mehreren Tausende, die nicht fliehen konnten, meist Frauen und Kinder, wurden von den Türken in einem grässlichen Blutbad am 27. Juli hingeschlachtet. Unter ihnen befanden sich auch Erzbischof Sontag und mein Mitbruder Dintha. Besonders die Katholiken fielen diesen beiden Massenschlächtereien zum Opfer.“

In einem anderen Brief fügt der Pater bei: „Was für ein heiliger Mann war er (der verstorbene Erzbischof)! Ein Mann Gottes! Drei Jahre lebte ich mit ihm zusammen (in Urmiah) und er erschien mir wie ein zweiter Vinzenz von Paul.“

Dreißig Priester und ebenso viele Schwestern hat das kaum 1.000 Seelen zählende elsässische Dorf Dinsheim der Kirche geschenkt. Einer davon war Jacques-Emile Sontag, der dort 1869 als Sohn eines Gastwirts das Licht der Welt erblickte. 1887 trat er in den Lazaristenorden ein, empfing 1895 in Paris die heilige Priesterweihe und wurde für die persische Mission bestimmt. Hier wirkte er in Teheran als Professor und Oberer, bis er 1910 den erzbischöflichen Stuhl von Isfahan bestieg.

Als treuer Hirt wollte der Erzbischof auch zur Zeit der Gefahr bei seiner Herde ausharren und als solcher ist er auch mit ihr und für sie gestorben.


(Aus: die katholischen  Missionen, 1919)

Sonntag, 21. Februar 2016

Lebendig eingemauert – der ehrwürdige Hieronymus von Algier



Im 16. Jahrhundert hatten die Spanier an der afrikanischen Küste einige Bollwerke zum Schutz wider die Seeräuber angelegt. In eines derselben wurde mit anderen Gefangenen im Jahre 1538 ein kleiner arabischer Knabe geschleppt; ein Geistlicher namens Johann Cars kaufte ihn, unterrichtete ihn im Glauben und spendete ihm die heilige Taufe, wobei der Kleine den Namen Hieronymus erhielt.

Etwa vier Jahre später gelang einem Teil der Araber ein Fluchtversuch; diese nahmen Hieronymus mit sich und führten ihn in die Heimat zu seinen Eltern. Aber der Same des Glaubens, der in das jugendliche Herz gestreut war, keimte fort, und im Alter von 21 Jahren kehrte der Araberjüngling freiwillig mit seiner jungen Frau zu den Christen zurück und übte öffentlich den christlichen Glauben aus, zu dem er auch seine Braut bekehrt hatte.

Einige Jahre später kreuzte Hieronymus in einem kleinen Boote unfern der Küste. Da kam ein Seeräuberschiff, nahm ihn mit neun Gefährten gefangen und schleppte ihn nach Algier auf den Sklavenmarkt. Bey von Algier war damals Ali el-Eudi, ein Renegat (d. h. ein zum Muhammedanismus abgefallener Christ) und diesem Menschen fiel Hieronymus als Beuteanteil zu. Kaum gewahrte der Abtrünnige, dass der neue Sklave ein zum Christentum bekehrter Araber sei, als er ihm auch mit dem ganzen Ingrimm eines abgefallenen Christen den Glauben Muhammeds wieder aufnötigen wollte. Von nun hatte Hieronymus Unsägliches zu leiden, aber er wankte nicht.

Die Sarazenen umgaben damals Algier mit starken Festungswerken und eben war man mit der Erbauung eines Forts beschäftigt. Seine Mauern wurden aus gewaltigen Blöcken aufgetürmt, die man künstlich aus Steinen, Mörtel und Sand in großen Mulden formte. Als der Renegat eines Tages die Arbeit seiner Leute überwachte, sagte er plötzlich zu dem Aufseher: „Lasse diese Mulde bis morgen leer! Der Hund von Araber soll mir in diesen Block gebacken und in die Feste eingemauert werden.“

Der Aufseher, ein Christ, suchte alsbald Hieronymus auf, verkündete ihm sein Schicksal und ermahnte ihn zur Standhaftigkeit. Der christliche Sklave sagte nur: „Gott sei mir gnädig und verzeihe mir meine Sünden!“ und bereitete sich dann ruhig auf den Opfertod vor. Die Stunde des letzten Kampfes schlug; Hieronymus stand, von den Knechten des Bey umgeben, an der halbgeöffneten Mulde. „Wohlan, du Hund,“ schrie der unglückliche Renegat, „ein für alle Mal – willst du den Glauben des Propheten Muhammed wieder annehmen oder nicht?“ – „Nein,“ antwortete Hieronymus, „weder du noch alle deine Qualen sollen mich dazu vermögen!“ „Siehst du diese Mulde?“ entgegnete jener, „noch eine Minute und du liegst lebendig begraben in ihr!“ Aber der Märtyrer sagte ruhig: „Tue nach deinem Willen.“ Da knirschte der Bey vor Wut mit den Zähnen und winkte seinen Sklaven. Augenblicklich wurde der glorreiche Blutzeuge in die Mulde gelegt und lebendig mit der Masse überschüttet. Kaum war eine Schicht über ihn gelegt, da sprang ein spanischer Renegat in die Mulde und trat mi seinen Füßen die Mischung über dem lebendig Begrabenen fest, wütender selbst als die Muselmänner, denn abgefallene Katholiken sind stets die ersten in jeder Verworfenheit. Da der Block, zugleich das Sterbelager und der Sarg des Martyrers, fest war, wurde er alsbald den Mauern des Forts eingefügt. Das geschah am 8. September, am Tage Mariä Geburt, des Jahres 1569.


Seither sind viele, viele Jahre verflossen und niemand dachte mehr an den treuen Araber, der so heldenmütig sein Leben für seinen Glauben dahingegeben hatte. Aber das allsehende Auge Gottes, das vom Himmel herab die Taten der Menschen schaut, hatte den Zeitpunkt der Verherrlichung seines Diener vorherbestimmt und in unseren Tagen, fast drei Jahrhunderte nach dem Martertod des armen Sklaven, sollte an eben der Stätte seines Kampfes sein Triumph auch vor den Augen der Menschen kund werden. Ein spanischer Geschichtsschreiber, Don Diego de Haedo, hatte die Nachricht von dem Martertod in seinen Büchern aufgezeichnet und zugleich den Wunsch ausgedrückt, Gott möchte dereinst die Stelle offenbaren, an der die kostbaren Überreste ruhten, damit sie eine würdigere Bestattung fänden. Das sollte sich erfüllen.

Als die Franzosen Herren des Landes geworden waren, befahl der französische Gouverneur, das Fort, in dem der Leib des Märtyrers eingemauert war, zu schleifen. Die mit der Überwachung dieses Unternehmens betrauten Offiziere gaben sich alle Mühe, die Reliquien aufzufinden; aber schon schien alles Suchen umsonst, als plötzlich das Sprengen einer Mine am 27. Dezember 1853 einen Steinblock spaltete und den lange gesuchten Leib offen legte.


Bald darauf bewegte sich eine glänzende Prozession, an deren Spitze zwei Bischöfe und ein Abt schritten, aus den Trümmern des Forts nach der Kathedralkirche von Algier. Dahin übertrug man die Überreste des ehrwürdigen Hieronymus und dort ruhen sie jetzt vorläufig in einem Grabe, bis sie nach Beendigung des Heiligsprechungsprozesses auf den Altären dereinst zur Verehrung ausgesetzt werden.

(Aus: die katholischen Missionen, 1876)


Mittwoch, 13. Januar 2016

So spricht ein echter Missionar



„Here I lie idle, while thousands of souls are perishing!“ – „Hier liege ich untätig, während Tausende Seelen zugrunde gehen!“ 


Das sagte Fr. Stephen Eckert O.F.M. Cap., der Apostel der Schwarzen in Milwaukee, als er an Lungenentzündung sterbend im Krankenhaus lag. Mehr über diesen heiligmäßigen und vor Liebe zu Gott und den Seelen brennenden Kapuzinerpater hier.

Donnerstag, 20. August 2015

Der aussätzige Kapuziner – P. Daniel von Samarate O.F.M. Cap.

Pater Daniel von Samarate vor seiner Krankheit

Felice Rossini wurde am 15. Juni 1876 in Samarate bei Mailand geboren. Er trat mit 14 Jahren bei den Kapuzinern ein und erhielt den Ordensnamen Daniel von Samarate. Noch als Diakon wurde er im Jahr 1898 in die Mission in Brasilien geschickt. Ursprünglich sollte er Teil einer Gruppe von Missionaren werden, die die neue Mission unter den Indianern in Alto Alegre im Staat Maranhao führen sollte. Am 22. März 1901 wurden seine Mitbrüder mit mehreren Schwestern und zahlreichen Schulkindern von aufgebrachten Indianern ermordet und wurden so die ersten Blutzeugen des 20. Jahrhunderts. P. Daniel sollte allerdings ein Martyrium der anderen Art erdulden.

Zunächst aber war er nach seiner Priesterweihe am 19. März 1899 als eifriger Missionar tätig und widmete sich auch der Pflege der Aussätzigen. Im Jahr 1908 stellte er einen kleinen roten Fleck an seinem Fuß fest und merkte ein Taubheitsgefühl in der Fußsohle – die ersten Anzeichen des Aussatzes. In der Hoffnung, die europäischen Ärzte könnten ihn heilen, riefen seine Oberen ihn noch im selben Jahr nach Italien zurück. Doch vergebens. Vor seiner Rückreise nach Brasilien pilgerte er noch nach Lourdes, wo er eine wunderbare Heilung durch die Fürsprache der Gottesmutter erhoffte. Als er den Heiland in der Monstranz während des Segens wie der Aussätzige im Evangelium bat: „Herr, wenn Du willst, kannst Du mich rein machen“, vernahm er die innere Stimme: „Ich will es nicht; gehe hin in Frieden, du sollst von mir eine andere Gnade erhalten. Deine Krankheit soll dienen zur größeren Ehre Gottes und zum Heil deiner eigenen Seele.“ Danach, so sagte er selbst, empfand er eine große Verwandlung: eine unbegreifliche Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes sowie ein Gefühl unaussprechlicher Freude. Nach diesem Erlebnis bat er nie wieder um Heilung. Tatsächlich nahmen auch andere diese Gleichförmigkeit an ihm war. Mitbrüder und Besucher berichteten, dass P. Daniel niemals klagte und bei Mitleidsbekundungen sagte: „Gelobt und gepriesen sei tausendmal Gottes Güte und Liebe, welche mir diese unverdiente Gnade des Leidens und der Krankheit geschickt hat.“

Noch bis 1914 konnte er arbeiten wie zuvor, doch dann ordnete der Arzt die Isolation in der Aussätzigenkolonie von Tocunduba an. Ein schwerer Schlag für den Mann, der wegen seiner heiteren Gemütsart große Freude am Zusammensein mit seinen Ordensbrüdern empfand. Auch der Empfang in der Kolonie war alles andere als herzlich. P. Daniel sagte selbst: „Ich hoffte bei ihnen aufgenommen zu werden mit offenen Armen und Zeichen aufrichtiger Freude. Aber welche Enttäuschung! Man sah in mir nicht einen Vater, der Mitleid hat mit seinen Kindern, sondern einen feindlichen Eindringling, der nur kam, um sie auszuspionieren und ihnen die armseligen Vergnügungen zu nehmen, welche sie noch zu genießen wähnten. Jetzt erkannte ich erst die trostlose Lage. Sünde und Satan hatten Besitz genommen von den Herzen der Unglücklichen, ihre Seele erfüllt mit wilder Verzweiflung und Hass gegen Gott, den sie als Urheber ihres Leidens anklagten. Da war guter Rat teuer. Ganz vorsichtig und still musste ich zu Werke gehen. Ich durfte mich in keiner Hütte sehen lassen; Blicke des Hasses trafen mich, wo ich mich zeigte, man wich mir aus, wenn man mich sah.“ Eine Frau, die sich heimlich zu ihm schlich, erzählte ihm von den Ausschweifungen der anderen Aussätzigen. Er lehrte sie, die Sterbenden auf den Tod vorzubereiten, um dann selbst an ihr Sterbebett zu kommen und ihnen die Lossprechung zu geben.


Am schlimmsten wirkten die Verleumdungen, die die Aussätzigen gegen ihn verbreiteten, wodurch sein Wirken als Priester fast unmöglich war. Auch Fremde glaubten zum Teil die erhobenen Anschuldigungen. P. Daniel sagte, dass er in seiner Zeit als Missionar nie solche Seelenqualen erdulden musste wie in seinen ersten Monaten in Tocunduba. Mit Geduld und Gebet kämpfte er weiter, bis ihm schließlich Weihnachten 1914 die harten Herzen seiner Leidensgenossen öffnete. Danach wurden seine Aussätzigen wirklich musterhafte Katholiken. Das Andachtsleben blühte, es gab sogar Exerzitien für die Aussätzigen. P. Daniel segnete Ehen ein, taufte Kinder und bekehrte Heiden, und natürlich stand er auch den zahlreichen Sterbenden in ihrem Tod bei.

Vom Aussatz befallen

Doch der Aussatz forderte auch bei diesem eifrigen Sohn des heiligen Franziskus seinen Tribut. Ab dem Jahr 1921 wurde die Krankheit immer heftiger. Sein einst üppiger Bart und die Haare fielen größtenteils aus, Nase und Ohren waren entstellt, ein Auge war ganz zerstört, das andere von einer Eitermaße umgeben. Seine Finger waren nur noch eitrige, blutende Stümpfe. Schreckliche Schmerzen quälten ihn beständig. Nur das Gehör, das bei vollem Ausbruch der Krankheit häufig mit allen anderen Sinnen verloren geht, blieb ihm erhalten. Am 28. März 1924 konnte er noch die Messe zu seinem silbernen Priesterjubiläum feiern, zu dem ihm der Papst seinen apostolischen Segen sandte. Mit der Seele voll Jubel in froher Hoffnung auf die ewige Seligkeit starb er am 20. Mai 1924 im Alter von 47 Jahren. Sein Seligsprechungsprozess wurde 1991 eröffnet.


(Quellen: Seraphisches  Weltapostolat des heiligen Franziskus von Assisi, 1925, die katholischen Missionen, 1924, www.santiebeati.it)


Hier noch einige Fotos von P. Daniel von Samarate vor und während seiner Krankheit

Samstag, 13. Dezember 2014

Große Missionsbischöfe: Der Apostel der Papuas – Der Diener Gottes Msgr. Enrico Stanislao Verjus M.S.C., Koadjutor des Apostolischen Vikars von Neu-Guinea (Teil 1)


Am 13. November stand im Pfarrhaus von Oleggio in Oberitalien um das Paradebett einer noch jugendlichen, in den bischöflichen Ornat gekleideten Leiche ganz in Schmerz aufgelöst eine Gruppe von Missionären. Sie hatten Grund zur Trauer, denn der Tod hatte hier plötzlich und jäh ein Leben geknickt, an das sich die freudigsten Hoffnungen geknüpft hatten. Es war Msgr. Enrico Stanislao Verjus, Koadjutor des Apostolischen Vikars von Neu-Guinea, Msgr. Navarre, und Mitglied der Missionsgesellschaft vom heiligsten Herzen von Issoudun (Herz-Jesu-Missionare).

Ein eigentümlich rührender Zug durchzieht das kurze Leben dieses jüngsten aller katholischen Bischöfe. Geboren am 26. Mai 1860 in Oleggio am Fuße der Alpen, trat der kleine Savoyarde, kaum 12 Jahre alt, in die Missionsschule des göttlichen Herzens in Cehzal-Benoit bei Issoudun. Unschuld, innige Frömmigkeit und ein überaus heiterer, liebenswürdiger Charakter machten ihn schon damals zum Liebling des Hauses. Er war es, der seine kleinen Kameraden zum gemeinsamen Entschluss vereinigte, täglich während der heiligen Wandlung um die Gnade des Martyriums zu beten. Kaum zum Priester geweiht, bot er sich begeistert für die Missionen in der fernen Südsee an, die seit 1881 der jungen Kongregation übergeben worden waren. Bereits liegt der Dampfer im Hafen zur Abfahrt bereit; da plötzlich wirft eine schwere Krankheit den jungen Missionär aufs Totenbett. Alle Hoffnung schien verloren. Fast in den letzten Zügen liegend, machte er das Gelübde, wenn Gott ihm die Gesundheit wiederschenke, sein ganzes Leben rückhaltlos im Dienste der armen Insulaner zu opfern. Er genas und konnte schon mit dem nächsten Dampfer abreisen. Auf der Insel Bourbon traf er die ihm vorausgeeilten Brüder im Spital und machte nun mehrere Wochen den liebevollen Krankenpfleger.


Endlich im Januar 1885 landete man in Sydney. Neue unerwartete Hindernisse stellten sich hier dem Plan entgegen, die Mission auf Neu-Guinea sofort zu beginnen. Da unternahm der feurige junge Missionär, voll heiliger Ungeduld, das große, an Naturschönheiten so reiche, aber noch ganz in Götzendienst versunkene Inselland, sein eigentliches Missionsfeld, recht bald zu betreten, im Jahre 1885, von nur zwei Brüdern begleitet, auf einer einfachen großen Fischerbarke jene kühne Fahrt, die er uns selbst in seiner lebendigen Darstellungsweise erzählt hat. Drei Tage wurden sie auf stürmischer See umhergeworfen, jeden Augenblick des Todes gewärtig. Eine weiße Taube, die sich müde auf die Segelstange setzte, kündete ihnen endlich die Nähe des Landes, und bald darauf rief einer der Brüder: „Neu-Guinea! Neu-Guinea!“ Wirklich, da lag das Land der Verheißungen vor ihnen, und Freudentränen traten in ihre Augen. 

In einer wunderschönen, von Bergen umgürteten Bucht (Hall Sound) warfen sie am 30. Juni Anker. P. Verjus nannte sie zu Ehren des glorreich regierenden Papstes Port Léon und beschloss, auf der den Eingang der Bucht beherrschenden Insel Roro oder Jula die erste Missionsstation zu gründen. Am 4. Juli las er dort unter Tränen der Rührung die erste heilige Messe. Nun folgten drei Monate der härtesten Entbehrungen. Rasch waren die kleinen Vorräte aufgezehrt, und die drei Missionäre litten die bitterste Not. Oft lagen alle drei gleichzeitig fieberkrank auf einem Heulager in einer Hütte, die sie kaum gegen die Witterung schützte. Aber mitten in diesen Prüfungen verlor P. Verjus nie seinen Mut und sein kindlich frommes Gottvertrauen. Immer wusste er durch einen heiteren Scherz die Brüder wieder aufzurichten. Bäume wurden im Urwald gefällt und mit unsäglicher Mühe auf eine Anhöhe geschleppt, wohin die kleine Kapelle zu stehen kam. 

Die gewinnende Freundlichkeit des jungen Schwarzrocks hatte rasch das Zutrauen der Insulaner erobert. Aber schon eröffneten sich dem eifrigen Priester die frohesten Hoffnungen, als im September eine halb gewaltsame Entführung durch das protestantische Missionsschiff erfolgte, die wir im Jahrg. 1886 erzählten. Mit Tränen schied der Missionär von dem liebgewordenen Eiland, und klagend folgten die Insulaner der Schaluppe bis ins Wasser hinein und riefen noch von ferne im nach: „Komm bald zurück, Mitzianari (Missionär), komm bald zurück und vergiss nicht deine Söhne von Roro!“ Selbst die rauen Seeleute des Dampfers waren bewegt und sagten: „Diese armen Leute wissen recht gut, wer ihre wahren Freunde sind.“ 

Glücklicherweise dauerte die Verbannung nicht lange. Im folgenden Jahr bereits kehrte P. Verjus mit Erlaubnis des neuen, den Missionären günstig gesinnten englischen Gouverneurs nach Roro zurück und zog, wie er schreibt, „fröhlich wieder in den Leo-Hafen ein“. Er fand seine Hütte geplündert und die Insulaner durch die Anwesenheit eines protestantischen Missionärs gegen sich eingenommen. Aber in kurzer Zeit waren die Herzen wieder gewonnen, und rasch wuchs nun eine kleine Christengemeinde heran. Von der Insel aus wurde nun auch das Festland in Angriff genommen. P. Verjus entdeckte den großen schönen St. Josephsfluss, der eine treffliche Wasserstraße ins Herz des Landes bildet und an welchem zahlreiche Dörfer liegen. „Wir besitzen nichts, und haben trotzdem auf Neu-Guinea mehr Länder entdeckt und den Wilden mehr Gutes getan als die berühmten wissenschaftlichen Forschungsreisen, die 4000 Pfd. Sterling verschlangen.“ So konnte P. Verjus mit Recht sagen.

(Aus: die katholischen Missionen, 1893)

Fortsetzung hier

Montag, 18. August 2014

Große Missionsbischöfe: Pionier in Kamerun – der Diener Gottes Bischof Gerhard Heinrich Vieter S.A.C., Apostolischer Vikar von Kamerun



Ein Missionspionier (…) im wahrsten Sinne des Wortes war der deutsche Bischof Gerhard Heinrich Vieter, erster Apostolischer Vikar von Kamerun. Geboren zu Cappenberg am 13. Februar 1853, erlernte der Knabe das Schreinerhandwerk und gelangte erst in reiferen Jahren zu seinem Beruf in der Kongregation der Pallottiner. Nach ausgezeichneten Studien in Rom empfing er am 8. Mai 1887 die heilige Priesterweihe und schiffte sich zwei Jahre später nach Brasilien ein. Schon nach dreijähriger Tätigkeit in der Kolonistenmission rief ihn der Befehl der Obern nach Europa zurück, wo er die Ernennung zum Apostolischen Präfekten von Kamerun erhielt.

Am 1. Oktober 1890 trat er die erste Reise nach der deutschen Kolonie an, und nun folgte ein Leben der unermüdlichsten Tätigkeit und der schwersten Strapazen. Die Vorstöße ins Innere des Landes waren echte Eroberungszüge mit allen Mühsalen, die Urwald und Flüsse, mörderisches Klima und wilde Bewohner nur bieten können. 11 Patres, 22 Brüder und 8 Schwestern sah der seeleneifrige Mann im Tod niedersinken, und mehr als einmal stand er selbst am Rand des Grabes. Aber die heldenmütige Arbeit sah auch den herrlichsten Lohn. Durch die Ernennung des Präfekten zum Apostolischen Vikar am 22. Dezember 1904 erkannte Rom die errungenen Erfolge an; doch sein schönster Lohn war der reiche Gottessegen.

Bei seiner Ankunft hatte Bischof Vieter fünf Katholiken vorgefunden; bei seinem Tod zählte das Vikariat 28 469 Christen und 17 650 Katechumenen. In 204 Schulen wurden 19 576 Kinder unterrichtet, und von 15 Haupstationen aus arbeiteten 34 Patres, 36 Brüder und 29 Schwestern; 223 eingeborene Lehrer unterstützen das europäische Missionspersonal.

Unter Tränen und Schweiß hat Bischof Vieter die Kirche Kameruns begründet und befestigt; unter unsäglichem Weh musste er den Anfang einer schmählichen Verfolgung derselben Kirche durch die Briten sehen. „Es ist besser, wenn Gott mich zu sich ruft“, hatte der große Apostel gesagt, als ihm die Nachricht von der Zerstörung Dualas und der Verbannung der Missionäre (siehe hier) mitgeteilt wurde. Gott ersparte ihm den letzten Schmerz, die Zerstörung seines Lebenswerks mitansehen zu müssen. Er rief ihn am 7. November vom Schauplatz seiner Tätigkeit ab.


(Aus: die katholischen Missionen, 1915)

Hier zwei Briefe von Bischof Vieter an die katholischen Missionen (Brief 1, Brief 2)

Montag, 14. Juli 2014

Der Kardinalpräfekt der Propaganda als Ministrant bei der Primizmesse des ersten schwarzen Priesters der USA

Giovanni Kardinal Simeoni, Präfekt der Kongregation Propaganda Fide von  1878-1892
Am Karsamstag 1886 weihte Kardinal Giovanni Parocchi im Lateran den ersten „offiziell schwarzen“ Priester der USA*, Fr. Augustus Tolton. Für den folgenden Ostersonntag, den 25. April 1886, hatte der Kardinalpräfekt der Propaganda, Giovanni Kardinal Simeoni, für seinen Neupriester eine Primizmesse im Petersdom organisiert. 

Eine wirklich besondere Primizmesse, denn es war der Kardinal selbst, der sich als Ministrant an die Seite des schwarzen Neupriesters kniete und ihm die Antworten auf das Stufengebet gab. Father Tolton sprach  die Worte Introibo ad altare Dei, die er zum ersten Mal in der Kirche St. Peter in Brush Creek, Missouri, gehört hatte, und auf die ihm jetzt in St. Peter in Rom einer der einflussreichsten Prälaten der heiligen römischen Kirche, der rote Papst“, antwortete!

(Quelle: Seite zum Seligsprechungsprozess von Father Tolton)

*Bischof James Augustine Healy und seine Brüder Father Patrick Francis Healy S.J. und Alexander Healy waren einige Jahrzehnte früher dran, allerdings waren sie nur zu 1/4 schwarzer Abstammung und konnten (bis auf letzteren) wegen ihrer hellen Haut und ihres europäischen Aussehens als Iren gelten (der Vater war Ire).

Sonntag, 9. März 2014

Vor 140 Jahren: Inhaftierung des „brasilianischen Athanasius“ für…Verteidigung der Kirche gegen die Freimaurer (Teil 2)

Baron de Penedo, außerodentlicher Gesandter an Papst Pius IX.

Fortsetzung von hier

Interessant sind die Manöver, welche nun von Seite der brasilianischen Regierung ins Werk gesetzt wurden. Ein außerordentlicher Gesandter, Baron de Penedo, wird nach Rom gesandt – er soll es dahin bringen, dass der Papst die brasilianischen Bischöfe tadle; und siehe da, kaum ist er in Rom angelangt, so wissen die Logenblätter schon von seinem Erfolg zu erzählen. Und wie ist er nach deren Angaben zum gewünschten Ziel gekommen? Ein paar Millionen Franken, riefen sie aus, haben den Papst in die richtige Stimmung versetzt. Seht, das Gold ist unfehlbar! 

Doch der Jubel war von kurzer Dauer. Der Logenmeister Saldanha musste selbst bald gestehen, dass die Hoffnungen der Regierung, den Papst für sich und gegen die Bischöfe einzunehmen, gründlich gescheitert seien. Pius IX. hat, so gestand der Großmeister, die Augen vor dem Gold geschlossen, das man im anbot.

Seliger Papst Pius IX.
Man ging noch weiter. Während die Regierung durch die Unterhandlungen des Gesandten in Rom den Anschein zu wahren suchte, als strebe sie nach friedlicher Lösung der Verwicklungen, verurteilte sie gleichzeitig den Vorkämpfer der katholischen Sache, den Bischof von Pernambuco. 
Der oberste Gerichtshof der Kaiserstadt erblickte in dem Vorgehen des Prälaten einen Angriff auf die Verfassung; am 17. Dezember wurde die Inhaftierung des Bischofs beschlossen und am 1. Januar 1874 in Pernambuco ausgeführt. 

Ein Bischof im Gefängnis – das ist stets ein erhebendes und segensreiches Schauspiel! Auch in Pernambuco bewahrheitete sich das. Bereits die ersten Stunden der Haft wurden dem heldenmütigen Bischof durch die reuige Rückkehr vieler Freimaurer versüßt. einer der Hauptanstifter der Exzesse vom 14. Mai 1873 brachte unter nicht enden wollendem Beifall des Volkes ein donnerndes Hoch aus auf den „brasilianischen Athanasius“. 

Marinearsenal vom Rio de Janeiro (Bildquelle: Helder da Rocha from Sao Paulo, Brazil)

Ein festlicher Empfang wartete seiner auch in der Kaiserstadt, wo er in dem ungesunden Marinearsenal eingekerkert wurde. Selbstverständlich konnte der Bischof die Zuständigkeit der Gerichtsbehörden nicht anerkennen, er verweigerte folgerichtig alle Auskunft. „Jesus aber schwieg,“ das war seine einzige Antwort auf die langatmige Anklageschrift. 

Zwei Senatoren, wackere Katholiken und tüchtige Rechtsgelehrte, erboten sich von freien Stücken, seine Verteidigung zu führen. In meisterhafter Rede entwickelte der eine die Nichtigkeit aller Klagepunkte, der andere die Unzuständigkeit des Gerichtshofes in rein geistlichen und kirchlichen Angelegenheiten. Trotzdem lautete das Urteil des Richterkollegiums auf vier Jahre Zwangsarbeit. Am 12. März bestätigte der Kaiser die Verurteilung, „ermäßigte“ aber die Strafe auf vier Jahre einfacher Gefängnishaft.

Bischof Antonio de Macedo Costa, Bischof von Pará
Am 19. Mai wurde ein zweiter Bischof gefänglich in die Kaiserstadt gebracht. Es war der Bischof von Pará, Antonio de Macedo Costa, aus dem Lazaristenorden. Auch er wurde am 1. Juli 1874 auf die nämlichen Anklagen hin zur gleichen Strafe verurteilt. Die Prälaten befinden sich gegenwärtig in den Gefängnissen zweier Festungen an der Bai von Rio de Janeiro. 
Ihr Mut ist freudig und ungebrochen. Die Briefe der eingekerkerten Oberhirten atmen die opferwilligste Hingabe an die heilige Sache und geben zugleich Zeugnis, dass der über Brasiliens Kirche hereingebrochene Sturm zur heilsamen und tatkräftigen Belebung des katholischen Glaubens recht viel beiträgt.

So schreibt der hochwürdigste Bischof von Pernambuco am 2. August 1874 an den Erzbischof von Buenos Aires über „die großartige religiöse Bewegung, zu der die ungerechte Verfolgung den Anstoß gegeben“. Er nennt sie „eine heilsame und gesegnete Bewegung, ein plötzliches und glückliches Aufwachen eines Volkes, das in den Armen der religiösen Gleichgültigkeit eingeschlafen war am Rande eines bodenlosen Abgrunds – des Protestantismus“. 

Nicht bloß werden den gefangenen Bischöfen aus allen Teilen des Kaiserreichs die rührendsten Beweise der Teilnahme ausgesprochen, auch im Senat und in der Kammer findet ihre Sache gewandte und mutvolle Verteidiger, und aus der Mitte der Bevölkerung erheben sich die entschiedensten Vorstellungen und Proteste gegen die verübten Gewaltakte. 

Neue Schritte der Vergewaltigung (d.h. Verfolgung) stellen die Gesetzentwürfe vom 30. Juni in Aussicht. Nach diesen soll von jedem Akt der kirchlichen Behörde, besonders von der Verhängung der Suspension und des Interdikts, der Rekurs an die Staatsgewalt freistehen ( - der „niedere Klerus“ soll eben auch in Brasilien gegen die Bischöfe unterstützt werden-), wer den Entscheidungen der letzteren in Betreff der kirchlichen Strafen irgendwie entgegentritt, soll der Verbannung und falls der Zuwiderhandelnde ein Bischof ist, der Amtsentsetzung anheimfallen. Obgleich die brasilianische Regierung diese entschieden feindliche Maßregel treffen zu wollen scheint, hält sie doch noch die Beziehungen mit Rom aufrecht. 

Ein zweiter Bevollmächtigter, Baron d’Araguaya Domingo José Gonçalves de Magalhaes, überreichte Anfang Oktober in Privataudienz dem hl. Vater sein Beglaubigungsschreiben. Nachrichten aus Rom zufolge soll dieser Diplomat mit dem Abbruch aller Beziehungen seiner Regierung zum heiligen Stuhl drohen, falls letzterer sich nicht bald zu den von Brasilien beliebten Zugeständnissen herbeiließe. 


Glaubt man etwa, der heilige Vater werde die mutvollen Bischöfe, deren Handlungsweise er so lobend anerkannt hat, tadeln oder preisgeben? In Rom beugt man das Recht und die Wahrheit keineswegs, und man hat dort schon viel gewaltigere Drohungen, als die der brasilianischen Freimaurer, nicht gefürchtet, sondern nur mitleidig belächelt.

Die letzten Berichte melden, dass die Regierung wiederholt unter Androhung von Kerker und Zwangsarbeit den Generalvikaren von Olinda und Pará die Aufhebung des über die Bruderschaften verhängten Interdikts befohlen habe. Diese erklärten mit aller Entschiedenheit, dazu gar keine Vollmacht zu besitzen, und Msgr. Vital richtete neuerdings aus dem Gefängnis einen offenen Brief an den ersten Minister Rio Branco, in dem er ihm auseinandersetzte, wie es ganz vergeblich sei, von den Generalvikaren zu verlangen, was der Bischof verweigern musste und immer verweigern muss.

In einzelnen Distrikten Brasiliens hat die Unzufriedenheit der Bevölkerung über vermehrte Steuern, über die neuen Maße und Gewichte, über die Aushebung zum Militär, über die Tarife usw. sich in Aufständen und kleineren Revolten Luft gemacht. So in Paraiba, Buom-Giardino (?), Itambe usw. Die Regierungsorgane schrien sogleich, dass der ultramontane Klerus die Hände im Spiel habe und die Massen fanatisiere. 

Mit regem Eifer wurden nun bei Geistlichen und in Klöstern Hausuntersuchungen angestellt, alle Briefschaften mit Beschlag belegt, Verhöre angestellt; allein was die Regierungsmänner wünschten, fand sich nicht vor; man konnte keine Anklage und auch keinen Scheinvorwand finden, um den Hass des lieben Pöbels auf die Geistlichen zu lenken. Unsere „liberalen“ Zeitungen, z.B. die Augsburger Allgemeine, machen in ihrer liberalen Wahrheitsliebe selbstverständlich den Klerus und ihn allein zum Schuldigen. 

Nach den neuesten Berichten hat der Kaiser die Kammern zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen, um Maßregeln zu beraten, welche dem Land den religiösen und bürgerlichen Frieden wieder schenken können.


(Aus: die katholischen Missionen, 1875)

Samstag, 8. März 2014

Vor 140 Jahren: Inhaftierung des „brasilianischen Athanasius“ im Kampf gegen die Freimaurerei (Teil 1)

Der Diener Gottes Vital Maria Gonçalves de Oliveira O.F.M. Cap.
Wir haben in den katholischen Missionen bereits zweimal über die in Brasilien ausgebrochene Kirchenverfolgung Nachricht gebracht; heute wollen wir diese Angaben vervollständigen und in kurzen Umrissen ein Gesamtbild der kirchlichen Kämpfe im Kaiserreich Brasilien entwerfen.

Den Ursprung und die Veranlassung dieser Verfolgung bespricht in eingehender Weise ein Brief des hochwürdigsten Herrn Bischofs von Olinda (Pernambuco) (Dom Vital Maria Gonçalves de Oliveira), den dieser am 2. August aus seinem Gefängnisse, der Festung S. João in der Bai von Rio de Janeiro, an den hochwürdigsten Herrn Bischof von Buenos Aires gerichtet hat.

Im Allgemeinen gesprochen, ist auch die brasilianische Kirchenverfolgung ein Ring in der Kette all der Bedrängungen und Anfeindungen, mit denen das Freimaurertum der katholischen Kirche zusetzt. 
Die nächsten Veranlassungen zum Angriff waren nach dem oben genannten Brief folgende: Ein Geistlicher in Rio de Janeiro schloss sich der Loge an und hielt an einem Maurerfest ganz im Logenstil eine Rede, die bald auch durch den Druck verbreitet wurde. Sein Bischof, der hochwürdigste Herr Pedro de Lacerda, zog ihn darüber zur Rechenschaft und belegte ihn mit den kanonischen Strafen. 

Auf einmal waren alle Logenmänner in rührigster Tätigkeit. Die beiden Hauptlogen in Rio de Janeiro, die bisher gegenseitig sich angefeindet hatten, versöhnten sich, wie dereinst Herodes und Pilatus; die Freimaurerpresse eröffnete einmütig einen wütenden Kampf gegen alle Einrichtungen und Lehren der katholischen Kirche, plötzlich tauchte eine Anzahl Blätter auf, die nach den Absichten des Geheimbundes das Volk bearbeiteten und „öffentliche Meinung“ machten.

Nach diesen Einleitungen legte man es geradezu darauf ab, Schritte und Erklärungen der Bischöfe gegen die Loge hervorzurufen. Am 29. Juni 1872 wurde zur festlichen Erinnerung an die Gründung einer Freimaurerloge in der Kirche des Apostelfürsten Petrus zu Pernambuco eine Messe verlangt und alle „Brüder“ (d.h. Freimaurer) eingeladen.

Der Bischof Vital Antonio Gonçalves de Oliveira aus dem Kapuzinerorden, der erst am 24. Mai seinen feierlichen Einzug als Bischof gehalten hatte, untersagte natürlich eine solche Feier und die Geistlichkeit stand fest und treu zu ihrem Oberhirten. Die Loge wiederholte dasselbe Manöver am 3. Juli. Es folgte das gleiche Verbot des Bischofs und der gleiche Gehorsam des Klerus. 

Nun entlud sich der Hass der Geheimbündler von neuem gegen die Kirche, besonders wurde die Andacht zur Gottesmutter und diese selbst in frechster Weise verhöhnt. 
Der sorgsame Oberhirte empfahl den Pfarrern, die Gläubigen durch Predigt und Unterricht gegen die ausgestreuten Lügen und Verleumdungen sicher zu stellen und durch Gebete die Gotteslästerungen zu sühnen. 

Als Antwort darauf veröffentlichten die Logenblätter die Namen jener, die Freimaurer seien und dennoch in den kirchlichen Bruderschaften als Präsidenten, Schatzmeister und Sekretäre eine hervorragende Stelle einnähmen. Zugleich wurde ein anerkannter Freimaurer und Ungläubiger von reinstem Wasser von einer dieser Bruderschaften zum Präsidenten gewählt. 

Hiermit war, Gottlob, ein wunder Fleck im kirchlichen Leben Brasiliens bloßgelegt. Schon seit geraumer Zeit hatten nämlich die Männer von Kelle und Schurzfell, angelockt von den reichen Geldmitteln der kirchlichen Bruderschaften, welche diese zur Erhöhung der kirchlichen Festfeier und zu umfassenden Wohltätigkeitszwecken durch die Beiträge der Mitglieder und frommen Vermächtnisse zuflossen, sich in die Bruderschaft aufnehmen lassen und arbeiteten so gewissermaßen im Inneren der Kirche selbst an deren Zerstörung. 

Aber der mutige Bischof von Pernambuco griff das Übel in seinem Sitz an. Er befahl durch ein Rundschreiben vom 28. Dezember kraft seiner oberhirtlichen Amtsgewalt den kirchlichen Bruderschaften, diejenigen, die nicht alsbald und öffentlich der Loge abschwören würden, aus dem Bruderschaftsverband unverweilt auszuschließen. Eine dreimalige oberhirtliche Mahnung blieb fruchtlos. 
Da wurde über die widerspenstigen Bruderschaften das kirchliche Interdikt verhängt. 
Ein lichtvolles Hirtenschreiben klärte die Gläubigen über das Vorgefallene auf und wies nach, wie die Teilnahme am Freimaurerbund von jeher und mit vollem Recht durch die strengsten kirchlichen Strafen sei untersagt worden. 
Katholik sein wollen und zugleich Logenbruder – das suchte man in Brasilien ins Leben einzuführen und das erklärte der hochw. Herr Bischof für unvereinbar, für unmöglich.

Wie der Bischof von Pernambuco (oder Olinda) in seinem oben erwähnten Brief hervorhebt, macht das ganze Vorgehen gegen die Kirche in Brasilien den Eindruck eines in den tonangebenden Kreisen längst zuvor abgekarteten Spiels. So verklagten denn die Bruderschaften beim Präsidenten der Provinz Pernambuco den Bischof wegen „Missbrauch der Amtsgewalt“. Dieser übermittelt die Anklage den Staatsrat nach Rio de Janeiro. Der Staatsrat findet das Benehmen der Bruderschaften ganz in Ordnung, entrüstet sich höchlichst über den Bischof, der die Maurerei, „diesen ganz unschuldigen und nur für Wohltätigkeitszwecke gegründeten Verein“, verurteile, und befiehlt ihm, sein Interdikt zurückzunehmen, sonst würde die kaiserliche Regierung die kirchlichen Strafen für null und nichtig erklären. 
Das Alles verordnete der Staatsminister wahrscheinlich in getreuer Erfüllung seines Eides, die katholisch-apostolisch-römische Religion aufrechterhalten zu wollen. 

Kaiser Pedro II. von Brasilien

Dieses Dekret, vom Kaiser Dom Pedro II. unterzeichnet, wurde dem Bischof am 22. Juni 1873 zugestellt. Am gleichen Tag erhielt er ein Breve des heiligen Vaters, in dem seinem Benehmen die vollste Billigung ausgesprochen und namentlich auch die brasilianische Freimaurerei verurteilt wurde.

Sel. Papst Pius IX.

Das Auftreten des Bischofs von Pernambuco und dieses päpstliche Breve rief nun den gesamten Episkopat von Brasilien zum Kampf gegen das um sich greifende Übel auf. Und sie haben sich in apostolischer Entschiedenheit und Festigkeit bewährt.
Durch die fast unermesslichen Landstrecken Brasiliens erschollen die Hirtenworte der Bischöfe und fanden allenthalben unter den Gläubigen ein freudiges und glaubensvolles Echo. Die Geistlichkeit erhob sich und sprach in begeisterten Ausdrücken ihre Anhänglichkeit und Treue gegen die Bischöfe aus, die Gläubigen vereinten sich zur Gründung katholischer Vereine, um kirchliches Leben und kirchliche Anschauungen in alle Kreise zu tragen. Die Worte der Bischöfe fanden auch in der Loge ihren Widerhall und in den von ihr angesteckten und so entarteten Bruderschaften, freilich in ganz anderer Weise – nun, die Maske fiel und das war gut. Die Antwort, die sie z.B. in den rohen Pöbelexzessen von Pernambuco gaben, haben wir bereits früher berichtet.

(Aus: die katholischen Missionen, 1875)

Fortsetzung hier

Samstag, 8. Februar 2014

Mar Ivanios, ein deutscher Missionsarzt, der heilige Albertus Magnus und Papst Pius XI.

Diener Gottes Erzbischof Mar Ivanios (Quelle: Malankara Syrian Catholic Church)

Gegen Ende des vorigen Jahres traf Dr. Jacoby mit Gemahlin in Trivandrum ein. Er war von Erzbischof Mar Ivanios gewonnen worden. Die Bürgerschaft bereitete ihm einen öffentlichen Empfang. 

Im Anschluss daran segnete der Erzbischof die dem hl. Albert d. Großen geweihte Armenapotheke ein. Dafür hatte er Reliquien des Heiligen aus Köln erhalten. Der Heilige Vater sandte zur Einweihung telegraphisch seinen Segen. 

Außer in dieser Armenapotheke, die sich zum einem Krankenhaus entwickeln soll, wirkt der Missionsarzt zu Nellikkakuzhi, südlich von Trivandrum, in einem Krankenhaus, das der Erzbischof den Protestanten abgekauft hat.


(Aus: die katholischen Missionen, 1937)

Donnerstag, 30. Januar 2014

Wenn Steine Großes berichten...

Mar Ivanios als junger orthodoxer Geistlicher
Folgende Steintafeln dokumentieren die Rückkehr des Dieners Gottes Mar Ivanios O.I.C., Erzbischof von Trivandrum und einem Teil des schismatischen syro-malankarischen Klerus zur Einheit der heiligen römischen Kirche sowie die nachfolgende Gründung der syro-malankarischen katholischen Kirche im Jahr 1930.


Gedenkstein in der Bischofskapelle von Quilon (Bildquelle: Kumbalam)


J.M.J.

Im Jahre Unseres Herrn 1930 wurden am 20. September
in dieser bischöflichen Kapelle
Se. Gnaden Erzbischof Mar Ivanios O.I.C., M.A.
Seine Exzellenz Bischof Mar Theophilus O.I.C.
der Hochw. Fr. John O.I.C., Brother Alexius, Geistlicher
und Sri. Chacko Kilileyath, Laie 
 alle Mitglieder der jakobitischen Kirche in Kerala 
durch Seine Exzellenz Bischof Alois Maria Benziger O.C.D., Bischof von Quilon,
den der Erzbischof um Hilfe gebeten hatte, und den der Heilige Stuhl für die Aufnahme in die Kirche ernannt hatte,
in die katholische Kirche aufgenommen. 
Sofort im Anschluss wurde die erste Messe des Erzbischofs in der katholischen Kirche
im katholischen syro-antiochenischen Ritus zelebriert.

Steinplatte mit ähnlicher Inschrift im Bischofshaus von Kollam (Bildquelle: Kumbalam)

Sonntag, 19. Mai 2013

Der Vater der äthiopischen und eritreischen Zisterzienser

Der ehrwürdige Diener Gottes, P. Felix Maria Ghebre Amlak OCist.
In Äthiopien und Eritrea gibt es insgesamt fünf oder sechs Zisterzienserklöster, die wohl nicht bestehen würden, wenn Gott nicht diesen eritreischen Priester zum Zisterziensermönch berufen hätte. Eine kurze Lebensgeschichte gibt es bei Biographia Cisterciensis.

Über den großen Apostel Äthiopiens, St. Justinus de Jacobis, gibt es hier mehr.